Archiv der Kategorie: nachgekocht und -gebacken

Gemüsebrühe 2.0

Ich hatte ungefähr eine Woche lang Gemüsereste gesammelt: Zwiebelschalen, den Strunk vom Blumenkohl, die Reststücke von Möhren und Porree usw. und konnte so mit ein paar „frischen“ Gemüsen wieder eine leckere Brühe herstellen, wie hier schon mal beschrieben.

gemuesebruehe_ansatz

Dieses Mal hatte ich jedoch das Rezept aus dem Kochbuch Deutschland vegetarisch von Stevan Paul genommen, das sich etwas vom Rezept aus seiner App unterscheidet.

Für ca. 2 Liter Brühe:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Suppengrün (Möhre, Lauch, Sellerie und Petersilie)
  • 2 Tomaten
  • 200 g Gemüsereste (ich glaube, bei mir war’s deutlich mehr)
  • 2 getrocknete Steinpilze
  • 2 getrocknete Tomaten
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver (ich: mindesten 1 TL)
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 TL getrocknetes Bohnenkraut (ich: Majoran)
  • 1 TL weiße Pfefferkörner
  • 1/2 TL Salz (ich: auf jeden Fall mehr)

Zubereitung:

Zwiebeln längs halbieren und mit der Schnittfläche nach unten in eine Pfanne setzen. Die Pfanne auf den Herd stellen und die Schnittflächen sehr dunkel bräunen. Die Zwiebeln mit der Schale in einen Topf geben.

Suppengemüse, Tomaten und Gemüsereste gründlich waschen, grob stückeln und ebenfalls in den Topf geben. Steinpilze, getrocknete Tomaten und Gewürze zugeben, mit 2 Liter kaltem Wasser auffüllen. Salz zugeben.

Bei milder Hitze langsam aufkochen und 15 Minuten offen leise simmern lassen. Vom Herd ziehen und komplett auskühlen lassen. Kalte Brühe durch ein feines Sieb passieren.

gemuesebruehe_fertig

Die fertige Brühe entweder sofort weiter verwenden oder in einem Schraubglas bis zu vier Tage in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Ich friere die Brühe immer portionsweise ein und zwar in dieser Silikonform für Eis am Stiel:

gemuesebruehe-form

Am Ende gebe ich die gefrorenen „Knubbel“, die etwa 70 ml haben, zusammen in einen Gefrierbeutel und kann sie so leicht einzeln entnehmen.

gemuesebruehe_gefroren

Blumenkohlauflauf mit Käsesauce

Ein weiteres überaus köstliches Rezept aus dem Buch Seelenfutter vegetarisch, das – wie bei den vorherigen Rezepten auch – für zwei Portionen sehr reichlich bemessen war:

  • 2 Knoblauchzehen (ich: eine)
  • 400 ml Milch (ich: Sahne/Wasser halb und halb)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 100 g Bergkäse am Stück
  • 1 kleiner Blumenkohl (ca. 500 g)
  • 4 getrocknete Tomaten in Öl (ich: ohne Öl)
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • Salz, schwarzer Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 EL Hanfsamen (ich: ohne)
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan (ich: fertig geriebenen Grano Padano)

Außerdem:

  • Topf mit Dämpfeinsatz (ich habe natürlich meinen Dampfgarer benutzt)
  • flache Auflaufform

Zubereitung:

Für die Käsesauce die Knoblauchzehen schälen und vierteln. Die Milch (Sahne-Wasser-Gemisch) in einen kleinen Topf geben und zusammen mit dem Knoblauch und den Lorbeerblättern einmal aufkochen, dann ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen den Bergkäse reiben. Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden.

Die Würzmilch durch ein Sieb in eine kleine Schüssel gießen, den Knoblauch und die Lorbeerblätter wegwerfen. In dem Topf die Butter schmelzen, dann das Mehl darüber stäuben und unter Rühren bei mittlerer Hitze in ca. 1 Minute goldgelb anschwitzen.

Die Würzmilch allmählich zur Mehlschwitze geben und dabei mit einem Schneebesen glatt rühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Dann die Sauce aufkochen und bei kleinster Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Den Bergkäse darunter rühren und die Sauce mit Salz, Pfeffer und reichlich Muskat würzig abschmecken.

Im Dämpftopf Wasser aufkochen und darüber im Einsatz die Blumenkohlröschen in 5 – 7 Minuten zugedeckt knapp gar dämpfen – sie sollen etwas Biss haben.
(Ich habe hier die Röschen gemäß Bedienungsanleitung im Dampfgarer gedämpft, mir persönlich waren die Röschen auch nach dem Ofen noch einen Ticken zu hart.)
Den Blumenkohl in einer flachen Auflaufform mit den Tomatenstreifen und Hanfsamen mischen. Die Käsesauce darüber gießen, dann Semmelbrösel und Parmesan vermischen und darauf streuen.

blumenkohl_vorher

Den Blumenkohlauflauf unter dem Backofengrill (oben) 3 – 5 Minuten gratinieren, bis die Bröselkruste schön gebräunt ist und die Käsesauce blubbert.

bllumenkohl_nachher

Dazu passen Salzkartoffeln.

blumenkohl_serviertAm nächsten Tag habe ich mir den Gag gemacht und einen Rest wie bei The Taste auf einem Vorspeisenlöffel anzurichten.

blumenkohl_thetaste

Moussaka

Die Herstellung dieses Gerichtes ist relativ aufwändig, weil es mehrere Arbeitsschritte hintereinander erfordert, aber das Ergebnis ist super lecker. Ich habe die vegetarische Version aus dem Kochbuch Seelenfutter vegetarisch nachgekocht, man kann aber dieses Rezept auch für die Variante mit Hackfleisch nehmen.
Wie auch beim Rezept des Thai-Currys ergab das Rezept ebenfalls wieder locker drei reichliche Portionen.

Für 2 Portionen:

Zum Einschichten:

  • 300 g mehligkochende Kartoffeln (ich: festkochend)
  • 50 ml Olivenöl
  • Piment d’Espelette (ich: Paprika de la Vera)
  • Salz
  • 1 Aubergine (ich: 1 dicke Zucchini, da Auberginen scheinbar aus waren)

Für die Tomatensauce:

  • 200 ml Gemüsebrühe, instant oder selbstgekocht (ich: instant)
  • 50 g feine Sojaschnetzel
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 4 kleine Strauchtomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • je 1 EL gehackte Petersilie und frische Thymianblättchen (oder 1/2 TL getrocknete)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Schuss Weißwein nach Belieben (ich: MUSS unbedingt rein)
  • 200 g passierte Tomaten (Tetrapak)
  • Zimtpulver
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Für die Béchamelsauce und zu Überbacken:

  • 25 g Butter
  • 25 g Mehl
  • 600 ml Milch (ich: 400 ml Sahne, 200 ml Wasser)
  • schwarzer Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Msp. Bourbonvanillemark nach Belieben (ich nicht)
  • 50 g Kefalotyri oder Emmentaler am Stück (ich letzteren)
  • 1 Eiweiß, Größe M (ich nicht)

Außerdem:

  • Backpapier
  • Küchenpinsel
  • Olivenöl für Backpapier und Form
  • Auflaufform, am besten rechteckig ca. 15 x 25 cm)

Zubereitung:

Den Backofen auf 225° (Umluft: 200°) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen und dieses dünn mit Olivenöl bepinseln. Die Kartoffeln schälen und längs in 3 – 5 mm dicke Scheiben schneiden, diese nebeneinander auf das Papier legen. 50 ml Olivenöl mit einer kräftigen Prise Piment d’Espelette (ich: Paprika de la Vera) und Salz verrühren. Die Kartoffelscheiben mit der Hälfte des Würzöls bepinseln und im heißen Ofen (Mitte) in ca . 15 Minuten goldbraun backen. Inzwischen die Aubergine (ich: Zucchini) waschen und längs in fingerdicke Scheiben schneiden (ich: quer).

moussaka01

Die Kartoffelscheiben vor dem Backen

Die Form mit Öl auspinseln. Die Kartoffelscheiben aus dem Backofen nehmen und in der Form verteilen. Das Backpapier erneut mit Öl bepinseln. Die Auberginen-(Zucchini-)Scheiben auflegen und mit dem übrigen Würzöl bestreichen. Im heißen Ofen (Mitte) in 8 – 9 Minuten leicht braun backen. Nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen und auf die Kartoffelscheiben legen.

moussaka02

 

Für die Soja-Tomatensauce die Brühe erhitzen und die Schnetzel darin einweichen. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Selleriestange waschen und ebenfalls sehr klein schneiden. Die Tomaten kreuzförmig einritzen, mit kochendem Wasser übergießen, etwas stehen lassen, dann häuten und ohne die Stielansätze würfeln. (Oder man nimmt wie ich gleich den tollen Tomatenschäler von WMF.) Die Sojaschnetzel in einem Sieb abtropfen lassen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, Zwiebel- und Knoblauchwürfel sowie den Staudensellerie darin ca. 3 Minuten anbraten. Die Kräuter darüber streuen. Das Tomatenmark untermischen und kurz mitbraten. Die Schnetzel ca. 3 Minuten unter Rühren mitbraten. Mit Weißwein, falls verwendet, ablöschen. Tomatenwürfel und passierte Tomaten dazugeben und die Sauce mit je einer kräftigen Prise Zimt, Salz und Pfeffer würzen. Bei kleinster Hitze ca. 15 Minuten offen köcheln lassen, danach nochmals abschmecken.

Für die Béchamelsauce in einem kleinen Topf die Butter zerlassen. Das Mehl  mit dem Schneebesen einrühren. Milch (ich: Sahne-Wasser-Gemisch) dazugießen und unter Rühren aufkochen. Sobald die Sauce dick wird, die Hitze reduzieren. Sauce mit Salz, Pfeffer, Muskat und eventuell Vanillemark würzen und bei kleinster Hitze ca. 3 Minuten unter Rühren köcheln, dann neben der Kochstelle etwas ziehen lassen. Den Käse reiben. (Das Eiweiß steif schlagen und zusammen mit) 2 EL Käse unter die Béchamelsauce rühren.

Den Backofen auf 200° (Umluft 180°) vorheizen. Die geschmorte Soja-Tomatensauce auf die gebackenen Auberginen-(Zucchini-)Scheiben in der Auflaufform streichen und etwas Käse darüber streuen.

moussaka03

Die Soja-Tomatensauce wurde über dem Gemüse verteilt und mit etwas Käse bestreut.

Die Béchamelsauce darauf verteilen und den übrigen Käse darüber streuen. Die Moussaka im heiße Backofen (Mitte) ca. 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden ca. 10 Minuten ruhen lassen.

moussaka04

Die fertige Moussaka.

Leider war die Béchamelsauce sehr flüssig geblieben. Ich kenne es eigentlich so, dass sie „stichfest“ wird. Eventuell hätte ich doch das steifgeschlagene Eiweiß drunter geben sollen… Naja, geschmeckt hat sie auf jeden Fall.

Rotes Thai-Curry mit Tofu

Das erste Rezept, das ich aus meinem neuen Kochbuch Seelenfutter vegetarisch nachgekocht habe. Es hat sehr lecker geschmeckt, auch wenn ich nicht alle Zutaten eins zu eins bekommen habe.

thai-curry

 

Alle Gerichte in dem Buch sind für 2 Portionen bemessen, aber das Curry hat locker eine dritte Portion ergeben.

Zutaten:

  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 1 kleines Stück frische rote Chilischote (habe ich weg gelassen)
  • 1 Stängel Zitronengras (bei mir aus dem Glas, weil ich kein frisches bekommen habe)
  • 1 große Limette
  • 1 TL brauner Zucker
  • 3 – 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Öl
  • 200 g Natur-Tofu
  • 1 Möhre
  • 100 g Zuckerschoten oder TK-grüne Bohnen
  • 1 – 2 Stauden Mini-Pak Choi (ca. 100 g)
  • 100 g Minimaiskolben (hatte ich nur eingelegt im Glas bekommen u. gewässert, damit sie möglichst „naturbelassen“ schmecken)
  • 2 EL Cashewkerne
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 1 – 2 EL rote Currypaste
  • außerdem: einige Stängel Thai-Basilikum (hatte ich natürlich nicht bekommen)

Zubereitung:

Den Ingwer schälen und fein reiben oder hacken. (Das Chilischotenstück waschen, je nach gewünschter Schärfe entkernen und sehr fein würfeln. Das Zitronengras waschen und eventuell von äußeren Blättern befreien, den dicken unteren Teil fein schneiden. Die Limette halbieren und auspressen.
In einer kleinen Schüssel Ingwer, Chili und Zitronengras mit 3 EL Limettensaft, knapp 1/2 TL braunem Zucker und 3 EL Sojasauce verrühren. 1 EL Öl unterrühren. Den Tofu in 1 – 2 cm große Würfel schneiden, in der Marinade wenden und darin ziehen lassen.

