Nachgebacken: Almhefekuchen mit Apfelbelag und Walnussstreuseln

In Zorras Blog 1x umrühren bitte aka Kochtopf gab es am Wochenende des 1. und 2. Julis wieder ein Synchronbacken (<- mit einem Klick auf den Link könnt Ihr nachlesen, worum es dabei geht).

Gebacken wurde ein Almhefekuchen vom Plötzblock. Da der GöGa ja nur am Wochenende zu Hause ist und wir gerade Samstag und Sonntag viel zu tun haben, habe ich beim Synchronbacken erst ein Mal mitgemacht. Da sich das Rezept für den Hefekuchen aber für mich halbwegs nachvollziehbar las, habe ich es das Wochenende darauf quasi in Eigenregie – und nicht von Samstag auf Sonntag, sondern von Freitag auf Samstag nachgebacken. Schließlich will man ja auch schon samstags vom Kuchen zum Kaffee profitieren!

Was soll ich sagen: der Kuchen schmeckt wie vom Bäcker – und zwar von so einem, der von A wie Anstellgut bis Z wie Zucker tatsächlich noch alles in Handarbeit macht.

Mein Blog hieße im Zusatz aber nicht Irrungen und Wirrungen in der Küche, wenn alles superglatt gegangen wäre. Doch seht selbst:

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Nachgekocht: „Leaf to Root-Cooking“ Kohlrabischalenpickels

Das Rezept hatte Karin von Food for Angels and Devils im Rahmen von der #wirrettenwaszurettenist Burgerrettung, zu der sie einen Alpenburger beisteuerte, vorgestellt. Das unter dem Motto „Leaf to Root“-Cooking  stehende Rezept hatte mich sehr neugierig gemacht.

 

Anfang des Monats gab es bei uns mal richtige Hausmannskost, nämlich ein schönes paniertes Stielkotelett, dazu Kartoffeln und Kohlrabi – da war dann die Gelegenheit günstig, die Kohlrabischalen mal nicht wegzuwerfen, sondern zu „pickeln“.

 

Wie Karin schreibt, empfiehlt es sich, die Kohlrabi möglichst dünn mit einem Sparschäler zu schneiden, was ich etwas schwierig fand.

Auch fand ich ihre Mengenangabe von 60 – 80 Kohlrabischalen etwas komisch. Ob da wohl jeweils eine Null zu viel ist. Sonst müsste man ja zunächst mindestens 60 Kohlrabi verzehren.

Ich hatte die Schalen von zwei normalgroßen Kohlrabi. Der Sud ist so lecker, dass ich nächste Woche meine erste Ernte Einlegegurken darin einwecken werde.

Zutaten für ein Glas von ca. 250 ml Inhalt:

  • 2 Kohlrabi, davon die dünn abgeschälten Schalen
  • 150 ml Verjus (ich Aceto bianco)
  • 30 g Zucker (ich zusätzlich 1 EL Honig *)
  • 1 TL Salz
  • 4 TL rosa Pfeffer (nix anderes verwenden!)
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter

Zubereitung:

Alle Zutaten mit 150 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und gut 1 Minute köcheln lassen.

Das Glas heiß ausspülen. Wenn man die Pickels länger haltbar machen will, empfiehlt es sich, die Gläser zu sterilisieren und ca. 30 Minuten bei 100 °C (im Dampfgarer) einkochen.

Die heißen Pickels mit einem Trichter einfüllen, den TO-Deckel fest aufschrauben und auf einem feuchten Handtuch stehend abkühlen lassen. Dann im Kühlschrank vor dem Servieren nochmal mindestens 12 Stunden durchziehen lassen.

*) Ich vermute, dass Verjus wesentlich milder ist als Weißweinessig, weshalb ich noch etwas nachjustieren musste, was die Süße angeht.

 

Blog-Event CXXXII – Pastaglück

Blog-Event CXXXII - Pastaglueck (Einsendeschluss 15. Juli 2017)

Mein zweiter Beitrag für Maja von Moey’s Kitchens Blogevent bei Zorra ist im wahrsten Sinne des Wortes gegessen. Und der Beitrag war lecker… also, der Pastasalat im Glas war lecker.

Dieses mal war der griechische Bauernsalat aus Feta, Oliven, Gurken, Tomate und Paprika die die Basis. Aufgenudelt wurde er durch Kritharaki als sättigende Komponente.

Und so habe ich es angestellt:

Für ein Glas von etwa 700 ml Einwaage habe ich 50 g Kritharaki in reichlich Salzwasser gekocht. Sie einzelnen Nudelkörnchen sollten weich, aber mit leicht kernigem Biss im Innern sein. Abgießen und kalt abbrausen.

In der Zwischenzeit ein Greek Dressing zubereiten und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.

Zum Befüllen etwa ein Finger hoch Dressing einfüllen, darauf die Kritharaki geben. Darüber etwa 70 g gewürfelten Feta geben oder einfach mit den Fingern darüber bröseln.

6 Oliven einschichten, darüber kommen 70 g Paprikaschote (geschält und gewürfelt), 60 g Gurke (entkernt und gewürfelt), 2 mittelgroße Cherrytomaten (in Viertel oder Achtel geschnitten) und zum Schluss eine Handvoll gehackte mediterrane Kräuter.

Guten Appetit!

 

Greek Dressing oder Vinaigrette „griechische Art“

Das Rezept habe ich auf einer amerikanischen Seite gefunden, deshalb sind die Angaben auch in den typischen Maßeinheiten Cup, Tablespoon und Teaspoon (letztere sind scheinbar signifikant kleiner als unsere Ess- und Teelöffel). Ich habe so ein Löffelset mal bei Ikea erstanden und kam damit ganz gut bei der Zubereitung zurecht.

Zum Glück stehen auch die metrischen Maße dabei, so dass ich Euch hier kurz aufschreiben kann, wie viel die Angaben in Mililiter sind:

  • 1/2 cup = 125 ml
  • 1 tablespoon (EL) = 15 ml
  • 1 teaspoon (TL) = 5 ml, außerdem gibt es noch 2 weitere Löffel
  • 50 ml = 1,76 fl. oz (fluid ounce)
  • 100 ml = 5,52 fl. oz

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Chili con Soja

Mit dem GöGa gibt es immer längere Diskussion, was wir am Wochenende, wenn er zu Hause ist, kochen und essen wollen. Ich hatte es ja mal mit der Verpflichtung versucht, dass er mindestens ein Wochenendgericht  aus einem Kochbuch oder einer ähnlichen Quelle aussucht.

Das klappt nicht immer, denn oft heißt es: „Ich wüsste im Moment gar nicht, worauf ich Hunger hätte. Wie soll ich es denn dann drei Tage im Voraus wissen.“

Ich behaupte ja, dass man bei Hunger eher wahllos alles in sich hineinstopft, wenn man nichts „ordentliches“ im Haus hat, aber Appetit und Anregung kann man sich doch durchaus in einem Kochbuch oder im Internet holen.

Naja, wie auch immer kam er auf einmal auf die Idee, dass es am Samstagabend Chili geben sollte und das wollte er ganz alleine machen.

Ich habe ihm also mein Standardrezept gezeigt, aber er wollte es vegetarisch mit feinen Sojaschnetzeln (statt 250 g Hackfleisch 50 g feine Sojaschnetzel mit 100 ml Wasser aufgegossen nehmen).

Gesagt, getan. Es waren alle Zutaten im Haus und so ging es mit etwas Hilfe meinerseits (diesmal durfte ich zuarbeiten und Zwiebeln schneiden und Sachen aus dem Weg räumen) ans Werk.

Ich muss sagen, dass hat er prima hinbekommen. Dazu gab es einfach ein aufgebackenes Fladenbrot „vom Türken“ und bei mir musste noch ordentlich frischer Koriander drüber!

Mit einem Blick in die Vergangenheit geht es vorwärts in den Juli

Das Bild aus dem Soest-Kalender des Schülerprojekts Aldesign des Aldegrevergymnasiums finde ich sehr bemerkenswert. Die Villa Jakobi beherbergt heute eine Steuerberatungskanzlei und war früher Teil des Kleinbahnhofs von dem der sogenannte Pengel-Anton (eine dampflokbetriebene Kleinbahn) in Richtung Sauerland fuhr. Heute ist die ehemalige Kleinbahnstrecke weitestgehend ein Radweg, der von Soest bis Brilon führt.

Im Garten tut sich noch nicht viel mehr als im Juni, da es Ende Juni/Anfang Juli ziemlich kühl und regnerisch war.

Ich gehe gleich aber mal mit der Kamera raus und gucke, ob ich Euch ein bisschen was zeigen kann.

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Nachgekocht: Spinatpolpette mit Zitrone

Wieder einmal hatte Susanne auf ihrem Blog Magentratzerl so ein herrlich appetitanregendes Essen präsentiert und da ich außer Spaghetti (da ich eh noch unterwegs war, konnte ich noch welche besorgen) alles zu Hause hatte, habe ich die Spinatbällchen vergangenen Donnerstag für den heimkehrenden GöGa und mich zubereitet. So guuuut!

Wie gut übrigens, dass ich das Rezept nicht, wie ich erst vorhatte, halbiert habe. So war es von der Menge her genau richtig!

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Blog-Event CXXXII – Pastaglück

Blog-Event CXXXII - Pastaglueck (Einsendeschluss 15. Juli 2017)

Sommer, Sonne, Pastaglück heißt das neueste Blog-Event auf Zorras Blog 1 x umrühren bitte aka Kochtopf.

Für die Gastgeberin Maya von Moey’s Kitchen bedeutet dies aber nicht, dass wir ihr irgendein schnödes Rezept mit Nudeln prästentieren sollen, sondern bitte einen Nudelsalat und auch da soll es nicht einfach der übliche Salat aus der Schüssel sein: Maya möchte Salate zum Mitnehmen. Zum Picknick, ins Büro, ins Freibad oder an den Badesee, oder wohin man sonst einen leckeren Nudelsalat mitnehmen möchte.

Die Idee an sich finde ich super, obwohl ich eher selten Essen irgendwo mit hin nehme. Gut, hier habe ich einen Nudelsalat zum Grillen mitgebracht, aber eben alles schön säuberlich getrennt verpackt.

Ich habe lange überlegt, Geistesblitze zischten schon ein paar durch mein Hirn. Nun hatte es sich ergeben, dass ich von der Firma FollowFish zwei Dosen Thunfisch in Öl als Wiedergutmachung für zwei Pakete völlig verschnittenes Lachfilet bekommen hatte, obwohl ich gesagt hatte, dass ich nichts wolle.

Thunfisch esse ich ja eigentlich aus Prinzip (Schleppnetzfischerei und so; früher nannten wir Thunfisch auch gerne „toter Delphin“, um unsere Gesinnung kund zu tun) nur sehr selten und dann wirklich zertifizierte Ware. Thunfisch aus der Dose hingegen ist so gar nicht meins. Der knatscht beim Essen so komisch an den Zähnen, ähnlich wie totgegarter Lachs.

Da die beiden Dosen aber nun mal da waren, begab ich mich auf Netzsuche nach einem Rezept für Thunfisch-Nudelsalat. Die meisten sind mit Mayonnaise (meiner bescheidenen Meinung nach viel zu „schwer“ für Sommer, Sonne, Pastaglück) und viiiiieeeeelen rohen Zwiebeln, die ich überhaupt nicht vertrage.

Schließlich habe ich mir selber etwas zusammen gebastelt und bin zum Fotografieren vor die Tür gegangen, so dass es wenigstens etwas nach Picknick oder gemütlichem Päuschen im Park aussieht:

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Patatas bravas, Pimientos de Padrón und Albóndigas à la Britta

Während der GöGa Urlaub hatte, haben wir oft unterwegs eine Kleinigkeit gegessen oder etwas, was relativ schnell geht. Wie z. B. dieses leckere Abendessen, das einem zurecht spanisch vorkommt.

Die Patatas bravas habe ich nach diesem (etwas scrollen), die Pimientos nach jenem (ebenfalls etwas scrollen) Rezept gemacht.

Und die Albóndigas, die kleinen Fleischbällchen sind auf meinem kulinarischen Mist gewachsen.

Für 10 – 12 Bällchen braucht man ca. 250 – 300 g Hackfleisch nach Wunsch.
Wir haben immer einen kleinen Vorrat an Rind- und Schweinefleischstücken eingefroren und drehen das dann selber durch. Nur, wenn die Idee, etwas mit Hackfleisch machen zu wollen, sehr kurzfristig ist, kaufen wir schon mal frisches vom Metzger bzw. lieber dann auch ein ganzes Stück Fleisch zum Selberwolfen. Das geht mit dem Fleischwolfaufsatz der KitchenAid im Nullkommanix.

Zum Würzen habe ich 1 guten Teelöffel frisch gehackten Majoran aus dem Garten, 2 Scheiben auseinandergezupfte Chorizo sowie Salz und Pfeffer genommen. Bei letzteren etwas aufpassen, weil die Chorizo je nach Sorte schon gut gewürzt sein kann.

Diesmal habe ich weder Ei noch Brötchen/Semmelbrösel an das Hackfleisch gegeben, lediglich 1/2 fein gewürfelte und in etwas Olivenöl weich gedünstete Zwiebel kam noch unter die Hackmasse.

Alles gut verkneten, in etwas Olivenöl rundum anbraten und bei ca. 120 °C Umluft im Backofen zu Ende garen. Normalerweise hätte ich die Pfanne auf dem Herd stehen gelassen, aber mir hat es an Fronleichnam während eines Gewitters die beiden rechten Platten meines Herdes durchgehauen, so dass ich jetzt genau eine Platte zu wenig hatte.

Alles auf Tellern anrichten und mit einem gekühlten Weißwein servieren.

Blogevent: Religionen der Welt

Religionen der Welt kulinarisch – Reformationsjahr 2017

Hier kommt mein zweiter Beitrag zu diesem interessanten Event, das Peter in seinem Blog Aus meinem Kochtopf veranstaltet.

Ich muss sagen, dass es wirklich schwierig ist, Informationen zu traditionellen, religiös begründeten Speisen zu finden. Auch die diesbezügliche Frage des GöGa im internen Netz seines internationalen Multikulti-Arbeitsgebers hat bis dato überhaupt nichts gebracht.

So bin ich über die drei monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) bei meinen Recherchen nicht heraus gekommen, was ich ein bisschen schade finde.

Mein erstes Gericht war das Ginataang Tilapia, das ich von einer philippinischen FB-Freundin bekam und das ein typisches Gericht ist, welches die strenggläubigen katholischen Philippinen während der 40tägigen Fastenzeit vor Ostern essen.

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