Archiv der Kategorie: auswärts essen

Tag 4: Sóller und Port de Sóller

Bei ziemlich dichter Bewölkung und frischem Wind ging es am vierten Tag dann doch noch nach Sòller und dieses Mal auf der weniger kurvigen Ma-11. Sóller liegt in einem Tal in der Serra de Tramuntana und ist berühmt für den Roten Blitz, ein Zug, der mehrmals täglich zwischen hier und Palma pendelt und für die terrassierten Orangen- und Zitronengärten.

soller_zitronen

Wir liefen ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt in Sóller herum und gingen nach ca. einer oder zwei Stunden zurück zum Auto. Immerhin begegneten uns sowohl die Straßenbahn, die zwischen Sóller und Port de Sóller verkehrt, als auch der Rote Blitz von Palma kommend.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen beschlossen wir noch nach Port de Sóller, dem Meerzugang der Stadt Sóller, runter zu fahren.

Das war eine sehr gute Idee, denn endlich kam auch die Sonne heraus.


portsoller_panoAls wir im Hafen von Sóller ankamen, machten wir uns erst mal auf die Suche nach einem Lokal, in dem sich eine Kleinigkeit zu essen finden ließe. Wir wollten ja kein deutsches SchniPoSa oder Gulasch o.ä., sondern etwas landestypisches. Direkt an der Promenade fanden wir das Restaurant Roma. Auch wenn es dort tatsächlich Pizza o. ä. gab, waren auch diverse Tapas auf der Karte und es saßen ein paar Spanier sowohl an der Bar, als auch im Restaurant. Das sollte ein guter Wegweiser sein.

Zu trinken bestellten wir uns wieder frischgepressten Saft aus den guten Orangen aus Sóller. Aus den Tapas wählten wir Tumbet, Patatas bravas und Albóndigas, dazu gab es Brötchen und die übliche Knoblauchcrème. Es war geschmacklich wirklich sehr gut, und ich kann dieses Restaurant guten Gewissen weiterempfehlen.

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Ganz links: Knoblauchcrème – rechts daneben: Patatas bravas – daneben: Albóndigas und unten: Tumbet

Nach dem Essen machten wir noch einen langen Spaziergang entlang der Strandpromenade und fuhren dann zurück ins Hotel.

Tag 3: Colònia de Sant Jordi und die Salzgewinnung bei Es Trenc

Unser dritter Urlaubstag führte uns bis zur fast südlichsten Spitze Mallorcas. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, mir unbedingt Flor de Sal mitzubringen und die großen Salzgewinnungsfelder liegen in der Nähe des Strandes von Es Trenc.

Zuerst erkundeten wir ein wenig den Ort und waren begeistert, keine übertriebenen Bettenburgen vorzufinden. Da wir nicht genau wussten, wo die Salinen zu finden sind (mit der Ausschilderung haben es die Mallorquiner immer noch nicht so), erkundigten wir und im Touristenbüro.

Auf dem Rückweg zum Auto meldete sich dann der kleine Hunger, und wir schauten, wo wir halbwegs authentische Küche bekommen könnten.

Dabei stießen wir auf das Cassai Beach House, das in Colònia Sant Jordi erst einen Monat zuvor, also im April 2016, eröffnet hatte. Die Außenansicht gefiel mir schon total und innen es ist alles mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, einfach nur wunderbar.

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Da wir nur eine Kleinigkeit wollten, wählten wir Tapas: einmal frittierte Kabeljaubällchen für Martin und Tintenfisch andalusisch für mich.

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Meine Tintenfischringe waren in einem ganz leichten Backteig gebacken und ganz zart und lecker. Kein Vergleich zu den Gummiringen, die man sonst gerne serviert bekommt. Dazu gab es noch eine richtig leckere Knoblauchcrème. Martins Kabeljaubällchen haben mir nicht zu zugesagt, mir war der Fisch zu breiig, aber ihm hat es geschmeckt.

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Nachdem wir noch ein wenig die tolle Aussicht von der großzügigen Terrasse genossen hatten, machten wir uns schließlich zu den Salinen auf.


