Eigentlich wollte ich für Die kulinarische Weltreise nach Australien nach Australien noch ein/e Meat Pie backen. Der GöGa war alleine einkaufen und brachte eine Packung gekühlten Blätterteig mit. Als ich dann beginnen wollte, die Pies vorzubereiten, stellte ich fest, dass der Teig vorne und hinten nicht reichen würde.
Da es die Pies sonntags geben sollte, konnte man auch nicht mal schnell noch einkaufen fahren. Um noch einen Mürbeteig vorzubereiten war es auch schon zu spät. Also landete die Pie-Füllung mit schnell abgekochten Nudeln und etwas Käse in einem Auflauf und der wieder aufgerollte Teig im Kühlschrank.
Vergangene Woche griff ich mir den Teig, strich ordentlich Bio-Nuss-Nougat-Creme von Haselherz darauf, streute Kokosraspeln darüber und rollte ihn auf.
Im auf 180 °C Umluft vorgeheizten Backofen habe ich die Rolle ca. 30 Minuten gebacken, bis sie goldbraun gebacken ist.
Nach dem Abkühlen die Rolle in Scheiben schneiden und zum Kaffee genießen. Ich hatte noch ein paar Himbeeren aus der 2019er Ernte im TK-Schrank, die ich als fruchtigen Ausgleich zum süßen Röllchen gab und das obligatorische Minzeblättchen durfte nicht fehlen.
Eher durch Zufall ist gestern mein zweiter Beitrag dazu entstanden.
Ich hatte so Lust auf frische Erdbeeren, dass ich am Samstag vom Einkauf ein Schälchen mitbrachte.
Da waren sie nun und warteten auf ihren Verzehr. Irgendwo in meinen hintersten Gehirnwindungen wusste ich, dass immer noch Biskuitteig vom Fantakuchen im Kühlschrank lag. Biskuitwürfel genauer gesagt, denn ich hatte den Boden schön zurecht geschnitten, um diese Reste-Lamingtons für Die kulinarische Weltreise nach Australien zu machen. Da mir die flüssige Schokolade ausgegangen war, wanderte ein Teil der Biskuitwürfel ein weiteres Mal in den Kühlschrank, um gestern ein würdiges Ende zu finden… mit Erdbeeren und Joghurt in einem Glas.
Zutaten für 2 Portionen:
Reste von Kuchenteig oder weichen Keksen, bei mir ca. 10 Biskuitwürfel
2 EL Erdbeersahnelikör, z. B. Bailey’s Strawberries & Cream, alternativ O-Saft oder etwas Milch
Eines der wohl einfachsten und am schnellsten zubereitete Gericht der griechischen Küche ist der Bauernsalat.
Das Grundrezept beinhaltet Tomate, Gurke, (grüne) Paprikaschote, Zwiebeln, Feta, Oliven, Salz, Pfeffer und Kräuter wie Oregano, Dill oder Majoran und natürlich Olivenöl.
Ich habe den Salat etwas abgewandelt: Die Zwiebel habe ich weggelassen, weil ich sie roh nicht vertrage. Wegen der Verträglichkeit habe ich eine geschälte rote Paprikaschote genommen und der Käse ist vegan.
Zutaten für 1 Portion:
1/2 Strauchtomate
1/4 Schlagengurke
1/4 Paprikaschote, eigentlich grün, bei mir rot und geschält
1/2 Feta, bei mir vegan
Zwiebelringe – bei mir nicht!
10 Oliven oder mehr nach Wunsch
Oregano, Thymian
Salz, Pfeffer
ein Spritzer Zitronensaft
ein ordentlicher Schluck Olivenöl, vorzugsweise aus Griechenland
Zubereitung:
Die Salatzutaten waschen, abtrocknen.
Tomaten und Gurke eher grob würfeln. Paprikaschote schälen und in Streifen schneiden und auf einem Teller oder in einer Schüssel anrichten.
Kräuter von den Stielen abstreifen, zusammen mit Salz und Pfeffer über das Gemüse streuen.
Zitronensaft und Olivenöl darüber geben und alles leicht durchmischen.
Zum Schluss mit dem in Würfel geschnittene Feta und den Oliven dekorieren.
Ganz authentisch wäre vermutlich noch ein Ouzo und etwas Pita dazu, aber es ging auch ohne.
Hier geht es zu den weiteren Rezepten aus Griechenland:
Im Mai wird wieder gerettet und zwar Tartes und Quiches. Auch diese gibt es in allen möglichen fertigen Versionen angeboten, aber wir Retter*innen machen sie natürlich selber.
Zunächst stellt sich ja mal die Frage, wo der Unterschied zwischen Tarte und Quiche liegt. Eine Quiche ist eine spezielle Tarte aus Lothringen und ist immer herzhaft. Der Name leitet sich vom fränkisch-lothringischen Wort Kichel bzw. Kuechel ab.
Eine Tarte hingegen kann sowohl herzhaft als auch süß sein. Beide Formen basieren eigentlich auf einem geschmacksneutralem Mürbeteig, in Rezepten sieht man aber meistens die Zugabe von Salz bzw. Zucker.
Eine Sonderform der Tarte ist der Flammkuchen, auf französich Tarte flambée genannt.
Im Rahmen der Rettung habe ich uns eine herzhafte Tarte mit Spinat gemacht. Und noch vier Portionen Nudel-Spinatauflauf dazu. Ich hatte dieses Rezept als Basis genommen, muss aber sagen, dass das Verhältnis Teig (viel zu wenig für die Form) zu Füllung (viel zu viel) überhaupt nicht gepasst hat. Das darf eigentlich auf einer professionellen Rezeptseite nicht passieren.
Ich habe natürlich die angegebenen Mengen genommen, versuche aber mal, die Menge geschätzt ein bisschen in Kursivschrift anzupassen.
Im März 2021 gab es bei mir für #wirrettenwaszuretten ist eine Blumenkohl-Kichererbsen-Bowl, in der ein Teil der Kichererbsen im Ofen geröstet wurde.
Weil man diese Kichererbsen auch herrlich snacken kann, schreibe ich Euch das Rezept gerne noch mal separat auf, damit es schneller gefunden wird.
Den Snack kann man wunderbar mit abgetropften Kichererbsen aus der Dose machen, auch mit Resten, wenn man nicht alles aufbraucht und die Würzung ist sehr individuell.
Im oben genannten Rezept wurde Currypulver zugegeben, hier auf dem Bild sind sie mit dem Scharfmacher von Sonnentor gewürzt, auch mit Rauchsalz oder Pimentón de la Vera bzw. Piment d’Espelette kann ich mir die Kichererbsen gut vorstellen.
Die Herstellung ist denkbar einfach:
Der Backofen wird auf 220 °C (200 °C Umluft) vorgeheizt.
Die Kichererbsen in einer Schüssel mit 1 EL Öl, Gewürz nach Wunsch und etwas Salz mischen. Auf ein mit Backpapier (Dauerbackfolie) ausgelegtes Blech legen und im heißen Ofen auf der mittlerern Schiende 15 – 20 Minuten rösten.
Die Kichererbsen halten sich luftdicht verpackt quasi ewig.
Ich hatte mir schon lange in den Kopf gesetzt, mal pochierte Eier zu machen. Das bisher erste und einzige Mal ist leider gründlich in die Hose gegangen, so dass ich die Nase erst einmal voll hatte.
Dann erzählte mir meine englische Freundin Anne hin und wieder, dass sie sich pochiertes Ei zum Frühstück mache und als ich sagte, ich sei zu doof dazu, meinte sie, sie habe ein elektrisches Gerät. So weit gingen wir dann doch nicht, sondern schafften uns diese beiden lustigen Teile an.
Sie werden bis zur Markierung in einen Topf mit siedendem Essigwasser gestellt, die Eier werden hineingeschlagen und pochieren dann lustig vor sich hin. An dem perfekten Timing müssen wir allerdings noch arbeiten, weil das Eigelb noch etwas flüssiger sein dürfte.
Für zwei leckere Frühstückstoast mit Lachs und pochiertem Ei braucht Ihr also…
Im März geht es mit der kulinarischen Weltreise bei Volker mampft nach Russland. Auch ohne die ehemaligen Sowietrepubliken ist die Российская Федерация – Russische Förderation, so der offizielle Name, noch ein riesiges Land mit einer Fläche von über 17 Millionen Quadratkilometer (3,9 Mio. in Europa; 13,1 Mio. in Asien ohne die im März 2014 annektierten Krim. Zählt man sie zum asiatischen Teil dazu, kommt man auf fast 17,1 Quadratkilimeter).
Klar, dass auf so einer riesigen Fläche mehrere Klimazonen zusammenkommen, die natürlich auch Einfluss auf die Küche hat. Auf Wikipedia gibt es dazu einen interessanten Artikel.
Bei uns gab es ein Bœuf Stroganoff mit selbst gemachten Fettuccini und Brokkoli mit Nussbutter und gerösteten Mandelblättchen.
Erste Erwähnung eines Gerichts namens говядина по-строгановски (Transskription: Gowjadina po-stroganowski) geht auf das im 1871 erschienene Kochbuch Подарок молодым хозяйкам (Transkription: Podarok molodym chosajkam; Deutsch: Geschenk für junge Hausfrauen) von Jelena Molochewetz zurück. Dort wird es als eine Art Ragout mit einer Sauce aus Schmand und Senf erwähnt.
Der in Sankt Petersburg tätige Küchenchef Charles Brière stellte das Boeuf Stroganoff 1891 bei einem Kochwettbewerb in Paris vor und von da an wurde es weltweit bekannt.
Vom Dinkelbuttertoast zweige ich gerne Teig für Burgerbuns ab. Jeder wiegt 100 g, wird mitgebacken, nach dem Abkühlen eingefroren und später aufgetaut und ganz leicht aufgebacken.
Roter Sauerkrautsalat, Burger, Kartoffelwürfel
Für unseren Sonntagsburger wollte ich die Patties eigentlich selber machen, dann war mir aber so schwindelig, dass wir auf den „Back-up Pattie“, den wir vorsichtshalber mitgebracht hatten, falls der selbst gemachte schief gehen sollte, zurückgegriffen haben.
Wir hatten uns für den Sensational Burger von Garden Gourmet entschieden und waren beide von Geschmack und Konistenz bzw. Mundgefühl begeistert.
Zum Burger habe ich etwas rotes Sauerkraut mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft und Öl angemacht und als Salat serviert. Außerdem habe ich die traditionellen Pommes durch knusprige Bratkartoffelwürfel ersetzt.
Die Burgerbuns gegebenenfalls auftauen, waagerecht durchschneiden, mit den Schnittflächen auf das Rost des Backofens legen und die Buns 10 Minuten bei ca. 100 – 120 °C Umluft aufknuspern.
Die Bunhälften mit etwas Senf bestreichen, dann „stapeln“:
Das im Rahmen des Blog-Events „Brot aus der Form“ gebackene Buttertoast habe ich jetzt schon zwei Mal nachgebacken. Ich habe allerdings inzwischen am Originalrezept ein wenig geschraubt, indem ich einen Teil des Weizenmehls gegen etwas gröber gemahlenen Dinkel ausgetauscht, den Zuckeranteil reduziert und dafür etwas mehr Salz zugebeben habe.
Außerdem backe ich es jetzt komplett in meiner Toastbrotform und zweige jedesmal ca. 200 g fertigen Teig für 2 Burgerbuns ab, da die Brotform sonst etwas zu voll wäre. Die gebackenen Buns werden dann eingefroren und bei Bedarf für selbst gemachte Burger genommen.
Zutaten für ein Sandwichtoast + 2 Burgerbuns à 100 g:
200 g Dinkel, mittelfein gemahlen
300 g Weizenmehl 1050
280 g Wasser (20 °C)
75 g Lievito Madre, am Vortag frisch gefüttert
20 g frische Hefe
15 g Salz
20 g Zucker
40 g weiche Butter + etwas mehr zum Fetten der Formen
20 g Saure Sahne
1 Ei, leicht verquirlt
außerdem: 1 Toastbrotform (20,9 x 12 x 11,1 cm)
nach Wunsch: etwas Sesam für die Burgerbuns
Zubereitung:
Mehl, Hefe, Wasser, Lievito Madre, Salz und Zucker in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Mit dem Knethaken 5 Minuten bei niedriger Stufe mischen, dann weitere 6 Minuten bei hoher Stufe kneten lassen. Die Butter und die Saure Sahne zugeben und weitere 4 Minuten kneten lassen, bis der Teig glatt ist.
Den Teig zu einer Kugel formen und mit einem feuchten Tuch abdecken. Im Gärautomaten 1 Stunde bei 21 °C gehen lassen, bis sich der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Vom Teig 2 x 100 g abzweigen und zu Buns formen, den Rest in zwei gleich große Stücke teilen und dann rasch zu Kugeln formen. Mit einem feuchten Tuch abdecken und 15 Minuten gehen lassen.
Die Form Butter fetten, die beiden großen Teiglinge hineinsetzen. Die beiden Buns auf eine kleine Silikonbackmatte oder einen flachen Teller geben. Beides mit verquirlten Ei bestreichen und weitere 1 Stunde 30 Minuten im Gärautomaten gehen lassen. Am Ende der Gehzeit sollte sich das Volumen so vergrößert hat, dass die beiden Teigstücke zu einem Laib „zusammengewachsen“ sind.
Ein Backblech auf die unterste Schiene des Backofens schieben, das Gitter eine Etage höher und diesen auf 170 °C Umluft vorheizen.
Das Brot sowie die Buns ein zweites Mal mit Ei bestreichen; letzere mit mit Sesam bestreuen. Direkt bevor die Brote in den Backofen kommen, 50 g Wasser auf das Backblech gießen und die Form sowie die Silikonbackmatte mit den Buns auf das Gitter darüber geben.
30 – 40 Minuten backen. Alles aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Wenn die Buns ganz ausgekühlt sind, kann man sie einfrieren und später für Burger knapp 10 – 15 Minuten aufbacken.