KFC – Korean Fried Chickin

Vor einer oder zwei Wochen haben wir die neueste Folge von Herr Raue reist auf Magenta TV geschaut. Tim war in Südkorea und unter anderem probierte er auch knusprig würzige Hühnchenstücke. Der GöGa und ich bekamen schon beim Zusehen Lust drauf.
Da wir tatsächlich noch die Fried Chicken Sauce aus dem Starter-Set von Arang im Schrank stehen hatten, gab es letzte Woche diese Köstlichkeit aus dem Airfryer.

Es ist übrigens kein Zufall, dass die knusprig frittierten Hähnchenteile wie eine bekannte amerikanische Fast-Food-Kette abgekürzt werden, haben sie ihren Ursprung doch in der Zeit des Koreakrieges von 1950 bis 1953, als die USA Südkorea unterstützte.

Dennoch ist das Korean Fried Chicken eine Kombination aus den US-amerikanischen Hähnchenteilen und einer sehr alten koreanischen Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.

Zutaten für 4 reichliche Portionen:

  • 1,5 kg Hähnchenflügel und -unterschenkel
  • 6 EL Maisstärke *)
  • 2 EL Öl *)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 3 – 4 EL von der Korean Fried Chicken Sauce **)
  • Lauchzwiebel und Sesamkörner zum Garnieren (optional)

*) Ich brauchte deutlich mehr Öl, um einen Teig anzumischen, der sich geschmeidig um die Hähnchenteile legte. Außerdem brauchte ich insgesamt deutlich mehr Teig, um alle Teile gleichmäßig zu umhüllen.

**) Dasselbe gilt auch für die Sauce: Ich habe deutlich mehr verbraucht.

Zubereitung:

Airfryer auf 200 °C vorheizen.

Teig zubereiten, Hähnchenteile trocken tupfen, von beiden Seiten salzen und pfeffern und durch den Teig ziehen, so dass sie gleichmäßig umhüllt sind.

Teile so in den Korb des Airfryers legen, dass sie nicht übereinander liegen, damit die Heißluft gut zirkulieren kann. Falls nötig mehrere Durchgänge machen und die fertigen Hähnchenteile im Backofen warm halten.

Hähnchenteile 20 bis 25 Minuten braten, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden.

Anschließend gleichmäßig mit der Sauce einpinseln und weitere zwei bis drei Minuten in den Airfryer geben, damit die Glasur karamellisiert.

Serviert habe ich das Korean Fried Chickin mit koreanischem Reis, mildem Kimchi und Chinakohlsalat (in Streifen geschnitten, mit Möhren- und Mangostreifen gemischt; Dressing aus O-Saft, Sesamöl, Sojasauce).

Die kulinarische Weltreise: Byrek me domate dhe qepë – Byrek mit Tomaten und Zwiebeln (Albanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Januar 2026 ist die Reisetruppe rund um Volker von volkermampft auf der kulinarischen Weltreise in Albanien unterwegs. Nach dem Huhn mit Walnüssen (Pulë me Arra) gibt es mit dem mit Tomaten und Zwiebeln gefülltem Byrek einen typischen Snack, den man warm oder auch kalt genießen kann.

Die Ähnlichkeit des Wortes Byrek mit dem türkischen Börek oder dem in Balkanstaaten Ex-Jugoslawiens gebräuchlichen Burek lässt sich nicht verleugnen und bei allen Versionen handelt es sich um gefüllte Teigtaschen aus Yufka- bzw. Filoteig.

Auch dieses Gericht mussten übrigens Tim Mälzer und Materia in der vierten Folge der zehnten Staffel von Kitchen Impossible nachkochen. Auf der Suche nach einem Rezept stieß ich auf den Blog Food & Co. von Tina, die es sich – neben anderen interessanten Themen – zur Aufgabe gemacht hat, Rezepte aus „Kitchen Impossible“ nachzukochen und zwar nur durch notfalls mehrmaliges Anschauen der jeweiligen Arbeitsschritte der Köche. Das finde ich überaus bemerkenswert!

Von Tinas Rezept, in dem auch der Teig selbst gemacht ist, habe ich nur die Füllung übernommen. Aus den bekannten gesundheitlichen Gründen habe ich auf fertigen veganen Bio-Blätterteig zurück gegriffen, auch wenn Yufka- oder Filoteig noch ein bisschen authentischer gewesen wäre.
Statt frischer Tomaten, die jetzt einfach keine Saison haben und entsprechend fad schmecken, habe ich Tomatenwürfel (Cubetti) aus dem Glas genommen, das „nur“ 340 g beinhaltet, so dass ich auch etwas weniger Zwiebeln genommen habe.

Zutaten für 4 – 8 Stücke:

  • 1 Rolle veganer Bio-Blätterteig à 240 g
  • 1 Glas Cubetti à 340 g
  • 250 g Zwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 gestr. TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Oregano (ich: Pizzakräuter)
  • 1 TL Salz
  • 20 g Reis (z.B. Basmati), falls zum Aufnehmen überschüssiger Flüssigkeit nötig

Zubereitung:

Mit etwas Vorlauf die Füllung zubereiten, damit diese etwas abkühlen kann.

Dafür die Zwiebeln würfeln und in 2 EL Olivenöl ca. 5 Minuten glasig dünsten. Cubetti mit den Gewürzen zugeben, dann unter gelegentlichem Rühren 15 – 20 Minuten bei offenem Deckel garen, bis sämtliche Flüssigkeit verdampft ist.

Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Dann den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen und den Blätterteig auf einem Backblech abrollen.

Auf eine Hälfte des Teiges die Füllung geben, die zweite Teighälfte darüber klappen und an den Rändern rundum „zusammenzwirbeln“ und nach Wunsch mit einer Gabel zusammendrücken. In den Teigdeckel mit der Gabel ein paar Luftlöcher pieksen und den Byrek ca. 30 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Wir haben den Byrek mit einem grünen Salat als Hauptmahlzeit gegessen, in kleinere Stücke aufgeschnitten schmeckt er aber auch kalt als Snack zwischendurch.

Einen Rest haben wir sogar am Folgetag mit einem Spiegelei zum Frühstück gegessen.

Hier geht es zu den Rezepten der Mitreisenden:

Blog-Event CCXXV – Aus dem Ofen!

Kartoffel-Möhren-Gratin

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026)

Noch bis zum 15. Januar läuft das Blog-Event Aus dem Ofen!, das Nadja von Little Kitchen and more bei Zorra im Kochtopf veranstaltet. Erlaubt ist alles, was im Ofen zubereitet wird, egal ob Brot, Brötchen, Kuchen oder auch Aufläufe und Überbackenes.

Bei uns arbeitet der Ofen relativ häufig, um Reste zu verarbeiten. Aus Pasta mit Sauce wird mit etwas Käse bestreut ein leckerer Auflauf, ähnlich können Gemüsereste verwertet werden.

Mein Beitrag zu Nadjas Event ist ein leckeres Kartoffel-Möhren-Gratin, zwei Zutaten, die meines Erachtens gut harmonieren. Wir essen z. B. sehr gerne Kartoffel-Möhren-Durcheinander (Stampf).

Zutaten für 4 Portionen:

  • 6 festkochende Kartoffeln, ca. 800 g
  • 3 dicke Möhren, ca. 400 g
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • außerdem: Mandoline oder Küchenmaschine mit Hobelaufsatz

Zubereitung:

Kartoffeln und Möhren getrennt dünn hobeln.

Schalotte und Knoblauch fein würfeln, in der Butter glasig anschwitzen. Sahne zugeben und einmal aufkochen. Mit den Gewürzen pikant abschmecken.

Kartoffeln und Möhren in abwechselnd in eine Auflaufform (mit einer dünne Schicht Sahne auspinseln) schichten. Die aufgekochte Sahne darüber geben und im Backofen bei 200 °C Umluft ca. 30 Minuten backen, bis das Gratin oben leicht goldbraun und das Gemüse gar ist.

Bei uns gab es einen Dip aus Joghurt und Mepfel *) von Zwergenwiese, was sehr gut gepasst hat.

*) Hierbei handelt es sich um einen sehr pikanten Meerrettich-Apfel-Aufstrich.

Update: sagenhafte 34 Rezepte sind zusammengekommen.