Auch der Weg zu den Salines d’Es Trenc ist nicht gerade gut ausgeschildert. Man muss sich, auf der Ma-6040 fahrend, tatsächlich an die  Schilder zum Strand halten, dann sieht man plötzlich einen riesigen weißen Berg vor sich.

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Leider kann man die Salinen wohl nicht besichtigen oder nur als Führung – so ganz habe ich das nicht verstanden. Jedenfalls habe ich in dem kleinen Lädchen originales Flor de Sal d’Es Trenc und ein kleines Probierset verschieden gewürzter Olivenöl gekauft.

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Links: Hinter mir liegt die Saline, rechts führt die schmale Straße weiter zum Strand von Es Trenc – Mitte: Das Lädchen, in dem das Salz der Saline, aber auch andere inseltypische Köstlichkeiten und Handwerk verkauft werden – Rechts: Beim Näherkommen findet man den Duft, den man als Hauch spürt bestätigt: ein riesiges Kamillenfeld erstreckt sich vor uns


Auf dem Rückweg machten wir noch einen kleinen Umweg über Sineu, ein Ort etwa in der Mitte der Insel, der für seinen Markt am Mittwoch morgen bekannt und berühmt ist und Touristen in Scharen anzieht. Das Örtchen wollte ich mir mal „marktfrei“ anschauen.

sineu

Auf diesem Gelände findet also mittwochs der Markt statt und man bekommt buchstäblich kein Bein an die Erde.

sineu_gassenAn einem anderen Tag zeichnet sich die Stadt durch eine ruhige Beschaulichkeit aus. Wie in vielen Orten Mallorcas sind die Straßen eher Gassen zu nennen und folgen einem Einbahnsystem. Anders käme man mit den heutigen normalen Autos gar nicht durch. Falls Ihr Euch einmal verfahren habt, sucht einfach erst mal nach einem Wegweiser nach Palma, der führt garantiert aus dem Ort und alles weitere findet sich dann.

Wenn Euch am vierten Bild etwas venezianisch vorkommt, so habt Ihr recht. Es handelt sich um das Denkmal Lleó de Sant Marc auf dem Kirchplatz zu Ehren des Stadtpatrons, des Heiligen Markus‘.

Wie Ihr erkennen könnt, zog sich der Himmel mehr und mehr zu und das war es dann eigentlich mit dem Sonnenwetter.

Da ich auch fast ein Jahr nach meiner Nierentransplantation immer noch schnell ermüde und esosaft_safabrica in Sineu, trotzdem es in der Inselmitte in der Ebene Es Plá liegt, ganz ordentlich rauf und runter geht, machten wir uns nach dem Rundgang langsam auf dem Heimweg. Vorher stoppten wir noch in der Nähe unseres Parkplatzes, um einen leckeren frischgepressten Orangensaft zu trinken. Dass wir dabei in einem der – angeblich – besten Steakrestaurants ganz Mallorcas landeten, war mir erst bewusst, als ich nach dem Namen Sa Fàbrica googelte, weil ich wissen wollte, um was für eine Fabrik es sich denn handele. Es war eine ehemalige Teppichfabrik.

Tag 2: Mit dem Auto durch die Tramuntana

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Am Mirador Torre del Verger an der Ma-10 zwischen Estellencs und Banyalfubar

Die Serra de Tramuntana liegt im Nordwesten Mallorcas und gehört seit Juni 2011 zum UNESCO Weltkulturerbes. Sie wird ausgezeichnet durch teilweise sehr enge Serpentinen, die besonders auch bei (Möchtegern-)Radrennfahrer sehr beliebt sind.

An dem Tag wollten wir eigentlich nach Sòller, aber eben eigentlich nicht über die Serpentinen, sondern über die relativ gerade Landstraße unterhalb der Tramuntana. Tja, irgendwo waren wir wohl falsch abgebogen.

Okay, dann fahren wir heute nicht nach Sòller sondern nur bis Valldemosa… leider haben wir in diesem schönen Ort keinen Parkplatz gefunden und fuhren frustriert zurück in die grobe Richtung Palma… und landeten beim Gutshof La Granja bei Esporles. Okay, dann gucken wir uns La Granja noch mal an.

Aber zuerst eine Kleinigkeit essen. Für mich gab es P’amb Oli mit Jamón Iberico und Käse.

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P’amb oli heißt erst mal nichts anderes als Brot mit Öl: frisches Bauernbrot wird mit guten Olivenöl beträufelt und schmeckt auch so schon sehr gut. Im Restaurant von La Granja gab es, wie gesagt noch Schinken und Käse dazu, außerdem grüne Oliven, Kapern und Meerfenchel – ein mir bis dato unbekanntes, aber überaus köstliches Kraut.

Frisch gestärkt ging es dann durch den Gutshof, der das traditionelle Leben auf Mallorca im 17. Jahrhundert.

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Mitten in der Serra de Tramuntana in der Nähe des Örtchens liegt der alte Gutshof La Granja

 

Frühstück beim Herrn von Myra

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In Soest gibt es eine Bäckerei, die aus dem Bäckereiketten- und Back-Shop-Mischmasch erfreulich innovativ heraussticht: Die Brotmanufaktur Herr von Myra! Bei aller Innovation wird hier aber eigentlich Bäckerhandwerk nach alter Tradition betrieben, wie der Name Manufaktur – von Hand gemacht – schon sagt. Die Backstube ist in den Verkaufsraum integriert, so dass man dem Bäcker bei der Arbeit zusehen kann. Der Teig wird vor Ort frisch zubereitet, gebacken wird mit Buchenholz in einem nach alter Tradition gebauten Steinofen. Schon von draußen lockt einen der Duft nach frischem Brot herein.

Alle Zutaten sind biologisch angebaut bzw. hergestellt, größtenteils aus der Region.

Wer mehr erfahren will, kann gerne hier weiterlesen.

Da es auch eine gemütliche kleine Sitzecke gibt, waren wir während Martins Urlaub dort frühstücken. Für mich gab es ein frisches, knuspriges Brötchen und eine Scheibe Brot, dazu Schinken, Putenbrust, Käse und Brombeermarmelade. Martin hatte ein süßes Hörnchen mit verschiedenen Marmeladesorten. (Komisch übrigens, dass er zu Hause nie Marmelade auf’s Brot isst und sich sogar vor meinen selbst gemachten Marmeladen zu fürchten scheint…

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Noch mal Krankenhausessen

Letzte Woche musste ich für drei Tage (Mittwoch bis Freitag) ins Krankenhaus, um einen Harnleiterkatheter nach der Transplantation entfernen zu lassen.

Es gab wieder sehr leckeres Essen von der Firma Apetito, wie ich herausfinden konnte.

Am Mittwoch gab es das sogenannte Zugangsessen, das nicht so der Rede wert war, aber am Donnerstag bekam ich:

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Kartoffel-Quark-Ecken mit Püree und Zucchini-Tomatengemüse: Die Ecken waren sehr gut, das Püree schön buttrig, das Gemüse auch lecker, allerdings fehlte für meinen Geschmack etwas Salz. Alles in allem eine glatte 2!

Für Freitag hatte ich mir wieder das leckere Gemüsecurry mit Reis bestellt, über das ich mich ja schon bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt so begeistert geäußert hatte:

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Abgesehen, dass es sich bei dem Reis um normalen Langkorn- und nicht um Basmatireis, wie ich ihn genommen hätte, handelte, war das Curry wieder superlecker gewürzt. Eine glatte 1!

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Während ich letztes Jahr im April ja noch extremst über das schlechte Essen gemeckert habe, muss ich sagen, dass mir in den zwei Wochen, die ich nach der Nierentransplantation in Köln-Merheim verbracht hatte, das Essen wirklich gut geschmeckt hat. Entweder die haben einen neuen Caterer oder es wird wieder im Haus selber gekocht.

Hier mal eine kleine Auswahl – nicht unbedingt schön angerichtet, aber gut.

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Frühstück mit ärztlich verordneter Banane, weil mein Kalium immer so niedrig war. Später habe ich ein Brötchen sowie Quark und Marmelade abbestellt, weil mir das viel zu viel war.

