Wir hier beschrieben, habe ich Hefewasser „gezüchtet“. Nach drei Wochen Reife habe ich 350 ml für die Herstellung eines Pizzateigs verwendet, den ich für Chatschapuri, Teigtaschen aus der georgischen Küche, die ich im Rahmen der kulinarischen Weltreise im April für uns gebacken hatte.
Zutaten für eine Pizza:
500 ml Dinkelmehl 630
350 ml zimmerwarmes Hefewasser
80 g Lievito Madre
20 g Salz
Zubereitung:
Hefewasser mit Lievito Madre mischen. Mehl und Salz zugeben und in der Küchenmaschine bei geringer Geschwindigkeit vermischen. Dann 10 Minuten bei höchster Stufe durchkneten lassen. Schüssel abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
Ich habe mal wieder ein Sauerteigbrot im Gusseisentopf gebacken. Dabei habe ich dieses mit diesem Rezept kombiniert. Statt des Tütchens Trockenhefe aus dem ersten Rezept habe ich nur ein paar Krümel Frischhefe aus der Tiefkühle, dafür die doppelte Menge Roggensauerteig genommen.
Zur Zeit ist weit und breit keine Hefe – weder trocken, noch frisch – zu bekommen, weshalb ich vor einiger Zeit meine Sauerteige aufgepäppelt hatte.
Wobei mein GöGa letztens tatsächlich 100 g Frischhefe an der Käsetheke (Ja!) eines lokalen Supermarktes bekam.
Es war noch Teig vom Fladenbrot übrig, es waren gelbe und rote Paprikaschoten sowie Champignons im Kühlschrank. Was nicht da war, waren Tomaten für den Sugo und Mozzarella, also musste ich improvisieren.
Heraus kam ein Zwischending aus Pizza und Flammkuchen, der uns sehr gut geschmeckt hat.
Dann gab es Anfang 2017 mal Hirschbraten vom Drehspieß und danach hatte „Klara“ ganz lange Pause. Sie ist aber auch ein Trumm und nimmt nicht wenig Platz weg. Sie steht in der „Vorratsraum“ genannten ehemaligen Küche der unteren Wohnung. Bei den Renovierungsmaßnahmen wurde die eigentliche Küche ja ins ehemalige Schlafzimmer verlegt. Sie dort, im Vorratsraum, in Gebrauch zu haben, war umständlich und in der Küche war bis letztes Jahr nicht viel Extraplatz. Dann bekamen wir aber eine „Küchenhalbinsel“ und damit weiteren Stauraum in Form von Schubladen und eine riesengroße zusätzliche Arbeitsfläche.
Im Januar dieses Jahres feierte die Klara dann also ihr Revival, als wir darin die Lángos im Rahmen der kulinarischen Weltreise nach Ungarn machten und echt begeistert vom Ergebnis waren.
Langer Rede kurzer Sinn: Der GöGa wünschte sich mal wieder ein schönes Brathähnchen, das normalerweise im Backofen zubereitet wird. Ich schlug vor, es doch mal in der Heißluftfritteuse am Drehspieß zu versuchen, damit die Haut rundum schön knusprig wird.
Er war zunächst skeptisch, aber ich setzte mich durch, nachdem ich nach kurzer Web-Recherche auf Chris-Tas Blog eine Anleitung gefunden hatte. Leider gibt es von Klarstein keine Rezeptseiten und auch keine Bedienungsanleitungen im Netz, oder ich habe zumindest noch keine gefunden.
Das Ergebnis konnte sich absolut sehen lassen:
Als Beilage gab es Baguette, das bei mir zum „Fladenbaguette“ geworden, aber trotzdem gut durchgebacken und lecker war sowie einen gemischten Salat mit einem feinen Bio-Salatsauce Sylter Art aus dem Lebensgarten. So gut kann ich das gar nicht selber machen!
Hier hatte ich Euch ja schon von meinem Experiment, aus Jackfruit vegane Frikadellen herzustellen berichtet. Ich finde, sie sind nicht nur geschmacklich, sondern auch vom Mundgefühl gelungen.
Da ich aus dem 200-g-Paket acht Frikadellen bekam, konnte ich am nächsten Tag noch diesen leckeren kleinen Burger basteln, der prima als Vorspeise in einem veganen oder vegetarischen Menü passt.
Die Herstellung war denkbar einfach:
Aus 1 halben Zwiebel feine Halbringe schneiden, in etwas Stärke wälzen und in heißem Pflanzenöl knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Den Backofen auf 150 °C Umluft schalten und die Jackfruit-Patties darin aufwärmen.
Aus 1 Avocado, 4 getrockneten Tomaten (in warmem Wasser eingeweicht und in Streifen geschnitten), etwas Limettensaft, Salz, Chilipulver und geröstetem Sesam (optional, ich hatte noch eine Rest vom Sesammangold) ein Püree wie Guacamole zubereiten.
Ein Salatblatt waschen und gut trockentupfen. 2 Gurken– und 2 Möhrenscheiben sehr dünn abschneiden. Bio-Tomatenketchup bereitstellen.
2 Scheiben Brot leicht toasten und Ringe in der Größe der Patties ausstechen. Das restliche Brot selbstverständlich weiterverwenden!
Dünn mit Ketchup bestreichen und dann hochstapeln:
Mein „Alltagsbrot“, wenn es relativ schnell gegen muss, ist eigentlich das Dinkelvollkornbrot von Alnatura.
In der letzten Zeit habe ich es allerdings etwas abgewandelt, indem ich eine Mischung aus verschiedenen Getreiden wie Roggen, Dinkel, Weizen, Hafer, Gerste, Einkorn oder Hirse verwendet.
Diese kaufe ich als ganzes Korn und mahle selber. Dabei mahle ich ca. 100 g auf grober Stufe und gebe sie ins warme Wasser zum Quellen. Die restlichen 400 g werden fein gemahlen und dann – wie im Originalrezept – mit verschiedenen Körnern oder Saaten gemischt. Dabei nehme ich, was gerade im Vorrat ist. Auf dem Foto ist das Brot mit Sonnenblumen– und Kürbiskernen sowie Sesam und Mohn gebacken.
Eigentlich werden Lángos in Ungarn als Snack zwischendurch oder auch als „Streetfood“ gegessen. Seit einigen Jahren gibt es sie auch bei uns auf Jahr- oder Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen. Ich muss zugeben, dass ich sie bis dato noch nicht probiert habe.
Das Rezept las sich jetzt nicht wirklich herausfordernd, so dass ich mich entschlossen hatte, wieder einmal mein Glück zu versuchen.
Und ich muss sagen: Soooo schlecht sind meine Langschläfer gar nicht geworden!
Ich hatte die Teigmenge für uns zwei halbiert und die Langschläfer für unser Sonntagsfrühstück in Baguetteform eingeplant. Plan B wäre Toast gewesen.
Bereits Freitagabend habe ich den Vorteig, auch Poolish genannt, zusammengerührt aus:
75 Wasser 4°C
75 g Weizenmehl 550
0,1 g Hefe
Der Vorteig durfte über der warmen Esszimmerheizung übernachten und sah am Samstag ziemlich aufgeweckt aus. Er hatte schöne gleichmäßige Luftbläschen und duftete angenehm säuerlich.
Es wird Herbst und in den Supermärkten tauchen wieder die Sonderaktionen für Federweißer und Flammkuchen, ebenso wie für Quiche und auch eine Art Pizzabrot auf – direkt neben den ersten Weihnachtsgebäcken übrigens!
Egal, ob TK, Backmischung, Bio, günstig oder teuer – der Markt scheint da zu sein.
Einfach mal bei Tante Google unter dem Tag Shopping „Flammkuchen“ eingeben. Ihr werdet Euch wundern, was es da alles gibt.
Dass man Flammkuchen tatsächlich mit ein bisschen Planung selber machen kann und das dann auch nicht viel länger dauert als mit einem Fertigprodukt, möchte die Rettungsgruppe im September beweisen.
Der Klassiker ist die Tarte Flambée aus dem Elsass, die mit einer Mischung aus Schmand und Crème fraîche bestrichen und Speck und Zwiebeln belegt wird. Inzwischen kann man den Flammkuchen allerdings auch mit anderen Belägen bekommen.
Bei uns gab es die Originalversion mit zwei kleinen Änderungen: Ich habe zusätzlich Porree aus dem Garten verwendet und diesen mit dem Speck kurz in der Pfanne angeschwitzt.
Das Ergebnis war superlecker, aber auch sehr mächtig und reichlich für zwei.
… wie aus einer Champignonpizza und Hähnchenschenkel mit Schmorgemüse eine Pizza Calzone wurde.
Eines Samstagabends gab es mal wieder eine leckere Pizza, die mit diesem Teig hergestellt wurde, von dem immer ein Rest übrig bleibt.
Champignonpizza mit Rucola und Basilikum auf meiner Hälfte
Am nächsten Tag, dem Sonntag, gab es Hähnchenschenkel mit Schmorgemüse (Zucchini, Paprikaschote, Zwiebel, Tomaten, Bohnen, Kartoffeln mit Knoblauch und mediterranen Kärutern) aus dem Backofen.
Die knusprigen Hähnchenschenkel verschwanden am selben Tag noch in unseren Mägen,
aber vom Schmorgemüse blieb eine gute Portion über.
Wie von selbst entstand am folgenden Montag als Solomittagessen aus dem restlichen Pizzateig und dem restlichen Gemüse eine Pizza Calzone: