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Einkochen: Drei Sorten Frikadellen

Vor ein paar Wochen haben der GöGa un ich mal wieder Frikadellen gemacht, also, er hat mir die je 1 kg Bio-Rind- und -schweinefleisch durch den Fleischwolf gedreht und ist dann zum Blutspenden verschwunden, um mir die ganze Frikadellenarbeit zu überlassen.

Ich hatte drei verschiedene Geschmacksorten geplant, wobei ich die Hälfte auf herkömmliche „deutsche“ Weise zubereitet hatte.

Ein Viertel habe ich dann „Asia-Style“ und das anderen Viertel „Mexiko-Style“ zubereitet.

Gegart habe ich alle Frikadellen im Backofen und anschließend fast alle Frikadellen in sterilisierten Weckgläsern eingekocht.

Sechs „deutsche“ Frikadellen habe ich für unser späteres Abendessen zurückbehalten.

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Schwarzer Heilbutt mit Steinpilz-Kartoffelstampf

schwarzerheilbutt_steinpilzpuereeIch hänge mit dem Bloggen wieder mal total hinterher, trotzdem möchte ich Euch eines unserer leckeren Abendessen nicht vorenthalten. Sieht das nicht gut aus? Seit ich den GöGa davon überzeugen konnte, dass wir unseren Fisch frisch im Fischgeschäft kaufen, gibt es fast jedes Wochenende sehr feinen Fisch, wie diesen Schwarzen Heilbutt.

Dazu gab es einen Kartoffelstampf, der mit einer köstlichen Pilzbutter und getrockneten (eingeweichten) Steinpilzen aromatisiert wurde.

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Ungeplante Lachsfrikadellen mit Orangen-Sauerrahm-Sauce…

… dazu Tagliatelle und Butterbrokkoli.

Es sollte eigentlich kurz gebratene Wildlachsfilets geben. Leider habe ich sie nur als TK-Ware bekommen und nach dem Auftauen stellte sich heraus, dass es sich um zwei – zwar große – aber sehr dünne Scheiben handelten. Ich hätte sie nicht in der Pfanne gedreht bekommen, ohne dass mir alles auseinander gebröselt wäre.

Insofern improvisierte ich und machte einfach Wildlachsfrikadellen. Doch von Anfang an:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 250 – 300 g Wildlachsfilet, TK oder frisch
  • 1 Ei
  • Paniermehl
  • 1 – 2 EL Dill, TK oder frisch gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • 1 geh. TL Sahnemeerrettich
  • 1/2 Rezept Orangen-Sauerrahmsauce
  • 1,5 EL Butterschmalz
  • 1 kleiner Brokkoli
  • Salz, Pfeffer, frische Muskatnuss
  • 1 EL Butter
  • 300 g Tagliatelle
  • Salz

Zubereitung:

Zunächst die Orangen-Sauerrahmsauce zubereiten und warm stellen bzw. kurz vorm Servieren noch mal kurz aufkochen.

Den Brokkoli putzen, in Röschen oder Scheiben schneiden und in köchelndem Salzwasser kurz blanchieren. Abgießen, dabei das Kochwasser auffangen. Die Stiele nicht wegwerfen, sondern eine Brokkolicrèmesuppe daraus zubereiten.

Butter im Kochtopf zerlassen, den Brokkoli darin schwenken und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Im Backofen bei knapp 100 °C Umluft warm halten.

Für die Frikadellen die Lachsfilet mit einem Kochmesser gut durchhacken, dann Ei, Dill, Sahnemeerrettich untermischen und so viel Paniermehl zugeben, dass eine homogene Masse entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

wildlachs_gehackt
Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen, mit nassen Händen 6 Frikadellen formen und von beiden Seiten knusprig braten. Im Backofen bei knapp 100 °C Umluft warm halten.

Reichlich Salzwasser für die Pasta aufsetzen und die Tagliatelle al dente garen.

