Archiv der Kategorie: Vegetarisch und Vegan

Nachgekocht: Rote-Bete-Risotto mit Grünkohltopping

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Dieses wunderbar farbenfrohe Rezept hatte Unser Meating zur Rettung des Kohls vor der Konserve beigetragen. #wirrettenwaszurettenist

Es sah nicht nur klasse aus, es las sich auch sehr lecker. Darum besorgte ich eine Rote Bete, um das Gericht für mich als Solomittagessen zu machen. Aber wie das immer geht, irgendwas ist ja immer und die Rote Bete trocknete einem schnöden Tod auf dem Kompost entgegen. Um das zu vermeiden, fragte ich vorsichtig beim GöGa an, ob ich das Gericht eines Samstagabends für uns kochen könne. Rote Bete ist ja eines dieser furchtbar exotischen Lebensmittel, die nicht so seine Sache sind. „Jaaaaa… mach mal. Ich muss auch mal andere Sachen probieren.“ sprach er und es wurde abends gemeinsam gekocht.

Sagen wir mal so: Ich denke, das wird jetzt nicht zu seinem Lieblingsessen, aber er war nicht vollkommen abgeneigt. 😉

Mir hat das Risotto mit dem gebratenen Grünkohl ganz hervorragend geschmeckt, da ich ja ein großer Fan von bitteren und erdigen Aromen bin. Für den GöGa habe ich extra noch etwas Agavendicksaft und Zitrone zum Risotto gegeben, damit die erdige Note der Bete noch etwas verdrängt wird. Und so habe ich das Rezept nachgekocht:

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Gemüse unter der Püreehaube

Möhren, Porree, Brokkoli und Blumenkohl (TK-Fund) unter einer goldgelben cremigen Kartoffel-Pastinakenpüreehaube gab es Sonntag vor zwei Wochen bei uns. Der GöGa hatte sich mal wieder Gemüseauflauf gewünscht, rümpfte aber die Nase, als ich sagte, ich hätte gerne Kartoffeln statt Nudeln mit im Auflauf. Ob denn Kartoffelpüree als Haube okay sei… wurde abgenickt. In der Annahme ich hätte noch genügend Kartoffeln, hatte ich vom Einkaufen keine mitgebracht. So musste ich sie mit Pastinake mischen, was besonders köstlich wurde.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

  • 1 Brokkoli
  • 2 Möhren
  • ca. 1/2 Blumenkohl (ich hatte noch ein paar Röschen im TK)
  • 2 dünne Stangen Lauch
  • 2 faustgroße Kartoffeln
  • 1 dicke Pastinake
  • 100 g geriebener Gouda
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 50 g Butter + etwas zum Fetten der Auflaufform

Zubereitung:

Zunächst für das Püree Kartoffeln und Pastinake waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Knapp mit gesalzenem Wasser bedecken, aufkochen und sehr weich kochen.

Das restliche Gemüse waschen, putzen, schälen und wie folgt vorbereiten:

Die Möhren quer halbieren und längs vierteln. Den Brokkoli vom Strunk befreien, in Röschen schneiden. Falls Ihr frischen Blumenkohl nehmt, ebenso verfahren. Vom Lauch die dunkelgrünen Enden abschneiden und die hellen Stücke längs halbieren, unter fließendem Wasser waschen und in 1 cm breite Halbringe schneiden.

Etwa 10 g Butter in einer Pfanne zerlassen, Lauch und Möhren kurz darin anbraten. Das restliche Gemüse kann roh in den Auflauf.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Eine Auflaufform mit wenig Butter ausfetten und das Gemüse hineinfüllen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Sobald Kartoffeln und Pastinaken weich sind, Wasser abgießen, 40 g Butter zugeben und stampfen. Den geriebenen Käse zugeben und jetzt mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Das Püree über dem Gemüse verteilen und im Backofen ca. 30 – 40 Minuten goldgelb überbacken.

Das war ein sehr feines vegetarisches Abendessen. Ihr könnt das Gemüse natürlich ganz nach persönlichen Vorlieben austauschen.

Blog-Event CXXXVIII – SlicedKitchen

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Blog-Event CXXXVII - SlicedKitchen (Einsendeschluss 15. Februar 2018)

Das aktuelle Blog-Event bei Zorra (1x umrühren aka Kochtopf) läuft im Zusammenarbeit mit der Firmal GRAEF. Gewinnen kann man auch etwas, nämlich eine von drei Allesschneidern.

Gewünscht sind sozusagen Scheiben aus der Küche in allen Variationen.

Bei mir gibt es als erstes einen fruchtigen Salat, der sich hervorragend als Vorspeise eignet:

Mango-Caprese mit Maracujadressing, dazu Lachsceviche

Zutaten für 1 Portion:

  • ca. 50 g TK-Lachsfilet, leicht angetaut
  • 1/2 – 1 Limette
  • 1/2 Mango
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 2 Maracuja
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Salz
  • 1 halbe milde Chilischote
  • 1/2 Bund Koriander
  • optional: ein paar Salatblätter zum Anrichten

Zubereitung:

Zunächst das Lachsfilet in feine Scheiben schneiden, auf einen Teller legen und den Limettensaft darüber träufeln. Durch die Säure in der Limette denaturiert das Eiweiß im Fisch, der somit quasi kalt gegart wird.

Den restlichen Lachs, den ich nicht mehr ordentlich in Scheiben schneiden konnte, habe ich durchgehackt und mit Frühlingszwiebelringen, Salz und Pfeffer später auf Brot gegessen.

In der Zwischenzeit die Mango zur Hälfte schälen, dann Scheiben bis zum Kern herunter schneiden. Den Rest im Kühlschrank aufbewahren.

Die Mozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Mangoscheiben anrichten.

Aus den beiden Maracujas mit Olivenöl, Agavendicksaft und Salz ein Salatdressing anrühren.

Das Maracujadressing über die Mango-Mozzarella-Caprese geben, mit in dünne Ringe geschnittener Chili und abgezupften Korianderblättchen bestreuen. Den marinierten Lachs auf Salatblättern daneben anrichten.

 

#wirrettenwaszurettenist: Den Kohl vor der Konserve

Im Januar wird wieder gerettet und zwar jedwede Art von Kohl – vor der Konserve und vor den traditionell mächtigen Rezepturen mit Wurst, Eisbein, Speck und so weiter. Ich rette mit der eigenen Ernte von Grün– und Rotkohl, wobei letzterer leider keine Köpfe angesetzt hat. Dennoch schmecken die inneren zarten Blätter, die mal ein großer Kopf hätten werden sollen,  kurz gedünstet sehr gut. Nur nichts umkommen lassen, denn #wirrettenwaszurettenist.

Selbstverständlich gibt es auch bei mir in der kalten und grauen Jahreszeit den Grünkohl traditionell westfälisch (bitte scrollen) und den Rotkohl als Apfelrotkohl zu deftigen Fleischgerichten, aber dass beide auch leicht können, habe ich auch schon im Blog bewiesen (siehe weiter unten).

Davon ab gibt es unzählige Kohlsorten in der Konserve, egal ob Sauerkraut, Rot- oder Grünkohl, ferner gibt es ganze „Menüs“ in der Aluschale, die neben den Kohlsorten Kasseler und Kartoffelpüree, Roulade und Klöße oder Mettwurst und Kartoffeln enthalten.

Das lasse ich in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder bei Essen-auf-Rädern durchgehen, aber nicht in meiner Küche. Das einzige Zugeständnis, das ich bisher gemacht hatte, war Grünkohl aus der Tiefkühltruhe, weil es ihn wirklich erst seit ein oder zwei Jahren wieder frisch zu kaufen gibt. Aber das hat ja nun mit dem Garten ein Ende.

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Asiatisches Wok-Gemüse

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Warum dieser „Vorsatz“ mit der Werbung? Seit neuestem muss man wohl im Blog jeden externen Link auf kommerzielle Seiten/Anbietern als Werbung kennzeichnen, egal, ob man das Produkt selber gekauft hat und einfach nur „begeistert“ davon ist oder ob man vom Anbieter in irgendeiner Form für die Erwähnung im Blog bezahlt wird, sei es in Form von Geld oder Ware.

Heute geht es um den Wok von d. die Pfanne, den ich von meinem eigenen Geld gekauft habe, weil ich von den vorher auch aus eigener Tasche erworbenen Produkten angetan und überzeugt bin und diese Produkte nicht nur in der Küche nutze, sondern auch gerne explizit erwähne und weiter empfehle.

Jetzt aber Schluss mit diesem Quark… und zum Rezept.

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Update: Bog-Event CXXXVII – Zurück zu den Wurzeln

Das Event von Eva (Evchen kocht) bei Zorra ist auch schon wieder Geschichte. Hier kommt die Zusammenfassung.

Meine Beiträge waren:

Kochen gegen das Wintergrau

Laut der Wetteraufzeichnungen sollen der Dezember 2017 sowie der Januar 2018 die sonnenärmsten Monate seit 1952 gewesen sein. Mir geht diese Sonnenarmut ja mächtig auf den Zeiger. Tage, an denen man die Innenbeleuchtung quasi nicht ausschalten kann, machen mich müde, müde und nochmal müde. Die Energie zu allem fehlt einfach. Wie schön, wenn man dann wenigstens Knallfarben auf den Teller bekommt.

Vorletzte Woche gab es dieses farbenfrohe Solomittagessen aus Süßkartoffel, Rote Bete-Joghurt und Spinatsalat mit Tomatenvinaigrette, in dem ich sogar noch Reste vom Wochenende unterbringen konnte.

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Falafel mit grünen Erbsen und Erbsensprossen

Falafel habe ich ja schon öfter gemacht, meistens aus Kichererbsenmehl. In diesem Rezept wurden dem Teig noch grüne TK-Erbsen zugegeben, allerdings wurden die Falafel mit Kichererbsen aus der Dose bzw. getrockneten Kichererbsen gemacht, was ich in der Zubereitung suboptimal fand. Allerdings hatten mir die grünen Erbsen sehr gut darin geschmeckt, so dass ich diese in meine üblichen Falafel aus Kichererbsenmehl einbaute.

Zudem hatte ich selber Erbsensprossen gezogen, die ebenfalls einen Frischekick lieferten.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Rezept Falafel, plus 100 g aufgetaute TK-Erbsen statt der Petersilie (Erbsen etwas mit einer Gabel zerkleinern)
  • 1 Rezept Orientalischer Möhrensalat mit Orangen
  • 1 Rezept Tzatziki
  • 2 Portionen Butterreis (1 Tasse Reis, 2 Tassen Wasser, 1 TL Butter, Salz zum Kochen bringen und dann auf kleiner Hitze ca. 20 Minuten ausquellen lassen)
  • 2 EL Erbsensprossen zum Bestreuen der Falafel

Grundrezept: Tzatziki

Zutaten:

  • 1 Becher Joghurt
  • 1 – 2 Zehen Knoblauch
  • 1 halbe Salatgurke
  • 1 halber Bund Dill, alternativ Minze oder glatte Petersilie, gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft

Zubereitung:

Die Gurke heiß abwaschen und in dünne Scheiben hobeln. Knoblauch fein hacken. Alles vermischen, abschmecken und zu Gerichten aus der griechischen oder türkischen Küche servieren.

 

Blog-Event CXXXVII: Zurück zu den Wurzeln – Rezept Nr. 2

Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)

In meinem zweiten Beitrag zum Event, das Eva von Evchen kocht bei Zorra ausrichtet, spielt dieses alte Wurzelgemüse

Schwarzwurzel (Scorzonera)

die Hauptrolle. Die Schwarzwurzel wird in unserer Region östlich des Ruhrgebiets auch gerne Bergmannsspargel genannt. Ganz lange konnte man sie in den Geschäften bestenfalls im Glas bekommen. So allmählich gibt es sie wieder in ihrer Ursprungsform zu kaufen.

Zum Schälen empfiehlt es sich, Einmalhandschuhe zu tragen und dann unter fließendem Wasser zu arbeiten, da der austretende Pflanzensaft ziemlich klebt. Um zu vermeiden, dass die Schwarzwurzeln nach dem Schälen gelbbraun werden, sollte man eine Schüssel mit Zitronen- bzw. Essigwasser bereitstellen, in der man die Wurzeln bis zur weiteren Verwendung aufbewahrt.

Die Schwarzwurzeln bekommen in meinem Gericht noch Gesellschaft von zwei weiteren Wurzeln, nämlich einer Petersilienwurzel, die bei der Zubereitung der Suppe übrig geblieben war und Möhren, die ich sowieso fast immer im Haus habe.

Alles zusammen ergibt dann:

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