Archiv der Kategorie: Blog-Events

Die kulinarische Weltreise: Byrek me domate dhe qepë – Byrek mit Tomaten und Zwiebeln (Albanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Januar 2026 ist die Reisetruppe rund um Volker von volkermampft auf der kulinarischen Weltreise in Albanien unterwegs. Nach dem Huhn mit Walnüssen (Pulë me Arra) gibt es mit dem mit Tomaten und Zwiebeln gefülltem Byrek einen typischen Snack, den man warm oder auch kalt genießen kann.

Die Ähnlichkeit des Wortes Byrek mit dem türkischen Börek oder dem in Balkanstaaten Ex-Jugoslawiens gebräuchlichen Burek lässt sich nicht verleugnen und bei allen Versionen handelt es sich um gefüllte Teigtaschen aus Yufka- bzw. Filoteig.

Auch dieses Gericht mussten übrigens Tim Mälzer und Materia in der vierten Folge der zehnten Staffel von Kitchen Impossible nachkochen. Auf der Suche nach einem Rezept stieß ich auf den Blog Food & Co. von Tina, die es sich – neben anderen interessanten Themen – zur Aufgabe gemacht hat, Rezepte aus „Kitchen Impossible“ nachzukochen und zwar nur durch notfalls mehrmaliges Anschauen der jeweiligen Arbeitsschritte der Köche. Das finde ich überaus bemerkenswert!

Von Tinas Rezept, in dem auch der Teig selbst gemacht ist, habe ich nur die Füllung übernommen. Aus den bekannten gesundheitlichen Gründen habe ich auf fertigen veganen Bio-Blätterteig zurück gegriffen, auch wenn Yufka- oder Filoteig noch ein bisschen authentischer gewesen wäre.
Statt frischer Tomaten, die jetzt einfach keine Saison haben und entsprechend fad schmecken, habe ich Tomatenwürfel (Cubetti) aus dem Glas genommen, das „nur“ 340 g beinhaltet, so dass ich auch etwas weniger Zwiebeln genommen habe.

Zutaten für 4 – 8 Stücke:

  • 1 Rolle veganer Bio-Blätterteig à 240 g
  • 1 Glas Cubetti à 340 g
  • 250 g Zwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 gestr. TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Oregano (ich: Pizzakräuter)
  • 1 TL Salz
  • 20 g Reis (z.B. Basmati), falls zum Aufnehmen überschüssiger Flüssigkeit nötig

Zubereitung:

Mit etwas Vorlauf die Füllung zubereiten, damit diese etwas abkühlen kann.

Dafür die Zwiebeln würfeln und in 2 EL Olivenöl ca. 5 Minuten glasig dünsten. Cubetti mit den Gewürzen zugeben, dann unter gelegentlichem Rühren 15 – 20 Minuten bei offenem Deckel garen, bis sämtliche Flüssigkeit verdampft ist.

Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Dann den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen und den Blätterteig auf einem Backblech abrollen.

Auf eine Hälfte des Teiges die Füllung geben, die zweite Teighälfte darüber klappen und an den Rändern rundum „zusammenzwirbeln“ und nach Wunsch mit einer Gabel zusammendrücken. In den Teigdeckel mit der Gabel ein paar Luftlöcher pieksen und den Byrek ca. 30 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Wir haben den Byrek mit einem grünen Salat als Hauptmahlzeit gegessen, in kleinere Stücke aufgeschnitten schmeckt er aber auch kalt als Snack zwischendurch.

Einen Rest haben wir sogar am Folgetag mit einem Spiegelei zum Frühstück gegessen.

Hier geht es zu den Rezepten der Mitreisenden:

Blog-Event CCXXV – Aus dem Ofen!

Kartoffel-Möhren-Gratin

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026)

Noch bis zum 15. Januar läuft das Blog-Event Aus dem Ofen!, das Nadja von Little Kitchen and more bei Zorra im Kochtopf veranstaltet. Erlaubt ist alles, was im Ofen zubereitet wird, egal ob Brot, Brötchen, Kuchen oder auch Aufläufe und Überbackenes.

Bei uns arbeitet der Ofen relativ häufig, um Reste zu verarbeiten. Aus Pasta mit Sauce wird mit etwas Käse bestreut ein leckerer Auflauf, ähnlich können Gemüsereste verwertet werden.

