Eine Woche Schlemmen in Portugal – Teil 1

Heute vor einer Woche war ich auf dem Weg von Köln-Bonn nach Lissabon, wo ich eine Woche lang Gast bei meiner Freundin L. und ihrer Familie sein durfte.

Am Rande sei erwähnt, dass ich in dieser Woche das erste Mal Feriendialyse im Ausland machte und soweit alles geklappt hat.

Da dies aber ein Koch-Blog ist, der sich mit dem Thema „Essen und Trinken“ im weitesten Sinne beschäftigt, komme ich jetzt natürlich zum Hauptpunkt:

Wenn Ihr Fisch- und Meeresfrüchte mögt, auf bodenständig-deftige Küche steht und dazu noch Süßmäulchen seid, kann ich Euch Portugal als Urlaubsziel nur wärmsten empfehlen!

Welche Leckereien ich probieren durfte, will ich Euch jetzt erzählen.

Meine erste Mahlzeit auf portugiesischem Boden bestand aus zwei sehr leckeren, mit Himbeermarmelade gefüllten Croissants.

pt-croissant
Dazu gibt’s noch nicht allzu viel zu sagen, außer dass sie natürlich sehr lecker waren! 🙂
Später gab’s zum Abendessen einen Berg Riesengarnelen, die ich leider nicht fotografiert habe.

Am nächsten Tag, dem Sonntag ging es nach einem gemütlichen Frühstück zum ehemaligen Expo-Gelände in Lissabon. Heute heißt das Gelände Parque das Nações, zu deutsch Park der Nationen. Dort aßen wir in einem Einkaufszentrum, dem Centro Commercial Vasco da Gama zu Mittag. In einem Bereich mit jeder Menge Fast-Food- bzw. Selbstbedienungsrestaurants, entschieden sich L. und B. für das Alentejo – Pão, Azeite e Alho, wo – wie der Name schon sagt – Gerichte aus dem Alentejo serviert wurden.

Wir alle drei entschieden uns für den Polvo à lagareiro. Eine sehr gute Wahl!pt-polvo
Hierbei handelt es sich um ein typisches portugiesisches Gericht, das mit Oktopus hergestellt wird. Dieser wird gekocht und danach gegrillt. Serviert wird er mit warmem Olivenöl beträufelt, mit Knoblauch und Zwiebelstückchen. Als Beilage gibt es dazu Kartoffelecken und Zucchini- und Auberginenstücke.

Das Rezept liest sich sehr einfach und wenn ich irgendwo mal so niedliche kleine Oktopusse sehe, werde ich das auf jeden Fall mal nachmachen!

Fortsetzung folgt…

Tofu-Spinat-Curry mit Linsenreis

Tofu-Spinat-Curry

Gestern habe ich mal wieder vegetarisch, mit Tofu gekocht. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch Vegetarisch genießen von Barbara Rias-Bucher.

Vegetarisch genießen

Für 4 Portionen:
– 1 kleine Zwiebel
– 1 TL Butter
– 100 g Naturlangkornreis (hatte ich nicht, Basmati tat’s auch)
– 100 g braune Linsen (ich hatte Belugalinsen)
– 1/2 l Gemüsebrühe
– 1kg frischer Spinat (oder TK, etwa 500 g)
– 2 Knoblauchzehen
– 250 g Tofu
– 50 g Walnusskerne
– 1 EL Kurkuma
– je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel u. Koriander
– 1/2 TL gemahlener Ingwer
– Cayennepfeffer (hatte ich auch nicht, dafür habe ich Chiliflocken aus der Mühel genommen)
– Salz
– 5 EL Sonnenblumenöl
– Saft von 1 Zitrone
– 100 g Magerjoghurt
– 1 EL Crème fraîche
– 1 Bund Petersilie

Zubereitung (etwa 1 Stunde, 10 Minuten):
1. Für den Reis die Zwiebel schälen und hacken. Die Butter erhitzen und die Zwiebel darin glasig braten. Den Reis, die Linsen und die Gemüsebrühe zugeben, einmal aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze in etwa 45 Minuten garen, bis der Reis und die Linsen gerade eben weich sind.