Die kulinarische Weltreise: Pulë me Arra – Huhn mit Walnüssen (Albanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Auch im Jahr 2026 geht die kulinarische Weltreise weiter. Volker von volkermampft hat uns tatsächlich bis Ende 2028 mit Reisezielen und Sonderthemen „verplant“.

Im Januar machen wir uns gemeinsam auf den Weg nach Albanien, amtlich Republik Albanien oder Republika e Shqipërisë, einem Staat in Südosteuropa auf der Balkanhalbinsel. Das Land grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Der Westen des Landes wird durch das adriatische bzw. ionische Meer begrenzt. Die Hauptstadt ist Tirana. [mehr lesen auf Wikipedia]

Die albanische Küche ist mediterran; sie zeigt aber als Teil der Balkanküche auch orientalische Einflüsse. Von Region zu Region gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede.

Dabei bereichern eine Vielzahl an Zutaten wie Auberginen, Gurken, Bohnen, Tomaten usw., Lamm, Kalb, Rind, Ziege, Geflügel und regioal auch Schwein sowie Meer- und Süßwasserfische den Speiseplan.

Einige Gerichte, die auch in Albanien gerne auf dem Tisch stehen, habe ich schon im Blog, z. B. Tarator, Baklava, Sarma, Dollma, Qofte, Moussaka oder Fasul.

Mein heutiges Gericht gilt als eine Nationalspeise Albaniens, das Pulë me Arra, was schlicht „Huhn mit Walnüssen“ bedeutet. Ich habe verschiedene Quellen zu diesem Gericht gefunden, in der einen wird ein ganzes Huhn mit Walnüssen gefüllt, dabei wird das Huhn vorher gekocht oder auch nicht. In anderen Rezepten werden Hühnerteile wie Brust oder Keule verwendet, die dabei ebenfalls entweder vorgekocht oder „nur“ gebraten werden.

Ich habe mich für ein relativ einfaches Rezept von der Seite Nationalgerichte entschieden, bei dem Hähnchenkeulen mit gehackten Walnüssen in der Pfanne gegart werden. Als Beilage hatten wir einfach Reis und etwas Gurkensalat mit Dill, der im Balkangebiet gerne gegessen wird. In Albanien wird vermutlich Qull dazu gereicht, eine Art Maisbrei, wie ihn Tim Mälzer und Materia in der Sendung Kitchen Impossible (Staffel 10, Folge 4 – zu streamen bei RTL+) zubereiten mussten.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Hühnerbrust oder -schenkel ohne Haut
  • 100 g Walnüsse
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Paprika
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2 Esslöffel Olivenöl zum Braten
  • optional: frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Walnüsse hacken, Zwiebeln in kleine Würfelschneiden, Knoblauch ebenfalls fein schneiden oder reiben.

In einigen Rezepten wird das Fleisch ebenfalls in Streifen geschnitten, was den Garprozess beschleunigt.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben, braten, bis er aromatisch duftet. Fleisch zugeben und von beiden Seiten goldbraun braten oder Streifen unter Rühren anbraten.

Mit den Gewürzen pikant abschmecken, Walnüsse zugeben, bis das Fleisch gar ist. Vor dem Servieren nach Wunsch mit gehackter Petersilie bestreuen.

Uns hat das Pulë me Arra sehr gut geschmeckt, und es war relativ fix zubereitet.

Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Karamellisierter Rosenkohl mit Birnen

Auch im Jahr 2026 geht es mit Leckeres für jeden Tag weiter. Und sofort am ersten Sonntag des Monats Januar geht es um die vegane Küche, denn es ist ja auch Veganuary wie schon seit 2014.

Ich stelle Euch eine leckere Gemüsebeilage vor, die aber auch als veganes Hauptgericht oder sogar kalt als Salat punktet.

Wir haben das leckere Gemüse am ersten Weihnachtstag mit Kartoffelsternen und *flüster* Gänsekeule gegessen.

Zutaten für 2 – 4 Portionen:

  • 35 g Mandeln, gehobelt
  • 1 Zwiebel (à ca. 80 g), fein gewürfelt
  • 3 EL Olivenöl, zum Braten geeignet
  • 500 g tiefgekühlte Rosenkohlrösschen, aufgetaut und halbiert
  • 5 EL Ahornsirup
  • 1 Birne, entkernt, geviertelt, gewürfelt (ca. 1 cm) *)
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer

*) Ich habe Birnen aus dem Glas genommen, weil man sich bei frischen Birnen oft nicht sicher sein kann, ob sie nicht entweder total hart oder fast schon matschig sind.

