KUEB – Kochen unter erschwerten Bedingungen, keine Mahlzeit mehr

Das hatte ich mir anders vorgestellt mit meinem Aufenthalt in Bonn. Mitte der zweiten Woche bekam ich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch plötzlich Fieber mit Schüttelfrost, unerträglichen Kopfschmerzen, Halsschmerzen und einem abgrundtiefen Schwächegefühl. Nur gut, dass ich mittwochs einen Termin in der Transplantationsambulanz hatte. Von dort wurde ich sofort weiter gereicht in die internistische Notaufnahme mit Verdacht auf Influenza oder einer sonstigen Seuche. Zum Glück stellte sich heraus, dass es sich „nur“ um einen heftigen grippalen Infekt handelte, und ich erst mal wieder nach Hause konnte.

Aber das Ganze hat mich so aus den Schuhen gehauen, dass erst mal Schluss war mit Kochen. Appetitlosigkeit meinerseits dominierte das Geschehen und so gab es bestenfalls mal ne halbe Bestellpizza oder ähnliches.

Eine Woche später war ich dann noch mal in der Transplantationsambulanz, wo man mir dann eröffnete, dass ich doch eine Influenza erwischt hatte. Ich lag sage und schreibe neun Tage nur im Bett bzw. auf dem Sofa. So platt habe ich mich tatsächlich mit keinem normalen grippalen Infekt in den letzten 50 Jahren gefühlt.

 

KUEB – Kochen unter erschwerten Bedingungen, Mahlzeit 2

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kueb_diekueche Eine weitere leckere Mahlzeit, die mit etwas Planung und Zeitmanagement in dieser Miniküche entstanden ist:

Bunte Reispfanne

Ablauf: Am frühen Nachmittag habe ich 1 Portion Kochbeutelreis nach Packungsanweisung gekocht, abgegossen und auf der ausgeschalteten, noch heißen Herdplatze etwas ausgedampft und dann zur Seite gestellt.

Später habe ich mir die weiteren Zutaten für 3 – 4 Portionen zurecht gelegt:

kueb_gemuesevorbereitung kueb_veganhaehnchen

Je 1 rote und grüne Paprikaschote, 1 Zucchini, 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe, sowie 1 Paket vegane Filetstreifen.
Eigentlich wollte ich Hähnchenbrust kaufen, aber es gab nichts über 2 €/kg und so einen Mist kaufe ich nicht, dann lieber vegan!
kueb_zutatenreispfannePaprikaschoten und Zucchini heiß abwaschen, die Paprikaschoten putzen, schälen und würfeln. Die Zucchini in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und diese dann vierteln.

Knoblauchzehe grob hacken und Schalotte in dünne Streifen schneiden.

Alles bereit stellen.

 

 

 

kueb_veganhaehnchenpfanneZunächst die veganen Filetstreifen in 2 EL Olivenöl knusprig braten.

Zum Würzen habe ich auch noch 1 kleine Dose (50 g) Zwergenwiese Rucola-Tomate-Streich in GöGas Kühlschrank gefunden.

 

kueb_veganhaehnchengemuese

Schalotte und Knoblauchzehe zugeben und glasig dünsten. Dann die Paprikawürfel ebenfalls dünsten, bis sie weich sind.

 

 

 

kueb_veganhaehnchenzucchini

Die Zucchinistücke ebenfalls zugeben, danach den Reis.

Das ganze mit 100 ml Schlagsahne aufgießen und den Rucola-Tomate-Streich einrühren.

Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und getrocknetem Oregano abschmecken und servieren. Sieht nicht schön aus, war aber sehr lecker.

 

kueb_buntereispfanne

 

 

KUEB – Kochen unter erschwerten Bedingungen, Mahlzeit 1

kueb_diekueche Hier seht Ihr, warum und wie ich unter erschwerten Bedingungen kochen musste.

Als erstes kamen Bratkartoffeln mit etwas Ei und grünem Salat auf den Tisch, was schon eine gewisse Planung erforderte, aber letzten Endes war das Essen lecker und gelungen.

Zunächst habe ich mir am (niedrigen) Couchtisch einige Küchenutensilien sowie 3 große Kartoffeln und 1 Schalotte bereit gestellt und zunächst die Kartoffeln geschält und gewürfelt:

kueb_kartoffelschaelen kueb_kartoffelwuerfeln

Bis zum eigentlichen Kochen habe ich die Schüssel mit den Kartoffelwürfeln und die in schmale Ringe geschnittene Schalotte in einer verschließbaren Dose (damit nicht das ganze Einzimmerappartment nach Zwiebel riecht) zunächst zur Seite gestellt.

Zwischendurch habe ich 1 Romanasalatherz in Streifen geschnitten und gründlich gewaschen, dann in einem Sieb abtropfen lassen und die Salatstreifen in einer weiteren Schüssel bis zum Servieren aufbewahrt. Ausnahmsweise habe ich ein Salatdressing aus einer Salatfix-Tüte angerührt, weil der GöGa nur ein Mindestmaß an Gewürzen hat und wir natürlich nicht alles mögliche kaufen wollten.

kueb_zwiebelduensten

Als es ans Kochen ging, habe ich zunächst die Zwiebelringe in 1 EL Pflanzenöl glasig gedünstet, dann aus der Pfanne genommen und in einer Plastikdose (links neben der Pfanne) zur Seite gestellt.

 

 

kueb_bratkartoffeln-pfanne

In der selben Pfanne habe ich dann die Kartoffelwürfel möglichst knusprig gebraten. „Möglichst“ deswegen, weil die Pfanne nicht mehr ganz so tiptop ist und einige Kartoffelstückchen angepappt sind.

Wenn die Kartoffeln gar sind, die Zwiebeln wieder zugeben, 2 Eier über die Kartoffeln schlagen und stocken lassen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Zum Servieren die vorbereiteten Salatblätter mit dem Dressing mischen und zusammen mit den Bratkartoffeln anrichten. Fertig!

kueb_bratkartoffeln-fertig

 

 

KUEB – Kochen unter erschwerten Bedingungen

Ich war die ersten beiden Märzwochen in der Pendlerwohnung des GöGas in Bonn, weil a) die Fußböden in den beiden Fluren in Soest abgeschliffen und versiegelt worden sind und b) weil ich mal wieder etwas „Großstadtluft“ schnuppern wollte und c) weil ich wegen einiger verschlechterter Werte außer der Reihe zur Blutabnahme in mein Transplantationszentrum in Köln musste.

kueb_diekueche

Dies ist die „Küche“ die sich in dem Einzimmerappartment befindet: zwei Elektroplatten, darunter der Kühlschrank und eine Spüle. Im Prinzip gibt es keine Ablagefläche, auf der man Zutaten vorbereiten, also schälen, schneiden usw. kann und darum auch nichts, wo man die vorbereiteten Zutaten abstellen könnte.

Der GöGa isst ja mittags in der Kantine und macht sich abends nur was schnellen, z. B. eine TK-Pizza (Mikrowelle mit Heißluftfunktion ist vorhanden) oder andere Fertiggerichte. Aber ich kann nicht zwei Wochen am Stück nur Fertigfastfood essen.

Alternativen sind also Essengehen (was wir auch ein paar mal gemacht haben) oder dann doch selber kochen.

Was ich mit etwas Planung hinbekommen habe, sind die folgenden Gerichte:

Eine weitere Erschwernis ist, dass es natürlich keine Spülmaschine gibt und alles per Hand gespült werden muss. Da will man ja auch nicht tausend Töpfe und Tiegel dreckig machen.

 

 

Blogparty #Samstagssuppe

So ist der Titel eines wöchentlichen Projekts, das sich Ingrid von auchwas – Küche und Garten hat einfallen lassen.
Eine tolle Idee, und ich bin mal sehr gespannt, ob und wie die Suppen im Laufe der Jahreszeiten ihre „Charaktere“ wechseln werden.

Zur gestrigen Party hatte ich meinen Gemüseeintopf „quer durch den Wintergarten“ dabei.

wintergemueseeintopf_serviert

Pfannkuchen mit Mangold-Blauschimmelkäse-Füllung

Die Februar-Rettungsaktion hat so viele leckere Pfannkuchenrezepte hervor gebracht, dass ich aus verschiedene Komponenten ein neues leckeres Rezept gebastelt habe.

Für einen Pfannkuchen braucht man das Grundrezept mit einem Ei, aber ohne Zucker. Dazu gibt man gehackte getrocknete Tomaten (Menge nach Wunsch), Salz, Pfeffer und eine italienische Kräutermischung (z. B. für Pizza).

Für die Füllung die Blätter von 3 – 4 Stielen Mangold (je nach Größe) abzupfen oder -schneiden. Die Stiel in Stückchen schneiden. Beides getrennt gründlich waschen und beiseite stellen.
1 kleine Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein hacken und in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Zunächst die Mangoldstiele zugeben und ebenfalls dünsten, dann die Blätter zugeben und etwas zusammenfallen lassen. Mit 100 ml Schlagsahne auffüllen und 4 esslöffelgroße Stücke Blauschimmelkäse (z. B. Gorgonzola, Cambozola, Danblu o. ä.) schmelzen lassen. Mit Salz (je nach Käsesorte kann man es aber auch weg lassen) und Pfeffer abschmecken. Warm halten.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, einen Pfannkuchen von beiden Seiten braten, auf einen Teller legen, die Füllung auf den Pfannkuchen legen und eine Hälfte überklappen.

mangoldpfannkuchen

Zwiebelschnitzel

Ich kenne dieses Gericht aus den frühen Achtzigern als Partyessen für viele Leute. Leicht angebratene Zwiebelschnitzel kamen auf’s Backblech, entsprechende Mengen Zwiebelsuppenfix aus der Tüte wurde in Sahne eingerührt und über das Fleisch gekippt und im Ofen überbacken.

Am vergangenen Sonntag gab es das Zwiebelschnitzel dann bei uns, natürlich ohne Tüte und mit Schweineschnitzeln aus dem Biomarkt. Das Rezept habe ich vom Chefkoch.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Bio-Schweineschnitzel
  • 100 ml Sahne
  • 2 große Zwiebeln
  • 75 g Schmand
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 75 g geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Fett zum Braten

Zubereitung:

Die Schnitzel salzen und pfeffern, von beiden Seiten kurz anbraten und in eine Auflaufform geben.

Die Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch sehr fein hacken.
In der Pfanne goldbraun rösten.
Die Sahne mit dem Schmand verrühren. Zu den Zwiebeln geben. Etwa 5 min köcheln lassen, bis die Sauce etwas reduziert ist. Über die Schnitzel geben, den Käse darüber streuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Umluft ca. 25 min überbacken.

zwiebelschnitzel

Die Schnitzel haben sehr lecker geschmeckt. Dazu gab es bei uns einfach Reis und einen gemischten Salat.

Rindfleisch mit Meerrettichsauce, Salzkartoffeln und etwas grünem Salat

Als ich das letzte Mal eine Rindfleischbrühe gekocht habe, hatte ich die Beinscheibe übrig behalten. Am nächsten Tag habe ich das Fleisch in Würfel geschnitten und mit Salzkartoffeln und Meerrettichsauce gemacht. Dazu gab es noch einen einfachen grünen Salat.

Wie man Salzkartoffeln kocht, sollte wohl jedem bekannt sein.

Für die Sauce habe ich eine Béchamelsauce mit etwas Rinderbrühe und Sahne als Flüssigkeit zubereitet und mit Sahnemeerrettich und Wasabipulver, weil mir der Sahnemeerrettich zu süßlich und nicht scharf genug war, abgeschmeckt. Das war wirklich sehr lecker, und ich verstehe üüüüberhaupt nicht, warum ich dieses Gericht früher bei  meiner Oma nicht mochte.

rindfleisch_meerrettichsauce

Ensaïmadas – Mallorquinische Hefeschnecken

Als ich den blauweißen Teller (rechts im Bild) sah und natürlich gekauft habe, erinnerte er mich sofort an die schönen mallorquinischen Webstoffe und was lag da näher, als einmal Ensaïmadas zu backen und diese auf eben dem Teller zu präsentieren.

Gestern war es dann soweit! Das Originalrezept habe ich bei den Küchengöttern gefunden, ich schreibe es Euch und mir aber trotzdem hier auf, falls das Original mal verschütt gehen sollte:

Zutaten für eine große oder 10 – 12 kleinere Ensaïmadas:

  • 500 g Mehl Type 405 (ich: 505)
  • 75 g Zucker
  • 1/2 Teel. Salz
  • 40 g Hefe (ich: 1 Tütchen Trockenhefe)
  • knapp 200 ml lauwarme Milch
  • 2 EL. Olivenöl
  • 2 ganze Eier Größe M
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 200 g weiches Schweineschmalz (ich: Butterschmalz)
  • etwas Fett für das Backblech (ich: Backpapier)

Zubereitung:

Das Mehl mit Zucker und Salz gut in einer Schüssel vermischen, Hefe in etwas von der lauwarmen Milch und einer Prise Zucker verrühren, in eine kleine Mulde in der Mehlmischung geben, ganz leicht mit etwas Mehl vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen

Dann die restliche Milch, Eier und Olivenöl dazugeben, mit den Knethaken des Rührgeräts oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort zum doppelten Volumen aufgehen lassen (ich: 20 Min. bei 50 °C Umluft im Backofen).

Mit bemehlten Händen circa 10 (ich: 12) Kugeln formen und nochmals gehen lassen (ich: auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech wiederum für 20 Minuten im Backofen).

Die einzelnen Kugeln auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und dann mit dem Nudelholz zu sehr dünnen Fladen ausrollen, mit dem weichen Schmalz bestreichen und von der breiten Seite her vorsichtig aufrollen (ich hatte das Butterschmalz komplett geschmolzen und mit dem Pinsel aufgetragen, vermutlich wäre es besser gewesen, den Teig mit dem leicht weich gewordenen Schmalz etwas dicker zu bestreichen oder gleich Butter zu nehmen.). Dann müssen die Rollen nochmal etwas ruhen.

Nun die Rollen auf dem gefetteten Backblech zu Schnecken formen. Die Schnecken nicht eng wickeln, denn sie plustern sich regelrecht auf, während der Teig zugedeckt nochmals über Nacht gehen kann (ich hatte die Schnecken im ausgeschalteten, aber noch warmem Backofen gelagert, bis wir später am Nachmittag vom Einkaufen zurück waren).

Morgens (ich: nach dem Einkaufen zum Nachmittagskaffee) dann bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen schieben und circa 15 – 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Noch warm mit Puderzucker bestäuben und sofort genießen 😉

Anmerkung: Wenn man aus dem Teig eine große Ensaimada macht, beträgt die Backzeit circa 50 Minuten.

ensaimadas

Fazit: Geschmeckt haben die frischen Ensaïmadas total lecker. Beim nächsten Mal würde ich allerdings die Teigmenge halbieren und Butter auf die Fladen streichen, so dass die Zwischenräume noch lockerer und fluffiger werden.