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Am ersten Tag bekam ich ein sogenanntes Zugangsessen, obwohl ich nachts Essen bestellt hatte. Es gab Putengeschnetzeltes mit Kartoffeln, die im Gegensatz zum vergangenen Jahr keine wachsähnliche Schicht hatten, sondern sehr schmackhaft und genießbar waren.

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Zum Putengeschnetzelten gab es Salat und zum Nachtisch eine Zitronenmousse, die aber dermaßen chemisch schmeckte, dass ich für die Folgetage Obst als Nachtisch bestellte.

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Was ich jeden Tag gegessen habe, war eine klare Brühe als Vorsuppe. Es war nichts besonderes, aber nach sechs Jahren Verzicht habe ich jeden Löffel voll genossen.

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Vegetarischer Makkaroniauflauf – lecker aber sehr mächtig durch die „Eierpampe“.

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Das war die beste Mahlzeit, die ich in den 14 Tagen genießen durfte: ein vegetarisches Gemüsecurry mit Reis. Das Curry war einfach fantastisch abgeschmeckt, mit den richtige Gewürzen (Kreuzkümmel, Koriander) und einem Hauch von Kokosmilch.

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Tortellini mit Gemüse-Sahne-Sauce, dazu Salat, die obligatorische Brühe als Vorsuppe und eine Birne als Nachtisch.

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Sehr leckeres Hähnchen-Cordon bleu mit Rahmmöhren (so würde ich nie Möhrengemüse machen, aber es war trotzdem gut) und Kartoffeln

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Schweinesaftgulasch mit Nudeln und Salat. Normalerweise mag ich lieber Rindergulasch, aber dieses war wunderbar zart und schmackhaft. Dazu gab es wieder Salat.

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Das gab’s doch letztes Jahr im April auch. Eierpfannkuchen mit Ratatouillefüllung, dazu Salat. Und auch dieses Mal war ein Pfannkuchen deutlich zu wenig.

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Die letzte Mahlzeit am Tag meiner Entlassung: Königsberger Klopse mit Kartoffeln und Senfgurken. Was soll ich sagen? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: sehr lecker!

Irgendwie habe ich nicht die ganzen 13 Mittagessen im Foto festgehalten, aber dies ist ein recht guter Querschnitt dessen, was geboten wurde.

Am 29.07. muss ich noch mal für ein paar Tage zurück, um einen Harnleiterkatheter ziehen zu lassen. Auf das leckere Essen freue ich mich wirklich.

Im Urlaub…

… gehen wir, sofern wir unterwegs sind, mittags gerne mal was essen. So auch während des dreiwöchigen Urlaubs im August.

Am ersten Dienstag waren wir in Dortmund, um Fliesen für Bad und WC auszusuchen und sind anschließend zur Thiergalerie gefahren. Nach einem ausgedehnten Bummel durch die verschiedenen Läden meldete sich irgendwann auch der „kleine Hunger“, so dass wir auf die oberen Etage fuhren, wo es eine Reihe von Fast Food-Restaurants gibt  – angefangen bei der „einfachen“ Pommes-Bude bis hin zur Ichiban Sushi-Bar. Letzteres war ja wieder mal total meins, und ich habe mich zurecht für Sushi plus einem Wakamesalat mit Sesam entschieden. Sushi habe ich ja nun schon öfter gegessen, wohingegen Wakame Neuland für mich war. Ich muss aber sagen, dass der Salat mir superlecker geschmeckt hat. Die Inside-Out-Sushis wurden vor meinen Augen frisch zubereitet.

blog-IMG_4327Im Foto sieht man den Wakamesalat (oben links), rechts daneben eingelegter Ingwer und Wasabi, darunter dünne Lachs- und Thunfischscheiben auf – ich glaube, es war – Rettich, daneben Inside-out-Rolls mit Avocado und Lachs und darüber das obligate Töpfchen Sojasauce.

 

 

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Am darauffolgenden Donnerstag haben wir einen kleinen Ausflug nach Lippstadt gemacht. Als wir dann mittags etwas essen wollten, liefen wir buchstäblich von einem Ende der Fußgängerzone zum anderen, um ein geöffnetes Restaurant zu finden. Irgendwie schon merkwürdig, dass im Innenstadtbereich die Restaurants alle erst ab 17 oder 18 Uhr öffnen.

Aber schließlich, als wir schon drauf und dran waren nach Soest zurück zu fahren, wurden wir doch noch fündig. Nahe der Lippe entdeckten wir ein kleines indisch-thailändisches Restaurant, wo wir zu günstigen Preisen ein köstliches Mittagessen bekamen.

LP_indischMartin hatte Ente mit Ente mit Zitronengras-Kokos-Sauce (hinten im Bild), und für mich gab es verschiedene Gemüse in Currysauce (vorne im Bild). Zur Vorspeise haben wir uns eine Portion Samosas geteilt.
Alle Gerichte waren wirklich sehr lecker!

 

 

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In der Woche vor unserem Urlaub hatten wir auf Kabel 1 eine Folge von Rosins Restaurants geschaut, in der dem Landgasthof Engels in Geseke-Mönninghausen geholfen wurde. Wir waren letztes Jahr im November mit Schwiegermutter zum Geburtstagsessen dort und es hat uns nicht so 100 %ig gefallen. Das Essen war zwar gut, war aber zusammen mit der Einrichtung des Lokals eher bieder – typisches deutsches Restaurant eben.

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Außenansicht Landgasthof Engels

 

 

 

 

 

 

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Frank Rosin war hier

 

Die Sendung hat uns echt neugierig gemacht und so sind wir am ersten Urlaubssonntag mit Schwiegermutter zum Mittagessen dorthin gefahren. Es gab wieder ein festes Menü mit Vorsuppe und Nachtisch, was ich ja nicht so toll finde, aber es hat wirklich hervorragend geschmeckt. Das Ambiente ist jetzt tatsächlich genauso schlicht und schön wie von Frank Rosin und seinem Team vorgeschlagen.

Vorspeise: Kraftbrühe vom Weideochsen

Vorspeise: Kraftbrühe vom Weideochsen

 

 

 

 

 

 

Hauptspeise: Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Kartoffeln und Rosenkohl

Hauptspeise: Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Kartoffeln und Rosenkohl

 

 

 

 

 

 

Nachtisch: hausgemachter Schokopudding mit Vanillesauce

Nachtisch: hausgemachter Schokopudding mit Vanillesauce

Alles war frisch zubereitet und so lecker, dass Martin gleich einen Tisch für den folgenden Donnerstagabend reserviert hat, um unseren Hochzeitstag am 21. August dort mit einem leckeren Essen zu begehen.

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An unserem Hochzeitstag, am 21. August, ging es also gleich noch mal nach Geseke-Mönninghausen in den Landgasthof Engels. Auch dieses Mal war das Essen super lecker, nur waren wir beide nach Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch sowas von genudelt – und ich hatte extra schon die kleine (Senioren-)Portion genommen.

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Vorspeise: Kraftbrühe vom Weideochsen mit viel Einlagen (Eierstich, Markklößchen, Gemüse)

 

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Hauptspeise: kleine (!) Portion Ochsenbäckchen mit Steckrübenpüree und Spitzkohl

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Nachtisch: Pumpernickel-Parfait mit Karamellkirschen

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Am letzten Donnerstag unseres dreiwöchigen Urlaubs haben wir uns in Lüdinghausen-Seppenrade mit unserer Flickr- und Facebook-Freundin Agnes getroffen. Der Plan war den Rosengarten von Seppenrade sowie die nahe liegende Burg Vischering zu besuchen. Um uns für diese „Anstrengungen“ zu stärken, gingen wir zunächst bei Mutter Siepe lecker essen. Für mich gab es „Matjes Hausfrauen Art“ mit Röstkartoffeln (wurden extra serviert, daher nicht im Bild). Die Röstkartoffeln kann ich besser, aber dafür waren die Matjes total lecker und glücklicherweise auch nicht so salzig, wie sie manchmal eben sind.

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Makiman: Sushi und koreanische Speisen

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In der letzten Woche kam die Sendung Mein Lokal, Dein Lokal auf Kabel1 aus Bonn. Wie immer wurden fünf verschiedene Lokale vorgestellt, deren Besitzer sich gegenseitig besuchen und bewerten.

