Eigentlich werden Lángos in Ungarn als Snack zwischendurch oder auch als „Streetfood“ gegessen. Seit einigen Jahren gibt es sie auch bei uns auf Jahr- oder Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen. Ich muss zugeben, dass ich sie bis dato noch nicht probiert habe.
Sucht man aber nach typsichen Rezepten geht eigentlich kein Weg am Blog Paprika meets Kardamom von Anikó vorbei. Sie ist halbe Unbarin und versucht möglichst oft, ihre Verwandtschaft in Ungarn zu besuchen.
Das heutige Rezept wollte ich sowieso schon länger mal machen und so war die Gelegenheit günstig.
Interessant finde ich Anikós Erklärung, dass das Szegediner Gulasch gar nichts mit der ungarischen Stadt Szeged zu tun hat, sondern eigens für einen Herrn Józef Székely, einen Schriftsteller, kreiert wurde.
Ich habe mich nahezu komplett an Anikós Rezept gehalten, für uns die Menge allerdings halbiert.
Als Fleisch habe ich Iberico-Nacken verwendet, den wir bei einer TK-Schrankaufräumaktion zwischen den Feiertagen entdeckt hatten. Dazu gab es noch mein selbst fermentiertes Sauerkraut.
Mein Beitrag ist eigentlich ein Gastbeitrag meines GöGas bzw. er hat das Rezept für die Waffeln heraus gesucht und diese gebacken. Ich durfte nur noch genießen und einen Blog-Artikel verfassen. Es gab Belgische Waffeln mit Backpulver. Meines Wissens sind das dann Lütticher Waffeln, denn meine Brüsseler Waffeln, die ich letztes Jahr im Rahmen der kulinarischen Weltreise nach Belgien gemacht hatte, waren mit Hefe.
Die fertigen Waffeln haben wir mit einem ordentlichen Schuss Baileys zum Sonntagskaffee genossen.
Wir sind zurück aus China, der letzten Station der kulinarischen Weltreise im Jahr 2019. Auch für 2020 hat Volker von Volker mampft schon wieder tolle neue Reiseziele ausgesucht. Im Januar geht es nach Ungarn. Eine Idee habe ich schon.
Hier geht es zu den tollen Gerichten der Mitreisenden nach China:
Wie schon bei meinem ersten Beitrag, der Pekingsuppe, zum Zwischenstopp in China im Rahmen von Volkers kulinarischer Weltreise geschrieben, war ich selber noch nie in China und meine Erfahrungen mit „chinesischem“ Essen stammen aus den hiesigen Chinarestaurants, die sich natürlich dem europäischen Geschmack angepasst haben.
Heute bringe ich ein Gericht aus Szechuan, das ich auf der Seite Aisastreetfood gefunden habe. Hier könnt Ihr das Originalrezept sehen und auch etwas über die Herkunft des Gerichtes lesen.
Da ich, wie immer wieder gerne mit Bedauern erwähnt, in einer Kleinstadt wohne, die sich weder im Bereich der Restaurantauswahl noch der Einkaufsmöglichkeiten mit kulinarischen Extravaganzen schmückt, musste ich das Rezept mal wieder stark an meine Möglichkeiten anpassen. So habe ich zwar inzwischen helle und dunkle Sojasauce im Vorrat, aber lediglich einen Reiswein, den man in der üblichen Asia-Abteilung des Supermarktes bekommt und auch bei dem Essig für die Sauce habe ich einen normalen Weißweinessig benutzt.
Der Vorteil ist ja, dass wir nicht wissen, wie das Original schmeckt, und ich muss sagen, meine Variante war sehr gelungen.
Dass ich statt Hühnerbrust wieder einmal die vegane Variante in Form von Filetstücken Hähnchenart von LikeMeat zurückgegriffen habe, liegt einzig und allein daran, dass wir in den vergangenen Tagen etwas sehr viel Fleisch und Wurst gegessen hatten.
Diesen Monat geht die kulinarische Weltreise mit Volker mampft nach China. Ich möchte mal behaupten, dass die wenigsten Teilnehmer an der Weltreise jemals in China waren und – wie ich – auch nur die europäisierten Gerichte aus dem Chinarestaurant kennen.
Bei meiner Suche nach Rezepten stieß ich auf die Seite Tingtings Nest, wo ich fast als erstes auf mein absolutes Lieblingsgericht stieß: Die Sauer-scharfe Suppe, auch Pekingsuppe genannt. Ich könnte mich da ja rein legen und so kam sie als erstes bei uns auf den Tisch.
Zutaten für 2 – 4 Portionen (je nachdem, ob Ihr die Suppe als Vor- oder Hauptspeise essen wollt):
1000 ml Hühnerbrühe (selbstgemacht aus Hühnerkarkasse)
das „abgepulte“ Hühnerfleisch, ca. 100 g
2 Möhren
1 Bambussprosse (ich: aus dem Glas)
1 Stück Ingwer
4 getrocknete Shiitake (ich: Mu Err)
2 Eier
1 EL Speisestärke
4 EL Tomatenmark
4 EL Sojasauce
4 EL Reisessig
Chilipaste nach Geschmack
Zucker, Salz nach Geschmack
1 TL weißer Pfeffer
Frühlingszwiebel in Röllchen
ich zusätzlich: frische Champignons in Scheiben und ein paar Streifen Chinakohl (Kühlschrankfund)
Zubereitung:
Die Mu Err in warmem Wasser einweichen.
Fleisch und Gemüse in gleich große Stücke schneiden. Die Mu Err ebenfalls zerkleinern.
In einem Topf die Hühnerbrühe aufkochen lassen. Die fertig geschnittenen Zutaten dazu geben und nochmals aufkochen lassen. Danach die Suppe mit Zucker, Salz, Sojasauce, Reisessig, Tomatenmark, Chilipaste und Pfeffer würzen und die Suppe nach Geschmack sauerer, süßer, salziger oder schärfer machen.
Noch mal ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Die Stärke mit kaltem Wasser anrühren, zur Suppe geben und unter Köcheln einrühren, bis die Suppe andickt.
Eier in einer Schüssel verquirlen.
Topf vom Herd nehmen, Eier hineinlaufen lassen. *)
Die Suppe auf Schüssel verteilen und mit Frühlingszwiebelröllchen servieren.
*) Ich habe die Eier in die Suppenschüssel geschlagen und mit der köchelnden Suppe aufgegossen, so hat man das Ei nicht im großen Suppentopf hat.
Jeweils ein Ei in der Suppenschale verquirlen
Suppe mit Eierstreifen serviert
Die Suppe war zwar noch nicht ganz so wie im Lieblingschinarestaurant, aber hat dennoch sehr gut geschmeckt.
Dass das gängige Vorurteil, die „Engländer“ könnten nicht kochen, so längst nicht mehr stimmt, haben sage und schreibe 35 Beiträge zum November-Stopover der Kulinarischen Weltreise mit Volker mampft bewiesen.
Im November wird einmal mehr gerettet. Dieses Mal geht es um den Auflauf bzw. das Gratin.
Zunächst einmal fragt man sich, ist Gratin nur der „feinere“ Ausdruck für Auflauf oder gibt es Unterschiede? Im Großen und Ganzen gibt es sie nicht wirklich. Beide können süß oder herzhaft sein, beide werden im Backofen überbacken bzw. gratiniert, dabei läuft die sogenannte Maillard-Reaktion ab.
Im Grunde fallen auch Lasagne, Moussaka, Kartoffelgratin und ähnliches in diese Kategorie. Was ich an Aufläufen/Gratin im weitesten Sinne schon im Blog habe, seht Ihr am Ende dieses Beitrags.
Alle diese Gerichte findet man natürlich auch im Fertig- und Halbfertigsegment in den Supermärkten, aber unser wackeres Rettungstrüppchen will einmal mehr beweisen, dass sich nichts einfacher und schneller selber machen lässt als ein Auflauf; zum Beispiel einen leckeren Lentil Bake, ein Rezept meiner englischen Freundin Anne.
Ein Stück Linsenauflauf mit einem Eichblatt-Möhrensalat,
dazu ein Klecks des Salatdressings
Das Rezept las sich jetzt nicht wirklich herausfordernd, so dass ich mich entschlossen hatte, wieder einmal mein Glück zu versuchen.
Und ich muss sagen: Soooo schlecht sind meine Langschläfer gar nicht geworden!
Ich hatte die Teigmenge für uns zwei halbiert und die Langschläfer für unser Sonntagsfrühstück in Baguetteform eingeplant. Plan B wäre Toast gewesen.
Bereits Freitagabend habe ich den Vorteig, auch Poolish genannt, zusammengerührt aus:
75 Wasser 4°C
75 g Weizenmehl 550
0,1 g Hefe
Der Vorteig durfte über der warmen Esszimmerheizung übernachten und sah am Samstag ziemlich aufgeweckt aus. Er hatte schöne gleichmäßige Luftbläschen und duftete angenehm säuerlich.
Deshalb bringe ich Euch eine schottische Spezialität mit: das Shortbread, das es in verschiedenen Formen gibt. Ich glaube, am bekanntesten sind bei uns die rechteckigen Shortbread-Fingers, aber es gibt sie auch in runder oder dreieckiger Form mit gewelltem Rand. Und das sind die Petticoat Tails.
Shortbread ist ganz einfach zu machen, da es sich hier um einen ganz simplen Mürbteig, hier allerdings ohne Ei, handelt.
Das Rezept habe ich aus dem Kochbuch Great Britain Cooking, das ich vor zig Jahren einmal geschenkt bekommen habe. Aus diesem Buch hatte ich im Sommer auch schon die Scones für Zorras Blog-Event Gebäck zum Afternoon Tea gebacken.
Leider hatte ich nicht die ganz passende Kuchenform, so dass die Petticoat Tails beim Schneiden nach dem Backen etwas zerbrochen sind, was dem tollen Geschmack natürlich keinen Abbruch tat.
Da meine Waage Ounces anzeigt, habe ich mit dieser Maßeinheit, die so auch im Kochbuch steht, gearbeitet. Die metrischen Maße stehen in Klammern.