Archiv der Kategorie: Mein Rezept

Sellerie-Kartoffelsuppe

Resteverwertung in meiner Küche: vom Sonntag war noch eine kleine Portion Sellerie-Kartoffelpüree übrig, aus dem ich eine leckere Suppe machte.

Dafür einfach etwas Brühe zugeben und kurz aufkochen. Nach Wunsch pürieren. Eventuell noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Topping habe ich ein paar Kürbiskerne angeröstet, dann in der selben Pfanne gewürfelten Räuchertofu knusprig gebraten und außerdem noch Frühlingszwiebel in Röllchen geschnitten.

selleriekartoffelsuppe

Schnell gekocht ist halb gegessen

Manchmal muss es auch mal schnell gehen dürfen. Sei es, dass man Termine hat, sei es, dass man tatsächlich mal keine Lust zum aufwändigen Kochen hat.

Zwei Rezepte, die sich da bewährt haben, sind zum einen ein Pastagericht mit einer schnell gemachten Sauce, wie zum Beispiel hier eine Champignon-Rahm-Sauce zu (gekauften) Tortelloni mit Ricottafüllung:

tortelloni_champignons

Oder ein Brotauflauf aus altbackenem Brot:

brotauflauf

Für den Auflauf das Brot in Würfel schneiden. Eine ofenfeste Form mit Olivenöl ausstreichen und die Brotwürfel im Öl wenden. Dann Tomaten in Scheiben oder halbiert (Kirschtomaten) auf dem Brot verteilen, Kapern, schwarze Oliven und Lauchzwiebelringe dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen, Kräuter nach Wunsch dazu, mit Käse (hier: Mozzarellascheiben) bedecken und bei 180 °C Umluft 20 Minuten backen.

Durch das Öl und die austretende Tomatenflüssigkeit wird das Brot wieder schön weich und genießbar.

Update: Schatzsuche im Vorratsschrank

Und gleich noch eine Zusammenfassung und zwar schon von der sechsten Runde der Schatzsuche im Vorratsschrank – Das Dauerevent auf Magentratzerl.

Immer wieder interessant, was in den Vorräten der Bloggergemeinde schlummert und noch viel interessanter, zu welch kreativen Ideen sie anregen..

Meine Beiträge dieser Runde waren:

Update zum Blogevent: Pegida aufessen oder Wie deutsch isst Du wirklich?

Susanne von Hamburg kocht! hat die erste Zusammenfassung online gestellt. Die Teilnehmer haben manche Erstaunlichkeit unser gutes deutsches Essen betreffend zutage gefördert. Leider steht zu befürchten, dass das Blog-Event hier noch lange nicht beendet ist, denn die vaterländischen Pegida-Anhänger sind ja so beratungsresistent wie eine Parkuhr. Wahrscheinlich gehören die Teilnehmer des Events jetzt auch zur Lügenpresse, aber ich würde mal sagen, darauf können wir stolz sein und uns was einbilden.

In meinem Beitrag habe ich das typisch norddeutsche Gericht Grünkohl mit Kartoffeln und Kohlwurst zerpflückt.

Orientalisches Rote Bete-Graupenrisotto

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Das Grundrezept habe ich mal in einer TV-Kochshow gesehen. Heute habe ich es extra für das Blog-Event CXV Zimt, Kardamom und Nelken, das Tina von Foodina bei Zorra ausrichtet, raus gesucht.

Tina stellt sich und den anderen Bloggern nämlich die Frage, ob die drei Gewürze eher in die weihnachtliche (süße) oder eher in die indische (herzhafte) Küche gehören.

Ich kann mich da nicht wirklich festlegen und habe schon unseren diesjährigen Weihnachtsnachtisch vorgestellt: ein zimtiges Apple Crumble.

Mein Ehrgeiz war aber geweckt, noch ein herzhaftes Gericht beizutragen und alle drei Gewürze zu verwenden, und so habe ich heute das Grundrezept kräftig aufgebrezelt:

Zutaten für 1 Portion als Hauptgericht oder 2 Portionen als Beilage:

  • 60 g Gerstengraupen (ich mag die gröberen gerne, man kann aber auch die feinen Perlgraupen nehmen)
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Weißwein
  • 200 – 250 ml Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • 2 Rote Bete-Knollen, vorgegart
  • 1 kleine Zimtstange
  • 2 – 3 Kardammomkapseln, etwas angedrückt
  • 2 – 3 ganze Nelken
  • 2 EL getrocknete Berberitzen in 50 ml Cranberrysaft (andere rote Fruchtsäfte gehen auch)
  • 1 TL Butterschmalz
  • 2 EL Himbeeressig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL kalte Butter
  • nach Wunsch: Schnittlauch, Dill oder Petersilie als Dekoration

Zubereitung:

Die Zwiebel abziehen und fein hacken, die Hälfte beiseite stellen.

Etwas Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und die Hälfte der Zwiebelwürfel andünsten. Die Graupen zufügen, umrühren und mit dem Weißwein ablöschen. Etwas reduzieren und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Inzwischen die rote Bete würfeln.

Das Butterschmalz bei mittlerer Hitze schmelzen und Zimtstange, Kardammom und Nelken darin anbraten.

graupenrisotto_rotebete01

Die zweite Hälfte der Zwiebelwürfel zugeben und leicht Farbe nehmen lassen. Die Gewürze aus der Pfanne nehmen.

Die Rote Bete-Würfel sowie die Berberitzen mit dem Cranberrysaft zugeben. Mit Himbeeressig, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Rote Bete-Mischung unter die gegarten Graupen mischen und die kalte Butter einrühren.

Anrichten und nach Wunsch mit Schnittlauch, Dill oder Petersilie garnieren.

graupenrisotto_rotebete02

Die restliche Rote Bete durfte ein paar Tage später mit Weißkohl und Kartoffeln ein Borschtsch werden.

Der Jahreswechsel 2015/2016

neujahr2016

Als erstes möchte ich allen Besuchern ein gutes, erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2016 wünschen. Ich hoffe, Ihr seid alle gut „rüber gerutscht“.

Der GöGa und ich waren – wie so oft – alleine zu Hause, aber das hat mich natürlich nicht daran gehindert, uns etwas schönes für den Silvesterabend vorzubereiten.

Dieses Jahr sollte es etwas einfaches geben: Kartoffel- und Nudelsalat sowie verschieden gewürzte Frikadellen und Schnitzel.

Den Kartoffelsalat habe ich nach diesem Rezept gemacht.

Zutaten für den Nudelsalat:

  • 250 g gekochte Gabelspaghetti
  • 2 – 3 hart gekochte Eier
  • 1/2 Rezept vegane Mayonaise, mit zusätzlich
  • 2 EL Joghurt verrührt
  • 1 EL Sojasauce
  • 1/2 rote Paprikaschote, geschält und in Würfel geschnitten
  • 50 g Erbsen (TK oder Dose)
  • 50 g Mais (TK oder Dose)
  • ca. 160 g Fleischwurst (mit Knoblauch)
  • 5 – 6 Gewürzgurken, je nach Größe
  • etwas Gurkenwasser

Zubreitung:

Alles gut vermischen und kühl stellen. Vorm Servieren eventuell noch mal abschmecken.


Dazu gab es zweierlei Frikadellen: mexikanisch und asiatisch gewürzt.

Zutaten für ca. 14 Frikadellen mexikanische Art:

  • 250 g Bio-Hackfleisch
  • 1/2 rote Paprikaschote, fein gehackt
  • 50 g Mais (TK oder Dose)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt und in 1 EL Öl glasig gedünstet
  • 3 – 4 EL Paniermehl
  • 1 kleine Ei
  • Saz
  • 1 EL scharfes Tomatenmark
  • Chilipulver
  • Cumin

Zubereitung:

Alle Zutaten vermischen und kleine Bällchen formen, die idealerweise mit einem Happs im Mund landen können. Auf ein mit Backpapier oder Cross & Frit-Papier (z. B. Toppits) belegtes Blech legen.


Zutaten für ca. 14 Frikadellen asiatische Art:

  • 250 g Bio-Hackfleisch
  • 1 – 2 Frühlingszwiebeln in dünnen Ringen
  • 2 EL fertige Currysauce (als Ei-Ersatz)
  • 2 Scheiben Sesamknäckebrot (im Mörser grob zerbröselt)
  • 2 EL Sesamsaat
  • Currypulver
  • Kurkuma
  • Salz oder ein Schuss Sojasauce

Zubereitung:

Wie bei den mexikanischen Bällchen.

frikadellen_x_2

obere Hälfte: mexikanische Fleischbällchen untere Hälfte: asiatische Fleischbällchen

Im auf 180 °C Umluft vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, je nach Backofen und Größe der Bällchen.


Dann habe ich noch zwei Schweineschnitzel in mundgerechte Stücke geschnitten und verschieden gewürzt und paniert. Eigentlich hatte ich auch noch zwei Putenschnitzel, aber die habe ich eingefroren, weil wir reichlich Fleisch und Salat hatten. So reichlich, dass wir heute prima von den Resten satt werden.

Die Stücke vom ersten Schnitzel wurden mit Gyrosgewürz und Salz gewürzt, dann in Mehl, Ei und Pankopaniermehl gewälzt und in reichlich heißem Butterschmalz ausgebraten. Bevor die Schnitzelchen im Paniermehl gewendet wurden, habe ich auf eine Seite noch Oreganozweige gelegt, die somit mit gebacken wurden.

Die Stücke vom zweiten Schnitzel wurden mit Paprika de la vera und Salz gewürzt und in Mehl, Ei und Haselnussblättchen, die noch vom ersten Weihnachtstag übrig waren, gewälzt und unter die Haselnussschicht kamen getrocknete Tomatenstückchen. Dann ebenfalls in Butterschmalz ausbraten, beide Schnitzelsorten auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Auf die Art und Weise konnte sich jeder nach Lust und Laune immer wieder im Laufe des Abends etwas holen.

schnitzel_frikadellen

Linker Teller, oben: Schnitzel mit Paprika de la vera, getrockneten Tomaten, Haselnusspanade Linker Teller, unten: Schnitzel mit Gyrosgewürz, Oreganozweig und Panko-Panade Rechter Teller: Frikadellen mexikanische und asiatische Art gemischt

silvesteressen2015

Zweierlei Schnitzel und Frikadellen mit Nudel- und Gurkensalat

Weihnachten 2015: Die Nachspeise am 2. Weihnachtstag…

… und ein Beitrag zum aktuellen Blog-Event CXV Zimt, Kardamom & Nelke bei Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf, den Tina von Foodina ausrichtet.

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Bei uns gab es also Apple Crumble zum Nachtisch, den ich Stunden vorher leicht vorbereiten konnte und kurz nach dem Hauptgericht nur noch für 20 Minuten in den Ofen zu schieben brauchte.

Von den drei Gewürzen war bei mir zwar nur der Zimt vertreten, aber dafür reichlich.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 50 g Mehl
  • 25 g Zucker
  • 25 g Butter
  • 1 Msp. Backpulver
  • etwas verquirltes Ei (Rest eventuell für Rührei verwenden)
  • 1 gute Prise Zimt
  • 2 Äpfel
  • Haselnussblättchen (vom ersten Weihnachtstag übrig)
  • 1 flacher EL Butter
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 4 Marzipankartoffeln

Zubereitung:

Zunächst Mehl, Zucker, Butter und Backpulver gut vermischen, dann teelöffelweise soviel vom verquirlten Ei zugeben, dass beim Kneten Streusel entstehen. Im Kühlschrank bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.

In einer Pfanne den Esslöffel Butter zerlassen, Zimtstange und Sternanis zugeben. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden. Zusammen mit den Haselnussblättchen zu der Butter in die Pfanne geben und ganz kurz schmoren.

weihnacht2015-02nachspeise1

Diese Mischung auf zwei ofenfeste Portionsförmchen verteilen, dabei Zimt und Sternanis heraus fischen. Die Marzipankartoffeln in Scheiben schneiden und die Scheiben zwischen die Apfelstücke stecken. Dann bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.


Zum Servieren den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen, die Streusel gleichmäßig über die Apfelstücke geben und ca. 20 Minuten knusprig backen.

Man kann dazu noch Vanilleschlagsahne, -sauce oder -eis servieren, aber das wäre uns zu viel gewesen. Deshalb gab es nur einen Espresso dazu.

weihnacht2015-02nachspeise2

Und so sieht der Apple Crumble von innen aus.

weihnacht2015-02nachspeise3

Weihnachten 2015: Das Hauptgericht am 2. Feiertag

Am 2. Weihnachtstag konnte meine Schwiegermutter leider aus gesundheitlichen Gründen nicht wie geplant zum Essen kommen und so ließen Martin und ich die Vorspeise (Türkische Rote Linsensuppe) ausfallen.