Zum Anrichten die Tagliatelle auf 2 Teller verteilen, den Butterbrokkoli obenauf legen und die Frikadellen mit der Orangen-Sauerrahmsauce daneben geben.

lachsfrikadellen

Der Jahreswechsel 2015/2016

neujahr2016

Als erstes möchte ich allen Besuchern ein gutes, erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2016 wünschen. Ich hoffe, Ihr seid alle gut „rüber gerutscht“.

Der GöGa und ich waren – wie so oft – alleine zu Hause, aber das hat mich natürlich nicht daran gehindert, uns etwas schönes für den Silvesterabend vorzubereiten.

Dieses Jahr sollte es etwas einfaches geben: Kartoffel- und Nudelsalat sowie verschieden gewürzte Frikadellen und Schnitzel.

Den Kartoffelsalat habe ich nach diesem Rezept gemacht.

Zutaten für den Nudelsalat:

  • 250 g gekochte Gabelspaghetti
  • 2 – 3 hart gekochte Eier
  • 1/2 Rezept vegane Mayonaise, mit zusätzlich
  • 2 EL Joghurt verrührt
  • 1 EL Sojasauce
  • 1/2 rote Paprikaschote, geschält und in Würfel geschnitten
  • 50 g Erbsen (TK oder Dose)
  • 50 g Mais (TK oder Dose)
  • ca. 160 g Fleischwurst (mit Knoblauch)
  • 5 – 6 Gewürzgurken, je nach Größe
  • etwas Gurkenwasser

Zubreitung:

Alles gut vermischen und kühl stellen. Vorm Servieren eventuell noch mal abschmecken.


Dazu gab es zweierlei Frikadellen: mexikanisch und asiatisch gewürzt.

Zutaten für ca. 14 Frikadellen mexikanische Art:

  • 250 g Bio-Hackfleisch
  • 1/2 rote Paprikaschote, fein gehackt
  • 50 g Mais (TK oder Dose)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt und in 1 EL Öl glasig gedünstet
  • 3 – 4 EL Paniermehl
  • 1 kleine Ei
  • Saz
  • 1 EL scharfes Tomatenmark
  • Chilipulver
  • Cumin

Zubereitung:

Alle Zutaten vermischen und kleine Bällchen formen, die idealerweise mit einem Happs im Mund landen können. Auf ein mit Backpapier oder Cross & Frit-Papier (z. B. Toppits) belegtes Blech legen.


Zutaten für ca. 14 Frikadellen asiatische Art:

  • 250 g Bio-Hackfleisch
  • 1 – 2 Frühlingszwiebeln in dünnen Ringen
  • 2 EL fertige Currysauce (als Ei-Ersatz)
  • 2 Scheiben Sesamknäckebrot (im Mörser grob zerbröselt)
  • 2 EL Sesamsaat
  • Currypulver
  • Kurkuma
  • Salz oder ein Schuss Sojasauce

Zubereitung:

Wie bei den mexikanischen Bällchen.

frikadellen_x_2

obere Hälfte: mexikanische Fleischbällchen untere Hälfte: asiatische Fleischbällchen

Im auf 180 °C Umluft vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, je nach Backofen und Größe der Bällchen.


Dann habe ich noch zwei Schweineschnitzel in mundgerechte Stücke geschnitten und verschieden gewürzt und paniert. Eigentlich hatte ich auch noch zwei Putenschnitzel, aber die habe ich eingefroren, weil wir reichlich Fleisch und Salat hatten. So reichlich, dass wir heute prima von den Resten satt werden.

Die Stücke vom ersten Schnitzel wurden mit Gyrosgewürz und Salz gewürzt, dann in Mehl, Ei und Pankopaniermehl gewälzt und in reichlich heißem Butterschmalz ausgebraten. Bevor die Schnitzelchen im Paniermehl gewendet wurden, habe ich auf eine Seite noch Oreganozweige gelegt, die somit mit gebacken wurden.

