Archiv der Kategorie: Brot, Brötchen und herzhaftes Gebäck

Experimentelles Brotbacken

Gestern war es wieder an der Zeit, ein frisches Brot zu backen. Wie immer habe ich das klassische Sauerteigbrot angesetzt.

Dieses Mal habe ich noch 40 g geraspelte Möhren, der traurige Rest des letzten Wochenendeinkaufs und 30 g grob gehackte Walnusskerne nach dem ersten Gehen unter gearbeitet. Außerdem habe ich vor dem Backen die Oberfläche noch mit Wasser bestrichen.

Das Brot ist super geworden: die Kruste ist herrlich knusprig und die Krume locker und weich.

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Das nächste Mal müssten nur ein paar mehr Möhrenraspeln rein.

Irrungen und Wirrungen: Die Monsterpizza

Das Ergebnis der gestrigen Pizza-Backaktion gehört eindeutig in die Kategorie „Irrungen und Wirrungen“. So, wie auf den Fotos in diesem Blog-Artikel sollte unsere Abendbrotpizza auch mal aussehen.

Ich hatte morgens meinen Hefeteig aus Weizenmehl angesetzt, der bis abends im Kühlschrank fast den Deckel der Schüssel gesprengt hätte.

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Für das große gelochte Pizzablech hatte ich etwas mehr als die Hälfte des Teiges abgenommen, ihn schön durchgeknetet und begann nun ihn auf die passende Größe zu ziehen. Als… ja, als der GöGa in die Küche kam und meinte, dass sei aber wenig, und ich solle doch bitte den ganzen Teig nehmen. Was ich dummerweise auch tat.

Die Pizza wurde belegt, in den auf 250 °C vorgeheizten Ofen geschoben und wie beim letzten Mal 10 Minuten gebacken. Mmmh… die sah aber noch etwas blass aus. Noch mal 5 Minuten drauf, auf den Teller, mit dem Pizzarollen in 8 Teile geteilt und probiert. Nee, innen ist der Teig aber noch ziemlich „kletschig“, also noch nicht ganz durchgebacken. Also noch mal für 10 Minuten in den Ofen. Dann war die Pizza durch, aber so riesig aufgegangen und so mächtig, dass fast die Hälfte übrig geblieben war.

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Gut sieht sie ja aus, belegt mit Champignons, Mais, roten Zwiebelringen, Mozzarella und Gouda und auf meiner Hälfte noch mit schwarzen Oliven, aber…

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… der Teig war beim Backen noch mal so heftig aufgegangen, dass das ganze eher zu einer American Pan Pizza mutiert war als eine schöne italienische Pizza mit dünnem, krossem Boden zu ergeben.

Pizza und mehr

Pizza und mehr - das EventSo heißt ein Blog-Event bei Sandra von From Snuggs Kitchen. Da ich schon seit einer Weile mal selbst gemachte Pizza – inklusive Teig – ausprobieren wollte, bot sich jetzt die Gelegenheit, gleich mal mit meiner allerersten selbst gemachten Pizza teilzunehmen.

Mit einem fertigem Pizzaboden aus dem Bio-Laden hatte ich vor einiger Zeit ja schon mal eine vegane Pizza gebacken, die sehr gut geschmeckt hat, auch wenn der Teig etwas verkokelt ist.

Ich hatte von den letzten Sonntagsbrötchen noch gut die Hälfte Hefeteig übrig. Da er ja nur aus Mehl, Hefe, Wasser und Salz besteht, sollte er sich doch als Pizzaboden eignen. Außerdem lagen auch noch ein paar Scheiben Champignons vom Sonntagsessen im Kühlschrank.

So bot sich also an, eine Pizza Funghi zu machen.

Wie lange und bei welcher Temperatur muss aber so eine Pizza eigentlich in den Ofen? Da konnte Tante Google helfen: Den Backofen auf 250 °C aufheizen und die fertig belegte Pizza dann 7 – 8 Minuten backen. Und so machte ich mich frisch ans Werk!

Zutaten für eine Pizza von ca. 20 cm Durchmesser:

  • 1/2 Rezept Hefeteig für Weizenbrötchen
  • 2 Fleischtomaten (alternativ: 1/2 Dose stückige Tomaten)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Kugel Mozzarella, in Scheiben geschnitten
  • 3 EL geriebener Gouda
  • 50 g Champignons in dünnen Scheiben
  • ca. 10 schwarze Oliven ohne Kern
  • 1 TL Kapern
  • 1 TL Lauchzwiebelringe
  • Pizzakräutermischung
  • Mehl zum Teigkneten
  • gelochtes Pizzablech wie auf dem Foto; Pizzastein oder normales Backblech

Zubereitung:

Zunächst den Backofen auf 250 °C Umluft aufheizen.

Für die Tomatensauce die Tomaten grob würfeln, zusammen mit den Knoblauchzehen in 1 EL Olivenöl langsam zu einer dicklichen Sauce einkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Währenddessen den Hefeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen zu einer geschmeidigen Kugel kneten. Dabei 1 EL Olivenöl einarbeiten. Die Teigkugel von innen nach außen dünn ausziehen bis der Boden sehr dünn ist und ein schmaler Rand entsteht.

Das gelochte Pizzablech leicht mehlen und den Teig darauf legen.

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Darauf kommt die inzwischen fertige Tomatensauce.

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Die Mozzarellascheiben sowie die übrigen Zutaten für den Belag auf der Tomatensauce verteilen. Pizzakräutermischung darüber streuen.

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Zum Schluss noch etwas geriebenen Gouda über die Zutaten streuen.

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Die Pizza bei 250 °C ca. 8 Minuten backen und das Ergebnis bewundern und genießen:

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Weizenbrötchen, die Dritte und dazu Dill-Crème

Letzten Samstagabend habe ich wieder Hefeteig für Sonntagsbrötchen angesetzt, der über Nacht im Kühlschrank monstermäßig hoch gegangen ist. Dieses Mal war die Brötchengröße perfekt.

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Dazu habe ich eine leckere schnelle Dill-Crème gemacht:

2 EL Frischkäse mit ein paar Tropfen Zitronensaft und etwas abgeriebener Zitronenschale mischen. Eventuell mit etwas Mineralwasser cremig rühren. Mit gehacktem Dill mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Sauerteigbrot und Weizenbrötchen die Zweiten

Es schadet ja durchaus nicht, grundsätzlich gelungene Rezepte zu wiederholen und dabei vielleicht noch einen Ticken zu verbessern oder auch nur abzuändern.

So machte ich es mit dem Sauerteigbrot, das ich dieses Mal in der Kastenform gebacken hatte. Statt der gemischten Kerne habe ich nur Kürbiskerne unter den Teig gemischt und auf 3 TL Salz erhöht. Wenn ich jetzt auch noch einen Tipp bekomme, wie ich die Kürbiskerne oben auf das Brot „geklebt“ bekomme, so dass sie nicht schon während des Herausholens aus der Kastenform sowie des Schneidens vom Brot purzeln, könnte ich mich wirklich dem perfekten Brot nähern. Immerhin hatte ich so ein paar frisch geröstete Kürbiskerne zur Hand.

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Und auch den Weizenbrötchen habe ich eine neue Chance gegeben. Gestern Abend habe ich Brunhild schnell den Teig kneten lassen und über Nacht im Kühlschrank ist er bombig aufgegangen.

Ich konnte schöne Brötchen formen, die aber im Ofen noch mal so aufgegangen sind, dass ich sie statt 25 Minuten 35 Minuten backen musste. Sie sehen besser aus als letzte Woche, sind schön knusprig, auch hier hatte ich die Salzmenge noch mal erhöht und die Krume ist ganz locker.

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Aber knapp 170 g pro Brötchen ist schon ganz schön üppig, also:

Auf zum dritten Versuch!

 

Kartoffelwaffeln mit Kräuter-Limettenschmand und Räucherlachs

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Das Rezept stammt aus einem der wöchentlichen „Einkaufsratgeber“, die per Wurfsendung im Briefkasten landen. Da auch der GöGa fand, dass sich das Gericht gut anhört, habe ich die entsprechenden fehlenden Zutaten besorgt und gestern Abend die Waffeln gebacken. Und wieder ging das Vorbereiten vom Teig Dank meiner treuen Brunhild super schnell und leicht von der Hand!

