Archiv der Kategorie: Fleisch und Geflügel

Gebratener Risotto mit Spargelspitzen

Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass ich es hasse, Lebensmittel wegzuwerfen. Deshalb gibt es auch oft Resteküche bei mir.

Am vergangenen Samstag habe ich ja Bruchspargel verarbeitet: ein Fond wurde eingekocht, von den Mittelstücken habe ich dieses wunderbare Mittelding zwischen Sauce und Pesto – nach einer Idee Aus Peters Kochtopf – und mit den Spargespitzen habe ich den vom Sonntag übrig gebliebenen Risotto verfeinert.

Wie ich hier schon mal geschrienem hatte, finde ich es eher schwierig Risotto aufzuwärmen und so machte ich am Dienstag einfach Bratrisotto daraus.

Als Dreingabe gab es gebratene Spitzen vom weißen Spargel und krosse Serranostreifen.

Für 1 Portion 2 Scheiben Serranoschinken in Streifen reißen, in der trockenen Pfanne auf mittlerer Temperatur knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp etwas entfetten.

In derselben Pfanne 1 EL Distelöl erhitzen, nach Geschmack und Hunger ca. 10 Spargelspitzen rundherum anbraten. Mit 1 EL Orangensaft (ich hatte noch eine viertel Orange von diesem Kuchen übrig; ansonsten Zitronensaft und 1 Prise Zucker nehmen) ablöschen, mit Salz abschmecken und zusammen mit den Schinkenstreifen zum gebratenen Risotto anrichten.

gebratene_risottoreste

Keema Matar – Ein Rezept aus Pakistan

kochbuch_bessereswirDas Buch „Rezepte für ein besseres Wir“ habe ich schon länger. Gekauft habe ich es nach einem Bericht im TV über die Initiative Über den Tellerrand kochen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über das gemeinsame Kochen mit Flüchtlingen diese besser zu verstehen und kennen zu lernen.

Es sind inzwischen so viele Rezepte zusammen gekommen, dass ein Kochbuch entstanden ist.

Dieses ist aufwendig gestaltet, jedem Rezept und seinem Koch sind drei Doppelseiten gewidmet. Am Schluss jeden Rezeptes wird der Koch und sein Schicksal kurz vorgestellt.

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Blogevent CXX – Alpenküche: Backhendlhaxn nach Johann Lafer

Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15. Juni 2016)
Es ist schon eine Weile her, seit ich an einem von Zorras Blogevents teilgenommen habe. Keine Zeit, unpassendes Thema, krank – wie das oft so ist.

Dieses Mal ist Heike von Kebo Homing die Gastgeberin, und sie wünscht sich ausgerechnet Alpenküche. Na, Servas… damit habe ich üblicherweise ja so gar nichts am Hut. Nicht, weil ich sie nicht mögen würde – ich hatte bisher eigentlich keine Gelegenheit, sie zu probieren. Sie ist also für mich absolutes kulinarisches Aus- und Neuland. Aber Herausforderungen sind ja dazu da, angenommen zu werden.

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Tumbet mit Schweineschnitzelchen und P’amb oli

Hier hatte ich schon mal Tumbet gemacht. Die Zutaten habe ich verdoppelt, denn ich dachte mir, dass wir dann für beide Pfingsttage etwas zu essen hätten. Ich gebe hier aber die Zutaten für zwei Personen an.

Dazu gab es dann jeweils ein Schweineschnitzel (montags ein Rindersteak) und eine Scheibe P’amb oli. Leider gab es dieses Mal beim Metzger kein Ibérico-Schwein, so dass wir Duroc nahmen. Das war auf jeden Fall auch super zart und gut im Geschmack, brachte aber doch nicht diesen typischen Eigengeschmack des schwarzen Schweins mit, bei dem man eigentlich komplett auf Gewürze verzichten kann.

Zutaten für 2 Portionen:

Zubereitung:

Zunächst das Tumbet zubereiten. Da dies sehr arbeitsintensiv ist, habe ich direkt nach dem Frühstück damit angefangen. Die Auflaufform mit dem Gemüse habe ich dann mit Frischhaltefolie abgedeckt bis zum Abendessen im Kühlschrank aufbewahrt.

Zum Essen die Schweineschnitzel aus dem Kühlschrank nehmen und das Tumbet dann entgegen der Angaben im Originalrezept ca. 30 Minuten bei 150 °C Umluft in den Backofen stellen.

Das Brot in relativ dicke Scheiben schneiden und von beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen. In der heißen Grillpfanne knusprig braten, auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Schweineschnitzel so dünn wie möglich klopfen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern und ebenfalls in der Grillpfanne von beiden Seiten braten.

Die drei Komponenten auf Tellern anrichten und vom Urlaub träumen.

tumbet_schnitzel

#wirrettenwaszurettenist – Dieses Mal die warme, pikante Sauce

wirrettenwaszurettenistIch habe für diese Rettungsaktion eine einfache Bratensauce zu Fleisch, bei mir genau gesagt Hirschmedaillons, gemacht.

Genauso kann man im Prinzip eine Sauce zu jedem anderen Fleisch machen.

Zutaten für 2 – 3 Portionen Bratensauce:

  • 2 Hirschmedaillons
  • 1 Möhre
  • 1 Porreestange
  • 1 Zwiebel
  • getrocknete Steinpilze (passen nicht nur zu Wild)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml kräftiger Rotwein
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer,
  • Wildgewürzmischung (eher nur zu Wildfleisch, ansonsten kann man mit Gewürzen und Kräutern nach Wunsch arbeiten)
  • etwas Aceto Balsamico
  • 1 – 2 EL Butterschmalz oder neutrales Pflanzenöl
  • evtl. etwas in kaltem Wasser angerührte Stärke, eiskalte Butter oder Mehlbutter zum Binden der Sauce

Zubereitung:

bratensauce_01Die getrockneten Steinpilz mehrmals mit Wasser spülen, dann mit heißem Wasser übergießen und quellen lassen.

Möhre, Porree und Zwiebel grob würfeln. Die rote Zwiebel in feine Streifen schneiden.

 

Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen, das Rost hineingeben und darunter eine Schale oder das Backblech stellen.

Das Butterschmalz in einer unbeschichteten Pfanne erhitzen. Möhre, Lauch und Zwiebel dazu geben.
Die Hirschmedaillons von beiden Seiten salzen und pfeffern und in der Pfanne scharf anbraten. Dabei das Fleisch erst wenden, wenn es sich leicht vom Pfannenboden löst. Anschließend auf dem Backofenrost zu Ende garen.

Das Gemüse aus der Pfanne nehmen, das Tomatenmark zugeben und den Bratensatz mit dem Rotwein vom Pfannenboden unter Rühren los kochen. Die Steinpilze mit dem Einweichwasser zugeben. Langsam einkochen lassen.

In einer separaten Pfanne die Streifen der roten Zwiebel mit dem Zucker ganz kurz karamellisieren und zur Sauce geben. Diese mit den Gewürzen und dem Balsamico abschmecken. So lange weiter köcheln, bis die Zwiebelstreifen weich sind.

Sollte die Sauce noch zu flüssig sein, kann man sie mit wenig in kaltem Wasser angerührter Stärke, eiskalter Butter oder einem Stück Mehlbutter binden.

Bei uns gab es Semmelknödel und Butterwirsing (Wirsing kurz in Salzwasser blanchieren, in zerlassener Butter schwenken und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken) dazu.

hirschsteak_01

hirschsteak_02


In der Kategorie Saucen und Dips gibt es weitere Rezepte, unter anderem, passend zur Spargelsaison, das für die Blitzhollandaise.


Hier geht es zu geretteten Saucen der anderen Teilnehmer (die Links werde im Laufe des Tages händisch korrigieren)

Friederike vom Fliederbaum – Warme Gurkensauce zu gekochtem Rindfleisch

Andy Lieberlecker – Weissweinsauce im asiatischen Kleid

magentratzerl – Grüner Spargel mit Miso-Hollandaise

Anna Antonia Herzensangelegenheiten – Eier in Senfsauce

LanisLeckerEcke – Tilapia aus dem Backofen mit Zitronen-Petersilien-Sauce

Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Tomatensoße

Susi von Prostmahlzeit – Sauce hollandaise

Barbaras Spielwiese – Schnelle Orangen-Hollandaise

auchwas – Kräuter-Bechamel zu Mairübchen und Lamm

Sakriköstlich – Currywurstsauce

AUSSER KONKURRENZ!

Sabine von Bonjour Alsace – Blitzschnelle Mayonnaise

Tortellini alla Panna gratinati

Dieses Gericht ist relativ schnell vorbereitet, braucht anschließend aber noch 30- 40 Minuten zum Überbacken. Belohnt wird man mit einem leckeren, herzhaften Essen aus frischer Pasta, Gemüse, etwas gekochtem Schinken – meiner war mit Rosmarin, was sehr gut passte – und viiiieeeel oder wenig Käse – ganz nach Wunsch.

Man nimmt am besten Tortellini aus der Frischetheke und keine getrockneten. Im Gegensatz zu letzteren, die man vorkochen muss, kann man die frische Pasta sofort in die Auflaufform geben und sich ganz der Zubereitung der Sauce widmen.

Ich abe mich mangels größerer Auswahl für die Tortellini Pesto-Basilico & Pinoli von Giovanni Rana entschieden und muss sagen, dass sie sehr gut geschmeckt haben.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Paket Tortellini aus der Frischetheke, Füllung nach Wunsch
  • 1 ca. 0,5 cm dicke Scheibe gekochten Schinken
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 Becher Schlagsahne
  • ca. 100 g TK-Erbsen und -Brokkoli (oder anderes Gemüse nach Wunsch)
  • mildes Currypulver
  • Salz, Pfeffer
  • geriebener Käse, Sorte und Menge nach Wunsch
  • Olivenöl

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und eine Auflaufform bereitstellen.
Diese mit etwas Olivenöl ausstreichen und die Tortellini hinein geben.

Falls der gekochte Schinken einen Fettrand hat, diesen abschneiden und fein würfeln.

Den restlichen Schinken ebenfalls würfeln und separat zur Seite stellen.

Die Schalotte in möglichst feine Würfelchen schneiden.

Eine genügend große Pfanne aufstellen und diese erhitzen. Den Schinkenspeck auslassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten.
Falls man keinen Fettrand hat, die Schalottenwürfel in etwas Olivenöl glasig dünsten und weitermachen wie beschrieben.

Die Schinkenwürfel zugeben und leicht anbraten. Dann mit Sahne aufgießen, mit den Gewürzen abschmecken und das Gemüse zugeben.

Die Sauce über die Tortellini gießen, etwas umrühren, den Käse darüber streuen und ca. 30 – 40 Minuten überbacken.

tortellini_allapanna_gratinati

Rinderhüftsteak aus der neuen Grillpfanne

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Ich hatte in einigen Blogs und auch in Facebook-Kochgruppen viel Gutes über die Produkte von d.die Pfanne gehört bzw. gelesen.

grillpfanneDa ich noch auf der Suche nach einer Grillpfanne war, haben wir vor zwei Wochen eine bestellt. Leider war die Zustellung per DPD eine reine Katastrophe, aber dafür kann der Versender wohl nichts.

Die Pfanne habe ich gemäß der Anleitung mit warmem Wasser und etwas Spülmittel rundherum gereinigt. Nach dem gründlichen Trocknen habe ich die Pfanne dann von innen mit einer dünnen Schichten Erdnussöl versehen.

Am vergangen Sonntag hatte sie dann Premiere: Wir hatten vom Einkauf Bio-Rinderhüftsteaks (2 x 250 g, wovon wir dann ein Steak noch spontan eingefroren haben, weil 250 g pro Person selbst dem GöGa zu viel erschienen war.) mitgebracht.

Dazu gab es einen bunten Salat mit Joghurt-Dressing nach Art von „Omma Toni“ und Backofenpommes (waren labberig, aber die müssen ja auch mal weg).

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Rinderhüftsteak à 250 g, halbiert
  • Salatzutaten nach Wahl, z. B. Eisbergsalat, Möhren- und Gurkenscheiben, Radieschenstifte
  • 1 Rezept Joghurt-Salatsauce nach „Omma Toni“, zusätzlich hergestellt mit:
    • Zitronenzesten
    • 1 EL TK-Petersilie
    • Ahornsirup statt Zucker
  • Backofenpommes nach Geschmack
  • Salz, Pfeffer
  • 1 gestrichener EL Butterschmalz
  • 2 Stücke Alufolie

Zubereitung:

Zunächst die Pommes nach Packungsanweisung zubereiten.

In der Zwischenzeit die Steaks falls nötig parieren (und mit den Abschnitten die Katze erfreuen) und bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Eisbergsalat waschen und trocken schleudern. Die Möhre schälen und in dünne Scheiben schneiden. Das Gurkenstück halbieren, die Kerne herauskratzen (mit einem Espressolöffel) und dann ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Radieschen gut waschen, trocknen, zunächst in dünne Scheiben und danach in dünne Stifte schneiden. Kurz vor dem Servieren mit der Salatsauce mischen.

Für die Steaks die Steaks etwa 10 Minuten bevor die Pommes fertig sind, die Grillpfanne erhitzen und die Steaks ca. 5 Minuten von beiden Seiten braten. Dabei etwas andrücken, damit das Grillmuster schön rauskommt. Aus der Pfanne nehmen und in Alufolie gewickelt ruhen lassen.

Alles Anrichten und die Steaks am Tisch nach Wunsch pfeffern und salzen. Den Anschnitt habe ich dieses Mal vergessen, aber das Steak war perfekt medium-rare.

hueftsteak

Die Pfanne ließ sich nach dem Abkühlen ganz einfach mit einem feuchten Tuch reinigen. Top!

 

Zwiebelschnitzel

Ich kenne dieses Gericht aus den frühen Achtzigern als Partyessen für viele Leute. Leicht angebratene Zwiebelschnitzel kamen auf’s Backblech, entsprechende Mengen Zwiebelsuppenfix aus der Tüte wurde in Sahne eingerührt und über das Fleisch gekippt und im Ofen überbacken.

Am vergangenen Sonntag gab es das Zwiebelschnitzel dann bei uns, natürlich ohne Tüte und mit Schweineschnitzeln aus dem Biomarkt. Das Rezept habe ich vom Chefkoch.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Bio-Schweineschnitzel
  • 100 ml Sahne
  • 2 große Zwiebeln
  • 75 g Schmand
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 75 g geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Fett zum Braten

Zubereitung:

Die Schnitzel salzen und pfeffern, von beiden Seiten kurz anbraten und in eine Auflaufform geben.

Die Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch sehr fein hacken.
In der Pfanne goldbraun rösten.
Die Sahne mit dem Schmand verrühren. Zu den Zwiebeln geben. Etwa 5 min köcheln lassen, bis die Sauce etwas reduziert ist. Über die Schnitzel geben, den Käse darüber streuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Umluft ca. 25 min überbacken.

zwiebelschnitzel

Die Schnitzel haben sehr lecker geschmeckt. Dazu gab es bei uns einfach Reis und einen gemischten Salat.

Rindfleisch mit Meerrettichsauce, Salzkartoffeln und etwas grünem Salat

Als ich das letzte Mal eine Rindfleischbrühe gekocht habe, hatte ich die Beinscheibe übrig behalten. Am nächsten Tag habe ich das Fleisch in Würfel geschnitten und mit Salzkartoffeln und Meerrettichsauce gemacht. Dazu gab es noch einen einfachen grünen Salat.

Wie man Salzkartoffeln kocht, sollte wohl jedem bekannt sein.

Für die Sauce habe ich eine Béchamelsauce mit etwas Rinderbrühe und Sahne als Flüssigkeit zubereitet und mit Sahnemeerrettich und Wasabipulver, weil mir der Sahnemeerrettich zu süßlich und nicht scharf genug war, abgeschmeckt. Das war wirklich sehr lecker, und ich verstehe üüüüberhaupt nicht, warum ich dieses Gericht früher bei  meiner Oma nicht mochte.

rindfleisch_meerrettichsauce

Rindfleischsuppe „asiatische Art“

Heute hatte ich eine Rindfleischbrühe aus einer Beinscheibe gekocht. Für mein Mittagessen hatte ich fertige Brühe in einen kleinen Topf umgefüllt und mit den folgenden Zutaten in eine leckere asiatisch inspirierte Rindfleischsuppe verwandelt:

Zutaten für 2 Portionen als Hauptspeise oder 4 Portionen als Vorspeise:

  • 500 ml Rindfleischbrühe
  • 1 fingerlanges Stück Porree
  • 1 Möhre
  • 4 – 5 getrocknete Steinpilze
  • 15 g Vermicelli
  • 2 EL (TK-)Spinat
  • 50 g Rindfleisch (oder mehr nach Wunsch)
  • 1 EL Sojasauce
  • ein paar Spritzer Worcestersauce
  • etwas weißen Balsamicoessig

Zubereitung:

Die Steinpilze mit kochendem Wasser übergießen und stehen lassen.

Porree und Möhren putzen, waschen und in Juliennestreifen schneiden. Das Fleisch ebenfalls in Streifen schneiden. Die Steinpilze abgießen und Scheiben schneiden. Alles zusammen mit den Vermicelli und dem Spinat in die heiße Brühe geben. Köcheln lassen, bis die Vermicelli und Gemüse weich sind. Mit Sojasauce, Worcestersauce und Balsamico abschmecken.

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