Der spätere Sieger hieß Makiman und die Vorstellung am Dienstagabend hatte mir so gut gefallen, dass wir Mittwoch ganz spontan hingegangen sind. Toll war’s.

Während der GöGa sich zur Hauptspeise Bibimbap bestellt hatte, wählte ich eine mittelgroße Sushiplatte aus. Zur Vorspeise bekamen wir beide eine Misosuppe, die ich sehr lecker fand – der GöGa war nicht ganz so begeistert.

Nach der riesigen Schüssel Bibimbap kapitulierte der GöGa, während bei mir noch Platz für einen kleinen Nachtisch war. Eigentlich hatte ich das Matcha-Eis probieren wollen, aber das war leider aus. Statt dessen bestellte ich das Meloneneis, was auch sehr lecker war.

Ich kann dieses Restaurant uneingeschränkt empfehlen!

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Misosuppe

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Sushi – v. l. n. r.: eingelegter Ingwer, darunter Wasabi – 2 Sake Nigiri (m. Lachs), dazwischen Maguru Nigiri (m. Thunfisch) – je 2 x Sake Maki (m. Lachs), Kappa Maki (m. Gurke) u. Surimi Maki (m. Surimi)

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Meloneneins am Stiel

Du möchtest abnehmen?

Da empfehle ich doch ein paar Tage Krankenhauskost, wie ich sie vom 5. bis 8. April „genießen“ durfte.

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Am ersten Tag bekam ich das sogenannte Zugangsessen, also ein Essen, dass sich neu aufgenommene Patienten nicht selber aussuchen können.

Es handelte sich hierbei um ein undefinierbares Stück Fleisch (vermutlich Hähnchen oder Pute) in einer ebenfalls undefinierbaren braunen Sauce. Dazu gab es Kartoffeln, die eine wachsähnliche Schicht hatte, und die damit eigentlich ungenießbar waren. Beim Salat mit dem Dressing aus der kleinen roten Tüte konnte man nicht allzu viel falsch machen.

Urteil: Der Hunger treibt’s rein.

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Am ersten Tag (Samstag) konnte ich dann Frühstück und Abendessen für die Folgetage sowie Mittagessen für Sonntag und Montag bestellen.

Dieses war das Sonntagsessen und vermutlich aus den drei Angeboten (Vollkost, leichte Vollkost und vegetarisch) das kleinste Übel:
Hähnchen in einer weißen Sauce mit Gemüsereis.

Urteil: Abgesehen von der wässrigen Sauce, dem klötzchenartig geschnittenen Fleisch (Hähnchenformfleisch?) und dem etwas zu weich gegartem Gemüse geschmacklich ganz okay.

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Für Montag, den dritten Tag, hatte ich Gemüseplätzchen mit Bohnen und Kartoffeln bestellt.

Die Gemüseplätzchen bestanden hauptsächlich aus Brokkoli, waren aber, wie die Bohnen auch, halbwegs gewürzt. Bei den Bohnen fehlten natürlich das gedünstete Zwiebelchen, etwas Knoblauch sowie Bohnenkraut oder Thymian o. ä.
Die Kartoffeln hatten die gleiche Wachsschicht wie am Samstag, so dass ich sie komplett liegen ließ.

Urteil: Halbwegs essbar.

 

kh_tag4 Für den letzten Tag, den Dienstag, hatte ich Eierpfannkuchen mit Salat bestellt. Der Pfannkuchen war mit einer Art Ratatouille gefüllt. Beides war lecker, nur hätte ich zwei Pfannkuchen vertragen können.

Urteil: Keine Gourmetküche, aber mit Abstand das beste der vier Gerichte.

Eine Woche Schlemmen in Portugal – Teil 2

Zu Teil 1

Jetzt möchte ich mich zunächst ein Mal den herzhaften (Haupt-)Gerichten zuwenden. Da gab es natürlich jede Menge Seafood wie Garnelen, Muscheln, Oktopus, Sepia, aber auch ein paar sehr leckere Fleischgerichte, wie zum Beispiel das „berühmte“ Schweinegeheimnis, wie es eine Speisekarte so toll auf deutsch anpries.

