Gebratener Risotto mit Spargelspitzen

Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass ich es hasse, Lebensmittel wegzuwerfen. Deshalb gibt es auch oft Resteküche bei mir.

Am vergangenen Samstag habe ich ja Bruchspargel verarbeitet: ein Fond wurde eingekocht, von den Mittelstücken habe ich dieses wunderbare Mittelding zwischen Sauce und Pesto – nach einer Idee Aus Peters Kochtopf – und mit den Spargespitzen habe ich den vom Sonntag übrig gebliebenen Risotto verfeinert.

Wie ich hier schon mal geschrienem hatte, finde ich es eher schwierig Risotto aufzuwärmen und so machte ich am Dienstag einfach Bratrisotto daraus.

Als Dreingabe gab es gebratene Spitzen vom weißen Spargel und krosse Serranostreifen.

Für 1 Portion 2 Scheiben Serranoschinken in Streifen reißen, in der trockenen Pfanne auf mittlerer Temperatur knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp etwas entfetten.

In derselben Pfanne 1 EL Distelöl erhitzen, nach Geschmack und Hunger ca. 10 Spargelspitzen rundherum anbraten. Mit 1 EL Orangensaft (ich hatte noch eine viertel Orange von diesem Kuchen übrig; ansonsten Zitronensaft und 1 Prise Zucker nehmen) ablöschen, mit Salz abschmecken und zusammen mit den Schinkenstreifen zum gebratenen Risotto anrichten.

gebratene_risottoreste

Spargelpesto zu Pellkartoffel

Im Mai wurde ja in der geheimen Rettungstruppe das Pesto gerettet und dabei waren u. a. zwei Rezepte für Spargelpesto – von Jeannette aus der Cuisine Violette und von Peter von Aus meinem Kochtopf.

Letzteres habe ich mit kleinen Änderungen gestern aus den Stangen, die vom Bruchspargel übrig waren, nachempfungen. Super lecker! Da lohnt es sich glatt, vor Saisonende noch mal Spargel für die Tiefkühle nachzukaufen.

Schatzsuche-im-Vorratsschrank-DauereventDas Pesto, oder eher eine Sauce, ist „on the fly“ entstanden, weshalb ich keine genaue Mengenangaben habe. Außerdem habe ich ein paar Schätzchen aus dem Vorrat (hartgewordener Grana Padano und Walnüsse aus der Weihnachtsbäckerei) verbraucht, weshalb ich das Gericht auch gern in Magentratzerls Schatzsuche im Vorratsschrank vorstellen würde.

Die gekochten Spargelstangen nebst etwas Flüssigkeit, die vom Fondkochen übrig waren, zusammen mit einem grob geraspelten Reststück vom Grana Padano, einer Handvoll Basilikumblättern, einer kleinen Knoblauchzehe, etwa zwei Esslöffeln Walnusskernen mit dem Stabmixer nicht zu fein durchpürieren.

Ein Ei hartkochen, pellen und Eiweiß und -gelb getrennt hacken. Das Eiweiß zum Pesto geben.

Eine Kartoffel in ca. 20 – 25 Minuten kochen, die Schale entfernen, auf einen Teller geben und das Pesto darüber geben. Das Eigelb, ein paar gehackten Walnüssen und Basilikum und zum Schluss ein paar Tropfen Walnussöl darüber geben.

spargelsauce

Wer keine Arbeit hat und so…

… kauft sich kurz vor Ende der Spargelzeit am 24. Juni ein Kilo Bruchspargel, um Spargelfond zum Einfrieren zu kochen.

bruchspargel

Die vielen Spargelspitzen, die dabei waren, habe ich zunächst an die Seite gestellt, dann die trockenen Enden von den Stangen abschneiden, die Stangen schälen und in kleinere Stücke schneiden.

Schalen und Stücke in einen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken, mit Agavendicksaft, Salz und einer Bio-Zitronenscheibe aufkochen und einkochen lassen. Dabei darauf achten, dass der Sud nicht zu bitter wird. Dann sofort vom Herd nehmen, die Brühe durch ein Sieb in einen zweiten Topf geben.

Dann habe ich mir die Mühe gemacht, die gekochten Spargelstücke heraus zu suchen und zur späteren Verwendung in den Kühlschrank zu stellen. Die Brühe habe ich dann wie hier gezeigt eingefroren.

Aus den gekochte Spargelstücken habe ich später ein superleckeres Pesto gemacht und die Spitzen gaben einem gebratenen Risottorest den richtigen Pfiff.

#wirrettenwaszurettenist – Brot und Brötchen

wirrettenwaszurettenistWeder Brot noch Brötchen mag ich noch besonder gerne aus dem Supermarkt oder auch vom Bäcker, seit ich wieder angefangen habe, selber zu backen. Da weiß man wenigstens was man – drin – hat!

Die Juni-Rettung geht nun genau darum: selbstgebackene Brote und Brötchen.

Eigentlich habe ich zwei Standardteige, die ich immer wieder gerne mache und abwandele, weil ich weiß, dass sie gelingen: das klassische Sauerteigbrot und den Hefeteig für Sonntagsbrötchen, den ich schon mehrmals für Pizza und auch für Fladenbrot genutzt habe. Er ist halt vielseitig und verzeiht viel.

Mir sind aber auch schon Teige bzw. Brote daneben gegangen, wie z. B. hier oder auch hier (den dritten Versuch konnte ich, nachdem der zweite so super geklappt hatte, direkt in die Tonne treten, weil man das Brot vor lauter Gebrösel nicht schneiden konnte).

Deshalb bin ich bei neuen Rezepten immer ein wenig skeptisch, aber gerade ein neues Rezept sollte es bei der Rettung sein oder zumindest eine Abwandlung eines bewährten Rezepts.

Ich googelte mich also durch verschiedene Koch- und Backseiten, Blogs etc. Mir schwirrte der Begriff „No-knead bread“ im Kopf herum. Das klang erst mal simpel. Beim Durchlesen verschiedener Rezepte hatte ich aber gleich wieder Zweifel, weil die eigentliche Teigzubereitung zwar kurz und bündig ist, aber dann elendig lange Gehzeiten eingehalten werden müssen. Wo habe ich einen warmen und zugleich katzensicheren Ort zum Gehen des Teiges?

Okay, langer Rede, kurzer Sinn: mit diesem Rezept konnte ich mich halbwegs anfreunden, und ich war bereit, die Herausforderung anzunehmen.

Dann kam aber alles ganz anders. Als es nämlich mal wieder Zeit war, ein neues Brot zu backen, kombinierte ich das Sauerteigbrotrezept ansatzweise mit „ohne Kneten“ (nämlich nach dem ersten Gehen) und backte das Exemplar dann im Gusseisentopf (angelehnt an die Anweisungen dieses Rezepts).

Naja, was soll ich sagen? Abgesehen davon, dass es etwas schräg aus dem Gärkörbchen in den Topf geglitten war und dadurch ein interessantes Muster auf der Oberfläche bekommen hatte, ist es wirklich sehr schön geworden.

rettungsbrot01

So ist mein Rettungsbrot dann entstanden.

Zutaten für das Sauerteigbrot:

  • 2 Tütchen Trockenhefe
  • 1 TL Agavensirup
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 75 g Sauerteig (Beutel oder selbst angesetzt)
  • 375 g Weizenmehl 1050
  • 375 Roggenvollkornmehl
  • 2 TL Salz
  • 4 EL Kürbiskerne
  • außerdem: 1 gusseiserner Topf

Zubereitung:

Zuerst den Backofen auf 50 °C Umluft vorheizen.

Die Hefe mit dem Zucker und dem Wasser in der Schüssel der Küchenmaschine verrühren. Stehen lassen, bis die Flüssigkeit Blasen wirft, dann den Sauerteig zugeben und gut umrühren.

In der Zwischenzeit das Mehl abwiegen, zur Flüssigkeit geben, 2 TL Salz zugeben und zunächst auf kleiner Stufe mit dem Knethaken vermengen lassen, anschließend auf hoher Stufe gut durchkneten lassen, bis ein homogener geschmeidiger Teig entsteht.

Die Teigschüssel mit einem feuchten Küchenhandtuch abdecken und 40 Minuten im Backofen aufgehen lassen. Der Teig sollte sich in etwa verdoppelt haben.

topfbrot01

Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und etwas flach drücken, 2 EL Kürbiskerne darauf verteilen (Foto 1), den Teig überschlagen (Foto 2), nochmals etwas flach drücken, die restlichen 2 EL Kürbiskerne darauf verteilen (Foto 3) und dann die „Ecken“ (quasi runde Ecken) zur Mitte schlagen. Fest drücken. (Fotos 4 – 6)

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Jetzt besser nicht, wie ich es getan habe, in ein Gärkörbchen geben, sonder in eine bemehlte oder geölte Schüssel, dabei zeigt der Schluss, wie die „Naht“ genannt wird, nach unten.

(Das Foto unten entstand bei einem zweiten Backdurchgang, als ich dann daran gedacht hatte, mal die Zwischenschritte fotografisch festzuhalten. Deshalb sehen das fertige Brot oben und das fertige Brot, das  noch im Topf ist, auch unterschiedlich aus. Aber sei’s drum…)

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Weitere 30 Minuten abgedeckt im Backofen gehen lassen. Herausnehmen und abgedeckt ruhen lassen.

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Den Backofen mit dem Topf auf unterer Schiene auf 250 °C aufheizen. Wenn es soweit ist, den Topf mit SEHR hitzeabweisenden Topfhandschuhen aus dem Ofen nehmen, auf eine hitzebeständige Unterlage (Holzbrett) stellen, den Deckel abnehmen (Topfhandschuhe!!) und das Brot mit der Oberseite nach unten hineingleiten lassen. Jetzt liegt der Schluss wieder oben.

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Deckel aufsetzen und den Topf auf den Rost zurück stellen (TOPFHANDSCHUHE) und die Temperatur auf 220 °C runter regeln.

Nun das Brot etwa 45 – 50 Minuten backen. Das kann  von Backofen zu Backofen variieren.

Den Topf mit Topfhandschuhen heraus nehmen, den Deckel abnehmen und das Brot auf ein Rost zum Abkühlen bugsieren – ich habe es einfach kopfüber aus dem Topf gekippt.

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Der Anschnitt kann sich auch sehen lassen. Die Krume ist feinporig und locker und die Kürbiskerne sind schön gleichmäßig im gesamten Laib verteilt.

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Wer ein gutes Brot hat, braucht auch was Gutes drauf, wie zum Beispiel einen dieser drei leckeren Aufstriche:
drei_aufstricheVon links: Veganes Zwiebelmett*) – Kartoffel-HeidelbeeraufstrichHummus

*) Falls wieder die Frage kommt, warum man Fleisch irgendwie nachbilden muss:
Nach meiner Nierentransplantation im Mai 2015 soll ich weder rohe Eier, noch Rohmilchprodukte oder rohes Fleisch, rohen Fisch essen. Da ich Mett aber immer schon gerne mochte, ist gerade dieses vegane Rezept mit Reiswaffeln eine sehr gute Alternative.


Hier geht es zu den Beiträgen der anderen Retterinnen und Rettern (evtl. nötige Korrekturen erfolgen nach und nach):

Gedanken aus der Küche: Essen am Wochenende

Ganz kurz und bündig: Am Samstag gab es Pfannendöner von der Lammhüfte, Fladenbrot und Tzatziki auf selbst geerntetem Lollo Rosso.lammdoener

Eigentlich wollte ich ja „nacktes“ Lammfleisch, aber es gab nur mariniertes. Ist es den Leuten eigentlich nicht mehr möglich, Fleisch selber zu marinieren oder nur zu würzen. Das ganze nach persönlichen Vorlieben abzuschmecken? Muss alles gleich schmecken?

Die Marinade war jetzt nicht schlecht, und ich kann mich auch darauf verlassen, dass bei diesem alt eingesessenen Metzger – früher mit eigenem Laden, heute mit Fleischtheke im Rewe – halb vergammeltes Fleisch durch den Geschmack einer Marinade NICHT übertüncht werden soll, sonst hätte ich es nicht gekauft. Aber machmal kann man sich echt nur wundern.


Am Sonntag gab es dann kross auf der Haut gebratenen Zander auf Erbsenrisotto – schön abgeschmeckt mit Petersilie und Minze aus dem Garten, dazu noch ein kleiner Gurkensalat mit einem Dill-Dressing.

zander_u_risotto

Dieses Mal haben wir TK-Zander „auf Sicht“, also ohne Umverpackung aus Karton, gekauft und die Stücke waren, wie sie sein sollen. Weder verschnitten, noch mit dünnen Rändern.

Spaghetti mit Tomatensauce

Pasta schmeckt immer, egal mit welcher Sauce. Vergangenen Freitag habe ich ein paar liegengebliebene Tomaten zu einer leckeren Tomatensauce verarbeitet. Dazu gab es noch in Olivenöl geschwenkte Kirschtomate und geviertelte Frühlingszwiebeln.

Inspiriert hat mich Katja Heitmeyer aus der FB-Gruppe Kochen mit Katja zu diesem Gericht.

Und da es im Hochbeet und in den Kräutertöpfen wuchert und wächst (nur der rote Basilikum mochte leider die zwischenzeitlichen Regengüsse nicht so), gab es noch Salat – wie fast jeden Tag – dazu.

spaghetti_tomatensauce

Zutaten für 2 Portionen:

  • 300 g Spaghetti
  • ca. 500 g Tomaten (eine Sorte oder gemischt)
  • 4 – 6 Kirschtomaten
  • 1 geviertelte Frühlingszwiebeln (die unteren Knollen)
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salbei
  • Oregano
  • Basilikum
  • Salz, Pfeffer
  • Chilipulver
  • Olivenöl (mit Salbei aromatisiert)
  • grob geraspelter Grana Padano

Zubereitung:

Die Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen.

Für die Sauce alle Tomaten bis auf die Kirschtomaten grob durchhacken. Wer mag, dann die Schale entfernen, ich habe sie dran gelassen.

Schalotte und Knoblauchzehe, sowie Salbei und Oregano (jeweils ein paar Blättchen zur Deko zurückbehalten) fein hacken, in 2 EL Olivenöl glasig dünsten. Tomatenmark zugeben und gut verrühren, dann gehackte Tomaten zugeben. So lange einkochen lassen (zwischendurch immer wieder etwas Nudelwasser zugeben), bis eine sämige Sauce entstanden ist.

Nebenher in 1 EL Olivenöl Kirschtomaten und Frühlingszwiebeln schwenken.

Spaghetti abgießen, auf Tellern verteilen, die Sauce darüber geben. Mit Kirschtomaten, Frühlingszwiebeln sowie den Kräutern anrichten und nach Wunsch mit grob geraspeltem Grana Padano bestreuen.

Dazu einen Salat nach Wunsch reichen.

Update: Blog-Event CXX – Alpenküche

Da ist für die Gastgeberin Kebo ja so einiges zusammen gekommen bei ihrem Blog-Event bei Zorra.

Hier geht es zu den Rezepten der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Für mich war das ein recht schwieriges Thema, weil ich mit den Alpen so viel zu tun habe, wie ein Esel mit Radfahren.

Trotzdem habe ich ein leckeres Rezept gefunden und einreichen können: Brathendlhaxen mit Erdäpfel-Gurkensalat

Und jetzt habe ich die Gelegenheit, mich durch die anderen Beiträge zu lesen und die eine oder andere Anregung aufzunehmen.

Blumenkohlscheiben in Pfannkuchenteig ausgebacken

Ich hatte schon länger mal wieder Appetit auf Blumenkohl, aber in den Läden lagen meistens nur riesige Köpfe, von denen wir selbst zu zweit eine Woche lang essen könnten. Am vergangenen Samstag gab es im Bioladen kleine Köpfe der 2. Wahl, die aber noch tiptop waren für 1,50 €. Da schlug ich dann erst mal zu. Wie ich den Blumenkohl dann aber zubereiten wollte, darüber hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Heute früh reifte dann eine Idee: irgendwie Blumenkohlschnitzel mit Salat aus dem Garten. Der erste Gedanke war zwar den Blumenkohl zu panieren, aber dann entschied ich mich doch für meinen wunderbaren Pfannkuchenteig.

Zutaten für 2 Blumenkohlscheiben:

  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 1 Ei
  • 4 – 5 EL Mehl
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • 1 EL gemahlene Erdnüsse
  • 1/2 EL feingehackter Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL Currymischung nach Geschmack
  • gemahlener Chili
  • Salz
  • Pflanzenöl

Zubereitung:

Zunächst den Strunk so abschneiden, dass der Blumenkohl nicht auseinander fällt; Blätter entfernen und kurz in gesalzenem Wasser liegen lassen. Das Salz zieht eventuell vorhandene Insekten aus den Windungen des Blumenkohls.

Aus der „dicken“ Mitte ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden (die Außenstücke für Suppe oder Püree zur Seite stellen) und in leicht gesalzenem Wasser 5 – 10 Minuten blanchieren. Der Kohl sollte nicht zu weich werden. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und auf Küchenpapier trocknen lassen.

Für den Pfannkuchenteig das Ei mit der Gabel kräftig verschlagen, dann so viel Mehl zugeben, dass ein dicker „Pamps“ entsteht. Diesen mit dem Mineralwasser flüssig aufschlagen. Mit den Gewürzen abschmecken.

Eine Pfanne mit neutralem Pflanzenöl erhitzen (Mittelhitze), die Blumenkohlscheiben vorsichtig durch den Teig ziehen und im heißen Öl von beiden Seiten ausbacken. Auf Küchenkrepp etwas abtropfen lassen und mit Beilagen nach Wahl servieren.

Bei mir gab es einen schönen gemischten Salat mit Zutaten aus dem Hochbeet und zugekauften Tomaten.

blumenkohl_pfannkuchen

Orangenpuddingkuchen

Unter dem Namen Zitronen-Zauberkuchen wurde das Rezept letzte Woche von der Firma Springlane auf Facebook eingeblendet. Das Foto sah sehr appetitlich aus und zitronige Aromen mag ich sowieso. Da ich aber erst letztes Wochenende wieder die Ricotta-Zitronen-Cookies von Sandra gebacken hatte, tauschte ich die Zitrone gegen Orange.

Nach dem Zusammenmixen der Zutaten erhielt ich einen komplett flüssigen „Teig“. Das Ergebnis ist bestimmt wieder für die Tonne, dachte ich, machte aber trotzdem todesmutig weiter und backte die „Suppe“ wie angegeben. Das Ergebnis war durchaus nicht übel wie Ihr auf dem Foto seht, aber die Konsistenz erinnerte eher an einen gebackenen Pudding und die drei Schichten, die sich angeblich bilden sollten, konnte ich nicht wirklich erkennen.

Der Orangenpuddingkuchen, wie ich ihn jetzt nenne, hat auch durchaus geschmeckt, war aber durch die vier Eier im Teig und die geringe Menge Mehl sehr, sehr mächtig. Es wird wohl bei diesem einmaligen Versuch bleiben, oder man macht den Kuchen tatsächlich als Puddingtörtchen als Dessert.orangenpuddingkuchen

Zutaten für 1 Kuchen à ca. 21 x 28 cm:

  • 125 g weiche Butter
  • 0,5 Orange, davon Saft u. etwas Abrieb
  • 4 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 paar Spritzer Vanilleextrakt
  • 115 g Mehl
  • 350 ml Milch
  • außerdem: eine Auflaufform mit obigen Maßen, Backpapier

Zubereitung:

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

Alle Zutaten abwiegen und bereitstellen.

Butter mit Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Mixer weißschaumig rühren. Nach und nach die Eier, Orangensaft und -abrieb sowie den Vanilleextrakt. Mehl unterrühren, zum Schluss die Milch zugeben und noch mal gründlich durchquirlen.

Das Backpapier in die Auflaufform und den Teig vorsichtig hineingießen (geht am besten zu zweit). Den Kuchen 50 Minuten backen.

Kartoffel-Heidelbeeraufstrich

Schatzsuche-im-Vorratsschrank-DauereventEs hat mal wieder ein Rezept den Weg in Susannes Sammlung Schatzsuche im Vorratsschrank geschafft:

Von einem namhaften Hersteller für vegane Brotaufstriche gibt es genau die oben genannte Geschmacksrichtung, die mir ausgesprochen gut schmeckt. Da ich noch ein angebrochenes Paket TK-Heidelbeeren, ein paar nicht mehr ganz so fitte Kartoffeln und eine Zucchini im Vorrat hatte, dachte ich mir, ich könne ja mal versuchen, den Aufstrich „nachzubasteln“.

Ein Rezept war natürlich nicht zu finden, nur die Zutatenliste auf dem Glas mit dem Originalaufstrich. Daraus ist etwas entstanden, mit dem ich mehr als zufrieden bin: ein farblich außergewöhnlicher Aufstrich, der salzig-herzhafte, süßliche und säuerliche Geschmacksnoten in sich vereint.

Zutaten für 2 Gläser à ca. 130 g:

  • 80 g Kartoffeln
  • 80 g TK-Heidelbeeren
  • 100 g Zucchini
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Meersalz
  • weißer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 gestr. TL Chia-Samen (ersetzen das Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl)
  • 1 Prise Sumach (muss aber nicht sein)

Zubereitung:

TK-Heidelbeeren auf einem Sieb auftauen lassen.

Kartoffeln in der Schale in Salzwasser weich kochen, ausdampfen und etwas abkühlen lassen, dann pellen.

Die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne rösten, dann im Mörser fein mahlen.

Zucchini und Schalotte fein würfeln, im Öl weich dünsten und mit etwas Agavendicksaft leicht karamellisieren. Gemüse, Heidelbeeren und Kartoffeln in eine Schüssel geben und gut durchstampfen. Gemahlene Sonnenblumenkerne, Chia-Samen und die Gewürze zugeben.

In Gläser abfüllen.

kartoffel-heidelbeeraufstrich

Ich bin ein bisschen stolz, dass mir der „Nachbau“ des Aufstrichs so gut gelungen ist.