Kennt Ihr Fougasse? Nein, ich bis vor kurzem auch nicht. Aber dieses Brot aus der Provence ist wirklich extrem lecker und eignet sich wunderbar als Beilage zum Grillen, aber auch zu Schmorgerichten, um damit die Sauce aufzutunken.
Mein erster Versuch nach diesem Rezept, das Britta auf Backmädchen1967 vorgestellt hat, ist von der Form her etwas schief gegangen – die typischen Schnitte sind zusammengelaufen, aber der Geschmack war wirklich top.
Die typischen Schnitte waren leider wieder zusammengelaufen, aber…
… guckt Euch mal dieses tolle Brot an!
Ich wollte es zunächst dabei belassen, aber Britta stachelte meinen Ehrgeiz an („Ich würde es aber noch mal versuchen…“ oder so ähnlich) und so startete ich einen zweiten Versuch. Dieses Mal teilte ich den Teig in zwei Portionen auf, aus der einen buk ich zwei nicht ungelungene Fougasses
und aus der zweiten Portionen machte ich zwei kleine Fladenbrote. Das geschah natürlich nicht ohne Grund: Ich brauchte sie für meinen Beitrag für das Thema „Picknick“ bei Leckeres für jeden Tag (wird am 3. Juli veröffentlicht).
Also, ehrlich gesagt, habe ich bisher erst zwei- oder dreimal Urlaub in einer Ferienwohnung gemacht und wenn, dann wurde die Küche nur für ein Frühstück und maximal einen schnellen Salat zum Abendbrot genutzt, da wir meistens unterwegs im Restaurant essen. Das letzte Mal waren 2018 wir in De Haan in Belgien in einer Ferienwohnung. Aber viel gekocht habe ich da nicht wirklich.
Dann bin ich normalerweise – wenn nicht gerade Corona ist – einmal im Jahr in Mai für ein paar Tage in der Pendlerwohnung meines Mannes und dort gibt es tatsächlich nur zwei elektrische Kochplatten und eine Mikrowelle mit Heißluft (etwas scrollen), so dass man darin auch mal eine Pizza aufbacken oder einen Auflauf machen kann.
Idealerweise ist es im Sommerurlaub warm bis heiß, so dass man möglichst wenig Zeit in der Küche verbringen möchte, egal, ob voll ausgestattete heimische Küche oder in der eingeschränkten FeWo-Küche.
Ich mache dann am liebsten Salate zum Sattessen oder irgendetwas aus dem Backofen. Der „kocht“ alleine, während man draußen das gute Wetter genießt. Man muss dann nur noch einmal in die warme Küche, um das fertige Gericht zu holen.
Deshalb bringe ich zum Thema Urlaubs-/Sommerküche ein Gericht aus Jamie Olivers Kochbuch 7 Ways mit:
Auf einer bunten Tomatenmischung sitzen halbierte Avocados, die mit Garnelen und Saurer Sahne gefüllt werden.
Vor einiger Zeit war es mal wieder so weit: Ich MUSSTE einfach ein Gericht eines Blogger-Kollegen, nämlich von Felix aus FEL!X KITCHEN nachkochen.
Präsentiert hatt er den Blumenkohl nach General Tso auf Facebook und das Foto hatte mich sofort gebannt. Auch mein GöGa zeigte sich angetan und so wurden die Zutaten besorgt und beherzt aufgekocht.
Der Blumenkohl hätte noch etwas knuspriger aus der Heißluftfritteuse springen können, aber die fein abgestimmten Aromen glichen dieses kleine Manko mehr als aus.
General Tso, eigentlich Zuo Zongtang, war übrigens ein chinesischer Staatsmann und Militär. Er soll, um die Moral seiner Männer zu festigen, das traditionelle Essen aus Hühnchen und Reis immer wieder kreativ variiert haben, woraus das Gericht General Tso’s chicken entstanden sein soll. Dabei werden die Hähnchenteile paniert und ausgebacken und zu Reis serviert. Die Rolle des Hähnchens übernimmt hier der Blumenkohl.