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In Wirklichkeit heisst dieses Gericht Secreto de Porco Preto und dahinter verbirgt sich das „versteckte Filet“ des schwarzen (iberischen) Schweins. Warum in der Speisekarte „Schweinegeheimnis“ stand, bleibt wohl deren Geheimnis, denn Geheimnis heisst auf portugiesisch segredo.

Sei’s drum… auf der selben Speisekarte wurde auch noch Verstehen Sie angeboten und das muss auch  niemand verstehen. Auch Muscheln zu Bolhão ducken ist ja sehr aufschlussreich. Vielleicht hätten sie mal jemanden fragen sollen, der sich mit der deutschen Sprache auskennt. 😀

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Was es jedenfalls mit dem Secreto auf sich hat, wird beim Genusshandwerker erklärt und dort kann man es auch gleich bestellen.

Obwohl das Fleisch, wie im Foto oben zu sehen, sehr dünn geschnitten und ziemlich durchgebraten war, war es super zart und einfach total lecker. Dazu gab es Pommes frites und einen gemischten Salat.

Gegessen wurde das ganze im Obigrill in Óbidos.

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Sehr gut hat mir auch die Spezialität Choco frito geschmeckt. Hierbei handelt es sich um Sepiastreifen, die in einer Gewürzpanade frittiert werden. Jedes Restaurant hat da seine eigenen – geheimen – Zutaten.

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Gegessen haben wir dieses leckere Gericht, das mit Pommes frites und einer großen Schüssel Salat für alle serviert wurde, in der Tasca das Marés in Setúbal.

Als Vorspeise bekamen wir hier einen tollen Salade de Polvo, einen Oktopus-Salat, der SO lecker war wie er aussieht. Wenn ich ein Rezept finde, muss ich den auch unbedingt mal nachmachen.

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Am Tag vor meinem Rückflug waren wir in einem tollen Restaurant in Oeiras namens Zé Varunca. Die Homepage ist zwar „nur“ auf portugiesisch, aber wenn Ihr auf den Link Restaurante em Oeiras klickt, bekommt Ihr zumindest einen Eindruck von der urigen Einrichtung. Hier werden Spezialitäten aus dem Alentejo serviert und hier war ich das allererste Mal vom Essen bzw. den Hauptgerichten nicht so hundert Prozent begeistert.

Als Vorspeise bekamen wir eine riesige Platte mit verschiedenen Töpfchen an den Tisch.

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Hier gab es unter anderem Chouriço (die mir in Portugal viel, viel besser geschmeckt hat, als das, was man hier unter dem Namen geboten bekommt), Bacalhau com grão (Stockfisch mit Kichererbsen), das mir auch sehr gut geschmeckt hat und Salada de Polvo, also den Oktopus-Salat sowie kleine Stücke Choco frito. Alle Schüsselchen sind mit Plastikfolie abgedeckt und berechnet (mit 3 € pro Stück) werden nur diejenigen, von denen die Folie entfernt wurde.
Dazu gab es warmes, knuspriges Bauernbrot und Butter.

Als Hauptgerichte gab es dann Schweinefleisch mit Spinat (rechts unten) und Açcorda de Gambas (links unten)Es handelt sich um ein ganz typisches Gericht aus dem Alentejo und es gibt verschiedene Arten, z. B. eine einfache Açorda (ohne alles) oder Açorda mit Tomaten, Garnelen, Fisch usw. Die Basis ist immer Brot vom Vortag, Knoblauch in Olivenöl, Brühe, Koriander und – in diesem Fall – die Garnelen. Am Tisch wurde vom Kellner ein Eigelb zugegeben und alles wurde gut und schnell durchgemischt, so dass das Ei in der Açorda gart.

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Das fand ich dann doch etwas gewöhnungsbedürftig. Da ich mich aber schon an den leckeren Vorspeisen sowie dem Brot gütlich getan hatte, bin ich dennoch satt geworden.

Statt eines Nachtisches gab es dann „nur“ noch einen Kaffee, also quasi einen Espresso, der so serviert wurde:

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Fortsetzung folgt…