Archiv des Autors: brittak

Backen für lieben Besuch

Während unseres Urlaubs hatten wir Besuch von Mamas Lieblingscousin und seiner Frau. Sie wollten sich unser Haus, so wie wir es haben umbauen lassen, anschauen und außerdem zu Mamas Grab, weil sie zur Beerdigung nicht kommen konnten.

Zur Kaffeezeit habe ich Apfelkuchen und Birnenmuffins mit Schokotropfen gebacken.

Die Birnenmuffins, die gut angekommen sind, habe ich nach diesem Grundrezept gebacken.

birnenmuffin

 

Auch der Apfelkuchen – mit den ersten Äpfeln aus dem eigenen Garten – ist sehr lecker geworden.

Zutaten für eine kleine Springform (ø 16,5 cm):

  • 80 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 170 g Weizenmehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 4 bis 5 EL Milch (oder eine andere Flüssigkeit, z. B. Apfelsaft oder kohlensäurehaltiges Mineralwasser)
  • Äpfel (Anzahl nach Größe)
  • Rosinen oder Cranberries (nach Geschmack)
  • Walnüsse (nach Geschmack)
  • Zimtzucker

Zubereitung:

Butter, Zucker und Ei verquirlen, bis die Masse dick und cremig ist. Mehl und Backpulver sieben und nach und nach zugeben. So viel Flüssigkeit zufügen, daß ein dicker Teig entsteht – er sollte schwer vom Löffel fallen.

In eine kleine Springform geben (die entweder eingefettet oder mit Backpapier ausgelegt wurde). Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Auf den Teig legen, dann mit Rosinen, Walnüssen und Zimtzucker bestreuen.

1 Stunde bei 180 °C Umluft backen – kommt auf Euren Backofen an. Um zu überprüfen, ob der Kuchen gar ist, mit einem Holzspieß hineinstechen. Wenn kein Teig mehr daran haftet, ist der Kuchen fertig.

apfelkuchen

 

Wagyu-Hüfte zum Hochzeitstag

Am 21. August war unser 17. Hochzeitstag, der Volksmund nennt sie auch die Orchideenhochzeit. Da wir irgendwie nicht wussten, ob und wo wir essen gehen wollten, haben wir uns für zu Hause was besonderes gegönnt:

Hüftsteaks vom Wagyu-Rind mit Fladenbrot, selbstgemachter Kräuterbutter und einem schönen gemischten Salat mit Sylter Dressing.

Das Fleisch hätte nach dem Braten etwas ruhen müssen, aber es war mit das beste an Rindfleisch, was ich je gegessen habe!

wagyu wagyu-salat

Die Spaghetti, die eine Pizza sein wollten

Ich wusste, dass von den zwei gekauften Pizzaböden noch einer im Vorrat lag, deshalb brachten wir vom Einkaufen Tomaten für die Sauce, Champignons, Salami und Käse für den Belag mit, um eine leckere Pizza zu backen.

Die Tomatensauce köchelte, wie hier beschrieben, vor sich hin. Die Champignons waren in Scheiben geschnitten, um zusammen mit dem Käse und den Salamischeiben auf Pizzaboden und Tomatensauce drapiert zu werden.

Tja, was soll ich sagen? Mit dem Pizzaboden hätte man jemanden erschlagen können, so dermaßen hart war der. Da hätte es wohl auch nichts genutzt, ihn ordentlich mit Olivenöl zu beträufeln. So flog er leider in den Müll, und ich setzte schnell Spaghetti auf und briet die Champignons in etwas Olivenöl an.

So gab es eben Spaghetti mit Tomaten-Champignon-Sauce. Für mich zusätzlich noch mit gehobeltem Grana padano.

Wie heißt der Spruch so schön:

Alle Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen.

