Siopao mit Schweinefleischfüllung – Gedämpfte Teigtaschen von den Philippinen
Ich habe mal wieder ein Rezept für zwei Blog Events, nämlich für die Kulinarische Weltreise mit Volker mampft, die uns im Januar 2023 bereits zum zweiten Mal auf die Philippinen führt.
Die erste Reise fand im April 2018 statt und ich hatte damals Mühe, Rezepte zu finden. Ich war letztendlich mit Pancit Bihon dabei. Schon damals haben mich die gefüllten, gedämpften Teigtaschen, die Volker präsentiert hatte, angelacht und dieses Mal habe ich sie nachgekocht. Und was soll ich sagen? Sie waren köstlich und erinnerten mich an die Teigtaschen, die eine der ersten Mieterinnen meiner Mutter, eine philippinische Krankenschwester oft mit uns geteilt hat.
Da diese Teigtaschen, die leider nicht ganz so gelungen waren, wie ich es mir erhofft hatte, im Dampfgarer zubereitet werden, passen sie auch wunderbar zum Blog-Event Mit Volldampf ins Neue Jahr, das Felix von Fel!x Kitchen bei Zorra im Kochtopf hostet:
Update:Hier erscheinen nach dem 15. Januar die Volldampfrezepte, die Felix und Zorra gesammelt haben.
Wie ich hier und hier schon geschrieben habe, zeichnet sich die nepalesische Küche durch wärmende Gewürze aus, die auch aus der indischen Küche und dem Ayurveda bekannt sind.
Deshalb passt der gewürzte Tee mit Milch auch hervorragend in den Winter. Und obwoh ich eigentlich keine Milch mag, hat mir der Masala Chai sehr gut geschmeckt.
Zutaten für ca. 2 Tassen:
20 g Ingwerwurzel, ungeschält in Streifen geschnitten
4 Gewürznelken
4 Kardamomkapseln, zerdrückt
1 TL kräftiger schwarzer Tee, z. B. Assam
1 TL Zimtpulver
3 TL Zucker
300 ml Wasser
200 ml Milch, 3,5 % Fett
Zubereitung:
Ingwer mit Nelken, Kardamom, Zimt und Zucker im Wasser zum Kochen bringen. Nach 5 Minuten die Milch hinzugeben. Erneut aufkochen, den Tee hinzugeben und weitere 3 Minuten kochen lassen. Zum Schluss durch ein Sieb in eine Tasse seihen und bei Bedarf noch nachzuckern.
Auf der Suche nach nepalesischen Kochrezepten im Internet stieß ich auf das Nepalesische Cardamomhuhn. Ob es wirklich zu hundert Prozet authentisch ist, kann ich natürlich nicht verifizieren, aber Cardamom und Kurkuma sowie Chili sind auf jeden Fall beliebte Gewürze in dem Land.
Geschmeckt hat uns das Cardamom-Huhn, für das ich den Rest eines Brathähnchens, den ich zwischenzeitlich eingefroren hatte, verwendet habe, hervorragend.
Ich schreibe Euch das Originalrezept auf und setze meine Änderungen in Kursivschrift dazu.
Zutaten für 2 Portionen:
300 g Hühnerbrustfilet (ich: gebratener Hähnchenschenkel mit Rückenteil aus dem TK-Vorrat)
2 Zwiebeln (ich: 1 große Zwiebel)
2 EL Rapsöl
2 TL Tomatenmark (ich: etwas mehr)
100 ml Wasser (ich: etwas mehr)
120 g Joghurt (ich: ca. 6 EL)
0,5 TL Cardamom, gemahlen
0,5 TL Curcuma, gemahlen
1 Prise Chili granuliert, extra scharf (ich: 1/4 frische rote Chili, frisch gehackt)
ich zusätzlich: 1/2 grün-rote Paprikaschote, geschält, in Streifen geschnitten + 4 EL TK-Brokkoli, Salz, Limettensaft und -abrieb)
Zubereitung:
Hühnerfilets trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. (Ich: TK-Schenkel auftauen, Haut abziehen und Fleisch von den Knochen zupfen.)
Zwiebel schälen und grob würfeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel darin rösten, das Fleisch zugeben und kurz mitbraten. (Ich: Im Öl die Hähnchenknochen kräfitg anbraten, herausnehmen, Zwiebel und Paprikastreifen zugeben.
Die abgezogene Hühnerhaut in einer separaten Pfanne ohne Fett knusprig braten. Auf etwas Küchenpapier entfetten.)
Gemahlenen Cardamom, gemahlenen Curcuma und granulierten Chili (ich: gehackte frische Chili) beimengen und mit anbraten, damit sich die Aromen entfalten.
Tomatenmark beimengen und ebenfalls kurz mitbraten. Mit Wasser ablöschen und 5 – 10 Minuten köcheln lassen, bis sich eine sämige Konsistenz ergibt. (Ich: Fleisch und TK-Brokkoli zugeben. Falls nötig noch etwas Wasser zugeben. Mit Salz, Limettensaft und -abrieb abschmecken.)
Joghurt unterrühren, die Sauce danach aber nicht mehr stark erhitzen, da der Joghurt ansonsten flockt.
Auf Tellern mit Reis und der knusprigen Hühnerhaut servieren und genießen.
Hier geht es zu den Rezepten aus Nepal der Mitreisenden:
Und wieder neigt sich ein kulinarisches Weltreisejahr dem Ende entgegen. Uns verschlägt es zusammen mit unserem Reiseleiter Volker mampft nach Nepal (सङ्घीय लोकतान्त्रिक गणतन्त्र नेपाल = Demokratische Bundesrepublik Nepal).
Ich glaube, fast jedem fällt bei Nepal spontan der höchste Berg der Erde, der mit 8848 Metern Höhe im Himalaya gelegene Mount Everest (Nepali: Sagarmatha) ein. Am 29. Mai 1953 gelang dem Sherpa Tenzing Norgay zusammen mit Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest.
1978 folgten ihnen Reinhold Messner und Peter Habeler als erste Menschen ohne zusätzlichen Flaschensauerstoff. Eine Wahnsinnsleistung von beiden Teams!
Inzwischen ist der Berg fast zu einem Freizeitpark für Hinz und Kunz verkommen mit der damit verbundenen Problematik von eklatanter Umweltverschmutzung und Eingriff in die Natur.
Dass Nepal nicht nur aus der Himalayaregion, sondern auch aus dem Terai genannten Tiefland des Gangesdeltas, dem Mittelland, das eine Gesamthöhe von bis zu 3000 Metern erreicht und die Hauptstadt Kathmandu beheimatet, ist vielen vermutlich gar nicht so gewärtig – mir auch nicht.
Zu diesem Anlass wollte ich eigentlich Pan de muerto, eine mexikanische Spezialität anlässlich des Tages der Toten (Día de muertos) an Allerseelen, also am 2. November, backen.
Aber wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Am 31. Oktober wurde ich mit einer schweren Sepsis ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem ich vorher schon vier Tage mit Fieber zu Hause im Bett lag.
Inzwischen bin ich entlassen, aber immer noch ziemlich schlapp, so dass an Kochen und Backen nicht zu denken ist. Deshalb hat Volker mir dankenswerterweise erlaubt, eine kleine Zusammenfassung über Festtagsgerichte im Blog zu schreiben. Ich hoffe, dass ich dann im Dezember wenigstens eine Kleinigkeit für das Reiseziel Nepal auf den Teller bekomme.
Ein Blog-Event zum Thema Religionen der Welt wurde anlässlich des Reformationsjahres 2017 von Peter vom Blog Aus meinem Kochtopf veranstaltet, und daran hatte ich mit zwei Gerichten teilgenommen.
Zum einen gab es ein – an unserer Einkaufsverhältnisse angepasstes – Gericht von den Philippinen:
Ginatang Tilapia ist dort ein typisches Gericht der vorösterlichen Fastenzeit.
Mein zweiter Beitrag von damals war quasi das Gegenteil von Fasten:
Harira ist ein marokkanischer Kichererbseneintopf, der dort unter anderem zum abendlichen Fastenbrechen während des Ramadans gereicht wird.
Bei uns gab es eine leckere Moqueca de Camarão, einen Eintopf aus Paprikaschoten, Tomaten, Garnelen und Fisch, der in Kokosmilch geschmort wird.
Zum Nachtisch habe ich ein Caipirinha-Sorbet gemacht. Seit ich 2013 während meines Urlaubs in Portugal so ein feines Sorbet (etwas scrollen) probiert habe, wollte ich es mal nachmachen.
Caiprinha ist ein aus Brasilien stammender Cocktail, der mit Cachaça, einem Zuckerrohrschnaps, Limette, Zucker und Eis gemixt wird.
Das Sorbet ist ganz einfach und fix gemacht:
Für 2 Portionen werden 2 EL brauner Rohrzucker mit 1 EL Wasser aufgekocht und so lange auf niedriger Temperatur zu einem Sirup eingekocht, bis die Zuckerkristalle aufgelöst sind. Abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit von 1,5 Bio-Limeten die Schale abreiben und den Saft auspressen. Diesen zusammen mit 2 EL Cachaça zum Zuckersirup geben, gut umrühren und ca. 5 Stunden ins Gefrierfach stellen. In diesen 5 Stunden die Sorbetmassr mehrmals mit einem Schneebesen durchrühren.
Ich habe das Sorbet in weiten Cocktailschalen (keine Ahnung, ob die normalerweise für Martini oder Schaumwein sind) mit Zuckerrand (Rand des Glases mit Limettensaft einreiben und in braunen Rohrzucker tauchen) angerichtet. Leider hatte ich keine Limette mehr zum Garnieren übrig. Ihr könnt sonst aber noch geviertelte Limettenscheiben in das Sorbet stecken.
Hier geht es zu den brasilianischen Rezepten der Mitreisenden:
Bei diesem Gericht handelt es sich um einen köstlichen Garneleneintopf mit Kokosmilch.
Im Oktober geht es mit Volker mampft und dem Reisegrüppchen der kulinarischen Weltreise einmal mehr über den Atlantik und zwar nach Brasilien.
Die Föderative Republik Brasilien (República Federativa do Brasil), wie das flächenmäßig größte sowie bevölkerungsreichste Land Südamerikas offiziell heißt, grenzt im Osten an den atlantischen Ozean und hat ansonsten mit allen südamerikanischen Staaten außer Chile und Ecuador eine gemeinsame Landesgrenze. Im Gegensatz zu den restlichen mittel- und südamerikansichen Ländern wurde Brasilien zur portugiesischen Kolonie und ist somit das einzige Land des Kontinents, in dem Spanisch nicht die Amtssprache ist.
Ich war noch nie in Brasilien, wie auch auf dem restlichen amerikanischen Kontinent und brasilianisch gegessen habe ich vor Jahrzehnten einmal in Bonn-Bad Godesberg. Ob das Restaurant noch besteht, weiß ich nicht. Es zeichnete sich jedenfalls durch übertriebene Fleischportionen aus. Was ich damals gegessen habe, weiß ich leider beim besten Willen nicht mehr.
Das heutige Gericht habe ich in diesem Kochbuch gefunden, dass ich mir extra für die Kulinarische Weltreise zugelegt hatte und das Gerichte aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kuba, Mexiko, Peru, Puerto Rico und Venezuela enthält. Da das Buch scheinbar US-amerikanischen Ursprungs ist, sind die Mengenangaben in Cups, Unzen, Pfund usw. Ich habe das ursprünglich für 6 Portionen berechnete Rezept für uns pi mal Daumen halbiert.
Zutaten für ca. 3 – 4 Portionen:
1 – 2 EL Olivenöl zum Braten
1 kleine bzw. 1 halbe fein gehackte Zwiebel
1 fein gehackte Knoblauchzehe
je 1/4 grüne und rote Paprikaschote, geschält und in Streifen geschnitten
1 gehackte Frühlingszwiebel
1 TL Paprikapulver
1 grob gehackte frische Tomate (außerhalb der Saison einfach weglassen)
1 Dose (400 ml) gehackte Tomaten
1 kleine Dose (200 ml) Kokosmilch
1 kleiner Zweig frischer Thymian
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
Salz, schwarzer Pfeffer
ca. 400 g weißfleischiger Fisch, grob gewürfelt (ich hatte noch Skrei eingefroren und habe diesen verwendet)
1 EL Zitronen- oder Limettensaft und etwas abgeriebene Schale
ca. 200 g Garnelen, gepult und entdarmt (auch hier habe ich auf TK-Ware zurückgegriffen)
1/2 Bund frischer Koriander, fein gehackt
Zubereitung:
Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Paprikaschoten, Frühlingszwiebel und Paprikapulver zugeben und ca. 7 – 8 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln weich sind.
Jetzt beide Tomatensorten, Kokosmilch, Thymian, Muskatnuss, Salz und Pfeffer zugeben und aufkochen.
Die Temperatur runterschalten, Fisch und Zitronen-/Limettensaft und -schale zugeben und 10 Minuten sanft köcheln lassen. Da mein Fisch recht dünn war habe ich diesen Schritt übersprungen und ihn zusammen mit den Garnelen zugegeben:
Zum Schluss Garnelen (und die Fischstücke) zugeben, gut unterheben und so lange simmern lassen, bis die Garnelen rosa und die Fischstücke noch leicht glasig sind.