Sucht man aber nach typsichen Rezepten geht eigentlich kein Weg am Blog Paprika meets Kardamom von Anikó vorbei. Sie ist halbe Unbarin und versucht möglichst oft, ihre Verwandtschaft in Ungarn zu besuchen.
Das heutige Rezept wollte ich sowieso schon länger mal machen und so war die Gelegenheit günstig.
Interessant finde ich Anikós Erklärung, dass das Szegediner Gulasch gar nichts mit der ungarischen Stadt Szeged zu tun hat, sondern eigens für einen Herrn Józef Székely, einen Schriftsteller, kreiert wurde.
Ich habe mich nahezu komplett an Anikós Rezept gehalten, für uns die Menge allerdings halbiert.
Als Fleisch habe ich Iberico-Nacken verwendet, den wir bei einer TK-Schrankaufräumaktion zwischen den Feiertagen entdeckt hatten. Dazu gab es noch mein selbst fermentiertes Sauerkraut.
Wir sind zurück aus China, der letzten Station der kulinarischen Weltreise im Jahr 2019. Auch für 2020 hat Volker von Volker mampft schon wieder tolle neue Reiseziele ausgesucht. Im Januar geht es nach Ungarn. Eine Idee habe ich schon.
Hier geht es zu den tollen Gerichten der Mitreisenden nach China:
Wie schon bei meinem ersten Beitrag, der Pekingsuppe, zum Zwischenstopp in China im Rahmen von Volkers kulinarischer Weltreise geschrieben, war ich selber noch nie in China und meine Erfahrungen mit „chinesischem“ Essen stammen aus den hiesigen Chinarestaurants, die sich natürlich dem europäischen Geschmack angepasst haben.
Heute bringe ich ein Gericht aus Szechuan, das ich auf der Seite Aisastreetfood gefunden habe. Hier könnt Ihr das Originalrezept sehen und auch etwas über die Herkunft des Gerichtes lesen.
Da ich, wie immer wieder gerne mit Bedauern erwähnt, in einer Kleinstadt wohne, die sich weder im Bereich der Restaurantauswahl noch der Einkaufsmöglichkeiten mit kulinarischen Extravaganzen schmückt, musste ich das Rezept mal wieder stark an meine Möglichkeiten anpassen. So habe ich zwar inzwischen helle und dunkle Sojasauce im Vorrat, aber lediglich einen Reiswein, den man in der üblichen Asia-Abteilung des Supermarktes bekommt und auch bei dem Essig für die Sauce habe ich einen normalen Weißweinessig benutzt.
Der Vorteil ist ja, dass wir nicht wissen, wie das Original schmeckt, und ich muss sagen, meine Variante war sehr gelungen.
Dass ich statt Hühnerbrust wieder einmal die vegane Variante in Form von Filetstücken Hähnchenart von LikeMeat zurückgegriffen habe, liegt einzig und allein daran, dass wir in den vergangenen Tagen etwas sehr viel Fleisch und Wurst gegessen hatten.
Diesen Monat geht die kulinarische Weltreise mit Volker mampft nach China. Ich möchte mal behaupten, dass die wenigsten Teilnehmer an der Weltreise jemals in China waren und – wie ich – auch nur die europäisierten Gerichte aus dem Chinarestaurant kennen.
Bei meiner Suche nach Rezepten stieß ich auf die Seite Tingtings Nest, wo ich fast als erstes auf mein absolutes Lieblingsgericht stieß: Die Sauer-scharfe Suppe, auch Pekingsuppe genannt. Ich könnte mich da ja rein legen und so kam sie als erstes bei uns auf den Tisch.
Zutaten für 2 – 4 Portionen (je nachdem, ob Ihr die Suppe als Vor- oder Hauptspeise essen wollt):
1000 ml Hühnerbrühe (selbstgemacht aus Hühnerkarkasse)
das „abgepulte“ Hühnerfleisch, ca. 100 g
2 Möhren
1 Bambussprosse (ich: aus dem Glas)
1 Stück Ingwer
4 getrocknete Shiitake (ich: Mu Err)
2 Eier
1 EL Speisestärke
4 EL Tomatenmark
4 EL Sojasauce
4 EL Reisessig
Chilipaste nach Geschmack
Zucker, Salz nach Geschmack
1 TL weißer Pfeffer
Frühlingszwiebel in Röllchen
ich zusätzlich: frische Champignons in Scheiben und ein paar Streifen Chinakohl (Kühlschrankfund)
Zubereitung:
Die Mu Err in warmem Wasser einweichen.
Fleisch und Gemüse in gleich große Stücke schneiden. Die Mu Err ebenfalls zerkleinern.
In einem Topf die Hühnerbrühe aufkochen lassen. Die fertig geschnittenen Zutaten dazu geben und nochmals aufkochen lassen. Danach die Suppe mit Zucker, Salz, Sojasauce, Reisessig, Tomatenmark, Chilipaste und Pfeffer würzen und die Suppe nach Geschmack sauerer, süßer, salziger oder schärfer machen.
Noch mal ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Die Stärke mit kaltem Wasser anrühren, zur Suppe geben und unter Köcheln einrühren, bis die Suppe andickt.
Eier in einer Schüssel verquirlen.
Topf vom Herd nehmen, Eier hineinlaufen lassen. *)
Die Suppe auf Schüssel verteilen und mit Frühlingszwiebelröllchen servieren.
*) Ich habe die Eier in die Suppenschüssel geschlagen und mit der köchelnden Suppe aufgegossen, so hat man das Ei nicht im großen Suppentopf hat.
Jeweils ein Ei in der Suppenschale verquirlen
Suppe mit Eierstreifen serviert
Die Suppe war zwar noch nicht ganz so wie im Lieblingschinarestaurant, aber hat dennoch sehr gut geschmeckt.
Dass das gängige Vorurteil, die „Engländer“ könnten nicht kochen, so längst nicht mehr stimmt, haben sage und schreibe 35 Beiträge zum November-Stopover der Kulinarischen Weltreise mit Volker mampft bewiesen.
So, Irish Stew! Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass es dieses Gericht auch in Nordirland gibt, denn sonst passte es nicht in das November-Thema von Volker mampft. Es geht im Rahmen der kulinarischen Weltreise nämlich quer durch Großbritannien.
Der GöGa und ich waren maximal begeistert von diesem tollen Eintopfgericht aus Lammfleisch, Möhren, Spitzkohl, Kartoffeln und Zwiebeln.
Aus geographischen und klimatischen Gründen sind an Gemüsen ursprünglich Wurzelgemüse, Kartoffeln, Zwiebeln die Hauptnahrungsmittel. Durch den Umstand, dass Irland eine Insel ist, gehören natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte zur Nahrung, ebenso wie Rind- und Schaffleisch.
Bei der Suche nach einem Rezept stieß ich auf dieses, das ich auch fast 1 zu 1 übernahm.
1 kg kleingeschnittenes Lammkeule inklusive Knochen
1 kg Spitzkohl
4 große Karotten *)
2 mittlere Zwiebeln
6 mittlere weich kochende Kartoffeln
Thymian
*) 1 kleine Pastinake (Rest eines Kartoffel-Pastinakenstampfs)
Zubereitung:
Gemüse waschen, putzen und in nicht zu kleine Stücke schneiden.
Die Hälfte von Kohl, Möhren und Zwiebeln in einen großen ofenfesten Schmortopf geben, die Hälfte Kartoffeln und Fleisch darüber verteilen, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Eine zweite Schicht auffüllen. Mit dem Fleisch abschließen und den Knochen obenauf geben, denn dieser gibt natürlich bei Garen weitern Geschmack ab. Noch einmal mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.
Bis oben hin mit Wasser angießen und 2,5 Stunden abgedeckt bei 180 °C garen.