Ich hatte für meine Ciabatta, die ich im Rahmen der kulinarischen Weltreise „Brot und Brötchen“ gebacken hatte, von meiner lieben Nachbarin Britta von Backmädchen1967 eine Portion Lievito Madre spendiert bekommen.
Nun musste der Lievito Madre mal wieder gefüttert und aufgefrischt werden und bei dem warmen Wetter ist er abgegangen wie Schmitz‘ Katze.
Also war für Samstag eine Pizza geplant und am liebsten ohne Hefe, nur mit Lievito Madre. Nach kurzer Suche fand ich dieses Rezept bei Organisation mit Sabine und was soll ich sagen: Der Pizzaboden ist großartig geworden.
Zwei Drittel des Teiges habe ich für unserer gemeinsame Samstagspizza verwendet, belegt mit Champignons, Paprikaschote, Salami und auf meiner Hälfte fanden noch ein paar Oliven Platz.
Das dritte Drittel habe ich mir für eine Pizza mit grünem Spargel reserviert und ist somit ein perfekter Teilnehmer fürs Event.
Ich hätte – alleine zu Dekozwecken – gerne frischen Mais verwendet, den es aber leider noch nicht gab. Deshalb musste hier TK-Mais seinen Zweck erfüllen.
Zutaten für 4 Portionen:
ca. 200 g Cherrytomaten
100 g TK-Mais, aufgetaut
1/2 reife Avocado
3 Radieschen
1/4 Salatgurke
2 Minzzweige, davon die Blätter
4 Korianderzweige, davon die Blätter – bei mir separat serviert, weil der GöGa kein Koriandergrün mag
2 EL Salatöl
2 EL Limettensaft
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Alle Zutaten vorbereiten: waschen und putzen.
TK-Mais in eine Salatschüssel geben. Cherrytomaten halbiern, Avocadohälfte schälen und das Fruchtfleisch würfeln, Radieschen und Gurke in feine Scheiben schneiden oder hobeln, alles zum Mais geben. Minzeblätter ebenfalls in Streifen schneiden und zugeben. Wenn alle „Mitesser“ Koriandergrün mögen, die Blättchen ebenfalls zugeben, ansonsten separat servieren.
In einer kleinen Schüssel für das Dressing Öl, Limettensaft, Salz und Pfeffer mischen und kurz vor dem Servieren über den Salat geben.
An dieser Stelle werden nach und nach die Beiträge der Mitreisenden ergänzt:
Nach einiger Internetrecherche auf der Suche nach „frischen“ Rezepten stieß ich auf die Seite Mexico en mi cocina (also Mexiko in meiner Küche) von Mely Martínez. Obwohl ich mal Spanisch gelernt habe und noch einiges hängen geblieben ist, bin ich doch froh, dass es die gesamte Seite auch auf Englisch gibt. Da fühle ich mich doch sicherer. Deshalb verlinke ich im folgenden auf die englischsprachigen Links.
Vegane Hähnchenspieße, Tomatenreis und bunter Salat
je 1/2 rote und gelbe Paprikaschote (Das Originalrezept sieht grüne statt der gelben Schote vor, aber die gibt es bei uns nicht in Bio-Qualität zu kaufen.)
1 kleine rote Zwiebel
4 Holzspieße
Zubereitung:
Die beiden Like Chicken Filets längs halbieren und dann noch einmal quer so in Würfel schneiden, dass 12 – 16 Stücke (passend für insgesamt 4 Spieße) entstehen.
In einer nicht zu großen Frischhaltedose mit Deckel, alle Zutaten bis einschließlich Pflanzenöl gut mischen, die Like Chicken-Stücke hineingeben und mit verschlossenem Deckel gut durchschütteln, bis alles gut bedeckt ist.
Den Räuchertofu ebenfalls in durch 4 teilbare Würfel schneiden, ich hatte acht Stück.
Beide Paprikahälften schälen, putzen und ebenfalls in eine passende Anzahl (teilbar durch 4) von Stücken schneiden.
Mit der geschälten Zwiebel ebenso verfahren.
Nun alle Zutaten abwechseln auf die vier Spieße stecken.
Nun die Marinade in eine Grillpfanne geben, auf Mittelhitze stellen und die Spieße von allen Seiten rundum anbraten. Ich habe sie unter dem Grill im Backofen (180 °C Umluft + Grill) noch weitere 10 Minuten gegart.
Wir hatten Pfingsten ein kleines mexikanisches Menü mit einer Maissuppe als Vorspeise, die ich für das Blog-Event CXLI – Mexikanische Küche gekocht hatte. Dieses Mal gab es noch einen kleinen kulinarischen Extrakniff, nämlich ein würziges Popcorn als Topping.
Der GöGa wollte gerne mal wieder Popcorn haben und dieses Mal sollte es nicht die Mikrowellenversion sein. Es wurde also Popcornmais in Bio-Qualität mitgebracht und in der Heißluftfritteuse von Klarstein hergestellt. Im Drehkorb ploppten bei 200 °C in ca. 7 – 10 Minuten fast alle Körner wunderbar auf und wurden anschließend in der rauchig-scharfen BBQ-Sauce aus Tim Mälzers Bäm-Box gewendet.
Popcorn in BBQ-Sauce gewendet
Diese „Popkörner“ landeten dann kurz vorm Servieren auf der Suppe.
Die Zwiebel fein würfeln, im Topf im Olivenöl anschwitzen, ca. 2/3 des Mais zugeben, ebenfalls anschwitzen, dann mit der Brühe aufgießen und 20 Minuten köcheln lassen.
Suppe in ein Litermaß umfüllen, mit dem Pürierstab gründlich durchpürieren und durch ein Sieb zurück in den Kochtopf geben.
Mit Chilisalz bzw. Salz, Pfeffer und/oder Chilipulver und Limettensaft abschmecken.
Die übrigen Maiskörner und die Paprikawürfel zugeben und nur kurz erwärmen.
In der Zwischenzeit das Popcorn in der Heißluftfritteuse herstellen und in die BBQ-Sauce geben. Erst unmittelbar vor dem Servieren zusammen mit Koriandergrün auf die Suppe streuen.
An dieser Stelle werden nach und nach die Beiträge der Mitreisenden ergänzt:
Viele Gerichte, die bei uns mit „mexikanischer Küche“ assoziiert sind, gehören tatsächlich eher der US-amerikanischen Tex-Mex, also texanisch-mexikanischen Küche an und sind in Mexiko weitestgehen unbekannt. Dazu gehören insbesondere Chili con carne oder Nachos.
Die Küche Mexikos ist von einer Synthese von präkolumbianischen und spanischen, aber auch von französischen, arabischen und karibischen Traditionen geprägt.
Mais, Bohnen, verschiedenste Chilisorten von mild bis höllisch scharf, Früchte und Gemüsesorten spielen eine dominante Rolle. Es gibt verschiedene Regionalküchen, die sich deutlich voneinader unterscheiden. Während im Norden eher der Einfluss der spanischen Küche vorherrscht, ist im Süden eher die indigine Küche stärker enthalten.
Die mexikanische Küche ist als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt.
Was herzhafte Gerichte angeht, habe ich mein grünes Pulver fast schon verschossen. Da gibt es z. B. grasgrüne Lasagneplatten, einen grünen Spinatpfannkuchen und sowieso grünen Spargel, Brokkoli oder Erbsen zu Hauf.
Was könnte ich denn in süß machen? Meine Idee war es, einen Rührteig mit Kiwisaft grün zu färben, was zwar nur mäßig Erfolg hatte, aber – Come on! – das zarteste aller zarten Lindgrüns kann man schon erkennen?! Ist ja auch noch grüne Deko drauf.
Die Kiwis habe ich mit dem Slow Juicer von Severin ausgepresst; außerdem habe ich dieses Mal einen komplett veganen Kuchen mit der veganen Alsan-Biomargarine, die die Eigenschaften und den Geschmack von Butter hat und dem Volley-Ersatz von MyEy gemacht. Das Ergebnis ist richtig super geworden!
Zutaten für einen kleinen Blechkuchen à ca. 17 x 25 cm:
4 reife, weiche Kiwis für ca. 150 ml Saft
1 schnittfeste Kiwi für die Deko
80 g Alsan-Biomargarine, zimmerwarm
80 g Zucker
1 Volley laut Packungsanweisung
170 g Weizenmehl (Type 550)
1 gestr. TL Backpulver
Puderzuckerguss
Minzblättchen
Zuckerblüten nach Wunsch
Zubereitung:
Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
Ein Backblech mit Packpapier/Dauerbackfolie auslegen und einen leicht eingeölten Backrahmen in den o. g. Maßen darauf stellen, alternativ eine entsprechende eckige Backform nehmen.
Vier sehr reife Kiwis – mit dem Slow Juicer – entsaften, altrnativ könnt Ihr die Kiwis auch pürieren und durch ein Sieb streichen.
Margarine mit Zucke und Ey schaumig rühren. Mehl mit Backpulver in die Schaummasse sieben, gut mischen und so viel vom Kiwisaft zugeben, dass ein schwerer Teig entsteht. Falls Ihr nicht genug Flüssigkeit habt, gerne einfach mit etwas Wasser nacharbeiten. Dann den Teig auf das Backblech mit Backrahmen geben, glatt streichen.
Im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
Kuchen auskühlen lassen, vorsichtig zunächst auf ein genügend großes Schneidbrett legen.
Die übrig gebliebene Kiwi mit einem Sparschäler schälen, in dünne Scheiben schneiden und längs halbieren.
Den Puderzuckerguss auf dem Kuchen verteilen und diesen mit Minzblättchen, Kiwischeiben und Zuckerblumen dekorieren. In Stücke schneiden und auf einer Platte servieren.
Im Anschnitt sieht man von der Seite übrigens, dass der Teig tatsächlich grünlich gefärbt ist. Ich hätte die ganze Teigplatte vielleicht einmal drehen sollen, denn auch von unten ist der Kuchen heller geblieben.
Ich wollte es mir erst einfach machen und dieses Foto einreichen, denn besser kann man Süßes auf die Hand eigentlich nicht genießen.
Dann habe ich mich aber doch für Muffins mit leckerer Karamellfüllung entschieden.
Die kann man, wenn sie in einem Papierförmchen gereicht werden, auch ganz einfach ohne Besteck genießen, und sie sind mit ein, zwei Bissen im Mund.
Vorlage war mein einfaches Muffinrezept, das leicht zu backen und extrem wandelbar ist. Man kann daraus, lässt man den Zucker weg, sogar herzhafte Muffins machen.
Auf die Idee mit der Karamellfüllung kam ich, weil ich noch jede Menge gesüßte Kondensmilch von einem Crème-brûlée-Rezept aus Singapur übrig hatte.
Von Dulce de Leche hatte ich schon oft gehört und gelesen. Sie wird ganz einfach hergestellt, indem man die geschlossene Dose gesüßter Kondensmilch in siedendem Wasser eine bestimmte Zeit lang köcheln lässt, bis die Milch zu einem dicken Karamell eingekocht ist. Nun war aber meine Milchdose schon geöffnet.
Bei Steph im Kleinen Kuriositätenladen fand ich dann die Anleitung, die Kondensmilch einfach im Weckglas (ein ganzes Stück scrollen) in Karamell zu verwandeln. Gesagt, getan. Bei mir machte der Dampfgarer die Arbeit und heraus kam ein zwar quietschsüßes, aber dennoch unwiderstehlich leckeres Karamell.
Das einmal geöffnete Glas hält sich verschlossen im Kühlschrank über einen längeren Zeitraum.