Archiv der Kategorie: Mein Rezept

In Muschelsud gedünstetes Fischfilet

Der Sud der Miesmuscheln war so lecker, dass ich die Reste eingefroren habe, um später darin Fisch zu dünsten.

Das habe ich dann auch in die Tat umgesetzt, und was soll ich sagen? Es war wirklich super lecker.

Ich habe immer Seelachsfilets im TK-Schrank, die ich aufgetaut habe. Zwei „Knubbel“ Muschelsud habe ich in einer Pfanne aufgetaut und dann die Seelachsfilets darin bei kleiner Temperatur gar gedünstet.

Dazu gab es Spinat und eine Wildreismischung.

fischfilet

Noch mehr altes Gemüse – die Steckrübe

steckrübe

Die Steckrübe (Brassica napus subsp. rapifera), auch WrukeKohlrübeButterrübeErdkohlrabiUnterkohlrabiUntererdkohlrabiRamankenBodenkohlrabiSchwedische Rübe, in Österreich Dotsche ist eine Unterart des Rapses (Brassica napus). Sie wird als Gemüse genutzt. Sie ist zu unterscheiden von der Speiserübe (Brassica rapa subsp. rapa). [weiter lesen]

Ich serviere sie gerne mit Schweinefilet im Speckmäntelchen und Kartoffelpüree. Lecker ist aber auch Steckrüben und Kartoffeln durcheinander mit einem gekochten Ei.

steckruebe

Die Steckrübe wird geschält und in größere Würfel geschnitten.

In einem weiten Topf 2 EL Butterschmalz schmelzen und 1 EL Zucker darin leicht karamellisieren lassen. Die Steckrübenwürfel zugeben, kurz anschwitzen und eine halbe Tasse Wasser zugießen. Bei niedriger Temperatur simmern lassen, bis das Gemüse die gewünschte Konsistenz hat. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Für das Kartoffelpüree mehlig kochende Kartoffeln, in kleine Würfel geschnitten, in Salzwasser weich kochen. Abgießen und mit etwas Sahne oder Milch und einem Stückchen Butter stampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Ein Schweinefilet in Medaillons schneiden. Salzen und pfeffern und mit durchwachsenem Speck umwickeln. In einer unbeschichteten Pfanne 1 EL Pflanzenöl erhitzen und die Medaillons auf der „Naht“ der Speckscheibe anbraten. Wenn sich das Fleisch leicht vom Pfannenboden löst, das Fleisch rund herum weiter braten. Eine fein gewürfelte Schalotte zugeben, anschwitzen und mit Rotwein ablöschen. Wenn der Bratensaft zu weit eingekocht ist, etwas Wasser oder Fleischbrühe zugeben.

Bolognese vegetarisch

Wir mögen auch die Version mit Rinderhack bzw. Halb und Halb, aber eben auch die vegetarische Variante, die ich meistens mit Dinkel wie Reis mache.

Der Dinkel wird hierfür mit kochendem Wasser übergossen und quellen gelassen (links), anschließend auf einem Sieb abgetropft. Sehr lecker gerade in der vegetarischen Bolognese finde ich getrocknete Steinpilze, die ebenfalls in warmem Wasser eingeweicht werden (rechts).

dinkelsteinpilze

Zutaten für 4 Portionen:

  • 200 g Dinkel wie Reis
  • getrocknete Steinpilze
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 große Möhre
  • 150 ml Rotwein
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Pizzagewürzmischung oder Kräuter der Provence
  • 400 – 600 g Pasta
  • etwas geriebener Parmesan oder Grana Padano nach Wunsch

Zubereitung:

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken.
knoblauch_zwiebel

Die Möhren zu Brunoises (kleine Würfelchen) verarbeiten.
julienne2

Die ausgedrückten Steinpilze ebenfalls fein würfeln oder hacken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch- und Zwiebelwürfel glasig dünsten. Die Möhrenwürfelchen und den abgetropften Dinkel sowie die Steinpilzwürfel und das Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten.

