Archiv der Kategorie: Obst und Gemüse

Käselauchsuppe mit Veggie-Hack

Diese Suppe, die ich öfter bei Freunden gegessen habe, als ich noch nicht an der Dialyse war, wollte ich jetzt, wo ich nicht mehr auf meine Flüssigkeitszufuhr achten muss, gerne mal selber kochen.

Das Netz wimmelt ja vor Rezepten; ich hatte mich letzten Endes für dieses bei Chefkoch entschieden. Der Geschmack war aber so flach und unausgewogen, dass ich noch mächtig Hand und Gewürz angelegt habe. Dann war die Suppe aber sehr lecker!

Zutaten für 4 – 5 Portionen *):

  • 1 Paket (180 g) Veggie-Hack oder 250 g Hackfleisch halb und halb
  • 1 dicke Stange Lauch
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Schmelzkäse (fettreduziert)
  • 500 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL grüne Pfefferkörner in Lake
  • Paprikapulver edelsüß
  • Zitronensaft und -abrieb

Zubereitung:

Den Lauch putzen, längs halbieren und gründlich waschen. In nicht zu schmale Halbringe schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Die Pfefferkörner gut durchhacken.

Öl in einem Suppentopf erhitzen, Zwiebel- und Knoblauchwürfel anschwitzen. Das (Veggie-)Hack zugeben und kurz anbraten. Dann den Lauch dazu geben und ebenfalls leicht dünsten.

Wasser aufgießen und den Schmelzkäse einrühren. Köcheln lassen, bis der Lauch die gewünschte Konsistenz hat; ich persönlich mag ihn lieber etwas weicher.

Mit Pfefferkörnern und etwas von der Lake sowie Salz, Paprikapulver und Zitronenabrieb und -saft pikant abschmecken.

kaeselauchsuppe

Käselauchsuppe mit Veggie-Hack, dazu eine Scheibe selbst gebackenes Brot – sehr lecker!

*) Kleine Anmerkung am Rande: Ich weiß ja nicht, was für Portionen so mancher Mensch reinhaut, aber nachdem ich das oben verlinkte Chefkochrezept für 4 Portionen halbiert hatte, bekam ich letzten Endes ca. 5 Portionen Suppe raus.

Rotkohl indisch mit Safranreis, Falafel und Gurke-Minz-Raita

Unser samstägliches Abendessen war wieder super lecker. Es gab Rotkohl indisch, Gurken-Minz-Raita und Falafel, dazu Safranreis.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1/2 großer Rotkohl oder 1 kleiner
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück fein gehackter Ingwer
  • 1 großzügige Prise Kurkuma
  • Kokosflocken
  • Salz
  • Öl, Butterschmalz oder Ghee

Zubereitung:

Den Rotkohl in feine Streifen schneiden. Zwiebel würfeln.

Fett in einer Pfanne oder in einem Wok erhitzen und die Senfkörner und Zwiebelwürfel braun anbraten. Vorsicht: die Körner springen gerne mal aus der Pfanne.

Kurkuma und Kokosflocken zufügen, andünsten. Kohlstreifen zufügen, mit Salz abschmecken und unter ständigem Rühren garen, bis der Rotkohl gar ist, aber noch Biss hat.


Zutaten für 2 – 3 Portionen Raita:

  • 150 g Joghurt
  • 1/3 Salatgurke
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Zitronenabrieb
  • grobes Meersalz
  • Pfeffer
  • fein gehackte Minze, frisch oder getrocknet

Zubereitung:

Die Gurke heiß abwaschen, längs vierteln, die Kerne entfernen und die Gurkenviertel in feine Scheibchen schneiden und zum Joghurt geben. Die Knoblauchzehe schälen, fein hacken und mit dem groben Meersalz mit der Messerklinge zu einem Püree verreiben.

Zusammen mit Zitronenabrieb, Pfeffer und Minze unter den Joghurt rühren.


Zutaten für 4 Falafel:

  • 60 g Kichererbsenmehl
  • 1/4 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 EL frisch gehackte Petersilie oder TK
  • 1/2 fein gehackte Schalotte
  • 1 fein gehackte Knoblauchzehe
  • 1/2 Msp. Backpulver
  • Salz
  • 100 ml kochendes Wasser
  • etwas Zitronensaft und -schale
  • 2 EL Sesamsaat
  • 1/2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Kichererbsenmehl mit Kreuzkümmel, Petersilie, Schalotte, Knoblauch, Backpulver und Salz gut vermischen. Kochendes Wasser zugießen und dabei gründlich rühren. Mindestens 10 Minuten stehen lassen, bis der Teig eingedickt ist. Olivenöl, Zitronensaft- und schale sowie Sesamsaat untermischen.

Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen, Olivenöl hineingeben und mit feuchten Händen aus dem Teig flache „Frikadellen“ formen. Im heißen Öl braten und möglichst nur ein Mal wenden.


Zutaten für 2 Portionen Safranreis:

  • 1/2 Tasse Himalaya-Basmatireis
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 TL Butter
  • Salz
  • einige Safranfäden

Zubereitung:

Die Butter bei mittlerer Temperatur im Topf schmelzen, den Reis glasig anschwitzen. Wasser und Safranfäden zugeben, leicht salzen. Den Reis einmal aufkochen, dann auf kleinste Temperatur runter regeln und quellen lassen.

Alles anrichten und servieren.

rotkohl_raita_reis_falafel

Apple Pancakes

Ja, das Kind muss einen Namen haben. Und warum nenne ich sie nicht einfach Apfelpfannkuchen, wo sie doch aus meinem altbewährten Pfannkuchenteig gemacht sind? Ganz einfach, weil ich sie in Metallringen von ca. 8 cm Durchmesser gebacken habe und sie sich dadurch auch noch schön „aufgeplustert“ haben wie American Pancakes.

Langer Rede kurzer Sinn, was braucht man also?

Zutaten für ca. 12 Pancakes von 8 cm Ø:

  • 2 Eier
  • etwa 6 gehäufte EL Mehl, kommt auf die Größe der Eier an
  • kohlesäurehaltiges Mineralwasser
  • 2 – 3 EL Vanillezucker nach Geschmack
  • 1 EL getrocknete Minze oder der Inhalt von 1 Beutel Pfefferminztee
  • 1 großer Apfel, geschält, geviertelt, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten
  • Fett für die Pfanne
  • Metallringe zum Backen

Zubereitung:

Eier verquirlen, so viel Mehl zugeben, dass ein dicker Teigklumpen entsteht. Dann so viel Mineralwasser unterschlagen, dass der Teig dünnflüssig wird. Vanillezucker, Minze und Apfelscheiben unterrühren.

Fett in der Pfanne erhitzen, Metallringe hinein stellen und den Teig einfüllen. Nach kurzer Zeit die Ringe abziehen, die Pfannkuchen wenden und zwischen Küchenpapierlagen etwas entfetten. Weitermachen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Nach Wunsch mit Zimtzucker oder Puderzucker bestreuen.

applepancake

Lauwarmer Rotkohlsalat

Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)
Noch bis zum 15. Februar läuft bei Zorra von 1 x umrühren bitte aka Kochtopf das Blog-Event zum Thema Kohl, das Eva von Evchen kocht dieses Mal ausrichtet.

Ich hatte vom Einkaufen einen ca. 1 kg schweren Rotkohlkopf mitgebracht. Die Hälfte wird zu typischem Apfelrotkohl verarbeitet und portionsweise eingefroren. Die zweite Hälfte habe ich heute für ein Rezept, das ich vor einiger Zeit auf der Webseite Essen & Trinken entdeckt hatte, genommen. Wie immer schreibe ich Euch das Originalrezept mit meinen Änderungen in Klammern auf.

Zutaten für 2 Portionen:

  • Salz
  • 100 g Bulgur (ich: Couscous)
  • 250 g Rotkohl, geputzt
  • 1 Zwiebel (ich: 1 Frühlingszwiebel)
  • 1 EL Öl (ich: Olivenöl)
  • 2 EL Essig (ich: Vincotto Feige)
  • 1 Prise Zimtpulver
  • 2 EL Honig
  • 2 TL Harissa (ich: Harissapulver)
  • 4 Stiele glatte Petersilie (ich: TK-Petersilie)
  • (ich: 2 Blätter getrocknete Minze zusätzlich)
  • 100 g fettarmer Joghurt (ich: etwas mehr, der Rest musste weg)
  • 2 EL Milch (ich: ohne)
  • 100 g Feta light (ich: normalen Feta, davon ca. 70 g)

Zubereitung:

1. 250 ml Wasser in einem Topf aufkochen. Salz und 100 g Bulgur (ich: Couscous) zugeben und zugedeckt bei mildester Hitze 25 Min. quellen lassen.

2. Inzwischen Rotkohl putzen, den dicken Strunk keilförmig herausschneiden und den Kohl in feine Streifen schneiden; es sollten ca. 250 g ergeben. 1 Zwiebel in halbe Ringe schneiden (ich: Frühlingszwiebel in sehr dünne Ringe schneiden). Beides in einer Schüssel mit Salz würzen und mit den Händen kräftig durchkneten.

3. 1 EL (Oliven-)Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kohlmischung darin bei mittlerer Hitze andünsten. Mit 2 EL Essig (ich: Vincotto Feige), 1 Prise Zimtpulver, 1 – 2 EL Honig und Salz (ich: ohne, weil der geknetete Rotkohl genug Salz hat) würzen und 5 Min. weiterdünsten.

4. Bulgur mit 1 – 2 TL Harissa  würzen. Blättchen von 4 Stielen glatter Petersilie hacken. 100 g fettarmen Joghurt mit 2 El Milch verrühren. 100 g Feta light grob zerbröseln. Rotkohl mit Bulgur, Feta und Joghurt anrichten und mit Petersilie bestreut servieren.
(ich: Couscous mit 1 – 2 TL Harissapulver würzen, etwas Olivenöl zugeben und auflockern. Gerebelte getrocknete Minze mit TK-Petersilie und etwas Salz unter den Joghurt rühren. Rotkohl, Couscous und Minzjoghurt anrichten und mit dem zerbröseltem Feta bestreuen.)

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Orientalische Hähnchen-Gemüsepfanne mit Safranreis

Das Rezept hat Sebastian Reichelt vor kurzer Zeit in einer Facebook-Gruppe gepostet. Das Gericht sah auf seinem Foto so köstlich aus, dass ich es vergangenen Sonntag unbedingt nachkochen musste. Bereut habe ich das nicht, es war einfach köstlich!

Zutaten für 3 Portionen:

  • 3 Hähnchenschenkel vom Markt
  • Saft einer Limette
  • 3 EL Olivenöl
  • Ras-el Hanout und Baharat geschmischt
  • 1 g Safran
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 große Möhre
  • 100 g Schalotten
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 Datteln – oder mehr nach Geachmack
  • 6 Softaprikosen – oder mehr nach Geschmack
  • 2 EL Mandelkerne oder gehackte Mandeln
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Tasse Basmatireis
  • 1 TL Butter
  • 2 Tassen Wasser
  • restliche Safranfäden
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tasse gewässerte Sultaninen
  • 150 g Naturjoghurt
  • 2 EL getrocknete Minze
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • außerdem: Kerne von 1/2 Granatapfel, gehackte Petersilie, 2 TL Harrissa

Zubereitung:

safranEin paar Safranfäden für den Reis beiseite legen.
Den Rest mit einem 1 TL kochendem Wasser überbrühen.

 

haehnchen_eingelegtHähnchenschenkel mit Ras-el Hanout-Bararat-Mischung gut rundum einreiben. In eine Schüssel legen. Den überbrühten Safran mit Olivenöl und Limettensaft darüber geben und gut vermischen und mehrere Stunden (optimal sind 24 Stunden) kühl stellen.


Das Gemüse waschen, putzen und in Streifen bzw. schräge Scheiben schneiden. Schalotten schälen und halbieren, rote Zwiebel schälen und achteln. Zwei Knoblauchzehen schälen.

Bio-Orange heiß abwaschen und in dicke Scheiben schneiden.

Datteln und Aprikosen halbieren oder dritteln.


Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Hähnchenschenkel salzen und pfeffern und in einem Bräter oder einer großen ofenfesten Pfanne von allen Seiten knusprig braten. Die Safran-Öl-Limettenmischung über die Hähnchenschenkel geben und ca. 25 Minuten im Backofen schmurgeln lassen.

Dann die Hähnchenschenkel aus der Pfanne nehmen, das Gemüse mit Datteln, Aprikosen und Mandeln in die Pfanne geben. Salzen, pfeffern, gut umrühren und die Hähnchenschenkel wieder oben auf setzen. Die Orangenscheiben zwischen die Schenkel stecken.

Noch einmal für ca. 25 Minuten in den Ofen geben.


In der Zwischenzeit den Reis in der Butter kurz glasig dünsten, Wasser, Safran und etwas Salz zugeben, aufkochen und dann auf kleiner Temperatur garen. Zum Schluss die Sultaninen unterrühren.


Den Naturjoghurt mit gerebelter Minze, fein gehackter Knoblauchzehe und etwas Salz mischen.

Zum Anrichten das Gemüse auf Tellern anrichten, jeweils einen Hähnchenschenkel darauf legen und eine Orangenscheibe dazu geben.

Den Reis mit einem Ring anrichten, etwas vom Minzjoghurt und dem Harrissa dazu geben und alles mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen.

haehnchen_orientalisch

Die Zubereitung ist ein wenig aufwendig, aber mit der entsprechenden Planung geht es und die Mühen lohnen sich.

Grundrezept: Brokkolicrèmesuppe

Die Stiele von Brokkoli und das aufbewahrte Kochwasser kann man wunderbar für eine Brokkolicrèmesuppe verwenden.

Dazu die Stiele nach Bedarf etwas schälen und sehr klein würfeln. 1 kleine Schalotte fein hacken und zusammen mit den gewürfelten Brokkolistielen in 1 EL Butter dünsten. Mit 1 EL Mehl bestäuben und zusammen anschwitzen. 100 ml Weißwein und 400 ml Kochwasser zugießen und aufkochen.

Die Suppe mit dem Stabmixer durchpürieren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Abkühlen lassen und portionsweise einfrieren.

Vor dem Servieren noch einmal abschmecken und eventuell etwas Schlagsahne unterrühren oder die Suppe mit einer Sahnehaube bzw. einem Klecks Saure Sahne servieren.

Ungeplante Lachsfrikadellen mit Orangen-Sauerrahm-Sauce…

… dazu Tagliatelle und Butterbrokkoli.

Es sollte eigentlich kurz gebratene Wildlachsfilets geben. Leider habe ich sie nur als TK-Ware bekommen und nach dem Auftauen stellte sich heraus, dass es sich um zwei – zwar große – aber sehr dünne Scheiben handelten. Ich hätte sie nicht in der Pfanne gedreht bekommen, ohne dass mir alles auseinander gebröselt wäre.

Insofern improvisierte ich und machte einfach Wildlachsfrikadellen. Doch von Anfang an:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 250 – 300 g Wildlachsfilet, TK oder frisch
  • 1 Ei
  • Paniermehl
  • 1 – 2 EL Dill, TK oder frisch gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • 1 geh. TL Sahnemeerrettich
  • 1/2 Rezept Orangen-Sauerrahmsauce
  • 1,5 EL Butterschmalz
  • 1 kleiner Brokkoli
  • Salz, Pfeffer, frische Muskatnuss
  • 1 EL Butter
  • 300 g Tagliatelle
  • Salz

Zubereitung:

Zunächst die Orangen-Sauerrahmsauce zubereiten und warm stellen bzw. kurz vorm Servieren noch mal kurz aufkochen.

Den Brokkoli putzen, in Röschen oder Scheiben schneiden und in köchelndem Salzwasser kurz blanchieren. Abgießen, dabei das Kochwasser auffangen. Die Stiele nicht wegwerfen, sondern eine Brokkolicrèmesuppe daraus zubereiten.

Butter im Kochtopf zerlassen, den Brokkoli darin schwenken und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Im Backofen bei knapp 100 °C Umluft warm halten.

Für die Frikadellen die Lachsfilet mit einem Kochmesser gut durchhacken, dann Ei, Dill, Sahnemeerrettich untermischen und so viel Paniermehl zugeben, dass eine homogene Masse entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

wildlachs_gehackt
Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen, mit nassen Händen 6 Frikadellen formen und von beiden Seiten knusprig braten. Im Backofen bei knapp 100 °C Umluft warm halten.

Reichlich Salzwasser für die Pasta aufsetzen und die Tagliatelle al dente garen.

Zum Anrichten die Tagliatelle auf 2 Teller verteilen, den Butterbrokkoli obenauf legen und die Frikadellen mit der Orangen-Sauerrahmsauce daneben geben.

lachsfrikadellen

Lammköfte mit Cacık und Fladenbrot

Zu meiner Brunhild gehört von Anfang an ein Fleischwolf. Dass der prinzipiell super funktioniert, hat er bei der Spritzgebäckproduktion in der Vorweihnachtszeit bewiesen.

Nun wollte ich ihn aber auch mal an der eigentlichen Materie, dem Fleisch ausprobieren. So hatte ich Lammfleisch geholt, weil man das ja in der Regel im Supermarkt nicht gewolft bekommt und wollte Köfte machen. Eine Rezeptanregung holte ich mir auf der Webseite Koch Dich türkisch von Orkide und Orhan Tançgil, deren Kochbuch Türkei vegetarisch ich ja auch habe.

Zunächst habe ich am Vortag den Teig für das Fladenbrot vorbereitet und im Kühlschrank gehen gelassen.

Zutaten für die Lammköfte (ca. 12 Stück):

  • ca. 300 g leicht durchwachsenes Lammfleisch
  • 1 Scheibe Sesamknäckebrot
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer
  • Pul biber (Chiliflocken)
  • 1 TL gefriergetrocknete Zwiebeln, z. B. von Goutess (ihr könnt auch eine frische fein gehackte Zwiebel nehmen, aber die vertrage ich nicht so gut)
  • 1 EL TK-Petersilie (ich hatte leider keine gut aussehende frische Petersilie bekommen)
  • 1 EL Olivenöl

Zutaten für das Cacık (Tzatziki):

  • 200 g Joghurt
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL TK-Dill
  • 1 TL TK-Petersilie
  • 1 TL getrocknete Minze
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Olivenöl

Zubereitung:

Zunächst den Backofen auf 250 °C vorheizen und den Teig für das Fladenbrot gut durchkneten und zu einer runden Form (ca. Größe einer Pizza) ausziehen. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Bachblech oder auf ein gelochtes Pizzablech und damit auf den Gitterrost legen.
Etwa 15 Minuten backen.


In der Zwischenzeit für das Cacık die Salatgurke heiß abwaschen, längs halbieren und Kerne heraus schaben (geht gut mit einem Espressolöffel). Die Gurkenhälften in nicht zu feine Scheiben schneiden.
Die Knoblauchzehe zählen und sehr fein hacken.

Beides mit dem Joghurt verrühren und mit den Kräutern sowie den Gewürzen abschmecken.

Zum Servieren in eine Schüssel umfüllen und mit Olivenöl beträufeln.


Das Lammfleisch durch den Fleischwolf mit feiner Scheibe in eine Schüssel lassen.

Ei, zerbröseltes Sesamknäcke, Zwiebel, Gewürze und Petersilie untermischen.

Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen, mit einem Esslöffel Portionen vom Lammfleisch abstechen und mit feuchten Händen zu Bällchen rollen. Im Olivenöl von beiden Seiten kross braten und mit dem Cacık, dem Fladenbrot und eventuell ein paar Oliven servieren.

lammkoefte

Gemüseeintopf „quer durch den Wintergarten“

Gestern war das Wetter so richtig zum Abgewöhnen: schmuddelig und nasskalt. Darum musste abends eine richtig schöne Suppe mit allerlei winterlichen Gemüsen her. Dazu kamen noch Graupen und pro Person ein veganes Wiener Würstchen von Wheaty.

wintergemueseeintopf_zutaten

Zutaten für meinen winterlichen Eintopf: vorne von links Zwiebel, Grünkohl – hinten von links Kartoffel, Porree (Lauch), Möhren, Sellerie, Pastinake, Steckrübe – dahinter Gerstengraupen

Zutaten für ca. 4 Portionen:

  • 1 große Haushaltszwiebel
  • ca. 100 g Grünkohl
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 Stange Porree (Lauch)
  • 2 Möhren
  • 1/4 Knollensellerie
  • 1/4 Steckrübe
  • 1 Pastinake
  • 3 gute Handvoll Gerstengraupen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 – 4 Wacholderbeeren
  • 3 – 4 Nelken
  • 1/4 TL Senfkörner
  • Salz, Pfeffer,
  • etwas Zucker
  • 1 EL Pflanzenöl, z. B. Distelöl
  • nach Wunsch: Würstchen (Wiener, Mettwürstchen, vegan oder aus Fleisch – ganz nach Gusto)

Zubereitung:

Alle Gemüse putzen, wenn nötig schälen und in nicht zu kleine Stücke schneiden. Den Grünkohl grob zupfen.

In einem großen Topf das Pflanzenöl erhitzen und die Zwiebel mit etwas Zucker glasig schmoren. Restliche Gemüse sowie die Graupen dazu geben, gut umrühren und so viel Wasser angießen, dass das Gemüse gerade bedeckt ist. Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Nelken und Senfkörner in ein Tee-Ei oder ein Gewürzbeutelchen geben und gut in der Flüssigkeit „versenken“. Salzen und Pfeffern und ca. 20 Minuten ganz leicht köcheln lassen, bis die Gemüse weich sind. Ich orientiere mich immer an den Kartoffeln, weil ich alle anderen Gemüsesorten auch noch gerne „mit Biss“ mag.

Wenn man „fleischliche“ Würstchen nimmt, diese von vorne herein mit in die Suppe geben, dabei gerade bei Mettwürstchen mit dem Salzen aufpassen, weil diese oft schon sehr salzig sind.

Bei den veganen Würstchen reicht es, diese in Scheiben zu schneiden, in die Suppenteller zu legen und den heißen Eintopf darauf zu schöpfen.

Nach Wunsch mit etwas gehacktem (rohem) Grünkohl bestreuen.

wintergemueseeintopf_serviert

Update: Mit dieser Suppe habe ich gestern, am 5. März 2016 an Ingrids Blogparty #Samstagssuppe teilgenommen.

Sellerieschnitzel mit Möhren-Weißkohl-Apfelsalat

Es geht weiter mit der Resteverwertung: vom Sellerie-Kartoffelpüree war noch ca. eine halbe Knolle übrig, außerdem schlummerte vom vegetarischen Borschtsch ein Viertel Weißkohl im Kühlschrank, dazu noch ein paar Möhren.

Vom Knollensellerie habe ich eine ca. fingerdicke Scheibe abgeschnitten, geschält und zunächst in etwas Salzwasser für 5 – 10 Minuten weich gekocht.

Zutaten für den Salat:

  • 380 g Weißkohl und Möhren gemischt
  • 1 Apfel
  • 1 – 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Ahornsirup (oder mehr nach Geschmack)
  • eine Handvoll Kernemix

Zubereitung:

Geputzten Weißkohl, Möhren und Apfel mit Schale grob raspeln (hier kam mir wieder meine gute Brunhild zugute) und in einer Schüssel mit Apfelessig durchmischen. Öl und Gewürze zugeben und mindestens eine Stunde gut durchziehen lassen.

Vor dem Servieren den Kernemix trocken in einer Pfanne anrösten und zur Seite stellen.

In der selben Pfanne 2 EL Pflanzenöl erhitzen. Die Selleriescheibe von beiden Seiten salzen und pfeffern und in Panko-Paniermehl wälzen und von beiden Seiten im Öl knusprig ausbraten.

Zusammen mit dem Salat auf einem Teller anrichten. Den Salat mit dem Kernemix bestreuen.

sellerieschnitzel_moehrensalat