Mein Beitrag zu Nadjas Event ist ein leckeres Kartoffel-Möhren-Gratin, zwei Zutaten, die meines Erachtens gut harmonieren. Wir essen z. B. sehr gerne Kartoffel-Möhren-Durcheinander (Stampf).

Zutaten für 4 Portionen:

  • 6 festkochende Kartoffeln, ca. 800 g
  • 3 dicke Möhren, ca. 400 g
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • außerdem: Mandoline oder Küchenmaschine mit Hobelaufsatz

Zubereitung:

Kartoffeln und Möhren getrennt dünn hobeln.

Schalotte und Knoblauch fein würfeln, in der Butter glasig anschwitzen. Sahne zugeben und einmal aufkochen. Mit den Gewürzen pikant abschmecken.

Kartoffeln und Möhren in abwechselnd in eine Auflaufform (mit einer dünne Schicht Sahne auspinseln) schichten. Die aufgekochte Sahne darüber geben und im Backofen bei 200 °C Umluft ca. 30 Minuten backen, bis das Gratin oben leicht goldbraun und das Gemüse gar ist.

Bei uns gab es einen Dip aus Joghurt und Mepfel *) von Zwergenwiese, was sehr gut gepasst hat.

*) Hierbei handelt es sich um einen sehr pikanten Meerrettich-Apfel-Aufstrich.

Update: sagenhafte 34 Rezepte sind zusammengekommen.

Die kulinarische Weltreise: Pulë me Arra – Huhn mit Walnüssen (Albanien)

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Auch im Jahr 2026 geht die kulinarische Weltreise weiter. Volker von volkermampft hat uns tatsächlich bis Ende 2028 mit Reisezielen und Sonderthemen „verplant“.

Im Januar machen wir uns gemeinsam auf den Weg nach Albanien, amtlich Republik Albanien oder Republika e Shqipërisë, einem Staat in Südosteuropa auf der Balkanhalbinsel. Das Land grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Der Westen des Landes wird durch das adriatische bzw. ionische Meer begrenzt. Die Hauptstadt ist Tirana. [mehr lesen auf Wikipedia]

Die albanische Küche ist mediterran; sie zeigt aber als Teil der Balkanküche auch orientalische Einflüsse. Von Region zu Region gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede.

Dabei bereichern eine Vielzahl an Zutaten wie Auberginen, Gurken, Bohnen, Tomaten usw., Lamm, Kalb, Rind, Ziege, Geflügel und regioal auch Schwein sowie Meer- und Süßwasserfische den Speiseplan.

Einige Gerichte, die auch in Albanien gerne auf dem Tisch stehen, habe ich schon im Blog, z. B. Tarator, Baklava, Sarma, Dollma, Qofte, Moussaka oder Fasul.

Mein heutiges Gericht gilt als eine Nationalspeise Albaniens, das Pulë me Arra, was schlicht „Huhn mit Walnüssen“ bedeutet. Ich habe verschiedene Quellen zu diesem Gericht gefunden, in der einen wird ein ganzes Huhn mit Walnüssen gefüllt, dabei wird das Huhn vorher gekocht oder auch nicht. In anderen Rezepten werden Hühnerteile wie Brust oder Keule verwendet, die dabei ebenfalls entweder vorgekocht oder „nur“ gebraten werden.

Ich habe mich für ein relativ einfaches Rezept von der Seite Nationalgerichte entschieden, bei dem Hähnchenkeulen mit gehackten Walnüssen in der Pfanne gegart werden. Als Beilage hatten wir einfach Reis und etwas Gurkensalat mit Dill, der im Balkangebiet gerne gegessen wird. In Albanien wird vermutlich Qull dazu gereicht, eine Art Maisbrei, wie ihn Tim Mälzer und Materia in der Sendung Kitchen Impossible (Staffel 10, Folge 4 – zu streamen bei RTL+) zubereiten mussten.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Hühnerbrust oder -schenkel ohne Haut
  • 100 g Walnüsse
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Paprika
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2 Esslöffel Olivenöl zum Braten
  • optional: frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Walnüsse hacken, Zwiebeln in kleine Würfelschneiden, Knoblauch ebenfalls fein schneiden oder reiben.

In einigen Rezepten wird das Fleisch ebenfalls in Streifen geschnitten, was den Garprozess beschleunigt.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben, braten, bis er aromatisch duftet. Fleisch zugeben und von beiden Seiten goldbraun braten oder Streifen unter Rühren anbraten.

Mit den Gewürzen pikant abschmecken, Walnüsse zugeben, bis das Fleisch gar ist. Vor dem Servieren nach Wunsch mit gehackter Petersilie bestreuen.

Uns hat das Pulë me Arra sehr gut geschmeckt, und es war relativ fix zubereitet.

Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

#wirrettenwaszurettenist: Leckereien vom Weihnachtsmarkt – Champignons mit Knoblauchdip

Eigentlich müssen die Leckereien vom Weihnachtsmarkt (oder von der Kirmes) gar nicht gerettet werden, denn bei einem Bummel gehören sie einfach dazu. Aber wenn man aus irgendwelchen Gründen nicht dazu kommt oder vielleicht einen kleinen Weihnachtsmarkt im Verein, in der Nachbarschaft oder der Schule organisiert, kann man einiges prima zu Hause selber machen.

Bei uns im Kaff ist Anfang November die traditionelle Allerheiligenkirmes, dieses Jahr fand tatsächlich schon die 687. Ausgabe statt. Als der GöGa und ich noch loszogen, waren die Champignons mit Knoblauchdip immer eine Lieblingsleckerei, die natürlich auch auf Weihnachtsmärkten abgeboten werden, oft von denselben Schaustellerfamilien.

Nun gab es sie zu Hause:

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Pilzpfanne:
  • 500 g möglichst kleine Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • Salz und Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß oder geräuchert für ein extrapikantes Aroma
Für die Knoblauchsauce:
  • 200 g Crème fraîche
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL griechischer Joghurt
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Pilzpfanne:

Kleine Champignons putzen. Große Champignons putzen und gegebenenfalls halbieren oder vierteln. Zwiebel in dünne Streifen schneiden.

Pilze in der heißen Pfanne oder dem Wok braten, bis sie goldbraun sind und die austretende Flüssigkeit verkocht ist.

Öl mit den Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze weiterbraten, bis die Zwiebeln goldgelb und schön weich sind.

Petersilie unterheben und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecke.

Knoblauchsauce:

Knoblauch klein hacken bzw. reiben und mit den restlichen Zutaten verrühren.

Ganz authentisch wird es, wenn die Champignons mit Sauce in einem Pommesschälchen angerichtet werden und eine zum Dreieck geschnittene Toastscheibe dazu serviert wird.

Weitere Kirmes-/Weihnachtsmarkspezialitäten im Blog – unvollständige Auswahl:

Und noch die Rezepte der anderen RetterInnen:

Die kulinarische Weltreise: Polbo á feira o Pulpo a la gallega – Tintenfisch auf galicische Art (Spanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft geht es einmal mehr nach Spanien, wohin es uns im März 2020 bereits verschlagen hatte.

Damals gab es von mir Pollo con naranja y menta, Conejo al ajillo, Frit mallorquí und Magdalenas, sowie einen Pastel de Almendras als Gastbeitrag; es gibt aber noch zahlreiche weitere spanische Gerichte im Blog (siehe Liste am Ende).

Heute reise ich mit Euch in den hohen spanischen Nordwesten, nach Galicien, dessen Hauptstadt Santiago de Compostela das angestrebte Ziel des Jakobsweges markiert.

Galicien grenzt im Norden an das kantabrische Meer, im Westen an den Atlantik, im Süden an Portugal und im Osten an Kastilien und Léon und Asturien.

Das Klima ist mild und in den Wintermonaten regenreich, die Küche dementstprechend:

In den Küstenregionen spiegelt sich die Nähe zum Atlantischen Ozean wider. Zu den Spezialitäten der galicischen Küche gehören hier diverse Krusten- und Schalenweichtiere, zu denen u. a. die Entenmuschel Pollicipes pollicipes (galicisch percebes), Austern (ostras), Langusten (lagostas) und Jakobsmuscheln (vieiras) gehören. Auch diverse Fischsorten stehen hier regelmäßig auf dem Speiseplan. Dazu gehören etwa der Seehecht (merluza) oder der gesalzene Stockfisch (bacallau). Typisch für Galicien sind zudem deftige Eintöpfe (z. B. caldo galego), der von mir hier vorgestellte Polbo á feira (Krake nach galicischer Art) oder die Empanada. Dieses überwiegend aus Teig und einer würzigen Füllung bestehende Gericht ist eine der beliebtesten Speisen der traditionellen galicischen Küche und wurde bereits im Jahr 1188 im Glorienportal der Kathedrale zu Santiago de Compostela dargestellt [Quelle: Wikipedia].

Der Tintenfisch auf galicische Art ist eine typische Tapa, wird aber auch auf großen Holzbrettern während Volksfesten oder Jahrmärkten serviert. Daher auch der galicische Name Polbo á feira.

Zutaten für 2 Portionen als Hauptspeise:

  • 400 g Pulpoarme, z. B. von Deutsche See
  • 2 faustgroße Kartoffeln, festkochend
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver
  • gehackte Petersilie nach Wunsch

Zubereitung:

Kartoffeln in dickere Scheiben schneiden und entweder in Salzwasser 15 – 20 Minuten kochen oder – so habe ich es gemacht – mit etwas Salz bestreut auf dem gelochten Blech 20 Minuten im Dampfgarer garen. Auf einem Küchentuch ausbreiten und gut trockentupfen.

Die Pulpoarme in ca. 1 cm lange Stücke schneiden, mit Salz und geräuchertem Paprikapulver vermischen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Kartoffelscheiben von beiden Seiten mit Salz und geräuchertem Paprikapulver würzen und kurz anbraten. In einer Auflaufform im auf 150 °C vorgeheizten Backofen warm stellen.

In derselbe Pfanne den Pulpo mit einer zerdrückten Knoblauchzehe braten.

Auf einem Holzbrett zunächst die Kartoffelscheiben, darauf den Pulpo anrichten. Nach Wunsch mit der gehackten Petersilie bestreuen und zu Tisch bringen, wenn der Polbo á feira in einer größeren Runde serviert werden soll.

Wir haben daraus ein normales Abendessen gemacht und hatten noch einen frischen Salat aus Romanaherz und einem Dressing aus Olivenöl, Weißweinessig, Ahornsirup, Senf, Salz und Pfeffer.

Ein leckere Essen, das Dank der vorgekochten Pulpoarme im Handumdrehen auf dem Tisch stand.

Weitere spanische Gerichte unabhängig von der kulinarischen Weltreise:
Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Blog-Event CCXXIV – Herbstgenüsse für goldene Tage & dunkle Nächte

Apfeleis mit honiggerösteten Nüssen

Blog-Event CCXXIV - Herbstgenüsse (Einsendeschluss 15. November 2025)

Es gibt ein neues Blog-Event bei Zorra im Kochtopf: Adele und Lukas von Yummy Lavender wünschen sich Herbstgenüsse.

Nun ist Eis vielleicht nicht das, was man sich an kalten Tagen unbedingt wünscht, aber andererseits geht Eis immer und wenn es aus herbstlichen Früchten wie Äpfeln und Nüssen besteht, kombiniert mit warmen Zimtnoten, passt es eben doch.

Unser Apfelbaum war auch dieses Jahr wieder übervoll. Einen Teil der Äpfel lassen wir als Winterfutter für die Gartentiere hängen bzw. abfallen, einen Teil haben wir verschenkt, der Rest muss irgendwie von uns verbraucht werden. So hatten wir reichlich naturbelassenes Apfelmus zubereitet und in Portionen von jeweils 200 – 300 g eingefroren.

Eines Abends entdeckten wir während des Kochens einen Rest Schlagsahne im Kühlschrank und sofort reifte die Idee, diese mit dem eingefrorenen Apfelkompott zu einem Blitzeis zu verarbeiten. Gesagt, getan: Den Cookit von Bosch rangeholt, das Crushmesser eingesetzt und das gefrorene Kompott geschreddert, Sahne und Puderzucker dazu und fertig war ein fruchtiges Eis.

Als Topping habe ich einen Nussmix etwas klein gehackt, in der Pfanne angeröstet und mit Honig und Zimt karamellisiert. Fertig war ein Eis voller herbstlicher Aromen.

Zutaten für 4 Portionen à 2 Kugeln Eis:

  • 300 g Apfelkompott, gefroren
  • 125 ml Schlagsahne aus dem Kühlschrank
  • 25 g Puderzucker, fein gesiebt
  • 4 EL gemischte Nüsse, gehackt
  • 4 TL Honig – oder mehr nach Geschmack
  • 1 Prise Zimt
  • außerdem: Küchenmaschine mit Crushmesser, Pfanne

Zubereitung:

Wichtig ist natürlich, dass das Eis selber als letztes zubereitet wird, deshalb alle Zutaten abwiegen und bereitstellen, den Puderzucker sieben und die Nüsse hacken und zubereiten.

Nüsse in die kalte Pfanne ohne Fett geben und auf mittelhoher Temperatur (7 von 9) rösten. Honig und Zimt zugeben und unter rühren leicht karamellisieren, bis der Honig sich komplett mit den Nüssen verbunden hat.

Das gerfrorene Apfelkompott in die Küchenmaschine geben und schreddern, bis es in etwa die Konsistenz von Granità hat. Kalte Sahne und Puderzucker zugeben und so lange rühren lassen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.

Auf Eisbecher oder in Desserschälchen verteilen, mit den Nüssen bestreut servieren und bei Kerzenschein vor dem warmen Kamin genießen.

Update: 31 tolle Rezepte sind zusammengekommen.

Die kulinarische Weltreise: Maafe – Erdnusseintopf (Burkina Faso)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Es ist November, das Herbstgrau hat uns im Griff, also reisen wir im Rahmen der kulninarischen Weltreise nach Westafrika, genauer gesagt nach Burkina Faso.

Unter dem Namen République de Haute-Volta (Republik Obervolta) war das Land von 1919 bis 1932 und danach wieder ab 1947 französische Kolonie, bevor es 1960 die Unabhängigkeit erlangte. Erst 1984 wurde es in Burkina Faso umbenannt, was so viel wie Land des aufrichtigen Menschen bedeutet.

Burkina Faso ist ein Binnenstaat, der an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste grenzt.

Es ist einer der ärmsten und am wenigsten entwickelten Staaten der Erde und wird zur Gruppe der Hochverschuldeten Entwicklungsländer (englisch Heavily Indebted Poor Countries, abgekürzt HIPC) gezählt.

Als Grundnahrungsmittel dienen vor allem Reis und , ein Brei, der aus Mais, Hirse oder Sorghum zubereitet wird. Dazu werden Soßen auf Basis von Tomaten, Gemüse, Hibiskusblättern, Okra, Affenbrotbaumblättern oder Erdnussbutter gegessen, mit oder ohne Beigabe von Fleisch. Als riz gras/riz au gras wird Reis zusammen mit Tomaten und Zwiebeln gekocht.

Das entspricht im Prinzip dem Jollofreis, den ich im Rahmen unserer Stop-Overs in Nigeria gekocht hatte.

Basis für Gerichte sind auch Couscous aus Reis, Foniohirse oder Maniok (attiéké genannt) sowie der aus den Küstenländern stammende Foufou (Maisbrei), der oft mit einer Soße aus den Früchten der Ölpalme (sauce graines) gegessen wird. Fleisch stammt zumeist von Rind, Hammel, Ziege, Huhn oder Perlhuhn, auch Wildfleisch von Savannentieren und Fisch werden gegessen. Brathähnchen sind sehr beliebt und als poulets télévisions („Fernsehhühner“) bekannt. Sie sind so benannt, da sie am Straßenrand in rechteckigen Glaskästen gebraten werden. Frittierte Kochbananen werden aloco genannt, außerdem gibt es frittierte Süßkartoffeln und Jamswurzeln, die jeweils mit einer scharfen Soße serviert werden können. Auch Raupen werden in Burkina Faso gegessen. Soumbala ist ein Gewürz, das zum Beispiel bei den Lyela für riz au soumbala verwendet wird.

Erfrischungsgetränke sind Ingwersaft, Tamarindensaft, das Hirsemehlwasser zom-koom oder bissap, ein Getränk aus getrockneten Rosellenblättern. Im Südwesten, vor allem in Bobo-Dioulasso, gibt es auch Horchata, ein Getränk aus Erdmandeln. Lokale alkoholische Getränke sind das Hirsebier Dolo, Palmwein und Palmschnaps, der wegen seiner Gefährlichkeit allerdings verboten wurde. [Quelle: Wikipedia]

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Szegediner Kartoffelgulasch

Am ersten Sonntag im November gibt es bei den Köchinnen und Köchen von Leckeres für jeden Tag „Kreative Winterküche“.

Es wird langsam, aber sicher kälter und grauer in Deutschland und da steigt – zumindest bei mir – der Appetit auf herzhafte Küche. Deshalb gibt es das Szegediner Gulasch, das ich bereits im Blog habe und das eigentlich Székelygulyás heißt, in einer vegetarischen Version mit Kartoffeln und Champignons.

Das Rezept kam vor ein paar Tagen mit dem täglichen Newsletter von Essen & Trinken in meine Mailbox geflattert.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 80 g weiße Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehen
  • 125 g braune Champignons
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 EL Tomatenmark
  • 2 Stiele Thymian (ich: 2 TL gerebelter Thymian)
  • 1 Messerspitze Kümmelsaat (ich: gemahlener Kümmel – ich hasse es, auf Kümmel zu beißen!)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Sauerkraut
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Stiele glatte Petersilie (ich: 2 TL TK-Petersilie)
  • 100 g Schmand
  • 1 EL Limettensaft
  • etwas Paprikapulver

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln.

Olivenöl in einem Bräter erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Champignons darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten braten. Kartoffeln, Tomatenmark, Thymian, Kümmel und Lorbeer zugeben und weitere 2 – 3 Minuten dünsten. Gemüsebrühe zugießen, einmal aufkochen und bei milder bis mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel 20 Minuten köcheln lassen.

Sauerkraut auf einem Sieb abtropfen lassen, zum Gulasch geben und alles weitere 5 Minuten kochen lassen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Petersilienblätter von den Stielen abzupfen und grob schneiden. Schmand und Limettensaft glatt rühren, Petersilie unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffelgulasch auf Tellern anrichten, etwas Schmand zugeben, mit Paprikapulver bestreuen und servieren.

Ein paar der Kartoffeln waren etwas zerfallen, was dem Gulasch eine schöne Bindung gab. Geschmacklich war es sehr gut, die Champignons brachten Biss und Umami.

Jetzt bin ich gespannt auf weitere kreative Wintergerichte:

Die kulinarische Weltreise: Soto Ayam – Indonesische Hühnersuppe

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Wir gehen ins letzte Drittel des Jahres und reisen im Oktober mit der kulinarischen Weltreise und „Reiseleiter“ Volker von volkermampft nach Indonesien, dem weltweit größten Inselstaat, der zwischen dem südostasiatischen Kontinent im Norden und Australien im Süden liegt.

Fast dreihundert Jahre gehörte Indonesien zum niedereländischen Kolonialgebiet und so bin ich schon früh auf die indonesische Küche aufmerksam geworden, weil mein Vater mit seiner Partnerin, deren Sohn und mir öfter von Köln – wo Papa lange gewohnt hat – nach Heerlen in den Niederlanden gefahren ist. Dort war mein Lieblingsmittagsgericht die Indonesische Reistafel (Rijsttafel). Ich fand es faszinierend, dass viele kleine Gerichte zum Teilen auf den Tisch kamen. Das kannte ich Provinznudel in den späten 70ern, frühen 80ern so nicht.

Ich bringe Euch heute einen absoluten Klassiker mit, nämlich Soto Ayam (Erklärung auf Englisch), eine kräfitg gewürzte Hühnersuppe. Ich habe meine Version aus verschiedenen Rezepten zusammengestellt, nämlich dem vereinfachten Grundrezept von der Seite Indonesich kochen. Letzte Woche kochte ein Kandidat der Sendung Das perfekte Dinner ebenfalls eine Soto Ayam mit Kokosmilch. Da wir Kokos mögen, kommt in meine indonesische Hühnersuppe ebenfalls etwas Kokosmilch.

Zusätzlich habe ich noch etwas Gemüse (Staudensellerie und Champignons) zugegeben, um die Suppe etwas gehaltvoller zu machen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 Hähnchenschenkel, zusammen ca. 600 g inklusive Knochen
  • 1 TL Kurkuma gemahlen
  • 1 daumenlanges Stück Ingwer, gerieben
  • 2 Stängel Zitronengras, in der Küchenmaschine klein gehackt
  • 75 ml warmes Wasser
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Öl
  • 650 ml Wasser
  • 2 EL Röstzwiebeln
  • 3 Kaffir Limettenblätter (Habe ich leider nicht bekommen und mein Bäumchen – etwas scrollen – ist in die ewigen Jagdgründe eingegangen.)
  • 1 TL Salz
  • zusätzlich: Limetten, Sellerieblätter, hartgekochte Eier, Sambal Oelek, Glasnudeln oder Reis
  • ich zusätzlich: Selleriestange in schmalen Stücken, Pak Choi, jeweils die Blattrippen und die Blätter in schmalen Streifen, Röstzwiebeln, Kokosmilch, Ketjap manis (süße indonesische Sojasauce)

Zubereitung:

Die Haut von den Hähnchenschenkeln abziehen, Schenkel im Gelenk teilen. In einem Topf mit kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen und den Schaum von der Oberfläche abschöpfen. Auf kleiner Temperatur etwa 40 – 45 Minuten köcheln lassen. Hähnchenteile aus der Brühe nehmen und abkühlen lassen. Das Fleisch von den Knochen zupfen.

Ingwer, Zitronengras und Kurkuma mit dem warmen Wasser übergießen und stehen lassen, dann über einem Sieb abtropfen lassen, dabei mit einem Löffel den Sud ausdrücken.

Knoblauchzehen zerdrücken, mit 3 EL Öl in einem Topf goldbraun braten, Gewürzsud dazugeben und bei niedriger Hitze weiter garen, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist.

650 ml Hühnerbrühe, -fleisch, Röstzwiebeln, Salz und Glasnudeln, außerdem noch Staudensellerie und die hellen Pak Choi-Streifen mit der Kokosmilch dazugeben und nicht zu lange köcheln; das Gemüse sollte noch knackig sein.

Während die Suppe kocht, nebenher 2 – 4 Eier hartkochen und die Hühnerhaut nach Wunsch knusprig braten.

Zum Anrichten die Suppe in Schalen oder tiefe Teller geben und nach Wunsch mit halbierten Eiern, Röstzwiebeln, Sellerieblättern und den grünen Pak Choi-Streifen, Limettenstücken, Sambal Oelek und/oder Ketjap manis verfeinern.

Diese Suppe war ein absolutes Geschmackserlebnis. Etwas scharf, etwas säuerlich, etwas würzig, etwas seidig durch die Kokosmilch – einfach herrlich!

Zwei der bekanntesten indonesischen Gerichte habe ich bereits im Blog:

Nasi goreng vegetarisch und Bami goreng mit selbstgemachten Nudeln

Wie immer liste ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden auf:

Koch mein Rezept (Chinesische Hackpfanne mit gebratener Gurke von Chili und Ciabatta)

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Koch mein Rezept, das große von Volker von volkermampft initiierte Foodblogwichteln geht in die 24. Runde.

Ich freue mich, dass mir der Blog Chili und Ciabatta von Petra aka Cascabel zugelost wurde.

Aus meinem Rezeptfundus dürfen sich Kerstin und Klaus vom Blog Kakao und Karotte etwas aussuchen. Ich bin schon sehr gespannt!

Die beiden haben Aachener Printen gebacken und ihre Version klingt megaint!eressant!

Petra ist eine gute Bloggerkollegin, die – wie ich – bei der Kulinarischen Weltreise eifrig dabei ist. Sie begann im Jahr 2004 den ersten deutschsprachigen Foodblog und benannte ihn nach ihren Vorlieben für scharfes Essen und gutes Brot Chili und Ciabatta.

Sie kommt gebürtig aus Schwaben, lebt nach Zwischenstationen in Würzburg und Kiel schon seit über 30 Jahren im Bayrischen Wald, wo sie gerne in der Natur unterwegs ist und dieses mit Geocaching und im Herbst Pilzesammeln verbindet. Sie bewirtschaftet einen großen Gemüsegarten, dessen Erträge sie in ihren Blogrezepte verwertet. Darüber berichtet sie ausführlich in einem Fototagebuch namens Rausgelinst. Guckt gerne mal rein.

Ihre Rezepte sind vielfältig, so dass es mir zunächst gar nicht so leicht fiel eines zum Nachkochen zu finden. Wie immer hatte ich meinem GöGa den Link zu Petras Blog geschickt, da er ja schließlich mitessen „muss“. Ganz zielsicher fand er das Chicken Tetrazzini, aber ich musste ihn enttäuschen, hatte ich genau dieses Rezept schon einmal in einer veganen Version nachgekocht.

Die gemeinsame Wahl fiel dann auf ein asiatisches Gericht, in dem Petra ihre diesjährige Gartengurkenschwemme unterbrachte: in der Chinesischen Hackpfanne mit gebratener Gurke.

Ein schnell gemachtes Gerichtes, das uns super geschmeckt hat. Bei den Zutaten für die Sauce musste ich wieder etwas improvisieren, aber ich denke, das ist jetzt nicht so das Drama. Ich schreibe Euch meine Alternativen in Kursivschrift dahinter.

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