Inzwischen die Möhre schälen, putzen und in Scheiben hobeln oder schneiden. Zuckerschoten waschen und putzen, eventuell vorhandene Fädchen abziehen. Die Schoten schräg halbieren (diesen Schritt hatte ich wohl überlesen). Alternativ die grünen Bohnen antauen lassen und halbieren. Den Pak Choi putzen und waschen. Weiße Teile und grüne Blätter getrennt in schmale Streifen schneiden. Die Maiskölbchen waschen und kleiner schneiden (ich habe sie längs halbiert).

Den Wok oder eine Pfanne erhitzen. Die Cashewkerne etwas kleiner hacken und im heißen Wok ohne Fett goldbraun rösten, bis sie duften. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

Das restliche Öl im Wok erhitzen. Die Tofuwürfel aus der Marinade nehmen und gut trocken tupfen. Tofu im heißen Öl bei mittlerer bis starker Hitze unter häufigem Wenden in 3 – 5 Minuten rundherum goldbraun anbraten. Herausnehmen, leicht salzen und pfeffern, dann beiseite stellen.

Von der Kokosmilch den festen Teil ablöffeln und im heißen Wok aufkochen. Je nach gewünschter Schärfe 2 – 4 EL Currypaste einrühren und ca. 1 Minute mitkochen. Dann die Möhrenscheibchen, die Zuckerschoten oder Bohnen sowie die Maiskölbchen und weißen Pak Choi-Streifen einrühren. Die restliche Kokosmilch und die Tofumarinade dazugießen, alles aufkochen, dann bei kleinster Hitze 5 – 7 Minuten ziehen lassen. Wenn die Sauce zu dick wird, mit etwas Wasser verdünnen.

(Inzwischen das Thai-Basilikum kalt abbrausen und trocken schütteln. Die Blätter abzupfen und kleiner zupfen.) Die grünen Pak Choi-Streifen und den Tofu zum Curry geben und erhitzen. Das Curry mit übrigem Limettensaft sowie restlichem Zucker und Sojasauce abschmecken und mit Cashewkernen (und Thai-Basilikum) bestreut servieren.
Dazu passt Reis (wie bei uns Basmatireis) oder ein Schälchen Nudeln, zum Beispiel Reisnudeln.

 

Schlemmerfilet selbstgemacht

In einer Sendung der WDR-Servicezeit hatte Martina Kömpel ein ganz ähnliches Gericht gekocht, allerdings mit Parmesankruste. Als Beilage gab es Kartoffelstampf mit angedünstetem Porree und gebratenen Fenchel. Da Fenchel nicht unbedingt des GöGas Lieblingsgemüse ist, musste ich an dieser Stelle etwas umdisponieren, und habe Rahmspinat dazu gemacht, aber besonders der Porree im Kartoffelstampf hatte es mir angetan.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Kabeljaufilets
  • 2 EL Butter
  • 2 EL gehackter Dill (ich habe TK genommen)
  • 2 EL Paniermehl
  • Salz, Pfeffer
  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 kleine, dünne Stange Porree, in dünne Ringe geschnitten *)
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 300 g TK-Spinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 1 kleine Schalotte, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 100 ml Sahne
  • 1 EL Olivenöl
  • zusätzlich Butter zum Andünsten

*) Eigentlich hatte ich das Grüne vom Porree genommen, damit man ihn auch schön im Kartoffelstampf sieht. Leider ist er mir ein wenig verkokelt, so dass ich das ganze mit einem Stückchen vom helleren Ende des Porrees wiederholen musste. Deshalb fällt er auf dem Foto im Stampf leider nicht so auf. 🙁

Zubereitung:

Zunächst für die Schlemmerkruste Butter, Dill und Paniermehl und eine Prise Salz gut miteinander verkneten. Die Masse zwischen zwei Lagen Back- oder Pergamentpapier dünn ausrollen und anschließend ins Gefrierfach legen.

Für den Stampf die Kartoffeln schälen, klein Würfeln und gerade mit Salzwasser bedeckt zum Kochen bringen. Sehr weich kochen, abgießen und mit der Sahne und einem kleinen Stich Butter dünsten.

Inzwischen die Porreeringe in etwas Butter glasig dünsten und zum Kartoffelstampf geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Schalotte und Knoblauch in dem Olivenöl glasig dünsten. Den Spinat zugeben, mit der Sahne auffüllen und einmal aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

In der Zwischenzeit die Kabeljaufilets in Butter so lange dünsten, bis die Unterseite beginnt weiß zu werden. Dann in eine Auflaufform legen. Die gefrorene Kruste kann man nun mit einer Schere samt dem Papier gut in auf den Fisch passende Stücke schneiden. Eine Schicht Papier entfernen, die Kruste auf den Fisch legen und die untere Papierschicht abziehen.

Unter dem Grill ca. 5 Minuten backen bis die Kruste eine schöne knusprig-braune Farbe hat.

Den Kartoffelstampf in die Mitte des Tellers setzen (Ich hatte das eigentlich mit einem Ring versucht, aber sobald ich den abgezogen hatte, sackte alles nach unten zusammen. 🙂 ), den Fisch halb auf den Stampf setzen und den Spinat auf der anderen Seite des Tellers um den Stampf drapieren.

schlemmerfilet

 

Rosenkohlauflauf Meraner Art

Das Rezept habe ich in der aktuellen Ausgabe von Slowly Veggie gefunden. Ich  habe die Zutaten halbiert und konnte so zwei Tage hinter einander davon essen. In der Zeitschrift werden Spätzle als Beilage vorgeschlagen, aber ich bin auch ganz ohne Begleiter gut satt geworden.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 800 g frischer Rosenkohl
  • Salz
  • 5 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g vorgekochte und geschälte Maronen
  • 100 g Walnüsse
  • 50 g Butter
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • 200 g Crème fraîche
  • 150 g gereifter Camembert

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Rosenkohl waschen, äußere Blätter entfernen, die Röschen halbieren und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten kochen. Kohl abgießen, in kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Schalotten und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Maronen und Walnüsse grob schneiden.

Butter in einer großen Pfanne zerlassen, Schalotten und Knoblauch darin farblos andünste. Maronen und Walnüsse zugeben und für 3 – 4 Minuten unter Rühren andünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Muskatnuss würzen. Die Crème fraîche einrühren.

Rosenkohl in eine Auflaufform geben, Maronen-Walnussmischung darüber verteilen. Camembert in Würfel schneiden und auf dem Rosenkohl verteilen.

rosenkohlauflauf01

Für 15 – 20 Minuten auf der mittleren Schiene überbacken.

rosenkohlauflauf02 rosenkohlauflauf03

 

Grünkern-Grünkohl-Auflauf

Dieses leckere vegetarische Gericht hatte es früher regelmäßig gegeben, aber mangels funktionierendem Backofen hatten wir uns eine mehrjährige Zwangspause auferlegt. Der neue Backofen in der neuen Küche funktioniert einwandfrei und so stand einer Neuauflage am vergangenen Samstag nichts mehr im Wege.

Früher hatte ich das Gericht immer mit TK-Grünkohl (von Bofrost) gemacht, aber davon hatte ich nichts mehr und eigentlich wollte ich auch nicht mehr bei der Firma bestellen. Also kaufte ich „frischen“ Grünkohl.

gruenkohl02

Als ich den Kohl später grob gehackt habe, hatte ich sofort wieder das Bild meines Opas vor Augen: Da wir früher, zu seinen Lebzeiten, selber Grünkohl im Garten hatte, saß er mit einer riesigen Zinkwanne voll Wasser und Grünkohl da und zupfte diesen von den Stängeln. Und es war sicherlich ein kleiner Unterschied, ob man für zwei oder sieben Personen (es sollte ja für zwei Tage reichen) Grünkohl vorbereiten muss.