 

spaghetti_funghi-pomodori

 

Frühstück beim Herrn von Myra

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In Soest gibt es eine Bäckerei, die aus dem Bäckereiketten- und Back-Shop-Mischmasch erfreulich innovativ heraussticht: Die Brotmanufaktur Herr von Myra! Bei aller Innovation wird hier aber eigentlich Bäckerhandwerk nach alter Tradition betrieben, wie der Name Manufaktur – von Hand gemacht – schon sagt. Die Backstube ist in den Verkaufsraum integriert, so dass man dem Bäcker bei der Arbeit zusehen kann. Der Teig wird vor Ort frisch zubereitet, gebacken wird mit Buchenholz in einem nach alter Tradition gebauten Steinofen. Schon von draußen lockt einen der Duft nach frischem Brot herein.

Alle Zutaten sind biologisch angebaut bzw. hergestellt, größtenteils aus der Region.

Wer mehr erfahren will, kann gerne hier weiterlesen.

Da es auch eine gemütliche kleine Sitzecke gibt, waren wir während Martins Urlaub dort frühstücken. Für mich gab es ein frisches, knuspriges Brötchen und eine Scheibe Brot, dazu Schinken, Putenbrust, Käse und Brombeermarmelade. Martin hatte ein süßes Hörnchen mit verschiedenen Marmeladesorten. (Komisch übrigens, dass er zu Hause nie Marmelade auf’s Brot isst und sich sogar vor meinen selbst gemachten Marmeladen zu fürchten scheint…

fruehstueck_myra

Tortilla Española aus dem Backofen

Inzwischen ist der Herbst angekommen, aber diese Tortilla war ein echtes Sommeressen. Neben Kartoffeln kamen bei mir noch Zucchini dazu und in der Eiermasse ist noch etwas belgischer Abteikäse versteckt, der auf dem Brot keine besonders gute Figur mehr gemacht hätte, aber noch gut war.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 4 mittelgroße Kartoffeln (festkochend, mit Schale)
  • 1 große Zucchini
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Eier, Größe M
  • 3 Scheiben belgischer Abteikäse (geht auch mit einer anderen Sorte oder ganz ohne Käse)
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • frische Petersilie
  • Cherrytomaten (auch hier hatte ich noch einen Restbestand von etwa 10 Tomätchen)
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

Die Kartoffeln und Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Die Tomaten halbieren. Die Knoblauchzehe fein hacken.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen, den Abteikäse in kleine Würfel schneiden und unter die Eiermasse rühren. Pikant mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Backofen auf 150 Grad vorheizen.

Das Olivenöl in einer ofenfeste Pfanne *) erhitzen. Knoblauch kurz andünsten und dann Kartoffeln und Zucchini von beiden Seiten anbraten. Die Tomatenhälften zugeben. Die Eiermasse über das Gemüse geben und die Tortilla im Backofen stocken lassen.

Servieren und mit gehackter frischer Petersilie bestreuen.

*) Falls keine ofenfeste Pfanne vorhanden ist, eine Auflaufform bereitstellen und die angebratene Gemüse umfüllen.

tortilla_espanyola

Maishähnchenschenkel mit Schmorkartoffeln und Kohlrabigemüse

Hähnchenschenkel und Kartoffelwürfel werden in einer Pfanne zusammen geschmort – super lecker!

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Maishähnchenschenkel
  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Kohlrabi
  • Salz
  • Paprika edelsüß und rosenscharf
  • Pfeffer
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • Kochwasser von der Kohlrabi
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Muskatnuss

Zubereitung:

Zunächst die Kohlrabi schälen und in Streifen schneiden. In Salzwasser bissfest kochen, abgießen und das Kohlrabikochwasser auffangen.

Die Maishähnchenschenkel mit Salz und den beiden Paprikasorten würzen und in Butterschmalz von beiden Seiten anbraten.

Die Kartoffeln schälen, würfeln und zu den Hähnchenschenkeln in die Pfanne geben. Von allen Seiten anbraten. Die Lauchzwiebel in längliche Streifen schneiden und zugeben.
Je nach Dicke der Hähnchenschenkel ca. 30 bis 45 Minuten garen.