Mit dem Rotwein ablöschen, die stückigen Tomaten zugeben und ein Mal aufkochen lassen.bolognese

Mit den Gewürzen abschmecken und zu der Pasta servieren. Nach Geschmack das Gericht mit geriebenem Käse betreuen.

dinkel_bolognese

Der Dinkel erinnert von der Konsistenz und vom „Mundgefühl“ her tatsächlich an Gehacktes. Wenn Ihr die Bolognese nicht vegetarisch haben wollt, dann nehmt 200 – 400 g Hackfleisch und bratet es nach den Zwiebeln krümelig an.
Dann empfiehlt es sich, eine unbeschichtete Pfanne zu nehmen und den Bratensatz mit dem Rotwein zu lösen. Danach wie im Rezept oben weitermachen.

 

Kochen „aus der Lamäng“

Man muss auch improvisieren können. So wollte ich zwischen den Feiertagen einen mediterranen Frischkäse zu einer Nudelsauce verarbeiten, als ich aber die Packung öffnete, lag ein leichter Flausch auf dem Käse. Die Nudeln hatte ich natürlich schon aufgesetzt… Was tun?

Ich habe dann schnell ein paar getrocknete Tomaten mit warmem Wasser eingeweicht und etwas Blattspinat aus dem TK-Schrank geholt. Sahne hatte ich auch noch im Kühlschrank.

Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken, in etwas Olivenöl anschwitzen; eingeweichte, getrocknete Tomaten in Streifen schneiden, mit dem (in der Mikrowelle – es musste ja schnell gehen) aufgetauten Spinat zugeben. Mit etwas Weißwein ablöschen, dann mit Sahne aufgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu den (Muschel-)Nudeln servieren.

muschelnudeln

Feiertagsnachlese

Große Menüs gibt es bei uns zu Weihnachten nicht… maximal einen kleinen Nachtisch nach dem Hauptgang.

Am ersten Weihnachtstag gab es die traditionelle Entenbrust à l’orange, dazu selbst gemachte Spätzle und Rosenkohl.

Das Rezept für die Entenbrust habe ich vor Jahrzehnten mal in der Zeitschrift „freundin“ gefunden, inzwischen aber ein kleines bisschen angepasst.

entenbrust

Für 2 Personen:

  • 1 – 2 Entenbrüste (uns reicht eine von ca. 400 g)
  • Saft von 2 Orangen
  • etwas abgeriebene Orangenschale
  • 8 EL Sojasauce
  • 2 EL Honig
  • Pfeffer
  • außerdem: eine filetierte Orange und 1 TL getrockneter Oregano für die Sauce

Aus Orangensaft, -schale, Sojasauce, Honig und Pfeffer eine Marinade anrühren.

Die Entenbrust parieren und eventuell verbliebene Federkiele ziehen. Das geht gut mit einer Fischgrätenzange. Die Haut kreuzweise mit einem scharfen Messer einschneiden und die Brust mit der Fleischseite nach unten in die Marinade legen. Am besten über Nacht abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Entenbrust aus der Marinade nehmen, etwas mit Küchenpapier trocken tupfen, von beiden Seiten salzen und pfeffern und mit der Hautseite in eine kalte beschichtete Pfanne legen. Herd auf höchste Temperatur schalten und das Fett ausbraten lassen. Dabei wird die Haut schön knusprig. Wenden, auf der Fleischseite braten und die Brust dann im Backofen bei 150 °C garen, bis das Fleisch innen noch leicht rosa ist. Das hängt von der Dicke der Entenbrust ab, deshalb kann ich hier keine genaue Zeitangabe machen. Mit einer halben Stunde sollte man aber hinkommen.

Für die Sauce die Marinade ein Mal aufkochen (weil ja rohes Fleisch drin gelegen hat). Mit etwas in kaltem Wasser angerührter Stärke unter nochmaligem Aufkochen leicht binden. Eventuell mit Sojasauce und Pfeffer noch einmal abschmecken. Die Orangenfilets in der Sauce warm werden lassen, den Oregano zum Schluss einstreuen. Zur Entenbrust servieren.

