Archiv der Kategorie: Mein Rezept

Küchenneuland

Vor einiger Zeit hatte der GöGa den Wunsch geäußert, mal wieder vermehrt vegetarisch zu essen und dazu gehören auch verschiedene Formen des sogenannten Fleischersatzes. Bisher habe ich auf der Schiene mit Tofu oder Seitan gekocht, beim Einkaufen am Samstag entdeckten wir dann Quorn (als Geschnetzeltes und Gehacktes). Geschnetzeltes mit Champignon-Sahne-Sauce… das klingt doch nach einem feinen Sonntagsessen.

quorn_packungquorn_schuessel

In der Schüssel sah der/die/das Quorn schon mal wie Hähnchenfleisch aus.

Für das Geschnetzelte mit Champignon-Sahne-Sauce:

  • 1 Paket (175 g) Quorn Geschnetzeltes
  • 1 kleine Zwiebel
  • 150 g Champignons
  • 100 ml Weißwein
  • 250 ml Schlagsahne
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Butterschmalz
  • gehackte Petersilie

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Quorn kurz anbraten. In einer Schüssel zur Seite stellen.

Zwiebel würfeln, Champignons in Scheiben schneiden und bei großer Hitze in der Pfanne braten, die Zwiebelwürfel zugeben und andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Dann die Sahne zugeben und bei geringer Temperatur köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Schluss die Petersilie zugeben, aber  nicht mehr kochen lassen.

Dazu gab es eine Wildreismischung und Feldsalat mit Orangenvinaigrette.

Für den Salat:

  • 2 Hände voll Feldsalat (gewaschen und geputzt)
  • 1 fein gewürfelte Perlzwiebel
  • 1 TL Senf
  • wenig weißer Essig
  • Orangensaft
  • Sonnenblumenöl
  • Salz, Zucker, Orangenpfeffer
  • Walnüsse

Den Feldsalat auf zwei Salatschälchen verteilen. Die Zutaten für die Vinaigrette in einem Schraubglas mischen, kräftig durchschütteln und über den Salat träufeln.
Mit gehackten Walnüssen bestreuen.

quorn_geschnetzeltes

 

Gebratene Nudelreste

Da ich es am Freitag mit der Tagliatellemenge viel zu gut gemeint hatte, hatte ich noch eine ordentliche Portion davon übrig, die für das samstägliche Abendessen herhalten konnten.

Ich habe drei kleine Möhren und eine kleine Zucchini mit dem Julienneschneider in feine Streifen geschnitten, eine Schalotte wurde fein gewürfelt.

Zwei Eier wurden mit ca. zwei Esslöffel geriebenem Bergkäse vermischt.

In etwas Olivenöl habe ich zunächst die Gemüse gedünstet. Dann kamen die Nudeln vom Vortag dazu und wurden schön gebraten. Zum Schluss habe ich die Eier-Käse-Mischung darüber gegeben und alles garen gelassen.

Salzen musste ich nicht, da der Bergkäse ja genug Aroma mitbrachte.

Bei Tisch habe ich lediglich frisch gemahlenen bunten Pfeffer über das Gericht gegeben.

gebratene_nudeln

Tagliatelle mit gedünsteten Paprikawürfelchen

– Ein schnelles und einfaches Abendessen –

paprikanudeln

 

Für 2 Personen:

  • 2 Paprikaschoten (verschiedene Farben sieht hübsch aus)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Pizza-Gewürzmischung oder Kräuter der Provence
  • Tagliatelle (Menge nach Hunger 😉 )
  • Olivenöl
  • weißer Essig (z. B. Balsamico bianco, Apfelessig o. ä.)
  • eventuell Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Tagliatelle nach Packungsanweisung in kochendem Salzwasser garen.

Die Paprikaschoten schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und in feine Halbringe schneiden, geschälte Knoblauchzehe fein hacken.

Etwa 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen, Zwiebelstreifen und Knoblauch darin anschwitzen. Die Paprikawürfel zufügen, mit einem Schuss Essig und einer Saucenkelle voll Nudelkochwasser ablöschen und weich dünsten.

Mit den Gewürzen abschmecken, mit den Tagliatelle auf Tellern anrichten und zum Schluss noch mit etwas Olivenöl beträufeln.

Kürbis-Curry

kuerbiscurry

Für uns inzwischen ein kulinarisches Muss während der Kürbiszeit.

Für 4 Portionen:

– 1 kleiner Hokaidokürbis
– 2 mittelgroße Kartoffeln
– 2 Möhren
– 1 gelbe Paprikaschote
– 150 g rote Linsen
– 2 Zwiebeln
– 1 Stückchen Ingwer
– 1 Apfel
– 2 TL Currypulver bzw. Sonnenkuss von Sonnentor
– Salz
– 1 EL Honig
– 400 ml Kokosmilch
– 100 ml Orangensaft
– 2 EL Pflanzenöl, Ghee oder Butterschmalz

Zubereitung:

Den Kürbis vierteln, die Kerne mit einem Esslöffel entfernen und in Würfel schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls würfeln. Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Den geschälten Ingwer fein hacken. Die geschälten Zwiebeln in große Würfel schneiden. Die Paprikaschote ebenfalls schälen (geht mit diesem Gerät hervorragend!) und in Stücke schneiden. Das Kerngehäuse aus dem Apfel entfernen und ebenfalls in große Würfel schneiden.