Kurz vor Ende der Garzeit für die Sauce die Butter mit dem Mehl anschwitzen. Mit dem Kohlrabikochwasser aufgießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und gehackter Petersilie abschmecken und die Kohlrabi kurz in der Sauce erwärmen.

Zusammen mit den Hähnchenschenkeln und den Schmorkartoffeln servieren.

haehnchen_schmorkartoffel_kohlrabi

 

Blog-Event CXI: Wraps, Crêpes & Co. – Die Zusammenfassung

Vierzig Rezepte sind bei diesem Event, das Janke bei Zorra ausgerichtet hat, zusammengekommen. Nicht schlecht!

Ich bin leider aus Zeitmangel dieses Mal nur mit einem Beitrag, nämlich meinem herzhaften Pfannkuchen-Wrap, vertreten, aber es hat wieder viel Spaß gemacht, der Fantasie an Kochtopf und Pfanne freien Lauf zu lassen!

Klassisches Hefe-Mischbrot aus dem Gusseisentopf

Nach dem Kartoffelbrot habe ich im Buch Brot aus dem Topf ein Rezept für ein Klassisches Hefe-Mischbrot gefunden und letzte Woche nachgebacken.

Zutaten für einen Brotlaib von ca. 850 g:

  • 15 g Frischhefe
  • 1/2 TL Zuckerrübensirup (ich: Agavendicksaft)
  • 75 ml lauwarmes Wasser (38 °C)
  • 500 g Weizenmehl, Type 1050
  • 150 Roggenmehl, Type 997 (ich: Vollkornroggenmehl ohne Bezeichnung)
  • 150 g Buttermilch
  • 125 g Wasser
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 1/2 TL Salz (war deutlich zu wenig!)

Außerdem:

  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • Öl zum Einölen der Schüssel

Zubereitung:

1 Hefe zerbröckeln und mit dem Sirup in lauwarmem Wasser auflösen. Weizen-, Roggenmehl und Hefemischung in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken kurz durchmischen. Die Hefe-Sirup-Mischung zum Teig in die Schüssel geben und nochmals kurz durchrühren. (An dieser Stelle hatte ich einige Fragezeichen in den Augen. Ich habe die Zutatenliste sowie die erste Arbeitsbeschreibung mehrmals durchgelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Rezeptautorin hier ein Fehler unterlaufen ist.) Buttermilch und Wasser vermischen und dazu gießen. Den Teig 4 Minuten auf niedriger Stufe kneten, währenddessen Öl zufügen, Salz einstreuen und weitere 4 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Es sollte ein glatter Teig entstehen, der nicht mehr an der Schüssel klebt.

2 Den Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche kurz durchkneten und in eine leicht geölte Schüssel geben. Abdecken und bei ca. 24 °C etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. (ich: eine Stunde bei 30 °C im Dampfgarer)

3 Teig auf der Arbeitsfläche zu einer Kugel formen, mit einem sauberen Küchentuch bedecken und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Die Teigkugel auf der Arbeitsfläche rollen, mit bemehlten Händen über die Oberfläche streichen und dabei sanft spannen.

4 Das Küchentuch in eine Schüssel geben, mit Mehl bestreuen und die Teigkugel hineingeben, mit Klarsichtfolie abdecken (ich: Deckel der Schüssel) und 45 Minuten ruhen lassen. Alternativ kann man den Teig auch in einen Gärkorb legen.

5 Den Topf im Backofen auf der untersten Einschubleiste auf 220 °C aufheizen (das dauert ungefähr 40 Minuten). Mit gut isolierten Küchenhandschuhen den Topf aus dem Ofen nehmen, Deckel abheben und die Teigkugel hineingleiten lassen. Mit einer scharfen Klinge die Oberfläche dreimal schräg einschneiden. Sofort den Deckel wieder auflegen und den Topf in den Backofen stellen.  Backofen schließen.

6 Nach 45 Minuten den Topf aus dem Ofen heben (Küchenhandschuhe nicht vergessen!) und das Brot aus dem Topf stürzen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

weizenmischbrot

Auskühlen auf dem Rost

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Der Anschnitt

Fazit: Auf dieses Brot war wieder – bis auf die Tatsache, dass mir 1,5 Teelöffel Salz zu wenig waren – sehr lecker. Allerdings mag ich Sauerteigbrot dann doch ein bisschen lieber.
Was ich leider zu bemängeln habe, ist, dass der Teig ziemlich kompakt ist; er könnte insgesamt luftiger sein.

Nektarinenmuffins

Am Sonntag hatte ich mal wieder Lust, uns zum Kaffee Muffins zu backen. Hierfür nahm ich wieder das Grundrezept, dass ich mit einer in Stücke geschnittenen Nektarine (12 Stückchen zurückbehalten) und Schokostreuseln verfeinerte. Oben drauf kam dann jeweils ein Nektarinenstück, Sonnenblumenkerne und getrocknete Cranberries. Eine sehr leckere Mischung!

nektarinenmuffin

Nektarinenmuffins mit Schokostreuseln, Sonnenblumenkernen und Cranberries

Paprikaschote und Ochsenherztomate vegan gefüllt

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Ich wollte gerne mal wieder gefüllte Paprikaschoten (es waren eh noch zwei im Kühlschrank, die weg mussten) machen und ein mir nahestehender Herr wollte gerne eine vegetarische Füllung. Dass es dann sogar vegan wurde, haben wir der Tatsache zu verdanken, dass „unser“ Rewe so gut umgeräumt hat, dass wir lediglich veganen Pizzaschmelz statt Reibekäse fanden.

Für die Füllung hatten wir uns für das Veggie-Hack von Nature Gourmet entschieden. Von dieser Firma hatten wir zuvor schon die veganen Schnitzel probiert, mit denen wir sehr zufrieden waren.

naturegourmet_veggiehack

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Paprikaschoten
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1 Paket Veggie-Hack von Nature Gourmet oder vergleichbares Produkt
  • 100 g veganer Pizzaschmelz (oder geriebenen Käse)
  • 1 dünne Frühlingszwiebel
  • Italienische Kräutermischung
  • Salz, Pfeffer, Chiliflocken aus der Mühle
  • etwas Olivenöl
  • ein Spritzer Vincotto „Feige“

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Zubereitung:

Die stückigen Tomaten in eine Auflaufform geben, mit italienischen Kräutern, Salz, Pfeffer und dem Vincotto abschmecken.

Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

Das Veggie-Hack mit einer Gabel etwas auflockern, die in Ringe geschnittene Lauchzwiebel unterrühren, mit Salz, Pfeffer und etwas Chili aus der Mühle pikant abschmecken und etwa die Hälfte des Pizzaschmelz unterrühren.

Die Paprikaschoten am Stielansatz aufschneiden und aushöhlen. Dabei Stellte ich leider fest, dass eine von innen ganz schwarz war. Zum Glück hatte ich noch eine große Ochsenherztomate im Vorrat, die ich beherzt aushöhlte und statt der zweiten Paprikaschote nahm.

Paprika und Tomate auf die Tomatensauce setzen, mit der Veggie-Hack-Mischung füllen und den restlichen Pizzaschmelz auf den Gemüsen verteilen.

Etwa 20 bis 30 Minuten im Ofen überbacken. Bei uns gab es dazu Wildreis.

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Gefüllte Paprikaschote mit Tomatensauce und Wildreis

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Gefüllte Ochsenherztomate mit Tomatensauce und Wildreis

Da ich zwei Pakete Veggie-Hack gekauft hatte, habe ich während  Paprikaschote und Tomate im Backofen waren, schnell aus dem Rest ein paar Frikadellen gemacht.

Dafür so viel Kichererbsenmehl (als Eiersatz) unter die Veggie-Hackmasse geben, dass sich mit feuchten Händen Frikadellen formen lassen, ohne dass sie auseinander fallen. In einer Pfanne mit Olivenöl von beiden Seiten knusprig braten.

Die Frikadellen gab es am nächsten Tag kalt auf Brot zum Mittagessen.

naturegourmet_veggiehack-frikadelle