Den Rosenkohl hatte ich bereits vor dem eigentlichen Essen kochen geputzt und in Salzwasser blanchiert. Er wurde nur noch in etwas Schlagsahne erwärmt und mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Spätzle-Shaker gekauft, den ich am ersten Weihnachtstag gleich ganz mutig ausprobierte. Und was soll ich sagen: an der Form der Spätzle kann noch ein wenig gearbeitet werden und das für zwei Personen bemessene Gericht ergab gefühlte sechs Portionen, aber generell konnte sich das Ergebnis wirklich sehen und vor allem auch essen lassen.

spaetzle

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Am zweiten Weihnachtstag gab es Rehmedaillons, dazu selbst gemachter Rotkohl und „ausgefallene Semmelknödel„. Die hatte ich eigentlich eingeplant, da aber noch so viele Spätzle vom ersten Weihnachtstag übrig waren, einigten wir uns darauf, diese einfach noch mal in etwas Butter aufzuwärmen.

reh

Wie ich meinen Rotkohl mache, habe ich Euch hier ja schon Schritt für Schritt erklärt. Natürlich war ein Kopf wieder viel zu viel für uns. Die Reste habe ich eingefroren, und zwar in Silikonförmchen, die eigentlich für selbst gemachtes Eis am Stiel gedacht sind. So erhielt ich zwölf Rotkohlklötzchen, die ich in einen Gefrierbeutel umfüllte und die ich bei Bedarf einzeln entnehmen kann.

Für die Rehmedaillons für zwei Personen benötigte ich:

  • 3 – 4 Rehmedaillons pro Person
  • 1 EL Butterschmalz zum Anbraten
  • 2 Haushaltszwiebeln oder 1 Gemüsezwiebel
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150 ml Rotwein
  • 300 ml Wildfond
  • Salz, Pfeffer
  • getrocknete Steinpilze, in warmem Wasser eingeweicht
  • eventuell etwas in kaltem Wasser angerührte Stärke zum Binden der Sauce

Die Rehmedaillons abspülen, trockentupfen und nach Bedarf parieren.

In einer unbeschichteten Pfanne das Butterschmalz zerlassen. Fleisch salzen und pfeffern und mit den Abschnitten vom Parieren kräftig anbraten. Erst, wenn sich das Fleisch von Pfannenboden löst, wenden und von der anderen Seite braten. Herausnehmen (selbstverständlich auch die Stückchen vom Parieren, diese weg werfen) und zur Seite stellen.

Die Zwiebel in grobe Würfel schneiden und zusammen mit dem Tomatenmark in der Pfanne anbraten. Den Rotwein zugießen und den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Mit Wildfond und dem Steinpilzwasser (selbstverständlich inklusive der Pilze) auffüllen, zum Kochen bringen und die Zwiebeln in der Flüssigkeit weich kochen. Je nach Zwiebelsorte sorgt das schon für genügend Bindung der Sauce. Wenn nicht, etwas in kaltem Wasser angerührte Stärke unter Kochen einrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und die Fleischstücke nochmals kurz in der Sauce erwärmen.

Mit dem Rotkohl und den in etwas Butter aufgewärmten Spätzle (oder wie eigentlich geplant mit Semmelknödeln) servieren.

Pasta alla Panna

capeletti_alla_panna

In diesem Falle handelt es sich um Cappelletti mit Ricotta gefüllt – selbst gekauft.

Die Sauce für 2 – 3 Portionen geht so:
Eine kleine, fein gehackte Zwiebel in wenig Butterschmalz glasig dünsten.

Zwei Scheiben gekochten Schinken zunächst in Streifen und dann Würfel schneiden und kurz mitbraten. 150 g TK-Erbsen zugeben und alles mit ca. 100 ml Weißwein ablöschen. Mit 300 ml Schlagsahne auf gießen und aufkochen lassen.

Mit Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und etwas Currypulver abschmecken und zu Pasta nach Wunsch servieren.

Champignonrisotto

Ich liebe Risotti… denn sie sind schnell gemacht, wenn einem mal so gar nichts einfällt, was es zu essen geben soll. Arborio-Reis habe ich eigentlich immer im Vorrat, Erbsen oder Spinat im Gefrierschrank. Manchmal fehlt der Käse, aber es geht auch ohne.

Da ich am Samstag für das Geschnetzelte viel zu viele Champignons gekauft hatte (acht relativ große, von denen ich erst mal nur vier gebraucht hatte), gab es gestern ein leckeres Champignonrisotto.

champignonrisotto

 

Hier geht es zum Grundrezept. Statt der Erbsen habe ich vier mittelgroße Champignons genommen, diese habe ich in etwas Butter separat in einer Pfanne gebraten.
Da ich noch einen Rest Bergkäse von Samstag übrig hatte, habe ich diesen statt Parmesan genommen. Gewürzt habe ich nur mit einem Schuss Zitronensaft, weil die Brühe und der Bergkäse salzig genug sind. Ich habe bei Tisch noch bunten Pfeffer frisch über das Gericht gemahlen.