2. Den Spinat verlesen, waschen und trockenschwenken. (TK-Spinat auftauen lassen)
Die Knoblauchzehen schälen und hacken. Den Tofu abtropfen lassen und würfeln. Die Walnusskerne grob hacken. Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer und eine kräftige Prise Cayennepfeffer (gem. Chiliflocken) und Salz in einem Schälchen vermischen.

3. In einer Pfanne 3 Esslöffel Öl erhitzen. Die Gewürzmischung, den Knoblauch und den Tofu darin bei mittlerer Hitze unter ständigem Wenden braten, bis die Tofuwürfel eine Kruste haben. Alles warm halten.

4. Das restliche Öl in die Pfanne geben und erhitzen. Portionsweise den Spinat und die Nüsse darin bei starker bis mittlerer Hitze unter Rühren garen, bis der Spinat weich und intensiv grün ist. Jede Portion mit dem Tofu mischen und warm halten.
(Faul wie ich bin, habe ich natürlich den aufgetauten TK-Spinat und die Nüsse direkt zum Tofu geschmissen – der Spinat musste ja nur warm werden.)

5. Das Curry mit Zitronensaft und bei Bedarf auch noch mit Salz und Cayennepfeffer (Chiliflocken) würzen. Mit dem gegarten Linsenreis auf heißen Tellern anrichten.

6. Joghurt mit Créme fraîche kräftig verrühren. Die Petersilie fein hacken. Die Joghurtmischung als Klecks auf jede Curryportion setzen und mit der Petersilie bestreuen.

Grundrezept: Apfelrotkohl

Die Tage werden grauer und kälter, da kann man schon mal wieder etwas Herzhafteres vertragen als Salate, zum Beispiel leckeren Rotkohl nach der Zubereitung, wie ich sie von Oma und Mama gelernt habe.

Zutaten Die Hauptzutaten für ca. vier Portionen sind ein kleiner Rotkohlkopf, ein großer oder zwei bis drei kleine Äpfel und zwei Zwiebeln. Als Gewürze kommen Essig (ich habe passenderweise Apfelessig genommen, es geht aber jede andere Essigsorte), zwei bis drei Lorbeerblätter, ein paar Gewürznelken, Salz, Pfeffer und Zucker an den Rotkohl.

halber Rotkohl Den Rotkohl halbieren, vierteln und den Strunk heraus schneiden. Dann die Viertel in nicht zu feine Streifen schneiden.

Zwiebel Die Zwiebeln pellen, halbieren und in grobe Stücke schneiden.

Äpfel Die Äpfel nach Wunsch schälen, halbieren, vierteln, das Kerngehäuse heraus schneiden und würfeln.

Zucker In einem weiten Kochtopf etwas Butterschmalz (oder eine Mischung aus Pflanzenöl und etwas Butter) zerlaufen lassen. Die Zwiebelstücke darin glasig dünsten, dann – nach Geschmack – ein bis zwei Esslöffel Zucker zugeben und etwas karamellisieren lassen. Mit dem Essig ablöschen.

Rotkohl gewürzt Die Rotkohlstreifen, übrige Gewürze und Apfelstücke zugeben. Eventuell noch etwas Wasser angießen. Das ganze lässt man dann bei geschlossenem Deckel etwas eine Stunde schmoren, bis der Rotkohl weich geworden ist.
Vor dem Servieren noch ein Mal abschmecken.

Und so sieht das fertige Gericht aus:

Apfelrotkohl

Apfelrotkohl mit selbstgemachtem Kartoffelpüree, dazu gab’s frische Bratwurst, die ich noch eingefroren hatte. Selbstverständlich schmeckt Rotkohl auch gut zu Wild, Ente oder Gans oder einem Braten und als Beilage eignen sich Knödel oder Spätzle auch sehr gut.

Übrigens lässt sich übrig gebliebener Rotkohl auch gut einfrieren.

 

 

Grünkohl-Kartoffel-Curry

Grünkohl-Kartoffel-Curry
Das ist die superleckere vegetarische Alternative zum klassischen Grünkohl mit Speck und Kohlwurst.

