Archiv der Kategorie: Mein Rezept

Update: Dem Käse auf der Spur

Die Gewinner des Blog-Events auf Herzfutter sind gezogen. Herzlichen Glückwunsch!

Mein Beitrag, der Racletteauflauf mit Chicorée und Kartoffeln, war nichts besonderes im Gegensatz zu den vielen anderen tollen Rezepten. Aber Hauptsache lecker!

Weihnachtsbäckerei: Amarettowürfel

Dieses Rezept ist, wie fast alle Rezepte für Weihnachtsplätzchen, schon viele Jahrzehnte in meinem Fundus, so dass ich auch hier keine Quellenangabe mehr machen kann. Sicher sagen kann ich aber, dass die Amarettowürfel mit zu meinen Lieblingen auf dem bunten Teller gehören.

Zutaten für den Teig für ein kleines Backblech (ich nehme immer eine Auflaufform von ca. 37 x 25 cm):

  • 200 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Spekulatiusgewürz
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 2 EL Amaretto
  • 1 Fläschchen Bittermandelaroma

Zutaten für den Guss:

  • 250 g Limettengelee
  • 250 g Puderzucker
  • 4 EL Amaretto
  • 3 EL Limettensaft

Zubereitung:

Den Backofen auf Umluft 180 Grad vorheizen.

Die trockenen Zutaten bis auf den Zucker mischen. Die Margarine und den Zucker mit den Quirlen des Handrührgerätes schaumig rühren bzw. der Küchenmaschine die Arbeit überlassen.

Nach und nach die Eier, dann die Mehlmischung, zum Schluß Amaretto und Bittermandelaroma mit unterrühren. Dazu am besten die Quirle gegen Knethaken tauschen, bei der Küchenmaschine entsprechend.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und ca. 20 – 30 Minuten backen. Am besten mit einem Holzspießchen die Garprobe machen: bleibt noch Teig hängen oder fühlt er sich noch zu weich an, ruhig noch ein paar Minuten länger backen.

Die fertige Teigplatte auf ein Kuchengitter stürzen, das Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Für den Guß das Limettengelee erwärmen, durch ein Sieb streichen, auf dem Kuchen verteilen und trocknen lassen. Ich streiche das Gelee nie durch ein Sieb, weil ich die darin enthaltenen Limettenschalen gerne mag.

Den gesiebten Puderzucker, den Amaretto und den Limettensaft gut verrühren und vorsichtig über dem Gelee verteilen. Fest werden lassen und den Kuchen dann in Würfel schneiden.

Am besten stellt man einen großen (Pizza-)Teller oder eine Kuchenplatte unter das Kuchengitter, weil die Glasur ziemlich flüssig ist.

amarettowuerfel

Angelina hat heute frei, statt dessen lässt Rudolph mal den Schnee stöbern.

 

Weihnachtsbäckerei: Orangenspritzgebäck

Heute hatte ich tatkräftige Hilfe beim Plätzchenbacken. Für das Spritzgebäck an sich hat sich Brunhild mit ihrem Fleischwolf und den Gebäckvorsätzen richtig ins Zeug gelegt, aber hier fehlte eindeutig die dritte Hand, die die Gebäckstücke auffing. Zu dem Zweck habe ich den GöGa rekrutiert, wobei er die „Verwurstung“ des Teiges übernahm und ich die fertigen Teiglinge auf’s Backblech beförderte.

Zutaten für das Spritzgebäck:

  • 250 g Mehl
  • 160 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei
  • abgeriebene Schale von einer Orange
  • ca. 70 g Zartbitterkuvertüre (Rest von den Lebkuchen und dem Berliner Brot)
  • 1 EL Grand Marnier
  • Saft einer halben Orange
  • Küchenmaschine mit Fleischwolf oder manuellen Fleischwolf mit entsprechendem Gebäckvorsatz

Zubereitung:

Alle Zutaten bis zur Orangenschale zu einem glatten Mürbeteig verkneten. In Folie eingeschlagen oder in einer abgedeckten Schüssel mindestens eine Stunde kalt stellen.

Den Teig nach und nach durch den Fleischwolf mit Gebäckvorsatz lassen, das Spritzgebäck auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im auf 160 °C Umluft vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten backen.

Das Backpapier mit den Plätzchen auf ein Rost zum Auskühlen ziehen.

Inzwischen im Wasserbad die Kuvertüre langsam schmelzen, Grand Marnier und Orangensaft vorsichtig unterrühren und die Plätzchen mit der Schokolade garnieren.

Angelina hat die Produktion wieder gerne abgenommen:

spritzgebaeck

Sesamlachs auf Nudeln mit Gurkensalat „japanische Art“

Gestern war wieder einer dieser Tage: Ich war relativ planlos, als ich zum Abendessen vorbereiten in die Küche ging. Wir hatten vom Einkaufen Bio-Lachs mitgebracht, der eigentlich in meiner Vorstellung in einem Pergamentpäckchen mit Gemüse garen sollte. Ja, okay, nur welches Gemüse. Darüber hatte ich mir natürlich keine wirklichen Gedanken gemacht.

Gut, Lachs mit Fenchel aus dem Dampfgarer? Aber der GöGa mag keinen Fenchel. Also: Idee verworfen.

Lachs mit Brokkoli, Spinat oder Schmorgurke in Sahnesauce? Langweilig, außerdem hatte ich keine Sahne.

Was ich außer Lachs hatte, waren eine Gurke, Joghurt, Tagliatelle, Sahne-Meerrettich und Sesam.

Ja, daraus könnte man was machen, nämlich dies:

sesamlachs

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Bio-Lachsfilets
  • Sesamkörner
  • 1 Zitronen oder 2 Limetten
  • Salz
  • 300 g Tagliatelle
  • 1/2 Schlangengurke
  • 2 EL Joghurt
  • 2 TL Sahnemeerrettich
  • abgeriebene Zitronenschale und etwas -saft
  • Ingwerpulver
  • Erdnussöl
  • etwas Sojasauce

Zubereitung:

Zunächst Salzwasser für die Pasta aufsetzen. Wenn es sprudelnd kocht, die Pasta al dente garen.

In der Zwischenzeit die halbe Gurke vierteln, das Kerngehäuse heraus schneiden und in Stifte schneiden. Diese auf einem Teller leicht geschichtet anrichten.

Für das Dressing Joghurt, Sahnemeerrettich, Zitronenschale, -saft, Ingwerpulver und etwas Salz verrühren.

Den Lachs in Würfel schneiden. Mit Zitronensaft und Salz kurz marinieren. In einer passenden Pfanne, das Erdnussöl erhitzen. Die Sesamkörner in einem kleinen Schüsselchen neben die Pfanne stellen. Die Lachswürfel von allen Seiten im Sesam wenden und in der Pfanne knusprig braten. Der Lachs sollte noch schön glasig sein.

Das Joghurtdressing über die vorbereiteten Gurkenstifte geben. Die Tagliatelle daneben anrichten, die Lachswürfel darauf anrichten und alles mit etwas Sojasauce sowie eventuell vorhandenem knusprigen Sesam aus der Pfanne anrichten.

 

Mediterrane Bratkartoffeln mit Rührei

Donnerstag abends kommt der GöGa immer ziemlich spät nach Hause und dann muss es mit dem Abendessen relativ schnell gehen, zumal ich vorher Termine und nicht viel Zeit zum Vorbereiten habe.

Kartoffeln und Eier habe ich immer im Haus, dann war noch Räuchertofu eingefroren und ein paar Cherrytomaten fristeten ein einsames Dasein im Vorrat.

Daraus entstand unser gestriges leckeres Abendessen.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

  • 3 große festkochende Kartoffeln
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleines Stück Räuchertofu
  • 3 EL Olivenöl
  • Pizzagewürz (italienische Kräutermischung)
  • 12 Cherrytomaten
  • grobes Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Paprika de la vera
  • 3 Eier
  • 2 EL Tomaten-Paprika-Püree
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • nach Wunsch: Chilifäden

Zubereitung:

Kartoffeln waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffelstücke langsam rundherum anbraten.

In der Zwischenzeit den Räuchertofu in Würfel schneiden, die unteren weißen Enden der Frühlingszwiebeln in sehr schmale Streifen schneiden, die grünen Teile zur Seite legen. Zu den Kartoffeln geben und mit Salz, Pfeffer, den Kräutern und Paprika de la vera pikant abschmecken.

Die Eier in eine Schüssel schlagen, das Tomaten-Paprika-Püree unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Sobald die Kartoffeln gar sind, die Cherrytomaten zugeben, kurz durchschwenken und alles an den Pfannenrand schieben.

Das restliche Olivenöl in den frei gewordenen Teil der Pfanne geben und die Rühreier zubereiten.

bratkartoffel_mediterran01

Auf Tellern anrichten und das in Ringe geschnittene Grüne der Lauchzwiebel über die Kartoffeln und nach Wunsch die Chilifäden über das Rührei streuen.

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Der etwas andere Waldorfsalat

Der originale Waldorfsalat besteht aus in Juliennes geschnittenem Knollensellerie und Äpfeln sowie gehackten Walnusskernen und wird mit Mayonnaise angemacht. Ich habe keinen frischen, sondern Selleriesalat aus dem Glas genommen, weil ich den Geschmack einfach liebe und selber nicht hinbekomme. Dann habe ich den Apfel durch eine Birne ersetzt und die Mayonnaise durch Joghurt.

Zutaten für 1 Portion als Beilage oder Vorspeise:

  • 1/2 Glas Selleriesalat (ca. 160 g)
  • 1 Birne
  • 2 EL Joghurt
  • Kerne von 6 Walnüssen
  • Salz, Pfeffer, etwas Currypulver

Zubereitung:

Die Hälfte der Birne fein Würfeln und mit Sellerie sowie Joghurt vermischen. Mit den Gewürzen pikant abschmecken und auf einem Teller anrichten.

Die andere Birnenhälfte in dünne Spalten schneiden und den Salat damit und den gehackten Walnusskernen ausgarnieren.

