Ich mag Blumenkohl sehr gerne, aber irgendwie bereite ich ihn immer nach Schema F als Beilage zu Fleisch und Kartoffeln zu – typisch deutsche Hausmannskost eben. Die ist ja nicht zu verachten, aber etwas Abwechslung ist ja auch nicht das schlechteste.
Im März kam dann ein neues, überaus köstliches Blumenkohlrezept dazu, das mir auf Facebook von Eat smarter! angezeigt wurde. Das las sich sehr gut und so machte ich mich ans Werk:
Hier gab es mal wieder eine wunderbare Resteverwertung:
Den Anfang machte ein Chili sin carne – dieses Rezept halbiert und ohne Fleisch! – mit Kartoffelpüree. Mein GöGa hatte ordentlich Kartoffeln geschält und natürlich war dann Püree übrig.
Kartoffelsuppe war nicht so… Der GöGa ist eher nicht so der Suppentyp. Ich habe dann kurzerhand das Kartoffelpüree mit Gemüse aus dem Kühlschrankvorrat vermischt und in der Pfanne gebraten.
Da auch noch ca. eine halbe Portion Dosentomaten vom Chili übrig, aus der ich nebenbei noch eine einfache kalte Tomatensalsa machte. Dazu gab es noch einen Blattsalat mit Vinaigrette.
Wohl dem, der einen Vorrat an eingekochten Speisen, Brühen und Suppen hat. Bei uns im Vorrat befand sich noch gekochtes Hühnerfleisch in Brühe und so reifte der Gedanke, mal wieder ein leckeres Hühnerfrikassee zu kochen.
Normalerweise bereite ich dieses Gericht traditionell mit Champignons und Spargel zu und dem GöGa und mir schmeckt es tatsächlich am besten mit Dosenware. Schande!
Das eingekochte Hühnerfleisch auf einem Sieb abtropfen lassen und dabei die Brühe auffangen.
Möhre und Staudensellerie in feine Würfel (Brunoises) schneiden. Die Kohlrabi schälen und in ca. 1 cm große Würfel, die Champignons in Scheiben schneiden.
Das Butterschmalz in einer weiten Pfanne zerlassen, das Gemüse anschwitzen, mit etwas Hühnerbrühe angießen und gar dünsten.
In einem Saucentopf die Butter schmelzen, das Mehl zugeben. Mit Weißwein und Hühnerbrühe eine helle Mehlschwitze kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Zusammen mit dem Hühnerfleisch zum Gemüse geben.
Den Reis auf einem Teller anrichten, ein Loch in der Mitte formen und das Frikassee hinein löffeln.
Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass Risotto unser „Reserveessen“ ist, wenn wir mal so gar nicht wissen, was wir kochen sollen. Das gilt natürlich erst recht in Zeiten von Corona und Ausgehbeschränkung. Merkwürdigerweise sind, seit der GöGa im HomeOffice ist, immer Mengen an Champignons im Haus.
Also gab es mal wieder Risotto mit gebratenen Champignons. Was nicht im Vorrat war, war Parmesan, AAAABER ich hatte einen Wiesenkräuterkäse, der toll zu den Champignons gepasst hat. Noch ein paar gebratene Schinkenchips oben drauf und lecker!
Zutaten für 2 Portionen:
4 Scheiben luftgetrockneten Bio-Schinken, z. B. von Ökoland
150 g Arborioreis
100 ml Weißwein
1 l köchelnde Gemüsebrühe
200 g Bio-Wiesenkräuterkäse
6 – 8 Champignons, je nach Größe
1 kleine Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL fein gehackte Petersilie (bei mir TK)
Salz
Pfeffer
etwas Limettensaft
Zubereitung:
Zuerst in einer trockenen mittelheißen Pfanne die Fettstreifen des Schinkens ausbraten, dann den gezupften Schinken darin knusprig braten. Auf Küchenpapier entfetten.
In derselben Pfanne die in Scheiben geschnittenen Champignons braten und zur Seite stellen.
Im Wok von d.die Pfanne den Risotto zubereiten. Den fein geriebenen Wiesenkräuterkäse unterrühren, abschmecken und auf tiefe Teller schöpfen. Mit den krossen Schinkenchips dekorieren.
Von den Krautfleckerl hatte ich noch einen halben Spitzkohl, den ich zusammen mit einer Möhre und einer Frühlingszwiebel in einen feinen milden Krautsalat zum Gyros verwandelt habe.
Gekaufter Kraut-, aber auch Kartoffelsalat hat oft so eine aufdringliche Essigschärfe. Vermutlich, weil die meisten Hersteller einen billigen Branntweinessig nehmen.
Bei mir kam hier ein feiner Bio-Apfelessig zum Einsatz.
Zutaten für 2 – 3 Portionen:
1/2 kleiner Spitzkohl
1 TL Salz
1 EL Apfelessig
1 Frühlingszwiebel
1 Möhre
eine Messerspitze gemahlener Kümmel
Pfeffer
1 TL Ahornsirup
2 EL Salatöl
Zubereitung:
Den Spitzkohl mit einem Kochmesser in feine dünne Streifen schneiden oder einen Gemüsehobel zu Hilfe nehmen. In einer Schüssel gut mit dem Salz verkneten und stehen lassen.
Die Frühlingszwiebel in feine Röllchen schneiden und in den Apfelessig geben.
Beides mindestens eine Stunde, besser auch länger durchziehen lassen.
Zum Servieren die Möhre raspeln oder in feine Stifte/Scheiben schneiden.
Probieren, wie salzig der Spitzkohl ist. Wenn er zu salzig ist, etwas in einem Sieb unter fließendem Wasser abbrausen.
Frühlingszwiebelröllchen mitsamt Essig zum Spitzkohl geben, die Möhre sowie das Salatöl unterheben. Mit Kümmel, Pfeffer und Ahornsirup abschmecken.
Es ist „Coroanazeit“ und die Devise lautet: #Ichbleibezuhause oder auch #StayhomeStaysafe. Wie hier schon geschrieben, geht der GöGa demnächst in die dritte Woche HomeOffice, was für mich insofern angenehm ist, dass er mir kraftraubende Tätigkeiten wie Spülmaschine umräumen (Ja, das finde ich anstrengend!), Katze füttern, Katzentoiletten säubern, Müll rausbringen etc. abnimmt.
Wir bleiben natürlich auch zu Hause und versuchen unsere Einkäufe auf eine „Rundreise“ einmal pro Woche zu beschränken. Und Einkaufen ist in Zeiten von menschlichen Riesenhamstern wahrlich nicht immer leicht. Am vergangenen Donnerstag gab es selbst im Bio-Laden weder frische noch Trockenhefe. Verrückt! Wer sonst nie etwas auf Bio gab, stürmte laut Aussage des Mit-Inhabers wegen Hefe das Geschäft.
Vorsichtshalber habe ich dann gleich mal meinen Lievito Madre (links) und den Roggensauerteig (rechts) aufgepäppelt. Man weiß ja nie. Ein bisschen Frischhefe habe ich noch eingefroren, Trockenhefe ist auch noch vorhanden.
Leider ist man gezwungen, durch die Unvernunft anderer dann selber zum Hamster zu werden, denn falls es beim nächsten Einkauf Frischhefe geben sollte, werde ich mindestens zwei Stücke mitnehmen.
Während wir sonst überlegten, was es zu essen geben soll und danach eingekauft wurde, kaufen wir z. Z. nach Angebot und überlegen dann, was daraus entstehen soll.
So ergatterten wir beim vorletzten Einkauf einen Spitzkohl und braune Champignons. Daraus wurden mit selbst gemachter Pasta vegane Krautflecken nach diesem Rezept.
Ich machte wie immer ein halbes Pastarezept, nahm einen halben Spitzkohl und – ich glaube – sechs braune Champignons. Röstzwiebeln habe ich dieses Mal nicht gemacht, aber ansonsten nach Rezept.
Es war wieder sehr lecker. Die kleingehackten Champignons machen sich wirklich super als Hackfleischersatz.
Natürlich hatte ich mal wieder viel zu viel gemacht, aber eigentlich nicht genug für zwei Portionen übrig. Aber mit Käse überbacken und einem Beilagensalat wurde noch einmal eine sättigende Mahlzeit für uns zwei draus:
In der Tiefkühle schlummerte noch eine von zwei Kohlwürsten. So sehr ich diese Wurst mag, ist es für mich fast ein No-Go diese in der warmen Zeit des Jahres zu essen. Traditionell essen wir sie zum Grünkohl und auch der gehört ja eher in die kalte Jahreszeit.
Da es nun zusehends wärmer wird, gab es noch einmal einen herzhaften Steckrübeneintopf, von dem wir zweimal satt wurden.
ca. 1 Espressolöffel Majoran (getrocknet oder frisch)
etwas Wasser
1 EL Butterschmalz
Zubereitung:
Gemüse waschen, putzen, schälen, eventuell noch einmal waschen und in ca. 1 cm große Würfel/Stücke schneiden.
Die halbe Gemüsezwiebel ebenfalls in grobe Stücke schneiden.
Das Butterschmalz in einem Schmortopf zerlassen, die Zwiebel glasig dünsten. Mit dem Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Das restliche Gemüse mit Kümmel und Majoran zugeben, mit Wasser angießen und die Würste obenauf legen.
Mit geschlossenem Deckel ca. 20 – 30 Minuten garen. Die Würste herausnehmen, das Gemüse mit Salz und Pfeffer, eventuell auch noch mal mit Majoran und Kümmel abschmecken.
Am besten in tiefe Teller schöpfen, jeder bekommt ein Viertel der Kohlwurst und ein Mettendchen.
Wenn man die Reste am nächsten oder übernächsten Tag essen möchte, sollte die Würste getrennt vom Gemüse im Kühlschrank aufbewahren. Dann erst das Gemüse kurz aufkochen, die Würste wieder obenauf legen und 10 Minuten erwärmen.
Kochen im Zeichen der Krone oder auch Coronavirus und kein Ende.
In der ersten Märzwoche hatte der GöGa Urlaub, seit letzter Woche Montag macht er nun auch noch HomeOffice. Das stellt mich kochtechnisch manchmal vor Herausforderungen, da er vieles, was ich auf die Schnelle als Solomittagessen koche, nicht mag.
Einkaufen gehen wir i. d. R. sowieso nur einmal pro Woche, nun wühle ich mich auch durch meinen Blog und grabe hin und wieder ein altes Rezept aus. So wie das Jambalaya, das ich für uns nur mit Gemüse gemacht habe.
Der GöGa war begeistert, auch wenn er im Vorhinein meinte, wohl nicht satt zu werden.
je 1/2 rote und gelbe Paprikaschote Rest vom Frit Mallorquí)
4 Stangen Staudensellerie
1 Möhre
3 EL Erdnussöl
Salz, Pfeffer
1/2 TL getrockneter Thymian
1 Spritzer Tabasco
1 Prise Muskatnuss
300 ml Wasser bzw. so viel, dass das Gemüse knapp bedeckt ist
2 EL ofengeröstete Erdnüsse
Zubereitung:
Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten; aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
Zwiebel, Knoblauch, Ingwer putzen, schälen und durchhacken.
Gemüse waschen, putzen, Paprikaschote schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel, Ingwer und Knoblauch glasig andünsten. Das restliche Gemüse zugeben und ebenfalls dünsten.
Den Reis zugeben, mit Wasser knapp aufgießen und mit den Gewürzen abschmecken.
In ca. 15 – 20 Minuten garen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Eventuell noch einmal abschmecken, auf Teller verteilen und mit den Erdnüssen bestreut servieren.
Eigentlich handelt es sich beim Frit mallorquí um ein Schmorgericht aus Gemüse und Innereien. Da ich ja schon Kaninchen als Fleischgericht hatte, habe ich mich bei der Zubereitung auf die Gemüsesorten beschränkt. Auch dieses Rezept ist dem Buch Culinaria España entnommen.
Ich schreibe Euch das vollständige Rezept inklusive der Innereien auf:
Zutaten für 2 – 3 Portionen:
2 – 3 Kartoffeln
2 Möhren
je 1/2 halbe rote und grüne Paprikaschote (ich habe nur eine leicht grün angehauchte gelbe Paprikaschote bekommen)
50 ml Olivenöl
1 kleine Gemüsezwiebel, gehackt
2 Knoblauchzehen gehackt
2 Tomaten, enthäutet und in Würfel geschnitten
(300 Innereien vom Lamm oder Schwein, in schmale Streifen geschnitten)
Salz
1 Messerspitze Zimt
Zubereitung:
Kartoffeln, Möhren, Paprikaschoten waschen und putzen (schälen, vom Kerngehäuse befreien) und in gleich große Stifte oder Stücke schneiden.
Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten, Kartoffeln zugeben und anbraten. Möhren, Paprika und Tomaten untermischen und fertig garen. Das fertige Gemüse aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Entfällt bei mir, ansonsten weiter mit den Innereien:
Innereien im Bratfond anbraten. Etwa 100 ml Wasser zugießen. Salzen und etwas einkochen lassen. Zum Schluss das Gemüse untermischen und einige Minuten unter Rühren einkochen lassen.
Ich habe das Gemüse in der Pfanne belassen, zum Schluss mit Salz und Zimt abgeschmeckt und zum Kaninchen gereicht.
Ich muss ja sagen, dass ich ein bisschen stolz auf mich bin. Meine bisherigen Versuche, ein Omelett zu backen, endete meistens mehr oder weniger bei Rührei.
Doch Dank der tollen Alugusspfanne (Edition 1) von d.die Pfanne sind sie mir nun endlich anstandslos gelungen. Vor allem das Wenden klappte hervorragend, weil sich die Eiermasse ohne Probleme vom nur leicht gefetteten Pfannenboden löste.
Zutaten für 3 Omeletts von der Größe eines Esstellers:
Die Eier und den Käse gut mit einer Gabel oder einem Schneebesen verrühren, mit den Gewürzen abschmecken.
Einen Teelöffel Butterschmalz in der auf Mittelhitze (6 von 9) aufgeheizten Pfanne schmelzen lassen. Pro Omelette 4 – 5 Saucenlöffel Eimasse in die Pfanne geben. Sobald man mit einem Pfannenwender am Rand unter das Omelett fahren kann, dieses wenden *) und sofort aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lassen. Gegebenenfalls bei ca. 50 – 70 °C Umluft im Backofen warmhalten, bis die restlichen Omeletts gebacken sind und eine Füllung zubereitet ist.
*) Nach allen Regeln der Omelettzubereitung wird nur gewartet, bis die Oberseite nicht mehr flüssig ist. Dies mag mein GöGa aber nicht so gerne, weshalb ich die Omelett ganz kurz gewendet und dann sofort aus der Pfanne genommen habe.
Zutaten für die Champignonrahmfüllung:
ca. 500 g frische Champignons (oder andere Pilze nach Wunsch)
1 TL Butterschmalz
1 – 2 Frühlingszwiebeln
3 – 4 Salbeiblätter
2 – 3 Zweige Thymian
1 guter Schuss Weißwein
200 ml Schlagsahne
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Vor dem Ausbacken der Omeletts die Pilze wenn nötig mit Küchenpapier sauber reiben und in Scheiben schneiden.
Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Kräuter mit einem großen Kochmesser sehr fein durchhacken.
Eine große Pfanne auf höchste Temperatur stellen (9 von 9) und die Champignonscheiben darin trocken braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Butterschmalz und Kräuter zugeben, die Temperatur zurückschalten und die Frühlingszwiebelröllchen anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen und mit der Sahne aufgießen. Wiederum einkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Omeletts aus dem Ofen nehmen, zur Hälfte mit den Pilzen belegen und die andere Hälfte überklappen.
Das dritte Omelett haben wir uns noch geteilt und mit ein paar übrig gebliebenen Pilzen zum ganzen Omelett gegeben.