Als Hauptspeise gab es Entenkeule à l’orange, dazu Rahmwirsing und Kartoffel-Mandelplätzchen, die ich Anfang der Woche schon zubereitet und eingefroren hatte.

Zutaten für die Entenkeulen:

  • 2 Entenkeulen
  • 1 EL Butterschmalz
  • Saft von 2 Orangen
  • etwas abgeriebene Orangenschale
  • 8 EL Sojasauce
  • 2 EL Honig
  •  Pfeffer
  • einige Zweige Oregano
  • außerdem: eine filetierte Orange und etwas frischer Oregano für die Sauce und etwas in kaltem Wasser angerührte Stärke

Zutaten für den Rahmwirsing:

  • 1/2 Wirsing in feine Streifen geschnitten
  • 1 Becher Schlagsahne
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Außerdem:

Zubereitung:

Orangensaft, -schale, Sojasauce, Honig und Pfeffer gut verrühren, die Oreganozweige dazu und die Entenkeulen in die Marinade einlegen und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.

Etwa eine Stunde vor dem Essen die Keulen aus der Marinade nehmen, etwas trocken tupfen und von beiden Seiten salzen und pfeffern. Marinade aufbewahren.

Den Backofen auf 170 °C vorheizen, einen Bräter mit dem Butterschmalz dünn ausstreichen und die Entenkeulen einlegen. Auf der zweiten Schiene von unten im offenen Topf etwa 1 Stunde 10 Minuten garen.

In der Zwischenzeit eine Orange filetieren und den Wirsing zubereiten.

Dafür die Butter in einem Topf schmelzen, den fein geschnittenen Wirsing zugeben und etwas anschmoren. Die Sahne zugeben und mit den Gewürzen abschmecken. Warm halten.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffel-Mandelplätzchen von beiden Seiten goldbraun ausbraten.

Vor dem Servieren die Keulen aus dem Bräter nehmen, mit etwas Küchenkrepp das Fett entfernen und die Marinade zugießen. Den verkochten Oregano heraus nehmen, die angerührte Stärke einrühren, einmal aufkochen lassen, die Orangenfilets, ein paar neue Zweige Oregano, die Orangenfilets sowie die Entenkeulen in die Sauce geben und bis zum Anrichten warm stellen.

weihnacht2015-02hauptgericht_neu

Zum Nachtisch gab es einen leckeren Apple Crumble – den konnte ich ebenfalls wunderbar vorbereiten und brauchte ihn nach dem Hauptgang nur noch fix zu backen.

Weihnachten 2015 – Essen am 1. Feiertag

Am ersten Weihnachtstag konnte ich es mir relativ einfach machen und auf Dinge zurückgreifen, die ich schon in der Woche zuvor zubereitet hatte und zusammen mit dem Rest im Tiefkühler schlummerten. So musste ich teilweise nur noch aufwärmen bzw. vollenden.

Zur Vorspeise gab es die Karotten-Kürbiscrèmesuppe mit Kokosmilchschaum und einer Black Tiger-Garnele und zum Hauptgericht Hirschsteak unter der Haselnusskruste (orignal mit Mandeln) mit Apfelrotkohl und Semmelknödel.

weihnacht2015-01vorspeise weihnacht2015-01hauptgericht

Der Nachtisch fiel wegen Magenüberfüllung aus… später haben wir beim gemütlichen Fernsehen im Bett noch etwas Eis direkt aus der Packung geschlabbert.

Unsere Heiligabend-Tradition: Reibekuchen mit Lachs

IMG_7285Zunächst möchte ich allen Besuchern meines Blogs ein schönes Weihnachtsfest wünschen. Lasst Euch nicht zu sehr stressen und genießt die Tage im Kreise Eurer Lieben!

Gestern, am Heiligen Abend gab es bei uns mal wieder ganz traditionell Reibekuchen mit Räucherlachs und dazu Gurken- und Fenchelsticks sowie Sahnemeerrettich, einmal pur und einmal mit Preiselbeersaft, eingelegten Ingwer und Gravlax-Sauce.

Die Reibekuchen habe ich nach diesem Rezept gemacht. Der Rest musste dann nur noch auf Schüsselchen, Teller und Gläser verteilt werden.

reibekuchen_lachs