Archiv der Kategorie: nachgekocht und -gebacken

Blogevent CXX – Alpenküche: Backhendlhaxn nach Johann Lafer

Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15. Juni 2016)
Es ist schon eine Weile her, seit ich an einem von Zorras Blogevents teilgenommen habe. Keine Zeit, unpassendes Thema, krank – wie das oft so ist.

Dieses Mal ist Heike von Kebo Homing die Gastgeberin, und sie wünscht sich ausgerechnet Alpenküche. Na, Servas… damit habe ich üblicherweise ja so gar nichts am Hut. Nicht, weil ich sie nicht mögen würde – ich hatte bisher eigentlich keine Gelegenheit, sie zu probieren. Sie ist also für mich absolutes kulinarisches Aus- und Neuland. Aber Herausforderungen sind ja dazu da, angenommen zu werden.

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Nachgemacht & aufgepimpt: Franzis Süßes Minze-Pesto mit Kokos

Bei der Mai-Rettungsaktion zum Thema Pesto sind eine Menge richtig toller Vorschläge heraus gekommen. Unter anderen hatte mich das süße Minze-Pesto mit Kokos von Franzi von Dynamite Cakes sehr angesprochen. Sie hat es zu Erdbeeren serviert und Erdbeeren hatte ich im Haus.

Doch zunächst zum Pesto, das ich noch ein bisschen abgewandelt (Änderungen stehen wie immer in Klammern!).

Zutaten:

  • 30 g Minze (grüne Stiele können dran bleiben, verholzte abmachen – ich habe nur die Blätter – und zwar 15 g – genommen, weil mein Pürierstab ansonsten leicht überfordert war)
  • 30 g Kokosraspeln (ich: 15 g)
  • 50 – 60 g neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl – Menge nach Festigkeitswunsch – ich deutlich weniger als die Hälfte, weil bei mir noch zusätzlich Flüssigkeit dazu kam)
  • 15 g Agavensirup (ich: nur einen kleinen Tropfen zum Abrunden)
  • ich außerdem: ca. 3 cl Batida de Coco und Zitronensaft 

Zubereitung:

Minze abzupfen, waschen und trockentupfen. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren.

Ich habe nicht so viel Öl genommen, sondern die Flüssigkeit der Batida de Coco und der Zitronen genutzt.

Tipp: Reste vom Pesto kann man in ein sauberes Schraubglas füllen, die Oberfläche flach drücken und mit einer dünnen Schicht Öl „versiegeln“. So hält es sich gekühlt ca. 10 Tage.

minz-kokos-pesto

#wirrettenwaszurettenist – Das Pesto, am Beispiel eines Zucchini-Minze-Pestos

wirrettenwaszurettenist

Bei Pesto denke ich zuallererst an das klassische Pesto alla genovese, danach vielleicht noch an ein Tomatenpesto, das war’s dann aber auch schon. Und diese beiden Sorten findet man in allen Qualitäts- und Preisstufen von verschiedensten Herstellern im Supermarkt. Wenn man bei Pesto auch ganz kreativ mit den verschiedenen Zutaten spielen möchte, geht das fast nur in der heimischen Küche. Jetzt müssen nur noch Ideen her!

Wie gut, dass beim Durchschauen meiner zahllosen Kochbücher genau dieses auftauchte:

pestobuch

Hier sollte sich doch was finden lassen. Neben dem originalen Pesto alla genovese, Bärchlauchpesto, Walnusspesto und anderen, stieß ich auf ein Rezept für ein Zucchini-Minze-Pesto, das sich laut Autorin hervorragend zu Fisch und Geflügel eignet.

Ich mag Pesto auch immer gerne auf’s Brot und obwohl ich bei der Zusammensetzung stutzig war, wurde es tatsächlich sehr schmackhaft.

 

 

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Minzestängel
  • 50 g Cashewkerne
  • 50 g frisch geriebener Grana Padano oder Parmesan
  • 9 EL Walnussöl, zzgl. weiteres Öl zum Abfüllen
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Die Zucchini waschen, putzen und grob raffeln. Bei mir kamen 110 g reine Zucchini dabei heraus. Die Knoblauchzehe schälen und hacken. Die Minze waschen, trocken und die Blätter abzupfen. Die Stängelspitze für die Deko aufbewahren, die restlichen Blätter grob hacken. Die Cashewkerne ebenfalls grob hacken.

Alles zusammen mit dem Walnussöl in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab durchmixen.