Die Stücke vom zweiten Schnitzel wurden mit Paprika de la vera und Salz gewürzt und in Mehl, Ei und Haselnussblättchen, die noch vom ersten Weihnachtstag übrig waren, gewälzt und unter die Haselnussschicht kamen getrocknete Tomatenstückchen. Dann ebenfalls in Butterschmalz ausbraten, beide Schnitzelsorten auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Auf die Art und Weise konnte sich jeder nach Lust und Laune immer wieder im Laufe des Abends etwas holen.

schnitzel_frikadellen

Linker Teller, oben: Schnitzel mit Paprika de la vera, getrockneten Tomaten, Haselnusspanade Linker Teller, unten: Schnitzel mit Gyrosgewürz, Oreganozweig und Panko-Panade Rechter Teller: Frikadellen mexikanische und asiatische Art gemischt

silvesteressen2015

Zweierlei Schnitzel und Frikadellen mit Nudel- und Gurkensalat

Schlemmerfilet selbstgemacht

In einer Sendung der WDR-Servicezeit hatte Martina Kömpel ein ganz ähnliches Gericht gekocht, allerdings mit Parmesankruste. Als Beilage gab es Kartoffelstampf mit angedünstetem Porree und gebratenen Fenchel. Da Fenchel nicht unbedingt des GöGas Lieblingsgemüse ist, musste ich an dieser Stelle etwas umdisponieren, und habe Rahmspinat dazu gemacht, aber besonders der Porree im Kartoffelstampf hatte es mir angetan.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Kabeljaufilets
  • 2 EL Butter
  • 2 EL gehackter Dill (ich habe TK genommen)
  • 2 EL Paniermehl
  • Salz, Pfeffer
  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 kleine, dünne Stange Porree, in dünne Ringe geschnitten *)
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 300 g TK-Spinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 1 kleine Schalotte, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 100 ml Sahne
  • 1 EL Olivenöl
  • zusätzlich Butter zum Andünsten

*) Eigentlich hatte ich das Grüne vom Porree genommen, damit man ihn auch schön im Kartoffelstampf sieht. Leider ist er mir ein wenig verkokelt, so dass ich das ganze mit einem Stückchen vom helleren Ende des Porrees wiederholen musste. Deshalb fällt er auf dem Foto im Stampf leider nicht so auf. 🙁

Zubereitung:

Zunächst für die Schlemmerkruste Butter, Dill und Paniermehl und eine Prise Salz gut miteinander verkneten. Die Masse zwischen zwei Lagen Back- oder Pergamentpapier dünn ausrollen und anschließend ins Gefrierfach legen.

Für den Stampf die Kartoffeln schälen, klein Würfeln und gerade mit Salzwasser bedeckt zum Kochen bringen. Sehr weich kochen, abgießen und mit der Sahne und einem kleinen Stich Butter dünsten.

Inzwischen die Porreeringe in etwas Butter glasig dünsten und zum Kartoffelstampf geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Schalotte und Knoblauch in dem Olivenöl glasig dünsten. Den Spinat zugeben, mit der Sahne auffüllen und einmal aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

In der Zwischenzeit die Kabeljaufilets in Butter so lange dünsten, bis die Unterseite beginnt weiß zu werden. Dann in eine Auflaufform legen. Die gefrorene Kruste kann man nun mit einer Schere samt dem Papier gut in auf den Fisch passende Stücke schneiden. Eine Schicht Papier entfernen, die Kruste auf den Fisch legen und die untere Papierschicht abziehen.

Unter dem Grill ca. 5 Minuten backen bis die Kruste eine schöne knusprig-braune Farbe hat.

Den Kartoffelstampf in die Mitte des Tellers setzen (Ich hatte das eigentlich mit einem Ring versucht, aber sobald ich den abgezogen hatte, sackte alles nach unten zusammen. 🙂 ), den Fisch halb auf den Stampf setzen und den Spinat auf der anderen Seite des Tellers um den Stampf drapieren.

schlemmerfilet