Zutaten für das Curry (4 Portionen):
– 800 g frischer oder 200 g gefrorener Grünkohl
– 200 g Kartoffeln
– 1 Gemüsezwiebel
– 1-2 EL Butterschmalz
– 3 TL Curry-Pulver
– 50 g Rosinen
– 50 g Pinienkerne
– 100 g Räuchertofu
– 500 ml Gemüsebrühe
– Salz, Pfeffer
– 1 säuerlicher Apfel

Zubereitung:
Grünkohlblätter von den Stielen zupfen, waschen und sehr gut abtropfen lassen. In kochendem Salzwasser 5 Min blanchieren, abgießen und abtropfen lassen. Grünkohl sehr gut ausdrücken. und grob hacken.
Falls Ihr gefrorenen Grünkohl verwendet (so wie ich), diesen auftauen lassen, wenn nötig ausdrücken und mit dem Rezept weitermachen.

Kartoffeln schälen, in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel fein würfeln. Räuchertofu würfeln.

Butterschmalz in einem Topf zerlassen, Zwiebeln glasig dünsten, Räuchertofu, Kartoffelstücke und Currypulver zugeben und kurz anbraten. Pinienkerne und Rosinen zugeben und kurz mitdünsten. Grünkohl und mit Gemüsebrühe auffüllen, salzen und pfeffern.

Bei mittlerer Hitze zugedeckt 30 Minuten schmoren.

Apfel vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Unter den Grünkohl mischen und 10 Minuten mitgaren.

Vor dem Servieren noch einmal mit Salz, Pfeffer und Currypulver abschmecken.

Herbstzeit ist Erntezeit

Apfelbaum Äpfel
Unser kleines Säulenapfelbäumchen hatte schon im Frühjahr einen vielversprechenden Blütenansatz. Nun hängen über zwanzig rotwangige Äpfel dran, die knackig, süß-säuerlich und saftig sind. Die erste Ernte (die Äpfel, die sich ohne Gewalt abpflücken ließen) konnte ich gestern mit nach Königswinter nehmen.

The new simply delicious

Rose_elliot

Mein allererstes vegetarisches Kochbuch! Ich habe es 1992 von meiner Freundin Anne zum Geburtstag geschenkt bekommen und es gibt supertolle Rezepte dort, die auch 21 Jahre später noch toll sind.

Homepage von Rose Elliot (auf englisch)

Tortilla-Wraps…

Tortilla Wraps

… hatten wir schon ziemlich lange nicht mehr. Die Zubereitung ist etwas langwierig, aber dafür ist das ganze mega lecker. Da wir heute Abend die vegetarische Variante mit Sojaschnetzel hatten, ist der erste Schritt, die Schnetzel nach Packungsanweisung zuzubereiten. Ich habe 30 g Sojaschnetzel mit knapp 100 ml kochendem Wasser aufgegossen und zum Quellen beiseite gestellt. Das dauert mindestens 10 Minuten; länger stehen lassen schadet aber auch nicht.

Für die Salsa de Tomate habe ich 3 Tomaten geschält, entkernt und in Würfel geschnitten. Etwa einen Esslöffel voll für die Guacamole beiseite stellen. Den Rest mit etwas Zitronensaft marinieren und mit SalzZucker und gemahlenen Chiliflocken abschmecken. Gehackten Koriander nach Wunsch zugeben und kalt stellen.

Weiter geht es mit der Guacamole. Dafür 1 reife Avocado halbieren, den Kern heraus nehmen und entweder mit einer Gabel zerdrücken oder mit dem Mixstab pürieren. Mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit die Guacamole nicht grau wird. 1 Knoblauchzehe fein hacken, mit etwas grobem Meersalz mit der Klinge eines breiten Messer zu einem Püree zerreiben und zur Guacamole geben. Wenn nötig mit Salz (und nach Wunsch gemahlenen Chiliflocken) abschmecken und die Tomatenwürfel unterheben. Ebenfalls kühl stellen.

Für das Chili habe ich zunächst 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe gehackt und mit gemahlenem Kreuzkümmel sowie gemahlenen Koriandersamen in einem Esslöffel Öl angeschwitzt. Die Sojaschnetzel etwas ausdrücken und zugeben. Salzen und bei großer Temperatur kross braten.
Eine halbe Dose Kidneybohnen und eine Dose gehackte Tomaten zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Flüssigkeit einkochen lassen.

Einen Viertel Eisberg in Streifen schneiden, 2 Esslöffel Crème fraîche mit 2 Esslöffeln Joghurt mischen, Käse reiben bzw. geriebenen Käse in eine Schüssel geben.

Alle Zutaten in Schüsseln bereitstellen. Tortillas nach Packungsanweisung erwärmen, diese dann nach Herzenslust belegen, zum Wrap falten und genießen.

Vier Jahreszeiten

Nein, hier geht es nicht um die gleichnamige Pizza, sondern um einen tollen Bio-Supermarkt in Sankt Augustin (bei Bonn).

Als wir vor ca. 10 Jahren das letzte Mal dort waren, war es ein kleiner, vollgestopfter Markt, inzwischen ist er mindestens um das Dreifache gewachsen. Was für eine Auswahl bietet sich dem Kunden jetzt! Und alles hübsch und übersichtlich präsentiert – ganz toll.
Ein Bistro und eine Bäckerei gehören dazu, außerdem eine Käse- und Aufschnitttheke, ein fantastisches Angebot von Gemüse und Obst, das auch noch super frisch und knackig aussieht. Wir waren sonst schon mal in Bonn bei Basic, aber das Obst und Gemüse dort sieht immer schon so schlapp aus, dass man glatt die Lust verliert, überhaupt etwas zu kaufen.

Und der Service! Eigentlich wollte ich ja nur Tofu und ein bestimmtes Gewürz holen… Eigentlich! Als dann die Arme immer voller wurden, kam wie selbstverständlich eine Verkäuferin und holte mir einen Einkaufskorb.
Bei den Gewürzen konnte ich mich nicht sattsehen an den verschiedensten Mischungen von Sonnentor und Herbaria. Als ich dann meinte, es wäre schön, wenn es Tester gäbe, an denen man die Gewürze mal erschnuppern könnte, sagte die Verkäuferin, dass sie alles da hätten und sie mir gerne Proben abfüllen könne. Ich wählte dann drei Gewürzmischungen aus, hätte aber durchaus noch mehr haben können. Von allen drei Mischungen wurde mir eine großzügige Probe abgefüllt.
Dann habe ich noch einen leckeren Käse mit Heublumenrinde, die man natürlich mitessen kann, geholt und war erst mal richtig happy.

Erbsenrisotto mit Wolfsbarschfilet

erbsenrisotto
Das gab’s gestern zum Abendessen und war mal wieder super lecker!

Zutaten für 2 – 3 Portionen braucht man:

  • 1 gehackte Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 175 g Risottoreis
  • 100 ml trockenen Weißwein
  • 1 l heiße Gemüsebrühe
  • 100 g Erbsen
  • etwas gehackte Petersilie (ca. 1 EL)
  • 1 EL Butter
  • 2 EL geriebener Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer
  • evtl. etwas Zitronensaft
  • 2 – 3 Wolfsbarsch- oder Zanderfilets mit Haut.
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

Zunächst die Brühe zum Kochen bringen, dann auf kleiner Hitze warmhalten.

Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen, die Zwiebel darin glasig andünsten, den Reis zugeben, bis er ebenfalls glasig wird. Den Weißwein zugießen und einkochen lassen. Dann nach und nach unter Rühren die Brühe zugeben und immer wieder einkochen lassen.

Zum Schluss Erbsen, Petersilie sowie Butter und Parmesan einrühren und mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch Zitronensaft abschmecken.

Kurz bevor der Risotto fertig ist, 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Fischfilets kurz abbrausen, trocken tupfen und eventuell noch in kleinere Stücke schneiden. Auf der Hautseite kross anbraten, dann die Hitze reduzieren, die Fleischseite mit Salz und Pfeffer würzen und den Deckel aufsetzen. Auf der Hautseite gar ziehen lassen.

Risotto auf Tellern anrichten, die Fischfilets darauf drapieren, eventuell mit Zitronenschnitz und Petersilie dekorieren.