 

Küchenneuland

Vor einiger Zeit hatte der GöGa den Wunsch geäußert, mal wieder vermehrt vegetarisch zu essen und dazu gehören auch verschiedene Formen des sogenannten Fleischersatzes. Bisher habe ich auf der Schiene mit Tofu oder Seitan gekocht, beim Einkaufen am Samstag entdeckten wir dann Quorn (als Geschnetzeltes und Gehacktes). Geschnetzeltes mit Champignon-Sahne-Sauce… das klingt doch nach einem feinen Sonntagsessen.

quorn_packungquorn_schuessel

In der Schüssel sah der/die/das Quorn schon mal wie Hähnchenfleisch aus.

Für das Geschnetzelte mit Champignon-Sahne-Sauce:

  • 1 Paket (175 g) Quorn Geschnetzeltes
  • 1 kleine Zwiebel
  • 150 g Champignons
  • 100 ml Weißwein
  • 250 ml Schlagsahne
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Butterschmalz
  • gehackte Petersilie

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Quorn kurz anbraten. In einer Schüssel zur Seite stellen.

Zwiebel würfeln, Champignons in Scheiben schneiden und bei großer Hitze in der Pfanne braten, die Zwiebelwürfel zugeben und andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Dann die Sahne zugeben und bei geringer Temperatur köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Schluss die Petersilie zugeben, aber  nicht mehr kochen lassen.

Dazu gab es eine Wildreismischung und Feldsalat mit Orangenvinaigrette.

Für den Salat:

  • 2 Hände voll Feldsalat (gewaschen und geputzt)
  • 1 fein gewürfelte Perlzwiebel
  • 1 TL Senf
  • wenig weißer Essig
  • Orangensaft
  • Sonnenblumenöl
  • Salz, Zucker, Orangenpfeffer
  • Walnüsse

Den Feldsalat auf zwei Salatschälchen verteilen. Die Zutaten für die Vinaigrette in einem Schraubglas mischen, kräftig durchschütteln und über den Salat träufeln.
Mit gehackten Walnüssen bestreuen.

quorn_geschnetzeltes

 

Gebratene Nudelreste

Da ich es am Freitag mit der Tagliatellemenge viel zu gut gemeint hatte, hatte ich noch eine ordentliche Portion davon übrig, die für das samstägliche Abendessen herhalten konnten.

Ich habe drei kleine Möhren und eine kleine Zucchini mit dem Julienneschneider in feine Streifen geschnitten, eine Schalotte wurde fein gewürfelt.

Zwei Eier wurden mit ca. zwei Esslöffel geriebenem Bergkäse vermischt.

In etwas Olivenöl habe ich zunächst die Gemüse gedünstet. Dann kamen die Nudeln vom Vortag dazu und wurden schön gebraten. Zum Schluss habe ich die Eier-Käse-Mischung darüber gegeben und alles garen gelassen.

Salzen musste ich nicht, da der Bergkäse ja genug Aroma mitbrachte.

Bei Tisch habe ich lediglich frisch gemahlenen bunten Pfeffer über das Gericht gegeben.

gebratene_nudeln

Tagliatelle mit gedünsteten Paprikawürfelchen

– Ein schnelles und einfaches Abendessen –

paprikanudeln

 

Für 2 Personen:

  • 2 Paprikaschoten (verschiedene Farben sieht hübsch aus)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Pizza-Gewürzmischung oder Kräuter der Provence
  • Tagliatelle (Menge nach Hunger 😉 )
  • Olivenöl
  • weißer Essig (z. B. Balsamico bianco, Apfelessig o. ä.)
  • eventuell Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Tagliatelle nach Packungsanweisung in kochendem Salzwasser garen.

Die Paprikaschoten schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und in feine Halbringe schneiden, geschälte Knoblauchzehe fein hacken.

Etwa 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen, Zwiebelstreifen und Knoblauch darin anschwitzen. Die Paprikawürfel zufügen, mit einem Schuss Essig und einer Saucenkelle voll Nudelkochwasser ablöschen und weich dünsten.

Mit den Gewürzen abschmecken, mit den Tagliatelle auf Tellern anrichten und zum Schluss noch mit etwas Olivenöl beträufeln.