Harald von Cahama hat dieses Jahr das gleiche Zucchiniproblem wie ich: Sie wachsen ihm über den Kopf. Als ich das Rezept für den Kastenkuchen mit Zucchini und zitroniger Note sah, habe ich mich fast sofort ans Werk gemacht.
Da der GöGa und ich ja alleine sind, habe ich allerdings die Menge aus dem Originalrezept halbiert und den Kuchen in einer ca. 20 cm langen und entsprechend schmaleren und weniger tiefen Form gebacken:
Da ja meine Zucchini im Garten mächtig produktiv sind, müssen sie zusammen mit Paprikaschoten und Frischkäse herhalten und zu Zucchiniröllchen werden:
Zutaten für 3 – 4 Röllchen:
1 große Zucchini
je 1 gelbe und rote Paprikaschote
4 EL Frischkäse
Basilikum
Salz, Pfeffer
Olivenöl zum Braten
Zahnstocher zum Feststecken
Zubereitung:
Die Zucchini rundherum dünn abschneiden. Den inneren Rest eventuell für Suppe oder ähnliches in den Kühlschrank stellen.
Die Paprikaschoten schälen und in drei oder vier Stücke schneiden.
In einer Grillpfanne das Olivenöl erhitzen, Zucchini- und Paprikaschoten von beiden Seiten weich grillen. Kalt werden lassen.
In der Zwischenzeit den Frischkäse mit wenig kohlesäurehaltigem Wasser cremig rühren. Das Basilikum bis auf ein paar Deko-Blättchen fein hacken. Unter den Frischkäse rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Frischkäse zunächst in einen Paprikaschotenstreifen, dann beides in einen Zucchinistreifen wickeln. Das Ganze mit einem Zahnstocher feststecken.
Mit Basilikum dekoriert auf einer Platte anrichten.
Eine größere Menge dieser Röllchen ist ein schönes Mitbringsel für eine sommerliche Grill- oder Gartenparty.
Eine kleine Abwandlung dieser Tortilla, um weiterhin Gartenzucchini zu verwerten:
Zutaten für eine kleine Auflaufform:
200 g Kartoffeln
200 g Zucchini
100 g Paprikaschote (rot oder gelb)
1 große Haushaltszwiebel
Olivenöl zum Braten
6 – 8 Eier
Basilikum, fein gehackt
Salz, Pimentón de la Vera
optional: geriebener Käse (ich hatte noch einen Rest im Kühlschrank)
Zubereitung:
Kartoffeln waschen, schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. In köchelndem Salzwasser ca. 10 Minuten angaren. Sie sollten noch einen gewissen Biss haben. Abgießen und ausdampfen lassen.
Die Zucchiniwürfel im heißen Olivenöl kurz braun anbraten und in eine Auflaufform geben. Die Paprikaschote in kleine Würfel schneiden, die Zwiebel in Streifen. Beides im Olivenöl ebenfalls kurz dünsten. Zusammen mit den Kartoffelwürfeln zu den Zucchini geben und gleichmäßig verteilen.
Die Eier in eine Schüssel aufschlagen, mit Salz, Pimentón de la Vera und Basilikum würzen und kurz verquirlen. Den Käse zugeben. Über das Gemüse geben.
Im auf 180 °C Umluft vorgeheizten Backofen 30 – 40 Minuten backen, bis das Ei gestockt ist.
Mit Hilfe eines Schneidbretts aus der Auflaufform holen, in mundgerechte Happen schneiden und auf einer schönen Platte servieren.
Bei uns gab es zum Abendessen noch einen Blattsalat (Rollo rosso, Sauerampfer, Rucola aus dem Garten) mit ein paar bunten Tomaten und Omma Tonis Salatdressing.
Susan von Labsalliebe sucht zusammen mit Zorra vom Kochtopf Rezepte für Mezze, die typischen Häppchen aus der Levanteküche. Mein Beitrag ist ein marokkanischer Karottensalat, den ich mir hier abgeguckt, aber ein bisschen abgewandelt habe. Das erste Mal habe ich diesen Salat im Restaurant Karawane in Bonn gegessen. Dort wird wöchentlich wechselnd eine Rundreise durch den Orient angeboten. Hier habe ich über einen Besuch berichtet.
Zutaten für 4 Portionen:
2 Orangen (ich: 1 Nektarine)
3 Karotten, ca. 250 g
2 EL Rotweinessig
3 EL Olivenöl
50 g getrocknete Physalis, alternativ Rosinen (ich: getrocknete Datteln)
2 cm Ingwer, gerieben
1 TL ½ Kreuzkümmelsaat
½ Bund Koriander
Salz
ich zusätzlich: 3 Lauchzwiebeln, davon das Grüne
ich zusätzlich: 1 TL Honig
Zubereitung:
Die Karotten zusammen mit dem geschälten Ingwer in der Küchenmaschine grob raffeln. In einer Schüssel mit Olivenöl, Essig und Salz mit den Händen durchkneten.
Nektarine in Würfeln vom Stein, Datteln in Streifen und Lauchzwiebelgrün in Ringe schneiden. Koriander fein hacken.
Alles zu den Karotten geben, mit Kreuzkümmelsaat und Honig abschmecken und ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
Ich habe den Salat zusammen mit Brot, Falafel und kalter Zucchini-Joghurt-Suppe serviert, was sehr gut zusammengepasst hat.
Im April fand im Lebensgarten wieder ein kleiner Bauernmarkt statt. Es werden Sämereien zum Tausch oder gegen Spende angeboten, dieses Jahr waren auch vorgezogenen Pflänzchen dabei. Leider war das Wetter regnerisch und kalt, auch die Hochbeete waren noch nicht so weit, so dass wir auf den Erwerb von Saatgut und/oder Pflanzen verzichteten. Eine Woche später wurden erbarmungswürdig aussehende Pflänzchen verschenkt, u. a. auch Kohlrabi. Vier Stück nahmen wir mit, nach dem Motto: „Entweder sie berappeln sich oder eben nicht.“
Sie wurden in eins der Hochbeete gepflanzt und wuchsen und gediehen. In der Größe waren sie dann erntereif. Zwei habe ich aus dem Beet geholt und nach und nach verarbeitet. Die restlichen beiden verblieben, wo sie waren. Anfang Juli fuhren wir erst einmal in den Urlaub, dann fingen die Zucchini langsam an und die Kohlrabi waren fast vergessen.
Aber nur fast! Ich habe die letzten beiden geerntet – keinen Tag zu früh, denn sie wurden langsam holzig – und habe sie dann eingekocht. Ärgerlicherweise ist mir das größte Glas mit fast 300 g Inhalt auf geblieben, was ich leider nicht bemerkt hatte. So musste ich die Kohlrabistifte leider entsorgen.
Wie hier, hier und hier erwähnt, fangen die Gartenzucchini auch dieses Jahr wieder an zu eskalieren.
Klar, dass ein frisch geerntetes Früchtchen auch bei einem meiner Solomittagessen mitmischen musste.
Eine mittelgroße Kartoffel als Pellkartoffel kochen. Ausdampfen und in Scheiben schneiden.
Inzwischen etwas Blattsalat (aus dem Garten) putzen, waschen und trockenschleudern. Verschiedene Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden.
Je nach Größe eine halbe bis eine ganze Zucchini grob raspeln, mit einem Becher Joghurt mischen und mit Salz, Pfeffer, etwas Limettensaft und gehacktem Basilikum mischen.
Einen Teller zur Hälfte mit den Salatblättern auslegen, die Tomatenwürfel darauf anrichten. Den Joghurt – bis auf 1 – 2 Esslöffel – in den Teller geben, die Kartoffelscheiben darauf legen, mit dem restlichen Joghurt übergießen und mit einem Basilikumblatt dekorieren.
*) Dieser kleine Geselle ist ein sogenannter Erbsenkürbis oder auch Zappho. Er wurde letztens in meinem Lieblinsbiomarkt angeboten und – soweit meine spärlichen Suchergebnisse im Netz es ergeben haben – ist auch insbesondere in der Bio-Landwirtschaft und -Vermarktung bekannt. Er kann mit Schale gegessen werden und schmeckt wie eine Mischung aus Zucchini und Erbsen. Inzwischen sind meine Zucchini erntereif, die den Erbsenkürbis leicht ersetzen können.
Zusammen mit Halloumi, hauchdünnen Kartoffelscheiben, Schalotte, Knoblauch, Rosmarin und Tomate nahm der Erbsenkürbis an einem leckeren Sommersolomittagessen teil.
Die erste runde Zucchini der Sorte habe ich am vergangenen Wochenende verarbeitet und inzwischen fangen sie schon wieder an, mir über den Kopf zu wachsen.
Dass so ein hübsches Exemplar gefüllt werden musste, war klar, aber mit was? Da es so brüllend heiß (39 °C) war, hatte ich eigentlich keine Lust auf eine Fleischfüllung. Also vegetarisch! Aber mit was? Im Vorrat waren Reis, Couscous, Bulgur und verschiedene Bohnen- und Linsensorten vorhanden. Najaaa… der GöGa war mittelprächtig begeistert.
Dann fiel mir ein, dass ich ja von der Kulinarischen Weltreise nach Israel noch Freekeh, den unreif geernteten und gerösteten Weizen, hatte. Den nahm ich dann als Grundlage für die Füllung. Dazu kam das unten genannte Gemüse aus dem Vorrat. Ihr könnt natürlich Sorten und Mengen austauschen. Von der letzten Endes entstandenen Mischung brauchte ich 250 g für die Zucchinifüllung, den Rest habe ich am Folgetag kalt als Salat gegessen.
Im Juli ist es wieder so weit: Es wird gerettet, was das Zeug hält. Dieses Mal geht es um Gnocchi, Spätzle und Co, soll heißen, es geht um alles, was man aus Kartoffel- oder Mehlteig im weitesten Sinne formen kann: Gnocchi, Spatzn, Spätzle, Schupfnudeln, Mehlspatzen und was es da alles gibt.
Bei uns gibt es ein Gericht, zu dem ich während unseres Englandurlaubs Anfang Juli inspiriert wurde.
Basilikum-Gnocchi mit grünem Spargel, Schmortomaten,
Erbsensprossen, Parmesanspänen, Oliven und Ziegenkäsebällchen
(Rosehill House Hotel, Burnley, England)
Scheinbar ist in England die Saison für (grünen) Spargel nicht wie in Deutschland punktum am 24. Juni vorbei. Den Spargel galt es also zu ersetzen. Doch erstmal zu den Hauptakteuren, den Gnocchi di Patate.
Das Rezept habe ich im wesentlichen Jamie Olivers Buch Jamie kocht Italien (Seite 176; von Nonna Teresa aus Rom) entnommen. Was mich zunächst gewundert hat, ist, dass im Gegensatz zu deutschen Kartoffelknödeln kein einziges noch so winziges Ei kommt. Trotzdem war das Ergebnis bemerkenswert.
Zunächst habe ich das Rezept für 6 – 8 Portionen halbiert und bekam trotzdem noch 60 teelöffelgroße Gnocchi heraus. 30 habe ich für unser Abendessen genommen, den Rest auf einem Brett einzeln eingefroren und später in einen Gefrierbeutel umgefüllt. So kann man sie besser einzeln entnehmen.