Im Olivenöl die Zwiebeln andünsten, Rosenkohl mit Ahornsirup zugeben und leicht karamellisieren lassen. Birnenstücke ebenfalls zufügen und alles unter Rühren ca. 5 – 10 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer separaten Pfanne die Mandelblättchen ohne Fett anrösten und zur Deko über den Rosenkohl streuen.

Diese Rosenkohlvariante mit süßlichem Touch hat uns sehr gut geschmeckt. Es war sogar noch ein Rest übrig, den ich zu einem leckeren Salat weiterverarbeitet habe.

Hier geht es zu den veganen Rezept meiner MitstreiterInnen:

So this was Christmas

… und alles Gute in Neuen Jahr 2026. Ich hoffe, Ihr hattet alle die Feiertage, die Ihr Euch gewünscht habt und habt – ganz im Geiste eines Kochblogs – gut gegessen. Wir waren wie immer zu zweit und haben es ganz ruhig angehen lasssen. Es gab alte Klassiker, teilweise in etwas neuem Gewand und auch ein gänzlich neues Rezept.

Leider hinke ich mit der Feiertagsnachlese etwas hinterher, vielleicht bekommt Ihr aber trotzdem Anregungen für das nächste Weihnachtsfest, denn das kommt ganz bestimmt.

Heiligabend

Wie fast jedes Jahr gab es Reibekuchen mit Lachs sowie Lachsforelle, Guacamole, Dips, Gurkenscheiben und – für mich – Chicorée, weil die Bitterstoffe dieses Gemüses bei der Fettverdauung unterstützt.

Wie immer sind die Reibekuchen nach diesem Rezept entstanden, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich Zwiebelsalz statt -stückchen im Teig hatte und die Reibekuchen morgens vorgebacken wurden und abends nur noch kurz im Backofen aufgewärmt waren. Im Jahr 2024 hatten wir uns nämlich zeitlich mit Teigherstellung und dem anschließendem Ausbacken etwas verkalkuliert.

Erster Weihnachtstag

Wie auch in den Jahren zuvor hatten wir im Lebensgarten verschiedene Bio-Fleischsorten besorgt. Da dies in der Vielfalt nur vor Weihnachten und in etwas geringerem Umfang vor Ostern möglich ist, haben wir neben Gänsekeulen, Hirschgulasch, Ossobuco und Entenbrust besorgt und teilweise eingefroren.

Am ersten Feiertag gab es Kartoffelsterne (Convenience) mit karamellisierten Rosenkohl mit Birnen aus dem Cookit und Gänsekeulen.

Diese salzen und pfeffern, zunächst mit der Hautseite in die kalte Pfanne legen.

Dann die Temperatur hochregeln, das Fett ausbraten lassen, bis die Haut schön knusprig ist. Anschließend mit Majoran auf der Fleischseite 10 Minuten braten und dann in der Pfanne im Backofen bei 180 °C Umluft für ca. 50 Minuten zu Ende garen.

20 – 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffelsterne (je nach Packungsanweisung) dazu geben.

Zweiter Weihnachtstag

Am zweiten Feiertag gab es ein geniales Hirschgulasch, das ich nach diesem Rezept zubereitet hatte und dann stundenlang im Slowcooker schmurgeln durfte, zunächst 2 Stunden auf HIGH, anschließend bis zum Abend auf LOW.

Inspieriert durch die Sauce zum Hirschfilet von Weihnachten 2021 habe ich das Gulasch zum Schluss mit Backkakao (ohne Zuckerzusatz!), zwei starken Espressi sowie einem Hauch Chiliflocken finalisiert. Durch den Kakao ist die Sauce leicht eingedeckt und der Kaffeegeschmack bildete mit dem Chili einen schönen Gegenpart zum süßsäuerlichen Kirschnektar.

Als Beilage gab es Semmelknödelchen, die vorbereitet im Tiefkühlschlaf gewartet hatten und nun 20 Minuten im Dampfgarer zum Leben erwachen durften.