In einer Pfanne mit hohem Rand Fett erhitzen erhitzen und die Zwiebeln und Kartoffeln darin anbraten. Mit Currypulver bestäuben und nach einander den Kürbis, die Möhren und die Paprikaschote zufügen. Noch etwas weiterbraten, dann die Linsen dazu geben und mit Kokosmilch und Orangensaft ablöschen. Mit Salz und Honig würzen. Zum Kochen bringen und dann bei kleiner Hitze unter Rühren gar schmoren. Kurz vor dem Servieren die Apfelstücke zugeben und nur kurz erhitzen, damit sie knackig bleiben.

Eventuell nochmals mit den Gewürzen abschmecken und mit gehacktem Koriander bestreut servieren.

Dazu passt Basmatireis.

Pimp my Hirsch

Gestern gab es geschmorten Hirscheintopf und schon bei der Zubereitung und später beim Essen kam mir eine Idee, was noch toll dazu passen könnte.

Natürlich musste ich erst mal einen kleinen Testlauf starten und was eignet sich da besser als ein kleines Mittagessen?

Ich füllte also eine kleine Portion vom Hirscheintopf in einen kleinen Topf, fügte noch etwas Kirschnektar zu und dann – tadaaa! – eine gestrichenen Teelöffel Kakaopulver (natürlich ungesüßt). Das macht nicht nur die Sauce etwas sämiger, nein, die verschiedenen Geschmacksrichtungen aus süß-sauer (Kirschnektar), scharf (Chili) und leicht bitter (Kakao) verbanden sich zu einem besonders delikaten Ganzen.

(Ich glaube allerdings, dass das nichts für meinen GöGa ist, so dass ich den restlichen Hirschen heute Abend wohl nur aufwärmen werde… 😉 )

In weiser Voraussicht hatte ich gestern einen Knödel mehr gemacht, so dass ich ein kleines, aber feines Mittagessen bekam.

schoko_hirsch

Pfannengyros von der Hähnchenbrust…

… dazu Tzatziki und Reis.

Blog-Event Es ist das erste Mal, dass ich an einem Blog-Event teilnehme. Es wird von Karin von Food for Angels and Devils veranstaltet und nennt sich Hendls für Frau Neudecker.

 

 

 

 

Für 2 – 3 Personen braucht man:

  • 2 Hähnchenbrüste (ca. 170 g pro Stück)
  • (Bio-)Gyrosgewürzmischung
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch nach Geschmack
  • 1 Becher Joghurt
  • 1 halbe Salatgurke
  • 1 halber Bund Dill
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 1 halbe Tasse (Basmati-)Reis
  • Olivenöl

Zubereitung:

Die Hähnchenbrüste in Streifen schneiden. Für die Marinade 2 Esslöffel Olivenöl mit Gyrosgewürz mischen. Eine Zwiebel in Streifen schneiden, 2 – 3 Knoblauchzehen mit dem Messerrücken andrücken. Alles mit dem Hähnchenstreifen vermischen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

Für das Tzatziki den Joghurt mit etwas Zitronensaft glatt rühren. Eine Knoblauchzehe fein hacken und zugeben. Die Salatgurke längs halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel heraus kratzen. Dann entweder hobeln oder sehr fein schneiden. Zum Joghurt geben. Zum Schluss den Dill hacken, ebenfalls zum Joghurt geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eventuell später vorm Servieren noch mal abschmecken, weil die Gurke das Tzatziki etwas verwässern kann.

Einen Teelöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Reis darin anschwitzen, wenig Salz zugeben und mit der doppelten Menge, also einer Tasse Wasser aufgießen. Ein Mal aufkochen lassen, dann Kochplatte ausschalten (Gasherd auf kleinste Flamme) und einfach mit Deckel ausquellen lassen.

Eine Pfanne erhitzen und die Hähnchenstreifen mit der Marinade hinein geben und scharf anbraten. Dann bei milder Hitze zu Ende garen. Zum Schluss noch ein Mal mit Gyrosgewürz und eventuell Salz und Pfeffer abschmecken.

Alle drei Komponenten auf Tellern anrichten und servieren. Für ein bisschen Chichi habe ich mich entschlossen, das Tzatziki in zwei ausgehöhlten Tomaten anzurichten.haehnchengyros

Ach ja… es sollte ja noch erwähnt werden, woran man erkennt, dass das Fleisch durch ist. Nun, das sollte bei einem Geschnetzelten nicht das große Problem sein: einfach, wenn das Fleisch schön gebräunt ist, ein Stückchen probieren.

Eine tolle Methode, wie man ein ganzes Hähnchen auf den Punkt bekommt, haben wir im Sommer entdeckt, als wir so ein Viech grillen wollten. Auf dem Markt erstanden wir ein Hähnchen mit „eingebautem“ Thermometer (ein Kikok-Hähnchen), aus dem ein roter Nuppsie aufsteigt, wenn es komplett gar ist.
Auf diesem Foto kann man das sehr schön erkennen.