Zum Schluß mit Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Eventuell ist auch noch etwas Salz nötig, was bei mir wegen der bereits gesalzenen Cashewkerne nicht nötig war.

Das fertige Zucchini-Minze-Pesto in saubere Gläser abfüllen, mit einer Schicht Walnussöl luftdicht versiegeln und die Gläser gut verschließen.

Ungeöffnet hält sich das Pesto kühl und dunkel gelagert ca. 1 Monat *).

zuchini-minze-pesto

*) Bei mir hat das Pesto übrigens nicht mal eine Woche überlebt. Unter anderem war es sehr lecker auf dem Pan moreno, wurde aber auch für folgende Gerichte verwendet:


Hier geht es zu den Beiträgen der anderen Retter (Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen!):

Aus meinem Kochtopf – Spargel mit Spargelpesto
Obers trifft Sahne – Spargel mit Radieschen Pesto
Sakriköstlich – Paprika-Chili-Pesto
Prostmahlzeit – Rucola-Pesto
1x umrühren bitte aka kochtopf – Pesto mit Rüebligrün (Karottengrün)
Giftigeblonde – Radieschenblätter Pesto
Küchenliebelei – Süßes Mandelpesto mit Rum
Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Pesto Rosso
Barbaras Spielwiese – Liebstöckel-Pesto
LanisLeckerEcke – Möhrenpesto
Bonjour Alsace – Grandioses Spargelpesto

Pan moreno – Mallorquinisches Bauernbrot

Noch ganz unter dem Eindruck des zurückliegenden Urlaubs wollte ich mich letztes Wochenende mal am Pan moreno (braunes Brot), jenem typisch mallorquinischem Brot versuchen, das u. a. für P’amb oli genommen wird.

Die Recherche nach einem „Originalrezept“ erwies sich trotz rudimentärer Spanischkenntnissen und einem Online-Wörterbuch als schwierig, weil tatsächlich Zutaten genannt wurden, die mir im wahrsten Wortsinn „spanisch“ vorkamen.

Schließlich fand ich dieses Rezept auf Chefkoch, an das ich mich buchstabengetreu hielt.

Nach dem Kneten hatte ich einen herrlichen Belag für Streuselkuchen in der Schüssel, aber sicher keine Basis für ein Brot. Ich knetete noch ein bisschen Wasser unter, bis es wenigstens halbwegs formbar war, aber trotz 50 Minuten Gehzeit, war alles noch genauso platt wie vorher. Unverzagt machte ich weiter mit der zweiten Gehzeit und dem Backen.

Das Brot sah etwas sehr „verkrüppelt“ aus und die Krume war trocken und bröselig. Nach zwei Tagen konnte man schon keine vernünftigen Scheiben mehr schneiden.

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Geschmacklich war das Brot gut und ich konnte Pfingstsonntag auch tatsächlich P’amb Oli daraus machen, aber danach, wie gesagt, kamen keine Schnitten mehr zustande sondern nur mehr oder weniger große Brösel.


Natürlich darf man sich nicht entmutigen lassen! Deshalb backte ich gestern noch einmal ein Pan moreno, mit etwas verändertem Rezept und siehe da, es  ist ganz toll geworden.

Zutaten für mein Pan moreno:

  • 320 g Weizenmehl 550
  • 80 g Roggenmehl
  • 10 g Trockenhefe
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Meersalz
  • 240 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml Olivenöl

Meine Zubereitung:

In einer kleinen Schüssel die Hefe mit dem Zucker und dem lauwarmen Wasser gut verrühren.

Inzwischen das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine abwiegen. In die Mitte eine tiefe Kuhle drücken, auf dem oberen Mehlrand das Salz verteilen.

Wenn das Hefewasser anfängt, Blasen zu werfen, dieses vorsichtig in die die Mehlkuhle geben und darüber das Olivenöl.

Mit der Küchenmaschine etwas 2 Minuten auf kleiner Stufe kneten, dann weitere 4 Minuten auf hoher Stufe (8 von 10 bei der KitchenAid).

Bei 50 °C Umluft ca. 50 Minuten im Backofen gehen lassen.

Mit mehligen Händen einen Laib formen, diesen auf ein Backblech legen und weiter 50 Minuten bei 50 °C Umluft gehen lassen.

Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze stellen und 15 Minuten backen. Auf 190 °C Ober-/Unterhitze einstellen und weitere 25 Minuten backen.

Anmerkung: Schon nach dem Kneten hatte der Teig eine ganz andere Konsistenz als beim ersten Versuch und hat sich im Backofen mächtig vervielfältigt. Auch der fertige Laib ist noch mal schön aufgegangen. Auf den Fotos unten sieht man den deutlichen Unterschied, gerade auch beim Anschnitt.

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Ricotta-Zitronen-Kekse

Ich muss sagen, als Sandra letztens über einen Facebook-Post diese Kekse oder Cookies in ihrem Blog From Snuggs Kitchen vorstellte, hatte sie mich total „angefixt“.

Ich mag’s ja sowieso nicht so pappsüß und da klang das Rezept wie für mich gebacken. Sandra selber hatte es unter dem Titel Coconut Lime Ricotta Cookies bei Cooking Classy gefunden, aber die Kokosnuss wegen Nichtmögens weggelassen. Ich mag Kokos und hatte erst erwogen, sie zu verarbeiten, hatte aber keinen Bock auf die Umrechnerei der amerikanischen Maßeinheiten und verzichtete. Gute Entscheidung!

Diese Kekse sind luftig, fluffig, zitronig lecker. Genau das Richtige, jetzt wo es auf den Sommer zugeht und man mehr Lust auf fruchtig-frisches hat.

Ich habe Sandras Rezept noch mal etwas verändert, indem ich weniger Zucker und mehr Zitronensaft genommen habe. Heraus kamen die für uns perfekten Kekse.

Bei Sandra reicht der Teig für ca. 30 Cookies, ich habe „nur“ 18 heraus bekommen, aber vielleicht ist mein Eisportionierer einfach größer…

Zutaten für 18 Kekse:

  • 120 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 110 g Zucker (ich: 100 g)
  • 250 g Ricotta
  • 1 Bio-Zitrone, davon Schalenabrieb komplett + 3 EL Saft (ich: fast der ganze Saft der Zitrone)
  • 210 g Dinkelmehl, Typ 630
  • 1 TL Backpulver
  • Prise Salz

 Zubereitung:

Den Backofen auf 190 °C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier (ich: Silikon-Dauerbackfolie) belegen.

Die Zitrone heiß abwaschen, etwas trocken tupfen, die gesamte Schale abreiben und den Saft auspressen.

In einer Schüssel Butter, Zucker und Vanille-Extrakt verrühren (macht bei mir wie immer Brunhild), dann das Ei unterrühren, anschließend Ricotta mit Zitronenabrieb und -saft zugeben.

Mehl mit Backpulver und Salz mischen und zur Ricottamasse geben und auf niedrigster Stufe unterrühren.
Ich habe dazu einen Teigschaber genommen und alles ganz vorsichtig vermischt.

Mit zwei Esslöffel oder einem Eisportionierer Kugeln auf den Backblechen verteilen. Ich schaffte pro Blech neun Kugeln mit meinem Eisportionierer.

Das erste Blech 10 Minuten auf der mittleren Schiene backen, dann den Ofen öffnen, das Blech herausziehen und die Kekse mit dem Boden eine Glases Flach drücken.
Das Blech wieder in den Ofen schieben und die Kekse für weiter 3 – 5 Minuten backen, bis sie am Rand goldbraun sind.

Aus dem Ofen nehmen, kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf Gittern komplett auskühlen lassen und mit dem zweiten Blech genauso verfahren.

Man kann die Kekse nach dem Abkühlen noch mit Zuckerguss versehen, wenn man möchte.

ricotta-zitronen-kekse_mignon

Das Zitat ist aus dem Gedicht Mignon von Johann Wolfgang von Goethe

Jetzt kann der Sommer kommen. Ich hatte mir überlegt, dass eine Variante mit Orangen und leichtem Guss aus Zartbitterschokolade auch nicht schlecht schmecken dürfte und auch eine herzhafte Variante mit Kräutern, getrockneten Tomaten und eventuell ein paar Kernen stelle ich mir sehr lecker vor. Da werde ich demnächst definitiv mal einen Testlauf starten.

Zwiebelschnitzel

Ich kenne dieses Gericht aus den frühen Achtzigern als Partyessen für viele Leute. Leicht angebratene Zwiebelschnitzel kamen auf’s Backblech, entsprechende Mengen Zwiebelsuppenfix aus der Tüte wurde in Sahne eingerührt und über das Fleisch gekippt und im Ofen überbacken.

Am vergangenen Sonntag gab es das Zwiebelschnitzel dann bei uns, natürlich ohne Tüte und mit Schweineschnitzeln aus dem Biomarkt. Das Rezept habe ich vom Chefkoch.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Bio-Schweineschnitzel
  • 100 ml Sahne
  • 2 große Zwiebeln
  • 75 g Schmand
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 75 g geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Fett zum Braten

Zubereitung:

Die Schnitzel salzen und pfeffern, von beiden Seiten kurz anbraten und in eine Auflaufform geben.

Die Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch sehr fein hacken.
In der Pfanne goldbraun rösten.
Die Sahne mit dem Schmand verrühren. Zu den Zwiebeln geben. Etwa 5 min köcheln lassen, bis die Sauce etwas reduziert ist. Über die Schnitzel geben, den Käse darüber streuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Umluft ca. 25 min überbacken.

zwiebelschnitzel

Die Schnitzel haben sehr lecker geschmeckt. Dazu gab es bei uns einfach Reis und einen gemischten Salat.

Ensaïmadas – Mallorquinische Hefeschnecken

Als ich den blauweißen Teller (rechts im Bild) sah und natürlich gekauft habe, erinnerte er mich sofort an die schönen mallorquinischen Webstoffe und was lag da näher, als einmal Ensaïmadas zu backen und diese auf eben dem Teller zu präsentieren.

Gestern war es dann soweit! Das Originalrezept habe ich bei den Küchengöttern gefunden, ich schreibe es Euch und mir aber trotzdem hier auf, falls das Original mal verschütt gehen sollte:

Zutaten für eine große oder 10 – 12 kleinere Ensaïmadas:

  • 500 g Mehl Type 405 (ich: 505)
  • 75 g Zucker
  • 1/2 Teel. Salz
  • 40 g Hefe (ich: 1 Tütchen Trockenhefe)
  • knapp 200 ml lauwarme Milch
  • 2 EL. Olivenöl
  • 2 ganze Eier Größe M
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 200 g weiches Schweineschmalz (ich: Butterschmalz)
  • etwas Fett für das Backblech (ich: Backpapier)

Zubereitung:

Das Mehl mit Zucker und Salz gut in einer Schüssel vermischen, Hefe in etwas von der lauwarmen Milch und einer Prise Zucker verrühren, in eine kleine Mulde in der Mehlmischung geben, ganz leicht mit etwas Mehl vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen

Dann die restliche Milch, Eier und Olivenöl dazugeben, mit den Knethaken des Rührgeräts oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort zum doppelten Volumen aufgehen lassen (ich: 20 Min. bei 50 °C Umluft im Backofen).

Mit bemehlten Händen circa 10 (ich: 12) Kugeln formen und nochmals gehen lassen (ich: auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech wiederum für 20 Minuten im Backofen).

Die einzelnen Kugeln auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und dann mit dem Nudelholz zu sehr dünnen Fladen ausrollen, mit dem weichen Schmalz bestreichen und von der breiten Seite her vorsichtig aufrollen (ich hatte das Butterschmalz komplett geschmolzen und mit dem Pinsel aufgetragen, vermutlich wäre es besser gewesen, den Teig mit dem leicht weich gewordenen Schmalz etwas dicker zu bestreichen oder gleich Butter zu nehmen.). Dann müssen die Rollen nochmal etwas ruhen.

Nun die Rollen auf dem gefetteten Backblech zu Schnecken formen. Die Schnecken nicht eng wickeln, denn sie plustern sich regelrecht auf, während der Teig zugedeckt nochmals über Nacht gehen kann (ich hatte die Schnecken im ausgeschalteten, aber noch warmem Backofen gelagert, bis wir später am Nachmittag vom Einkaufen zurück waren).

Morgens (ich: nach dem Einkaufen zum Nachmittagskaffee) dann bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen schieben und circa 15 – 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Noch warm mit Puderzucker bestäuben und sofort genießen 😉

Anmerkung: Wenn man aus dem Teig eine große Ensaimada macht, beträgt die Backzeit circa 50 Minuten.

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Fazit: Geschmeckt haben die frischen Ensaïmadas total lecker. Beim nächsten Mal würde ich allerdings die Teigmenge halbieren und Butter auf die Fladen streichen, so dass die Zwischenräume noch lockerer und fluffiger werden.

Käselauchsuppe mit Veggie-Hack

Diese Suppe, die ich öfter bei Freunden gegessen habe, als ich noch nicht an der Dialyse war, wollte ich jetzt, wo ich nicht mehr auf meine Flüssigkeitszufuhr achten muss, gerne mal selber kochen.

Das Netz wimmelt ja vor Rezepten; ich hatte mich letzten Endes für dieses bei Chefkoch entschieden. Der Geschmack war aber so flach und unausgewogen, dass ich noch mächtig Hand und Gewürz angelegt habe. Dann war die Suppe aber sehr lecker!

Zutaten für 4 – 5 Portionen *):

  • 1 Paket (180 g) Veggie-Hack oder 250 g Hackfleisch halb und halb
  • 1 dicke Stange Lauch
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Schmelzkäse (fettreduziert)
  • 500 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL grüne Pfefferkörner in Lake
  • Paprikapulver edelsüß
  • Zitronensaft und -abrieb

Zubereitung:

Den Lauch putzen, längs halbieren und gründlich waschen. In nicht zu schmale Halbringe schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Die Pfefferkörner gut durchhacken.

Öl in einem Suppentopf erhitzen, Zwiebel- und Knoblauchwürfel anschwitzen. Das (Veggie-)Hack zugeben und kurz anbraten. Dann den Lauch dazu geben und ebenfalls leicht dünsten.

Wasser aufgießen und den Schmelzkäse einrühren. Köcheln lassen, bis der Lauch die gewünschte Konsistenz hat; ich persönlich mag ihn lieber etwas weicher.

Mit Pfefferkörnern und etwas von der Lake sowie Salz, Paprikapulver und Zitronenabrieb und -saft pikant abschmecken.

kaeselauchsuppe

Käselauchsuppe mit Veggie-Hack, dazu eine Scheibe selbst gebackenes Brot – sehr lecker!

*) Kleine Anmerkung am Rande: Ich weiß ja nicht, was für Portionen so mancher Mensch reinhaut, aber nachdem ich das oben verlinkte Chefkochrezept für 4 Portionen halbiert hatte, bekam ich letzten Endes ca. 5 Portionen Suppe raus.

Lauwarmer Rotkohlsalat

Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)
Noch bis zum 15. Februar läuft bei Zorra von 1 x umrühren bitte aka Kochtopf das Blog-Event zum Thema Kohl, das Eva von Evchen kocht dieses Mal ausrichtet.

Ich hatte vom Einkaufen einen ca. 1 kg schweren Rotkohlkopf mitgebracht. Die Hälfte wird zu typischem Apfelrotkohl verarbeitet und portionsweise eingefroren. Die zweite Hälfte habe ich heute für ein Rezept, das ich vor einiger Zeit auf der Webseite Essen & Trinken entdeckt hatte, genommen. Wie immer schreibe ich Euch das Originalrezept mit meinen Änderungen in Klammern auf.

Zutaten für 2 Portionen:

  • Salz
  • 100 g Bulgur (ich: Couscous)
  • 250 g Rotkohl, geputzt
  • 1 Zwiebel (ich: 1 Frühlingszwiebel)
  • 1 EL Öl (ich: Olivenöl)
  • 2 EL Essig (ich: Vincotto Feige)
  • 1 Prise Zimtpulver
  • 2 EL Honig
  • 2 TL Harissa (ich: Harissapulver)
  • 4 Stiele glatte Petersilie (ich: TK-Petersilie)
  • (ich: 2 Blätter getrocknete Minze zusätzlich)
  • 100 g fettarmer Joghurt (ich: etwas mehr, der Rest musste weg)
  • 2 EL Milch (ich: ohne)
  • 100 g Feta light (ich: normalen Feta, davon ca. 70 g)

Zubereitung:

1. 250 ml Wasser in einem Topf aufkochen. Salz und 100 g Bulgur (ich: Couscous) zugeben und zugedeckt bei mildester Hitze 25 Min. quellen lassen.

2. Inzwischen Rotkohl putzen, den dicken Strunk keilförmig herausschneiden und den Kohl in feine Streifen schneiden; es sollten ca. 250 g ergeben. 1 Zwiebel in halbe Ringe schneiden (ich: Frühlingszwiebel in sehr dünne Ringe schneiden). Beides in einer Schüssel mit Salz würzen und mit den Händen kräftig durchkneten.

3. 1 EL (Oliven-)Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kohlmischung darin bei mittlerer Hitze andünsten. Mit 2 EL Essig (ich: Vincotto Feige), 1 Prise Zimtpulver, 1 – 2 EL Honig und Salz (ich: ohne, weil der geknetete Rotkohl genug Salz hat) würzen und 5 Min. weiterdünsten.

4. Bulgur mit 1 – 2 TL Harissa  würzen. Blättchen von 4 Stielen glatter Petersilie hacken. 100 g fettarmen Joghurt mit 2 El Milch verrühren. 100 g Feta light grob zerbröseln. Rotkohl mit Bulgur, Feta und Joghurt anrichten und mit Petersilie bestreut servieren.
(ich: Couscous mit 1 – 2 TL Harissapulver würzen, etwas Olivenöl zugeben und auflockern. Gerebelte getrocknete Minze mit TK-Petersilie und etwas Salz unter den Joghurt rühren. Rotkohl, Couscous und Minzjoghurt anrichten und mit dem zerbröseltem Feta bestreuen.)

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Orientalische Hähnchen-Gemüsepfanne mit Safranreis

Das Rezept hat Sebastian Reichelt vor kurzer Zeit in einer Facebook-Gruppe gepostet. Das Gericht sah auf seinem Foto so köstlich aus, dass ich es vergangenen Sonntag unbedingt nachkochen musste. Bereut habe ich das nicht, es war einfach köstlich!

Zutaten für 3 Portionen:

  • 3 Hähnchenschenkel vom Markt
  • Saft einer Limette
  • 3 EL Olivenöl
  • Ras-el Hanout und Baharat geschmischt
  • 1 g Safran
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 große Möhre
  • 100 g Schalotten
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 Datteln – oder mehr nach Geachmack
  • 6 Softaprikosen – oder mehr nach Geschmack
  • 2 EL Mandelkerne oder gehackte Mandeln
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Tasse Basmatireis
  • 1 TL Butter
  • 2 Tassen Wasser
  • restliche Safranfäden
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tasse gewässerte Sultaninen
  • 150 g Naturjoghurt
  • 2 EL getrocknete Minze
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • außerdem: Kerne von 1/2 Granatapfel, gehackte Petersilie, 2 TL Harrissa

Zubereitung:

safranEin paar Safranfäden für den Reis beiseite legen.
Den Rest mit einem 1 TL kochendem Wasser überbrühen.

 

haehnchen_eingelegtHähnchenschenkel mit Ras-el Hanout-Bararat-Mischung gut rundum einreiben. In eine Schüssel legen. Den überbrühten Safran mit Olivenöl und Limettensaft darüber geben und gut vermischen und mehrere Stunden (optimal sind 24 Stunden) kühl stellen.


Das Gemüse waschen, putzen und in Streifen bzw. schräge Scheiben schneiden. Schalotten schälen und halbieren, rote Zwiebel schälen und achteln. Zwei Knoblauchzehen schälen.

Bio-Orange heiß abwaschen und in dicke Scheiben schneiden.

Datteln und Aprikosen halbieren oder dritteln.


Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Hähnchenschenkel salzen und pfeffern und in einem Bräter oder einer großen ofenfesten Pfanne von allen Seiten knusprig braten. Die Safran-Öl-Limettenmischung über die Hähnchenschenkel geben und ca. 25 Minuten im Backofen schmurgeln lassen.

Dann die Hähnchenschenkel aus der Pfanne nehmen, das Gemüse mit Datteln, Aprikosen und Mandeln in die Pfanne geben. Salzen, pfeffern, gut umrühren und die Hähnchenschenkel wieder oben auf setzen. Die Orangenscheiben zwischen die Schenkel stecken.

Noch einmal für ca. 25 Minuten in den Ofen geben.


In der Zwischenzeit den Reis in der Butter kurz glasig dünsten, Wasser, Safran und etwas Salz zugeben, aufkochen und dann auf kleiner Temperatur garen. Zum Schluss die Sultaninen unterrühren.


Den Naturjoghurt mit gerebelter Minze, fein gehackter Knoblauchzehe und etwas Salz mischen.

Zum Anrichten das Gemüse auf Tellern anrichten, jeweils einen Hähnchenschenkel darauf legen und eine Orangenscheibe dazu geben.

Den Reis mit einem Ring anrichten, etwas vom Minzjoghurt und dem Harrissa dazu geben und alles mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen.

haehnchen_orientalisch

Die Zubereitung ist ein wenig aufwendig, aber mit der entsprechenden Planung geht es und die Mühen lohnen sich.