Ein Jahr in meiner Küche 2025

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Zusammenfassung meiner persönlichen Jahresfavoriten.

Ein Jahr in meiner Küche in der Vergangenheit:

2024202320222021202020192015

Ein Abend mit Johann Lafer

Statt jedes Jahr krampfhaft Weihnachtsgeschenke zu kaufen, schenken wir uns schon seit Jahren ein gemeinsames Erlebnis, sei es ein Konzert, eine Lesung oder ein feines Essen wie das Krimi-Quiz-Dinner wie hier oder hier erzählt.

Unser diesjähriges gemeinsames Weihnachtserlebnis war ein absolutes Highligt, das am 19. Dezember im Torhaus Möhnesee stattfand. Man hatte Johann Lafer für einen vorweihnachtlichen Abend gewonnen, was ich zufällig auf der Facebook-Seite einer lokalen Tageszeitung gelesen hatte. Natürlich waren schon alle Plätze reserviert, als ich anfragte. „Wir können Sie gerne auf die Warteliste setzen.“ hieß es in der Mail mit einem Torhausmitarbeiter. Ja, mach mal, dachte ich ohne viel Hoffnung. Ein paar Tage später kam dann die Nachricht, dass wir nachrücken konnten.

JA! Mach mal!

Eigentlich war ich ja bis dato kein großer Lafer-Fan, aber die Meinung konnte ich an dem Abend revidieren. Er war super angenehm, nahbar und kein bisschen überheblich oder ähnliches.

Freitagabend machten wir uns auf den kurzen Weg von Soest zum Südufer des Möhnesees. Auf den Einlass mussten wir etwas warten, aber dann wurde alles zügig abgewickelt, die zahlreichen Gäste (250 an der Zahl!) wurden an die Tische geführt, wo wir schon einmal das Menü in Augenschein nehmen konnten:

Die Karte hatte ich mir später signieren lassen.

Die einzelnen Gänge lasen sich ja schon mal mehr als köstlich!

Als kleines „Mitnehmsel“ für zu Hause lagen außerdem Gläschen mit Wintergewürzsalz an den Plätzen, die natürlich höchst professionell eingedeckt waren.

Zum Überbrücken der Wartezeit gab es etwas Brot und Kräuterbutter und es wurde vorab schon mal Getränke gereicht.

Weiterlesen

#wirrettenwaszurettenist: Leckereien vom Weihnachtsmarkt – Champignons mit Knoblauchdip

Eigentlich müssen die Leckereien vom Weihnachtsmarkt (oder von der Kirmes) gar nicht gerettet werden, denn bei einem Bummel gehören sie einfach dazu. Aber wenn man aus irgendwelchen Gründen nicht dazu kommt oder vielleicht einen kleinen Weihnachtsmarkt im Verein, in der Nachbarschaft oder der Schule organisiert, kann man einiges prima zu Hause selber machen.

Bei uns im Kaff ist Anfang November die traditionelle Allerheiligenkirmes, dieses Jahr fand tatsächlich schon die 687. Ausgabe statt. Als der GöGa und ich noch loszogen, waren die Champignons mit Knoblauchdip immer eine Lieblingsleckerei, die natürlich auch auf Weihnachtsmärkten abgeboten werden, oft von denselben Schaustellerfamilien.

Nun gab es sie zu Hause:

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Pilzpfanne:
  • 500 g möglichst kleine Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • Salz und Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß oder geräuchert für ein extrapikantes Aroma
Für die Knoblauchsauce:
  • 200 g Crème fraîche
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL griechischer Joghurt
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Pilzpfanne:

Kleine Champignons putzen. Große Champignons putzen und gegebenenfalls halbieren oder vierteln. Zwiebel in dünne Streifen schneiden.

Pilze in der heißen Pfanne oder dem Wok braten, bis sie goldbraun sind und die austretende Flüssigkeit verkocht ist.

Öl mit den Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze weiterbraten, bis die Zwiebeln goldgelb und schön weich sind.

Petersilie unterheben und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecke.

Knoblauchsauce:

Knoblauch klein hacken bzw. reiben und mit den restlichen Zutaten verrühren.

Ganz authentisch wird es, wenn die Champignons mit Sauce in einem Pommesschälchen angerichtet werden und eine zum Dreieck geschnittene Toastscheibe dazu serviert wird.

Weitere Kirmes-/Weihnachtsmarkspezialitäten im Blog – unvollständige Auswahl:

Und noch die Rezepte der anderen RetterInnen:

Die kulinarische Weltreise: Polbo á feira o Pulpo a la gallega – Tintenfisch auf galicische Art (Spanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft geht es einmal mehr nach Spanien, wohin es uns im März 2020 bereits verschlagen hatte.

Damals gab es von mir Pollo con naranja y menta, Conejo al ajillo, Frit mallorquí und Magdalenas, sowie einen Pastel de Almendras als Gastbeitrag; es gibt aber noch zahlreiche weitere spanische Gerichte im Blog (siehe Liste am Ende).

Heute reise ich mit Euch in den hohen spanischen Nordwesten, nach Galicien, dessen Hauptstadt Santiago de Compostela das angestrebte Ziel des Jakobsweges markiert.

Galicien grenzt im Norden an das kantabrische Meer, im Westen an den Atlantik, im Süden an Portugal und im Osten an Kastilien und Léon und Asturien.

Das Klima ist mild und in den Wintermonaten regenreich, die Küche dementstprechend:

In den Küstenregionen spiegelt sich die Nähe zum Atlantischen Ozean wider. Zu den Spezialitäten der galicischen Küche gehören hier diverse Krusten- und Schalenweichtiere, zu denen u. a. die Entenmuschel Pollicipes pollicipes (galicisch percebes), Austern (ostras), Langusten (lagostas) und Jakobsmuscheln (vieiras) gehören. Auch diverse Fischsorten stehen hier regelmäßig auf dem Speiseplan. Dazu gehören etwa der Seehecht (merluza) oder der gesalzene Stockfisch (bacallau). Typisch für Galicien sind zudem deftige Eintöpfe (z. B. caldo galego), der von mir hier vorgestellte Polbo á feira (Krake nach galicischer Art) oder die Empanada. Dieses überwiegend aus Teig und einer würzigen Füllung bestehende Gericht ist eine der beliebtesten Speisen der traditionellen galicischen Küche und wurde bereits im Jahr 1188 im Glorienportal der Kathedrale zu Santiago de Compostela dargestellt [Quelle: Wikipedia].

Der Tintenfisch auf galicische Art ist eine typische Tapa, wird aber auch auf großen Holzbrettern während Volksfesten oder Jahrmärkten serviert. Daher auch der galicische Name Polbo á feira.

Zutaten für 2 Portionen als Hauptspeise:

  • 400 g Pulpoarme, z. B. von Deutsche See
  • 2 faustgroße Kartoffeln, festkochend
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver
  • gehackte Petersilie nach Wunsch

Zubereitung:

Kartoffeln in dickere Scheiben schneiden und entweder in Salzwasser 15 – 20 Minuten kochen oder – so habe ich es gemacht – mit etwas Salz bestreut auf dem gelochten Blech 20 Minuten im Dampfgarer garen. Auf einem Küchentuch ausbreiten und gut trockentupfen.

Die Pulpoarme in ca. 1 cm lange Stücke schneiden, mit Salz und geräuchertem Paprikapulver vermischen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Kartoffelscheiben von beiden Seiten mit Salz und geräuchertem Paprikapulver würzen und kurz anbraten. In einer Auflaufform im auf 150 °C vorgeheizten Backofen warm stellen.

In derselbe Pfanne den Pulpo mit einer zerdrückten Knoblauchzehe braten.

Auf einem Holzbrett zunächst die Kartoffelscheiben, darauf den Pulpo anrichten. Nach Wunsch mit der gehackten Petersilie bestreuen und zu Tisch bringen, wenn der Polbo á feira in einer größeren Runde serviert werden soll.

Wir haben daraus ein normales Abendessen gemacht und hatten noch einen frischen Salat aus Romanaherz und einem Dressing aus Olivenöl, Weißweinessig, Ahornsirup, Senf, Salz und Pfeffer.

Ein leckere Essen, das Dank der vorgekochten Pulpoarme im Handumdrehen auf dem Tisch stand.

Weitere spanische Gerichte unabhängig von der kulinarischen Weltreise:
Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden: