Hier gab es mal wieder eine wunderbare Resteverwertung:
Den Anfang machte ein Chili sin carne – dieses Rezept halbiert und ohne Fleisch! – mit Kartoffelpüree. Mein GöGa hatte ordentlich Kartoffeln geschält und natürlich war dann Püree übrig.
Kartoffelsuppe war nicht so… Der GöGa ist eher nicht so der Suppentyp. Ich habe dann kurzerhand das Kartoffelpüree mit Gemüse aus dem Kühlschrankvorrat vermischt und in der Pfanne gebraten.
Da auch noch ca. eine halbe Portion Dosentomaten vom Chili übrig, aus der ich nebenbei noch eine einfache kalte Tomatensalsa machte. Dazu gab es noch einen Blattsalat mit Vinaigrette.
Es war noch Teig vom Fladenbrot übrig, es waren gelbe und rote Paprikaschoten sowie Champignons im Kühlschrank. Was nicht da war, waren Tomaten für den Sugo und Mozzarella, also musste ich improvisieren.
Heraus kam ein Zwischending aus Pizza und Flammkuchen, der uns sehr gut geschmeckt hat.
Die TeilnehmerInnen der Rettungsaktionen gegen die Lebensmittelindustrie sammeln unter den Hashtags #coronamachterfinderisch #wirbleibenzuhause #wirrettenwaszurettenist Rezepte, die man einfach mit Zutaten aus dem Vorrat und dem, was man derzeit im Lebensmittelhandel kaufen kann, kochen kann.
Wichtig ist dabei auch, aus Resten noch etwas Neues zu kreieren.
Das Gyros habe ich mit Sojaschnetzeln und Gyrosgewürzmischung gemacht. Dazu habe ich ein Fladenbrot aus Pizzateig mit Lievito Madre gebacken. Ich hatte etwas wenig Teig genommen, so dass das Fladenbrot seinem englischen Namen „Flat Bread“ alle Ehre machte und flach und knusprig, aber trotzdem dank der Schwarzkümmelsaat oben drauf sehr lecker war.
Von den Krautfleckerl hatte ich noch einen halben Spitzkohl, den ich zusammen mit einer Möhre und einer Frühlingszwiebel in einen feinen milden Krautsalat zum Gyros verwandelt habe.
Gekaufter Kraut-, aber auch Kartoffelsalat hat oft so eine aufdringliche Essigschärfe. Vermutlich, weil die meisten Hersteller einen billigen Branntweinessig nehmen.
Bei mir kam hier ein feiner Bio-Apfelessig zum Einsatz.
Zutaten für 2 – 3 Portionen:
1/2 kleiner Spitzkohl
1 TL Salz
1 EL Apfelessig
1 Frühlingszwiebel
1 Möhre
eine Messerspitze gemahlener Kümmel
Pfeffer
1 TL Ahornsirup
2 EL Salatöl
Zubereitung:
Den Spitzkohl mit einem Kochmesser in feine dünne Streifen schneiden oder einen Gemüsehobel zu Hilfe nehmen. In einer Schüssel gut mit dem Salz verkneten und stehen lassen.
Die Frühlingszwiebel in feine Röllchen schneiden und in den Apfelessig geben.
Beides mindestens eine Stunde, besser auch länger durchziehen lassen.
Zum Servieren die Möhre raspeln oder in feine Stifte/Scheiben schneiden.
Probieren, wie salzig der Spitzkohl ist. Wenn er zu salzig ist, etwas in einem Sieb unter fließendem Wasser abbrausen.
Frühlingszwiebelröllchen mitsamt Essig zum Spitzkohl geben, die Möhre sowie das Salatöl unterheben. Mit Kümmel, Pfeffer und Ahornsirup abschmecken.
Es ist „Coroanazeit“ und die Devise lautet: #Ichbleibezuhause oder auch #StayhomeStaysafe. Wie hier schon geschrieben, geht der GöGa demnächst in die dritte Woche HomeOffice, was für mich insofern angenehm ist, dass er mir kraftraubende Tätigkeiten wie Spülmaschine umräumen (Ja, das finde ich anstrengend!), Katze füttern, Katzentoiletten säubern, Müll rausbringen etc. abnimmt.
Wir bleiben natürlich auch zu Hause und versuchen unsere Einkäufe auf eine „Rundreise“ einmal pro Woche zu beschränken. Und Einkaufen ist in Zeiten von menschlichen Riesenhamstern wahrlich nicht immer leicht. Am vergangenen Donnerstag gab es selbst im Bio-Laden weder frische noch Trockenhefe. Verrückt! Wer sonst nie etwas auf Bio gab, stürmte laut Aussage des Mit-Inhabers wegen Hefe das Geschäft.
Vorsichtshalber habe ich dann gleich mal meinen Lievito Madre (links) und den Roggensauerteig (rechts) aufgepäppelt. Man weiß ja nie. Ein bisschen Frischhefe habe ich noch eingefroren, Trockenhefe ist auch noch vorhanden.
Leider ist man gezwungen, durch die Unvernunft anderer dann selber zum Hamster zu werden, denn falls es beim nächsten Einkauf Frischhefe geben sollte, werde ich mindestens zwei Stücke mitnehmen.
Während wir sonst überlegten, was es zu essen geben soll und danach eingekauft wurde, kaufen wir z. Z. nach Angebot und überlegen dann, was daraus entstehen soll.
So ergatterten wir beim vorletzten Einkauf einen Spitzkohl und braune Champignons. Daraus wurden mit selbst gemachter Pasta vegane Krautflecken nach diesem Rezept.
Ich machte wie immer ein halbes Pastarezept, nahm einen halben Spitzkohl und – ich glaube – sechs braune Champignons. Röstzwiebeln habe ich dieses Mal nicht gemacht, aber ansonsten nach Rezept.
Es war wieder sehr lecker. Die kleingehackten Champignons machen sich wirklich super als Hackfleischersatz.
Natürlich hatte ich mal wieder viel zu viel gemacht, aber eigentlich nicht genug für zwei Portionen übrig. Aber mit Käse überbacken und einem Beilagensalat wurde noch einmal eine sättigende Mahlzeit für uns zwei draus:
Ich backe ja nicht so gerne und Nachtisch gibt’s bei uns auch eher selten, da ich das aus meiner Kinder- und Jugendzeit nicht gewohnt bin. Eigentlich gibt es fast nur an Ostern und Weihnachten Desserts.
So habe auch nicht ich die köstlichen kleinen muffinartigen Gebäckstücke namens Madgalena (außerhalb Spaniens auch unter dem Namen Madeleine bekannt) gebacken, sondern mein GöGa, der Anfang des Jahres schon angekündigt hatte, sich mal vermehrt um die Konditorei im Hause Koch zu kümmern. Bisher hat es zwar erst zu Schokowaffeln gereicht, aber das Jahr ist ja erst zu knapp einem Viertel rum.
Jedenfalls präsentierte ich ihm gestern dieses Rezept, und nachdem geklärt war, dass tatsächlich alle Zutaten im Vorrat waren, legte er los. Sogar meinem Vorschlag, ein paar Tröpfchen Orangenöl zum Teig zu geben, kam er nach und das war tatsächlich das i-Tüpfelchen an Geschmack.
Zutaten für ca. 12 Magdalenas:
3 Eier
200 g Zucker, inklusive 20 g selbst gemachter Vanillezucker
100 ml süße Sahne
100 ml Sonnenblumenöl
300 g Mehl
1 EL Backpulver
½ Tl Natron
einige Tropfen ätherisches Bio-Orangenöl
Zubereitung:
Eier mit Zucker/Vanillezucker mit dem Schneebesen der KitchenAid schaumig rühren, bis sich der Zucker vollkommen aufgelöst hat. Danach Sahne, Öl und Orangenöl unterrühren. Zuletzt das gesiebte Mehl mit Backpulver und Natron dazugeben und mit dem Flexirührer solange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Den Teig in Papierförmchen füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 10 bis 15 Minuten backen.
Ich muss sagen, die Magdalenas sind wirklich gelungen:
Außen leicht knusprig, innen locker-fluffig und mit dem Orangengeschmack herrlich frisch.
Gracias al mejor marido de todos – Danke an den besten Ehemann von allen.
Es gibt noch zwei weitere süße Gebäcke aus Spanien im Blog:
Kochen im Zeichen der Krone oder auch Coronavirus und kein Ende.
In der ersten Märzwoche hatte der GöGa Urlaub, seit letzter Woche Montag macht er nun auch noch HomeOffice. Das stellt mich kochtechnisch manchmal vor Herausforderungen, da er vieles, was ich auf die Schnelle als Solomittagessen koche, nicht mag.
Einkaufen gehen wir i. d. R. sowieso nur einmal pro Woche, nun wühle ich mich auch durch meinen Blog und grabe hin und wieder ein altes Rezept aus. So wie das Jambalaya, das ich für uns nur mit Gemüse gemacht habe.
Der GöGa war begeistert, auch wenn er im Vorhinein meinte, wohl nicht satt zu werden.
je 1/2 rote und gelbe Paprikaschote Rest vom Frit Mallorquí)
4 Stangen Staudensellerie
1 Möhre
3 EL Erdnussöl
Salz, Pfeffer
1/2 TL getrockneter Thymian
1 Spritzer Tabasco
1 Prise Muskatnuss
300 ml Wasser bzw. so viel, dass das Gemüse knapp bedeckt ist
2 EL ofengeröstete Erdnüsse
Zubereitung:
Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten; aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
Zwiebel, Knoblauch, Ingwer putzen, schälen und durchhacken.
Gemüse waschen, putzen, Paprikaschote schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel, Ingwer und Knoblauch glasig andünsten. Das restliche Gemüse zugeben und ebenfalls dünsten.
Den Reis zugeben, mit Wasser knapp aufgießen und mit den Gewürzen abschmecken.
In ca. 15 – 20 Minuten garen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Eventuell noch einmal abschmecken, auf Teller verteilen und mit den Erdnüssen bestreut servieren.
Eigentlich handelt es sich beim Frit mallorquí um ein Schmorgericht aus Gemüse und Innereien. Da ich ja schon Kaninchen als Fleischgericht hatte, habe ich mich bei der Zubereitung auf die Gemüsesorten beschränkt. Auch dieses Rezept ist dem Buch Culinaria España entnommen.
Ich schreibe Euch das vollständige Rezept inklusive der Innereien auf:
Zutaten für 2 – 3 Portionen:
2 – 3 Kartoffeln
2 Möhren
je 1/2 halbe rote und grüne Paprikaschote (ich habe nur eine leicht grün angehauchte gelbe Paprikaschote bekommen)
50 ml Olivenöl
1 kleine Gemüsezwiebel, gehackt
2 Knoblauchzehen gehackt
2 Tomaten, enthäutet und in Würfel geschnitten
(300 Innereien vom Lamm oder Schwein, in schmale Streifen geschnitten)
Salz
1 Messerspitze Zimt
Zubereitung:
Kartoffeln, Möhren, Paprikaschoten waschen und putzen (schälen, vom Kerngehäuse befreien) und in gleich große Stifte oder Stücke schneiden.
Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten, Kartoffeln zugeben und anbraten. Möhren, Paprika und Tomaten untermischen und fertig garen. Das fertige Gemüse aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Entfällt bei mir, ansonsten weiter mit den Innereien:
Innereien im Bratfond anbraten. Etwa 100 ml Wasser zugießen. Salzen und etwas einkochen lassen. Zum Schluss das Gemüse untermischen und einige Minuten unter Rühren einkochen lassen.
Ich habe das Gemüse in der Pfanne belassen, zum Schluss mit Salz und Zimt abgeschmeckt und zum Kaninchen gereicht.
Ich muss ja sagen, dass ich ein bisschen stolz auf mich bin. Meine bisherigen Versuche, ein Omelett zu backen, endete meistens mehr oder weniger bei Rührei.
Doch Dank der tollen Alugusspfanne (Edition 1) von d.die Pfanne sind sie mir nun endlich anstandslos gelungen. Vor allem das Wenden klappte hervorragend, weil sich die Eiermasse ohne Probleme vom nur leicht gefetteten Pfannenboden löste.
Zutaten für 3 Omeletts von der Größe eines Esstellers:
Die Eier und den Käse gut mit einer Gabel oder einem Schneebesen verrühren, mit den Gewürzen abschmecken.
Einen Teelöffel Butterschmalz in der auf Mittelhitze (6 von 9) aufgeheizten Pfanne schmelzen lassen. Pro Omelette 4 – 5 Saucenlöffel Eimasse in die Pfanne geben. Sobald man mit einem Pfannenwender am Rand unter das Omelett fahren kann, dieses wenden *) und sofort aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lassen. Gegebenenfalls bei ca. 50 – 70 °C Umluft im Backofen warmhalten, bis die restlichen Omeletts gebacken sind und eine Füllung zubereitet ist.
*) Nach allen Regeln der Omelettzubereitung wird nur gewartet, bis die Oberseite nicht mehr flüssig ist. Dies mag mein GöGa aber nicht so gerne, weshalb ich die Omelett ganz kurz gewendet und dann sofort aus der Pfanne genommen habe.
Zutaten für die Champignonrahmfüllung:
ca. 500 g frische Champignons (oder andere Pilze nach Wunsch)
1 TL Butterschmalz
1 – 2 Frühlingszwiebeln
3 – 4 Salbeiblätter
2 – 3 Zweige Thymian
1 guter Schuss Weißwein
200 ml Schlagsahne
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Vor dem Ausbacken der Omeletts die Pilze wenn nötig mit Küchenpapier sauber reiben und in Scheiben schneiden.
Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Kräuter mit einem großen Kochmesser sehr fein durchhacken.
Eine große Pfanne auf höchste Temperatur stellen (9 von 9) und die Champignonscheiben darin trocken braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Butterschmalz und Kräuter zugeben, die Temperatur zurückschalten und die Frühlingszwiebelröllchen anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen und mit der Sahne aufgießen. Wiederum einkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Omeletts aus dem Ofen nehmen, zur Hälfte mit den Pilzen belegen und die andere Hälfte überklappen.
Das dritte Omelett haben wir uns noch geteilt und mit ein paar übrig gebliebenen Pilzen zum ganzen Omelett gegeben.