Heraus kam ein super leckeres Irish Stew, das durch Aufwärmen (am zweiten Tag) immer noch besser wurde.
PS: Vom Spitzkohl hatte ich noch ca. 300 g übrig. Ich habe ihn noch einmal etwas feiner durchgehackt und mit 10 g Salz zu Sauerkraut angesetzt.
Deshalb bringe ich Euch eine schottische Spezialität mit: das Shortbread, das es in verschiedenen Formen gibt. Ich glaube, am bekanntesten sind bei uns die rechteckigen Shortbread-Fingers, aber es gibt sie auch in runder oder dreieckiger Form mit gewelltem Rand. Und das sind die Petticoat Tails.
Shortbread ist ganz einfach zu machen, da es sich hier um einen ganz simplen Mürbteig, hier allerdings ohne Ei, handelt.
Das Rezept habe ich aus dem Kochbuch Great Britain Cooking, das ich vor zig Jahren einmal geschenkt bekommen habe. Aus diesem Buch hatte ich im Sommer auch schon die Scones für Zorras Blog-Event Gebäck zum Afternoon Tea gebacken.
Leider hatte ich nicht die ganz passende Kuchenform, so dass die Petticoat Tails beim Schneiden nach dem Backen etwas zerbrochen sind, was dem tollen Geschmack natürlich keinen Abbruch tat.
Da meine Waage Ounces anzeigt, habe ich mit dieser Maßeinheit, die so auch im Kochbuch steht, gearbeitet. Die metrischen Maße stehen in Klammern.
Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir überwiegend sehr gut gegessen, weshalb ich Euch mal ein paar Lokale und Speisen vorstellen möchte.
Beginnen wir mit bildlichen Impressionen unserer Unterkunft, dem Rosehill House Hotel in der Rosehill Avenue.
Oben sieht man den Eingangsbereich des urigen gemütlichen Hotels.
Der entmannte Nackte steht in einem Verbindungsflügel zwischen dem eigentlichen Herrenhaus (Manor) und der ehemaligen Remise, wo sich unser Zimmer befand.
Unten ist links noch einmal der Verbindungsbau, wo sich auch die Gin-Bar befindet; rechts befindet sich der angebaute Wintergarten, in dem morgens das Frühstück serviert wurde.
Frühstück im Wintergarten… Dieses war nicht so berauschend. Wer sich nicht für das Full English Breakfast entschied, bekam das Continental Breakfast, das aus Toast (tägliche Frage: „White toast or brown toast, my Luv?“), Butter, Käse und gekochtem Schinken sowie süßen Teilchen bestand.
Die Lounge-Bar, in der wir zweimal zum Abendessen einen Barsnack (sehr gut!) gegessen und Gin (ich) getrunken haben (siehe unten).
Unsere kleine Suite mit kleinem Wohnraum und Schlafzimmer. Rechts schließt sich noch ein Wannenbad an.
Abendessen im Dugdale’s Restaurant:
Gnocchi mit grünem Spargel, Mozzarella und geschmorten Tomaten.
Dieses tolle Essen diente mir als Vorlage für die Rettung von Gnocchi im Rahmen des Blog-Events „Wir retten, was zu retten ist“.
Wie hier schon erzählt, muss ich mich da komplett auf Beiträge und Rezepte aus dem Netz verlassen, da ich noch nie dort war und auch erst einmal koreanisch essen war.
Neben dem Kimchi, das uns überhaupt nicht überzeugt hat, gibt es ein Rindfleisch Bulgogi und das war mal sowas von hammerlecker, dass ich zwischendurch immer mal vom roh marinierten Rindfleisch genascht habe.
Die Bulgogi-Marinade schmeckt bestimmt auch super zu Knusperente oder auch knusprigem Schweinefleisch. Das werde ich in Zukunft bestimmt mal ausprobieren.
Das Rezept aus dem Internet habe ich ein bisschen abgewandelt, und wir haben echt richtig „reingehauen“.