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Sauerkraut mit Kartoffelpüree

Ich esse in letzter Zeit sehr wenig Fleisch und hatte deshalb auch nichts im Vorrat, so dass das Gericht vegetarisch ist. Wer mag, kann natürlich Speck statt Räuchertofu nehmen und noch Eisbein, Kasseler oder ähnliches dazu machen.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 kleine Dose (314 ml) Mildessa Weinsauerkraut oder jede andere Sorte
  • ein kleines Stück Räuchertofu, ca. 40 – 50 g
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 zerdrückte Wacholderbeeren
  • 2 Gewürznelken
  • Salz, etwas Pfeffer
  • 2 TL Butterschmalz
  • 1 Grundrezept Kartoffelpüree (dieses Mal habe ich Mandelmilch genommen, die ich noch vom Backen des Christstollens übrig war)
  • nach Wunsch: Röstzwiebeln
  • für die Deko: etwas gehacktes Selleriegrün

Zubereitung:

Das Kartoffelpüree nach Rezept zubereiten.

Für das Sauerkraut den Räuchertofu und die Zwiebel würfeln. Im Butterschmalz zunächst die Zwiebeln anschwitzen, dann die den Tofu anbraten. Das Weinsauerkraut (falls es zu sauer ist, kann man es vorher mit kaltem Wasser abbrausen) zusammen mit wenig Wasser, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Gewürznelken zugeben und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit dem Kartoffelpüree servieren.

sauerkraut_kartoffelpueree

Sauerkraut mit Räuchertofu, dazu Kartoffelpüree, mit Röstzwiebeln und etwas Selleriegrün bestreut

Bruschetta ai Funghi

Es galt mal wieder ein paar Reste, u. a. vom Wochenende zu verwerten, als da waren:
ein nicht mehr ganz frisches Brot, geriebener Gouda, Champignons und Tomaten von der Monsterpizza, sowie Lauchzwiebel, die ich eigentlich immer im Vorrat habe.

Daraus ließe sich doch eine leckere Bruschetta machen.

Zutaten für 2 Scheiben Brot:

  • 2 etwas dicker geschnittene Scheiben Roggenbrot
  • 1 – 2 Lauchzwiebeln
  • 1 kleine Ochsenherztomate
  • 4 – 5 mittelgroße Champignons
  • 2 Handvoll geriebener Gouda
  • grobes Meersalz
  • getrocknete italienische Kräuter
  • 2 – 3 EL Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Eine Auflaufform leicht mit etwas Olivenöl auspinseln. Die Brotscheiben hineinlegen, jede mit Olivenöl beträufeln und dem Salz und den Kräutern bestreuen. Zur Seite stellen.

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Champignons und Tomate grob durchhacken, Lauchzwiebel in dünne Ringe schneiden und zusammen mit dem Käse untermischen. Eventuell etwas salzen (kommt drauf an, wie salzig der Käse ist) und pfeffern.

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Alles großzügig auf den Brotscheiben verteilen und bei 150 °C Umluft 15 – 20 Minuten gratinieren.

Die Bruschetta eignet sich gut als Vorspeise in einem italienischen Menü (oder als kleines Mittagessen wie bei mir).

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Irrungen und Wirrungen: Die Monsterpizza

Das Ergebnis der gestrigen Pizza-Backaktion gehört eindeutig in die Kategorie „Irrungen und Wirrungen“. So, wie auf den Fotos in diesem Blog-Artikel sollte unsere Abendbrotpizza auch mal aussehen.

Ich hatte morgens meinen Hefeteig aus Weizenmehl angesetzt, der bis abends im Kühlschrank fast den Deckel der Schüssel gesprengt hätte.

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Für das große gelochte Pizzablech hatte ich etwas mehr als die Hälfte des Teiges abgenommen, ihn schön durchgeknetet und begann nun ihn auf die passende Größe zu ziehen. Als… ja, als der GöGa in die Küche kam und meinte, dass sei aber wenig, und ich solle doch bitte den ganzen Teig nehmen. Was ich dummerweise auch tat.

Die Pizza wurde belegt, in den auf 250 °C vorgeheizten Ofen geschoben und wie beim letzten Mal 10 Minuten gebacken. Mmmh… die sah aber noch etwas blass aus. Noch mal 5 Minuten drauf, auf den Teller, mit dem Pizzarollen in 8 Teile geteilt und probiert. Nee, innen ist der Teig aber noch ziemlich „kletschig“, also noch nicht ganz durchgebacken. Also noch mal für 10 Minuten in den Ofen. Dann war die Pizza durch, aber so riesig aufgegangen und so mächtig, dass fast die Hälfte übrig geblieben war.

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Gut sieht sie ja aus, belegt mit Champignons, Mais, roten Zwiebelringen, Mozzarella und Gouda und auf meiner Hälfte noch mit schwarzen Oliven, aber…

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… der Teig war beim Backen noch mal so heftig aufgegangen, dass das ganze eher zu einer American Pan Pizza mutiert war als eine schöne italienische Pizza mit dünnem, krossem Boden zu ergeben.