Altes Gemüse

Nein, nein, das bezieht sich jetzt nicht auf den qualitativen Zustand, sondern darauf, dass es sich um eine früher bekannte, mittlerweile aber in Vergessenheit geratene Sorte handelt. Scheinbar erlebt es aber langsam wieder eine Renaissance.

Die Rede ist von:
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Richtig! Von der Schwarzwurzel.

Zum Verarbeiten zieht man am besten Einmalhandschuhe an, denn irgendwann fängt alles gut an zu kleben. Dann werden sie mit einem Sparschäler geschält, in Stücke geschnitten und bis zur weiteren Verarbeitung in Zitronenwassser aufbewahrt, da sie sonst braun anlaufen und das sieht dann nicht mehr wirklich schön aus.

Ich habe diese Exemplare nach dem Putzen in Salzwasser bissfest gegart, sie abgegossen und das Kochwasser aufgefangen, das ich für die Sauce genommen habe.

Es gab die Schwarzwurzeln ganz „klassisch“ in heller Mehlschwitze, dazu servierte ich Kartoffelpüree und Nürnberger Rostbratwürstchen.

Für die Mehlschwitze:

  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 100 ml Weißwein
  • 125 ml Kochwasser vom Gemüse
  • Salz, Pfeffer, Muskat, etwas Zitronensaft

Butter in einem Topf schmelzen lassen, dass Mehl einrühren und bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, aufkochen lassen und dann die weitere Flüssigkeit mit dem Schneebesen unterrühren. Nochmals aufkochen lassen und mit den Gewürzen abschmecken.

schwarzwurzeln

 

Soulfood

gruenkohl-kohlwurst

 

Grünkohl gab es ja vor einiger Zeit schon mal als leckeres Curry. Nachdem meine Schwägerin uns vor zwei Wochen vier Ringe Kohlwurst mitgebracht hatte, die ich zu Hause sofort in den Tiefkühler gelegt habe, konnte ich gestern das erste Mal traditionellen Grünkohl machen.

Für 2 Portionen:

  • 300 g grob gehackten TK-Grünkohl (z. B. von Bofrost)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • Grieben- oder Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 1 Kohlwurst
  • Salzkartoffeln

Zubereitung:

Die Gemüsezwiebel in nicht zu feine Würfel schneiden, Schmalz in einem großen Topf schmelzen und die Zwiebel sowie einen Esslöffel Zucker glasig dünsten bzw. karamellisieren lassen.

Den Grünkohl zugeben, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, gut umrühren, etwas Wasser angießen und die Kohlwurst oben auf legen. Bei kleiner Hitze ca. 1 Stunde schmoren.

rauchsalz

Da man normalerweise auch noch Mettenden zum Grünkohl gibt, ich sie aber nicht mag, wenn sie so ausgekocht sind, habe ich als Alternative Rauchsalz genommen, das ich auf der diesjährigen Allerheiligenkirmes gekauft habe. Kam gut! 🙂

Chicken Nuggets

Ohne Mc…

haehnchennuggets

Für 2 – 3 Portionen:

  • 2 Hähnchenbrüste in kleine Stücke geschnitten
  • Cornflakes
  • 1 verquirltes Ei
  • Mehl
  • Salz, Currypulver (Calypso Tropical Curry von Herbaria)
  • Butterschmalz (oder Pflanzenöl)

Zubereitung:

In drei Schüsseln Mehl, Ei und Cornflakes bereitstellen. Fett in einer Pfanne erhitzen.

Die Fleischstücke würzen, dann zuerst in Mehl, danach in Ei und zum Schluss in den Cornflakes wenden und im heißen Fett anbraten. Dann bei niedriger Temperatur garen.

Dazu gab es einfach Basmatireis, in Butter geschwenkten Brokkoli (mit Salz, Pfeffer, Muskat abgeschmeckt) und mein selbst gemachtes Aprikosen-Chutney.

***
Weil ich noch so viel Reis übrig hatte, gab’s am nächsten Tag Bratreis mit Brokkoli und grünen Bohnen, mit Ei verquirlt – schnell und lecker.

Wenn die Augen größer als der Magen sind

Samstag waren wir einkaufen und es stellte sich die Frage, was es Sonntag zu essen geben sollte. Da lagen fertig marinierte Ochsenkotelettes in der Fleischtheke… gesehen und was sagt Martin? Zwei Stück, bitte.

ochsenkotelette

Ja, fast ein Kilo pures Rindfleisch… Vielleicht doch ein bisschen viel für zwei Personen?

Naja, ich habe die beiden Monsterteile auf der Grillpfanne schön gebraten und letzten Endes haben wir uns gestern ein Ochsenkotelette geteilt und heute Abend gibt’s dann das zweite.

Als Beilagen gab es Kartoffelecken, schön langsam kross gebraten und einen gemischten Salat mit Kopfsalat, Paprikawürfelchen, Frühlingszwiebelringen und Mais.

ochsenkotelette_serviertsalat

Lecker war’s!