Und das Ergebnis war wirklich lecker. Ich hatte das Rezept, das für 4 Portionen gedacht war, für uns halbiert und war erst etwas geschockt, dass wirklich nur 2 Waffeln heraus kamen, aber durch die Kartoffeln im Teig war eine Waffel plus der Beilagen, bei mir gab es noch einen Gurkensalat (etwas scrollen) dazu, wirklich sättigend.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 300 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • 2 Bio-Eier
  • 75 g Butter
  • 120 g Weizenmehl (ich: Type 550)
  • 250 g Magerquark
  • Salz, Pfeffer (ich: 1 Hauch Muskat)
  • 200 g Schmand
  • 1 EL gehackte Kräuter (ich: Petersilie)
  • 2 EL Zitronensaft (ich: Limettensaft u. -abrieb)
  • 1 Paket (= 200g ) Räucherlachs

Zubereitung:

Kartoffeln mit Schale ca. 20 Minuten gar kochen. Abgießen und noch warm pellen.

Eier zusammen mit der weichen Butter aufschlagen. Mehl nach und nach unterkneten, Quark unterrühren. Kartoffeln durch eine Presse drücken (ich: 2 Mal) oder fein zerstampfen und ebenfalls untermengen.

Alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Teig im Waffeleisen portionsweise backen.

Schmand, Kräuter und Zitronensaft (ich: Limettensaft und -abrieb) verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Waffeln mit Dip bestreichen und mit Räucherlachs belegen.

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Weizenbrötchen – selbst gemacht, wie man sieht!

Das Rezept ist aus dem Internet und eignet sich hervorragend für Frühstücksbrötchen, weil der Teig bequem über Nacht im Kühlschrank geht.

Die Form lässt noch etwas zu wünschen übrig, das fertige Brötchen könnte auch noch etwas mehr Salz vertragen, aber ansonsten bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

weizenbroetchen

 

Zutaten für ca. 6 Brötchen:

  • 500 g Weizenmehl
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 25 g frische Hefe (ich: 10 g Trockenhefe)
  • 1 TL Salz (ich: 1,5 TL und fand’s noch zu wenig)
  • (ich zusätzlich: 1 TL Zucker als „Futter“ für die Hefe)

Zubereitung:

Mit den angegebenen Zutaten einen Hefeteig ansetzen.
(Ich habe also Wasser mit Zucker u. Hefe gemischt und gewartet, bis Bläschen aufstiegen. Dann habe ich Mehl und Salz zugegeben und mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Teig geknetet.)

Die Rührschüssel fest verschließen und den Hefeteig über Nacht in den Kühlschrank stellen und gehen lassen.

Danach sah er dann so aus:

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Den Teig am nächsten Tag großzügig mit Mehl bestäuben. Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Aus dem Teig handtellergroße Stücke abstechen und genau in dieser Form auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
(Da ich mir unter dieser Arbeitsanweisung nicht viel vorstellen konnte und die Teiglinge wirklich mehrwürdig aussahen, habe ich versucht, noch mal richtige runde Brötchen zu formen, was aber bei dem Teig nicht mehr gelungen ist. Das „formschöne“ Ergebnis sieht man im Foto oben!)

Brötchen dann ca. 20 – 25 Minuten backen.

Pfannenbrot zu Kürbiscurry

Am vergangenen Wochenende gab es mal wieder ein leckeres Kürbiscurry bei uns, das ich im Blog ja schon in verschiedenen Variationen vorgestellt habe, z. B. hier.

Bei mir wechseln die Gemüsesorten immer nach Lust, Laune und Angebot, aber obligatorisch sind Kürbis und Kartoffeln. Dieses Mal gab es Möhren, Blumenkohl und rote Paprika dazu.

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Statt mit Reis habe ich das Curry allerdings dieses Mal mit Pfannenbrot serviert, das schnell und einfach gemacht ist.

Für 12 Stück:

300 g Mehl, 2 Teelöffel Salz, Kreuzkümmelsamen und 150 ml lauwarmes Wasser mischen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie wickeln und 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig in 12 gleich große Scheiben schneiden und dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Eine beschichtete Pfanne stark erhitzen und ohne Fettzugabe die Brote auf jeder Seite 2 – 3 Minuten backen.

Die Pfanne nach jedem Backvorgang von verbrannten Stellen reinigen.

Grundrezept: Klassisches Sauerteigbrot

Dieses Rezept habe ich vor bestimmt 20 Jahren mal von einer Freundin bekommen. Da der Kontakt mittlerweile leider abgebrochen ist, kann ich nichts zur Quelle sagen.

Ich habe dieses Brot früher häufig, auch für mich alleine, gebacken, weil es fast so schmeckt, wie unser Doppelback, das wohl nur in einigen Regionen Westfalens bekannt ist.

Dann verschwand das Brotrezept irgendwie in der Versenkung meiner verschiedenen Rezeptkladden, aber heute habe ich es endlich mal wieder gebacken!

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Das fertige Brot ist herrlich knusprig und duftet wunderbar!

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Der Anschnitt sieht auch super aus!

Die Zubereitung ist ganz einfach:

2 Tütchen Trockenhefe mit 1 TL Zucker in 500 ml lauwarmem Wasser einrühren. Stehen lassen bis die Flüssigkeit Blasen wirft. Dann 1 Beutel Sauerteig (75 g) zufügen und gut umrühren.

Je 375 g Weizenvollkorn- und Roggenmehl mit 2 TL Salz zufügen und durchkneten. (Das macht bei mir Brunhild, die Küchenhilfe.) Ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. (Ich habe den Teig dieses Mal bei 50 °C Ober-/Unterhitze im Backofen gehen lassen.)

sauerteigbrot01 *** Ich habe an dieser Stelle 3 EL Seeberger Vital-Kerne-Mix zugefügt und untergeknetet. ***

 

 

 

In eine Kastenform – oder wie ich in ein bemehltes Gärkörbchen – füllen und noch einmal ca. 20 Minuten gehen lassen.

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So super ist das Brot nach dem 2. Gehen aufgegangen.

 

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Das Brot aus dem Gärkörbchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.

Während dessen den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vorheizen.
(Da ich den Teig im Backofen habe gehen lassen, habe ich das Brot auf dem Blech mit einem sauberen Trockentuch abgedeckt und dann den Ofen aufgeheizt.)

Auf gleicher Stufe das Brot 1 Stunde 10 Minuten backen. Und wie es dann aussieht, seht Ihr oben.

 

Frühstück beim Herrn von Myra

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In Soest gibt es eine Bäckerei, die aus dem Bäckereiketten- und Back-Shop-Mischmasch erfreulich innovativ heraussticht: Die Brotmanufaktur Herr von Myra! Bei aller Innovation wird hier aber eigentlich Bäckerhandwerk nach alter Tradition betrieben, wie der Name Manufaktur – von Hand gemacht – schon sagt. Die Backstube ist in den Verkaufsraum integriert, so dass man dem Bäcker bei der Arbeit zusehen kann. Der Teig wird vor Ort frisch zubereitet, gebacken wird mit Buchenholz in einem nach alter Tradition gebauten Steinofen. Schon von draußen lockt einen der Duft nach frischem Brot herein.

Alle Zutaten sind biologisch angebaut bzw. hergestellt, größtenteils aus der Region.

Wer mehr erfahren will, kann gerne hier weiterlesen.

Da es auch eine gemütliche kleine Sitzecke gibt, waren wir während Martins Urlaub dort frühstücken. Für mich gab es ein frisches, knuspriges Brötchen und eine Scheibe Brot, dazu Schinken, Putenbrust, Käse und Brombeermarmelade. Martin hatte ein süßes Hörnchen mit verschiedenen Marmeladesorten. (Komisch übrigens, dass er zu Hause nie Marmelade auf’s Brot isst und sich sogar vor meinen selbst gemachten Marmeladen zu fürchten scheint…

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