Ich hatte auch eine meiner größten Schüsseln voll bis oben hin.

gruenkohl_gehackt

Doch nun zum Auflauf selber:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Packung Grünkern-Bratlinge
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butterschmalz
  • 300 g Grünkohl, geputzt (ich hatte etwa 500 g Rohware geholt)
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 150 g Gorgonzola (ich nehme immer geriebenen Emmentaler oder Gouda, weil der GöGa keinen Schimmelkäse mag)
  • 200 g Crème fraîche oder Saure Sahne
  • 2 Eier
  • etwas Milch oder Mineralwasser zum Glattrühren
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 20 g Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Grünkern-Bratlinge nach der Packungsanweisung anrühren, quellen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und in Butterschmalz glasig dünsten. Grünkohl hineingeben, die Brühe angießen, salzen, pfeffern und zugedeckt 15 bis 20 Minuten dünsten. Dabei gelegentlich umrühren.
Die Grünkernmasse unter den Kohl mischen, Flüssigkeit – sofern noch vorhanden – einkochen. Nacheinander eine Hälfte Kohl, zerbröselten Gorgonzola bzw. Käse nach Wunsch und die zweite Hälfte Kohl in eine Auflaufform geben.
Crème fraîche mit Ei und Milch verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und darübergießen. Mit Sonnenblumenkernen bestreuen und bei 200 Grad (E), Stufe 3 (Gas) oder 170 Grad (Umluft) 30 Minuten überbacken.

gruenkern-gruenkohl-auflauf

 

Das Rezept habe ich mal von einer Freundin bekommen; die Originalquelle kenne ich leider nicht.

Muscheln in Weißweinsud aus dem Dampfgarer

Sie waren sehr sehr lecker und durch die Garmethode auch super aromatisch. Das einzige Manko an unserem Abendessen am vergangenen Samstag war, dass sich etwa zwei Drittel der Muscheln nicht geöffnet haben, was ich sehr ärgerlich fand.

So hatte jeder von uns fünf Miesmuscheln abbekommen und konnte sich an Gemüse und Brot satt essen.

Das Rezept ist aus dem Begleitkochbüchlein zu meinem Siemens-Dampfgarer.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 – 600 g Miesmuscheln
  • 1 Zwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 1 Möhre
  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 Stange Lauch
  • Zitronensaft
  • 3 EL Olivenöl
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 2 EL gehackte Kräuter
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Miesmuscheln unter fließendem kalten Wasser gründlich waschen. Gegebenenfalls abbürsten, um Sand- und Kalkreste zu entfernen. Die Bärte mit den Fingern abziehen. Geöffnete Muscheln, deren Schalen sich auch beim Klopfen auf eine der Klappen nicht schließen, wegwerfen; sie können verdorben sein. Die Muscheln in ein Sieb schütten, nochmals gründlich abspülen und abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Möhren, Sellerie und Lauch putzen und waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zitrone auspressen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen. Die Gemüsestücke zufügen und unter Rühren 4 bis 5 Minuten anschwitzen. Weißwein und Zitronensaft angießen, Kräuter einstreuen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Muscheln im ungelochten Garbehälter verteilen. Die Gemüse-Wein-Mischung über die Muscheln geben. Bei 100 °C auf der 2. Schiene von unten 10 – 12 Minuten dämpfen, dabei die Muscheln nach 6 Minuten mit einem großen Wender mischen oder den Garbehälter kurz herausnehmen und rütteln.

muscheln_dg01

Fast genau vor einem Jahr hatte es bei uns auch Miesmuscheln gegeben, allerdings „herkömmlich“ im Topf zubereitet.

 

Aus dem Dampfgarer: Lachsfilet auf Fenchel- und Kartoffelbett

Im Rahmen von Zorras Blog-Event CIV entdeckte ich den Beitrag von Kebo, die obige Gericht eingereicht hatte. Da ich ja mit der neuen Küche auch einen Dampfgarer bekommen habe, war klar: das probiere ich aus.
Und was soll ich sagen? Die Aromen von Lachs und Fenchel kamen wundervoll heraus, die Kartoffeln waren weich und cremig und so war das ein rundum gelungenes Mittagessen.

Für eine Portion:

  • 1 – 2 Kartoffeln
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 kleines Bio-Lachsfilet
  • 1 frische Biozitrone (bei mir: Limette)
  • 1 – 2 TL Butter
  • Fenchelkraut
  • Fleur de Sel
  • grünen Pfeffer aus der Mühle (bei mir: schwarzer Pfeffer)

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden. Den Fenchel ebenfalls in Scheiben schneiden. /Ich habe die Scheiben quer zur Knolle geschnitten, Kebo längs, was ich erst im Nachhinein bemerkt hatte – sieht aber schöner aus!)

Die Fenchelscheiben in den gelochten Einsatz des Dampfgarers legen, das Lachfilet (falls mit Haut, diese nach unten) darauflegen und die Kartoffelscheiben rundherum verteilen.

Die Zitronen-(Limetten-)schreiben auf den Lachs legen, oben auf ein paar Butterflöckchen und das Fenchelkraut (etwas zur Deko zurückbehalten) verteilen.

lachs_auf_kartoffel-dg01

 

Nicht vergessen, den ungelochten Behälter unter den gelochten zu stellen und dann das ganze bei 100°C/100 % Dampf 20 Minuten garen.

lachs_auf_kartoffel-dg02Kartoffeln und Fenchel auf einem vorgewärmten Teller anrichten (mein Teller war nicht vorgewärmt, was ein Nachteil war), den Lachs mit den Limettenscheiben obenauf setzen.
Eventuell noch etwas Olivenöl darüber träufeln, Fleur de Sel und etwas Pfeffer darüber geben und mit etwas frischem Fenchelgrün dekorieren.

lachs_auf_kartoffel-dg03PS: Das mit dem Anrichten üben wir noch… das sah bei Kebo bedeutend hübscher aus. Aber geschmeckt hat es super und das ist ja erst mal die Hauptsache.

Vielen Dank, Kebo, für das tolle Rezept!

 

 

Marokkanische Hähnchenpfanne…

… gab es gestern bei uns. Laut Rezeptvorgabe sollte es  mit Couscous zubereitet werden; der GöGa hatte sich aber Reis dazu gewünscht.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Hähnchenkeulen
  • 20 g frischer Ingwer
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL rosenscharfes Paprikapulver
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprikaschote
  • 2 EL Mandeln (ich: Pinienkerne)
  • Pfeffer
  • Salz
  • 350 ml Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe)
  • 150 g Coucous (ich: Basmatireis)
  • 2 EL Rosinen
  • (ich außerdem: 1 EL getrocknete Berberitzen)
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Hähnchenkeulen häuten und im Gelenk halbieren. Ingwer hacken und in einer Schüssel mit Kurkume, Zimt, Paprikapulver und Zimt mischen. Fleisch und die Gewürzmarinade in einen Gefrierbeutel geben, sorgfältig mischen und das Fleisch mindestens 30 Minuten im Kühlschrank marinieren.

Zwiebel halbieren und in Spalten schneiden. Knoblauch würfeln, Paprika putzen, (ich: schälen), entkernen und in 3 cm große Würfel schneiden. Mandeln grob hacken (ich: Pinienkerne im ganzen) und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Hähnchen aus dem Gefrierbeutel nehmen, in einem heißen Bräter rundherum 4 – 5 Minuten goldbraun anbraten, salzen und pfeffern. Zwiebeln und Knoblauch zugeben und 3 Minuten mitbraten. Brühe zugießen, aufkochen und das Fleisch zugedeckt bei mittlerer Hitze 35 Minuten schmoren.

Couscous (ich: Reis), Rosinen, (ich zusätzlich: Berberitzen) und Paprika in die Brühe geben und mit Deckel weitere 10 Minuten bei milder Hitze mitgaren. (ich: zum Schluß bei hoher Temperatur die überschüssige Flüssigkeit verkochen lassen).

Hähnchen, Paprika und Reis schmurgeln vor sich hin.

Hähnchen, Paprika und Reis schmurgeln vor sich hin.

Das Gericht eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Mit Mandeln (ich: Pinienkernen) und grob gehackter Petersilie bestreut servieren.

haehnchen_marrokanisch2

Marrokanische Hähnchenpfanne serviert